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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

EU-Finanzen Weniger in Brüssel

 ·  In Zeiten nationaler Schuldenbremsen und verstärkter Haushaltsdisziplin kann es für die EU ein „business as usual“ nicht geben. Ihre Handlungsfähigkeit wird das nicht schmälern.

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Caspar Mendrzyk

Völlig wirlichkeitsfremdes Theater

Es ist für Bürger der EU schwer verständlich, es erscheint ihm unglaublich , was für ein politisches Theater insbesondere von Mitgliedern des Europaparlaments um die paar wirklich lächerlichen Sparbeschlüsse in Brüssel gemacht wird. Seit Jahrzehnten wandert der größte Teil des EU-Haushalts ohne nennenswerte Zielsetzung außer der, eine Wahlklientel bei Laune zu halten, in die Landwirtschaft. In dieser Zeit sind Millionen Arbeitsplätze in anderen Bereichen
wirtschaftlichen Anpassungsmaßnahmen zum Opfer gefallen. Wo bleibt denn da wohl die soziale Gerechtigkeit ? Brüssel hat einen Rechnungshof, der seit Jahren seine Gutachten nicht mehr offiziell einbringt, da er auf die unglaublichsten Verschwendungsvorfälle hinweisen müßte. Das Auftreten des Präsidenten des Europaparlaments und seine Drohungen gehen an den derzeitigen katastrophalen Finanzverhältnissen völlig vorbei, sind wirlichkeits- und amtsfremd und haben ledig rumpelstielzchenhaften Charakter. Das "Parlament" gehört abgeschafft!

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wolf haupricht

ZU: Wofür braucht die EU....

@ N. Hoffmann
Wer ein Nein formuliert und dies mit zu wenig Finanzausstattung begründet, kommt nicht umhin, dies detailliert darzulegen. Ein Hinweis auf: Das war schon immer so, ist nicht stichhaltig. Im Gegenteil erweckt das den Eindruck, sich auf Besitzständen ausruhen zu wollen,obwohl sich die Umstände wie Verschuldung, Bildung von Fehlanreizen durch Subventionen etc. nachhaltig geändert haben. In Brüssel scheint offensichtlich immer die Sonne, auch wenn sonst wo widrige Wetter angesagt sind. Schulz und die Parlamentarier sind beweispflichtig und nicht die Länder, vertreten durch ihre Repräsentanten.

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Philipp Laurisch

Schulden

Da verstehe ich so einiges nicht. Wie viel Schulden müssen denn eigentlich gemacht werden, um diesen Haushalt zu finanzieren? Ich meine, hier wird ja festgeschrieben, wie viel Geld Frankreich z.B. im Jahr 2016 zahlen soll, ohne dass jemand weiß, wie es dann um die französische Wirtschaft steht.
Da außerdem alle (!) Länder zumindest ein bisschen einzahlen müssen, Griechenland und Co. aber gar kein Geld haben, müsste deren Beitrag ja entweder via Schulden oder gleich direkt aus dem ESM finanziert werden?
Das ganze System mutet etwas eigentümlich an.
Vielleicht sollten einfach alle Länder pro Jahr einen festen Betrag gemessen am BIP einzahlen. Wenn die EU-Kommission dann ihr Geld verplempert ist sie selbst schuld, und wenn sie nicht für gut laufende Wirtschaft sorgt gibt's eben weniger Geld. Ein Fixbetrag sollte für das Aufrechterhalten der unbedingt nötigen Funktionen sowie die Pensionsansprüche verplant werden. Dann spart man auch ein paar teure Gipfel.

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Ulla Nachtmann

Was ist passiert?

Eigentlich nicht viel. Es wurde lediglich die alte Art von Korruption weiter verfestigt: Agrarhaushalt und Struktur,förderung'.
Abgreifen wo es geht!
Und nachdem es soo einfach ist, an das hart verdiente Geld fremder Steuerzahler zu gelangen, will Slowenien jetzt wohl auch unter einen ,Rettungsschirm'! (finanzenpunktnet, heute)
Immer weiter so.
Die Verachtung für die EU Diktatur und der Hass auf das Monster wächst garantiert, umsomehr als Dtld, GB, NL (Fitch droht bereits mit downgrade!) etc. = die bisherigen Nettozahler, bald merken werden, dass sie demnächst noch mehr zu zahlen haben.

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Bernd L. Mueller

David Cameron und alle europ.Bürger/innen im Konsens vereint

Ohne Kenntnis der EU Haushaltdetails, unüberschaubares Zahlen-Konglomerat , behaftet mit Nationen-und Partikularinteressen,es sieht wie ein grandioser Erfolg für David Cameron aus.

