http://www.faz.net/-gpf-81axs

Nach Ostern droht Pleite : Athen hat noch Geld bis zum 8. April

  • Aktualisiert am

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker forderte während des Gipfeltreffens in Brüssel Kooperation von Alexis Tsipras ein Bild: Reuters

Dem griechischen Ministerpräsidenten Tsipras bleiben noch zwei Wochen, um mit seinen Gläubigern eine Reformliste abzustimmen. Dann geht Athen nach internen Berechnungen der EU-Kommission das Geld aus, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

          Die griechische Regierung verfügt noch bis zum 8. April über genügend Liquidität. Das geht aus internen Berechnungen der EU-Kommission hervor, die auf neuen Zahlen ihrer Fachleute in Athen beruhen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) unter Berufung auf Diplomaten. Die Kommission geht davon aus, dass Athen Ende des Monats Löhne und Gehälter voll auszahlen kann. Sie unterstellt dabei, dass die Regierung von Alexis Tsipras auch auf Barmittel der Sozialkassen und staatlicher Unternehmen zurückgreift; die gesetzlichen Voraussetzungen dafür wurden in der vergangenen Woche geschaffen.

          Tsipras bleiben damit gut zwei Wochen Zeit, um mit den Geldgebern eine vollständige Reformliste abzustimmen. Erst danach kann Geld aus der letzten noch ausstehenden Kredittranche von 7,2 Milliarden Euro fließen.

          Am Freitag hatte Tsipras mit den Spitzen der europäischen Institutionen vereinbart, eine solche Liste „in den nächsten Tagen“ zu präsentieren. Die Vorbereitungen dafür haben in Brüssel begonnen; auch die technischen Fachleute der Geldgeber haben am Freitag in Athen wieder die Arbeit aufgenommen.

          Juncker verliert Geduld mit Tsipras

          In der EU-Kommission wird erwartet, wie die F.A.S. weiter berichtet, dass die Fachleute in der kommenden Woche auch wieder in den griechischen Ministerien arbeiten und Bücher prüfen dürfen. Darauf drang EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker während der Verhandlungen mit Tsipras in der Nacht auf Freitag. Juncker verwies auf das Beispiel des Internationalen Währungsfonds. Der schickt jedes Jahr Fachleute in die Ministerien der Mitgliedstaaten, um finanzielle und wirtschaftliche Kennziffern zu ermitteln. Tsipras habe Juncker nicht widersprochen, schreibt die F.A.S.

          Vom 9. April an wird die finanzielle Situation der griechischen Regierung in der EU-Kommission als „kritisch“ eingestuft. Das Land muss dann eine Kredittranche in Höhe von 467 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen. Mitte April müssen außerdem kurzfristige Staatsanleihen im Wert von 2,4 Milliarden Euro refinanziert werden.

          Weitere Themen

          Spazieren gehen und zuhören Video-Seite öffnen

          Für 25 Euro Stundenlohn : Spazieren gehen und zuhören

          Mehrmals pro Woche in den Bergen von Los Angeles spazieren gehen und dafür auch noch Geld bekommen. Für Chuck McCarthy ist das kein Hobby, er verlangt einen immensen Stundenlohn für seine Begleitung. Die Kunden schätzen vor allem, dass er ihnen zuhört.

          Topmeldungen

          CSU-Vorsitzender Seehofer, CSU-Generalsekretär Blume

          Liveblog zum Asylstreit : Seehofer gibt Merkel offenbar Frist bis Ende Juni

          ++ Kreise: Merkel akzeptiert Zwei-Wochen-Frist von Seehofer ++ CDU: Kein Automatismus für Zurückweisungen nach EU-Gipfel ++ Dobrindt: „Tiefe Vertrauenskrise in Gesellschaft“ ++ Umfrage gibt Seehofer Rückendeckung ++ Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im FAZ.NET-Liveblog.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.