20.06.2012 · Griechenland hat eine neue Regierung: Der Vorsitzende der Nea Dimokratia, Antonis Samaras, ist in Athen als Ministerpräsident vereidigt worden. Zuvor hatten sich die Konservativen unter Samaras, die sozialistische Pasok und die „Demokratische Linke“ auf die Bildung einer Regierung verständigt.
Von Michael MartensRichtlinien für Lesermeinungen
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Weiter Infusionen für eine Leiche ist keine erfolgreiche Therapie
Griechenland will die Sparauflagen abmildern. Aber was heißt das denn? Noch mehr Geld ausgeben als man derzeit über die Steuern einnimmt? Das Haushaltsdefizit wird derzeit sowieso schon von der EU bezahlt. Weniger Sparen heißt also das Defizit wird noch höher und die EU mit Deutschland als stärksten Nettozahler, soll es bezahlen. Dabei wäre das beste Konjungturprogramm kostenlos. Man müsste nur die versprochenen Reformen umsetzen von denen in den letzten Monaten jede aber auch jede versandet ist. Warum soll dies mit den gleichen Leuten und dem gleichen ineffizienten und korrupten Behördenapparat jetzt plötzlich gelingen? Meine Lebenserfahrung sagt mir es geht dort weiter wie bisher solange die EU und damit wir die Sause weiterzahlen. Ein Neuanfang ist nur mit der Entmachtung der Eliten und der Auflösung des Behördenapparates möglich. Hierzu braucht es erst den völligen Zusammenbruch der die Leute aus ihren Ämtern fegt. Ein Jahr Chaos und daraus ein Neuanfang ist die richtige Therapie.
Es soll weitergehen wie bisher: Griechenland will nicht sparen, die Europäer sollen zahlen. Nun ist es an der Zeit, den Griechen zu zeigen, daß sie mit der Forderung nach Neuverhandlungen eine rote Linie überschritten haben, die dazu führt, daß Griechenland aus der Euro-Zone ausscheiden muß. Alles andere ist den Steuerzahlern nicht mehr zu vermitteln.
Heute morgen wurde der neue griechische Ministerpräsident im HR wie
folgt zitiert: "Nach seiner Vereidigung rief Samaras das
griechische Volk zu Patriotismus und nationalem Stolz auf."
Zur gleichen Zeit stritten unsere sogenannten Volksparteien inn Berlin
in parteitaktischem Gezänk, wie sie das deutsche Volk mit
ESM-Vertrag und Fiskalpakt gegen Spekulationssteuer noch mehr ausnehmen
können, um die Schuldenkaiser zu entlasten. Deutscher Patriotismus
ist, den Nationalstolz anderer Völker zu bezahlen. Wir sollten uns
nach dem GO daran erinnern.
Frau Merkel muß dem "Verhandlungsteam" die klare Ansage
machen, daß es nichts zu "verhandeln" gibt und
Griechenland die vereinbarten Bedingungen zu 100% erfüllen
muß.
Sonst gibt es keinen Cent von Deutschland.
Wenn Hr. Hollande seinen griechischen Freunden helfen will, kann er gern
den deutschen Anteil an der "Rettung" übernehmen. Seine
Klientel wird diesen Beweis internationalistischer Solidarität sehr
zu schätzen wissen und dafür gern auf die ihnen versprochenen
Wohltaten verzichten.
also vor längerer Zeit war das Salär jener Spezies bei
5000€ angesiedelt.
Was stimmt denn nun?
Wir befinden uns hier im Weltendspiel, hier geht es lediglich darum sich
noch mal ordentlich,
auf KOSTEN DER STEUERZAHLER (DE) , zu bereichern!
Für mich ist es nicht leicht sich diszipliniert und beherrscht zu geben. Wenn ich lese, dass es eine Bedingung sei sich von den aufgezwungenen Sparauflagen zu lösen....dann fällt mir wirklich nur noch eines ein. KEINE STREICHUNG....KEINE "HARTEN" VERHANDLUNGEN....KEINE GESTRECKTES ZEITFENSTER! Was bildet sich diese elitäre Klasse der Griechen eigentlich ein? Meist durch Vetternwirtschaft und Klüngelei ins Amt gehoben...den EURO-Beitritt erlogen...für billiges Geld Schulden angehäuft und jetzt die Rechnung nicht zahlen wollen. Und dann diese fiesen Anfeindungen. Laut Umfragen glauben über 70% der Griechen das Deutschland sie "unterwerfen" wolle.
Also besser konnten sie ja wohl kaum starten. Da passt doch alles wie
die berühmte Faust aufs Auge. Erst mal wird ein nationales
"Verhandlungsteam" gebildet. Und die eigentliche Regierungwird
ganz offiziell als nebensächlich erklärt.