Unabhängig von der Grundsatzfrage, brauchen wir diese Gigantomonie EU - Behörde mit 45.000 hochdotierten Beamten/Mitarbeitern und teilweise inkompetente Personal überhaupt, eine Frage
die nur analog dem gordischen Knoten zu lösen wäre, sind wir bereits dankbar für minimale
Teillösungen, wenn sie denn in Ausgaben-bzw. Kostenreduzierung gehen.

Infame Unterstellungen, GB betreibe " Rosinenpickerei " sind nach Kenntnis immer neuer erschreckender Details bzgl. Subventionsbetrug, Verschwendung absurder Förderprojekte, EU-Mitarbeitergehälter und Privilegien in nicht akzeptabler Größenordnung - höher als Staatenlenker - ad absurdum gelegt.

Nur der Deutsche Martin Schulz hat nicht begriffen, wie teilweise verhaßt, ungeliebt dieses Monster EU-Behörde/Parlament ist, und unser deutsches Fernsehen ÖRF auch nicht.

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Ronald Gruenebaum

Alles richtig, aber

Dem Kommentar kann man nur beipflichten. Die Extrempositionen - das Aushungern der EU hier, die grosse Giesskanne da - sind realitätsfern.

Es fehlt aber leider etwas Entscheidendes: Die Debatte dazu, was die EU machen kann und soll. Hier haben die Regierungen wieder einmal komplett versagt. Hollande will Agrarsubventionen, dabei ist Frankreich schon lange kein Agrarland mehr. Der Osten will Infrastrukturförderung, weiss aber nicht, worauf man sich in Zeiten der Globalisierung eigentlich spezialisieren will. Deutschland will der grosse Spar- und Zuchtmeister sein, und will doch nur von allen liebgehabt werden. Cameron will nur raus und weiss nicht, wie er es anfangen soll. Deshalb lässt er als Ersatzhandlung alle anderen durch den Ring springen. Und na klar, die Verwaltung dieser Mini-Paradiese darf natürlich nichts kosten.

Dieses Europa des kleinsten gemeinsamen Nenners, formuliert von politischen Pinschern, hat keine grosse Zukunft.

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Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 08.02.2013 16:04 Uhr

Die Hauptfragen bleiben außen vor: Wofür braucht die EU das Geld und ist das alles effizient.


Wenn einer wie Schulz rumtönt mit einer "Streichung" (Kostenexplosionsbremse) wäre die Effizienz der EU nicht mehr gegeben, dann hat diese Effizienz schon vorher nicht funktioniert.

Die EU bekommt etwas über 900Mrd. (wieviele Nullen sind das?). Mir müsste sie erstmal vorlegen, was sie mit dem erarbeitenen Geld macht, wohin genau es fließt und ob die "Strukturen" effizient sind. Um diese Gretchenfrage drückt sich der Herr Schulz jedoch. Ein Posten auf der Rechnung ist die EU ja selbst, also unsere Überflieger in Brüssel und Strasbourg. Ist denn da alles Gold was glänzt?

Ich bin da genau auf Cameron's Kurs (vielleicht aus einer Motivation, ist aber zweitrangig): Wenn mir einer sagt er will mehr Geld, der vorher schon massiv in der Kritik steht ein Geldverschleuderer zu sein, dann muss derjenige mir auch klar vorlegen, was er mit dem Geld macht und ob das alles sinnvoll ist.

Die Egos in Brüssel sollten also ihrem Geldgeber, uns, bitte konkret darlegen, was ihre Forderung rechtfertigt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 18:04 Uhr
Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 08.02.2013 18:04 Uhr

Bleibt immer noch die Frage nach der Sinnhaftigkeit und Effizienz, Herr Laurisch.


Dass ich mir selbst anlesen kann, wofür die Gelder fließen habe ich schon mitbekommen, keine Sorge.

Jedoch, ob das Ganze sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt. Etwa bei den Geldern, die irgendwo in Mafia-Apparate fließen, im griechischen Sand vergraben sind oder die für die herrschaftlichen Gehälter unserer Brüsseler Alleskönner rollen.

Dennoch danke für die Erbsenzählerei.

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Philipp Laurisch

Wofür das Geld gegeben wird

Sie können sich recht problemlos darüber informieren, wofür das Geld aufgewandt wird. Wofür es in der Zukunft ausgegeben wird, weiß die EU ja selbst nicht so genau (Siebenjahresplan mit Spielraum), aber man kann ja auf Basis der Erfahrungen spekulieren. Ich denke da etwa an die 6 Milliarden Euro, die die EU Herrn Mursi in Ägypten zugesagt hat.
Übrigens müsste nicht die EU Ihnen Rechenschaft ablegen, vielmehr müsste dies die Bundesregierung tun. Schließlich verständigen sich die Regierungen der einzelnen Länder auf das Budget und segnen dieses ab.

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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