Das wird nun richtig spannend, weil Angela ja angeblich nicht mehr
verhandeln will, hat sie gesagt. Heute morgen hat der FAZ-Kommentator
die fehlende Einsichtsfähigkeit der Griechen bemängelt. Gibt
es einen besseren Beleg dafür als diesen Einstand einer neuen
Regierung? Wie ist es nur möglich, dass es sogar nach dieser
unsäglichen Menge an Dreistigkeiten dieses Volkes immer noch
Politiker gibt, die dieser Gaunerbande weiter auf den Leim gehen?
Aber ich glaube, jetzt haben sie überzogen, denn unser Volk ist
mittlerweile wachgeworden. Und hier wird ja auch mal gewählt.
Wohl wahr
Eine Wahl im eigentliche Sinn habe wir wohl nicht. Aber wir können
unsere Stimme so abgeben, daß möglichst viele unserer
‚ND‘ oder ‚PASOK‘ Abgeordneten aus dem Paradies,
(vulgo: Das Hohe Haus) vertrieben werden. Wer statt ihrer kommt ist ganz gleichgültig.
Wir haben nur scheinbar die Wahl
Wem wollen Sie bei der nächsten Wahl Ihre Stimme geben? Nicht eine der etablierten Parteien tritt für den deutschen Bürger an. Tatsächlich haben wir doch nur die Wahl zwischen "alternativlos" alles garantieren oder Eurobondbeführwortern. Da hilft es auch nicht seine Stimme einer weitgehend programmlosen Partei von Laptop-Sozialisten zu geben.
Tja aber was wählen?
Das ist doch die große Frage. Unser €-Bond Trio, das sich von Hrn Hollande die Bedingungen schon mal hat vorgeben lassen?
Die weitere Kapitalflucht aus Südländern wie GR nach DE kürzen die Renten in anderen EU-Ländern
"Milliarden-Lücke bei Pensionen: Der Lebensabend könnte
düster werden
Es herrscht Anlagenotstand bei den deutschen Pensionskassen- und fonds.
Nach Berechnungen von €uro-Magazin wurden im vergangenen Jahr 84
Milliarden Euro Pensionsverpflichtungen nicht gedeckt
Die deutschen Pensionskassen- und fonds verwalten das Vermögen, das
die Unternehmen angelegt haben, um Betriebsrenten zahlen zu können.
Nach Berechnungen von €uro, dem Schwestermagazin von Euro am
Sonntag, waren 2011 knapp ein Drittel der Pensionsverpflichtungen der
DAX-Konzerne oder 84 Milliarden Euro nicht gedeckt.Denn das niedrige
Zinsniveau, das voraussichtlich noch einige Jahre erhalten bleibt,
vergrößert die Löcher in den rund 150 deutschen
Pensionskassen mit ihren sechs Millionen Mitgliedern."Euro-Magazin.
Vielleicht erst einmal ein „nationales Veränderungsteam“...
um den Geldgebern Athens ein Handeln in Bezug auf die vom Land
versprochenen Änderungen ‚vorzuhandeln’, das wäre
doch mal eine nette Überraschung!
Ziel sollte eine bestmögliche Umsetzung der Visionen sein...
Weiterhin sollte sich Griechenland „schrittweise“ vom
Glauben lösen, dass sich die Sparauflagen schrittweise in Luft auflösen.
... mir dünkt, es war was im Tee, ich seh grad alles rosarot...
Nun denn, machen wir doch einfach weiter so
und mit Unterstützung der FDP wird das doch gelingen. Mehr Zeit,
mehr Schulden, kurz, die alte Leier.
Was muss eigentlich noch geschehen, bis unsere Illusionskünstler,
zu denen sich Westerwelle und Brüderle aufs Feinste gesellen, wach
werden? Schlägt Merkel nur wieder treuherzig die Augen auf und
findet alles alternativlos?
Du hast maximal 1 Jahr Zeit gekauft, aber nicht den Mut zu Veränderungen. So wird der Euro-Austritt verzögert, aber nicht verhindert. Es sind die Kräfte gewählt worden, die den Staat ausgeplündert und zur Beute für Parteigänger und Verwandte gemacht haben. Syriza ist total auf dem Holzweg,, dovch die hetzige Koalition ist noch sclimmer!
Was sich aktuell und seit längerem nicht ändert ist die permanente negative Haltung der Presse und vieler Leser hier im Forum bzw. anderswo auch! Darüber sollte man auch mal nachdenken. "Nur" seinen Frust oder 'negativen Senf' können viele. Die Sachlage ist eindeutig mit oder ohne Euroverbleich Griechenlands ändert sich nicht. Die Probleme bleiben weitersgehend die gleichen. Daher mal darüber nachdenken, was wirklich helfen könnte und nicht immer in die eintönige populistische Schiene blasen. Die dt. Haltung kennen wir mittlerweile zu Genüge... Nur das wiederholen reicht nicht aus!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 17:54 UhrWas sich ändern sollte, ja muß, ...
wurde hier schon mehrfach genannt:
Der Euro muß aufgelöst werden. Dann und nur dann hat
Griechenland durch Anpassung seines Wechselkurses die Möglichkeit,
sein Geld seiner Wirtschaftskraft anzupassen, und das gilt nicht nur
für Griechenland, sondern für alle Länder, die derzeit in
der Zwangsjacke des Euro stecken - weswegen es auch nicht damit getan
ist, daß nur Griechenland aus dem Euro aussteigt (das kommt
früher oder später sowieso, unausweichlich), sondern daß
das Fehlexperiment dieser Schwindel- und Weichwährung ganz beendet wird.
GR hat eine neue Regierung....oder ....Alter Wein in alten Schläuchen.........!
Auch daran wird sich wie gewohnt nichts ändern. Denn die alten
korrupten Betrüger, die den Staat herunter gewirtschaftet haben,
werden so weiter machen wie bisher, bis der SAULADEN vollends
auseinander bricht.
GR könnte nur geholfen werden, von einer ausländischen
Regierung die das Land "kommisarisch" für eine gewisse
Zeit regiert, oder besser gesagt mit einem eisernen Besen reinigt.
Und somit wird auch diese Regierung nach ein paar Monaten zerstritten im
Chaos versinken.
nichts!!!
Diejenigen, die das Land in diese Situation gebracht haben,
"regieren" munter weiter.
Aus meiner Sicht wäre es, auch der Bevölkerung & den
Kollgen Politiker zur Mahnung, ein positiver Schritt gewesen ALLE, die
GR in die EU gemogelt haben und das in den Folgejahren vertuscht haben,
erstmal vor den Richter zu ziehen. Und da meine ich nicht nur die GR,
sondern auch die Damen und Herren, die das in Brüssel gedeckt haben.
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen
Soso, Griechenland hat also eine neue Regierung?
Sind es nicht die alten Abzocker, die den Karren in den Dreck gefahren
haben?
Müssten die sich nicht mit hunderttausenden eigenen
Günstlingen und Sponsoren anlegen, wenn sie Griechenland auf den
Weg der Tugend bringen wollten?
Schuldet in Griechenland nicht jeder jedem noch irgendeinen Gefallen?
Kann ein Politiker in Griechenland noch frei agieren, oder sind nicht
alle erpressbar, weil sie alle schon krumme Dinger gedreht haben, von
denen andere wissen?
Wird aus Brüssel der notwendige Druck kommen, oder wird nicht
Brüssel auch von südeuropäischen Bürokraten
dominiert, die von den Schulden in ihren Heimatländern profitiert haben?
Wenn schon bei der Volkswagen AG professionell Huren angeheuert wurden,
bei ERGO Sexparties gefeiert wurden und Berlusconi den BungaBunga
tanzte, wie muss es dann erst in Griechenland aussehen, von sich eine
reiche Männer-Kaste den Staat zu eigen gemacht hat?
Jetzt aber schnell. Samaras wird heute nachmittag vereidigt. So schnell kann' gehen, wenn man einen Termin zum Fussballkucken hat. Sowas nennt der Amerikaner wohl invested interest.
Griechenland hat eine Regierung?
Fragt sich nur, wie lang die hält.
Zudem alles alte Bekannte, die in der Vergangenheit durch eine besonders
seriöse Haushaltung aufgefallen sind.
Wirklich?
Ihnen sind die Mitglieder der Regierung schon bekannt? In Griechenland hat uns noch niemand informiert.
"Athens neue Regierung kündigt „Kampf“ mit EU an"
Es sind die gleichen Nasen, die bisher schon nichts auf die Kette
bekommen haben.
Nur ein immenses laufendes Defizit, dass jetzt von uns bezahlt werden
soll. Diese ganze unschöne Entwicklung ist so absehbar, dass es
schon wehtut...
Innerhalb Griechenlands sollte zuerst mal eine Art eines
Lastenausgleichgesetzes(wie in Deutschland nach dem Krieg)geschaffen
werden.Dazu müßten alle Griechen.die ihr Vermögen ins
Ausland geschafft haben,mit einbezogen werden.
Ich finde,dass ein weiteres Pokern mit der EU unterbunden werden muss
und dass die Griechen endlich ihre eigenen Aufbau in die Hand nehmen.
Es wurde solange demokratisch abgestimmt, bis das Ergebnis auch den
"Märkten" paßte. Das werden wir gleich als
Blaupause für den ESM-Vertrag und den Fiskalpakt nehmen
können.
2012 wird als das Jahr der Vertrags- und Gesetzesbrüche in die
europäische Geschichte eingehen.
Die Griechen könnten sich aus dem "gewählten
Personal" auch gleich einen König wählen, denn es sind
nach wie dieselben Familien, die in den letzten Jahrzehnten Griechenland
an die Wand gefahren und so hoch verschuldet haben. Das käme
billiger, als alle paar Wochen eine
neue Wahl und eine neue Regierung.
Michael Martens Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.
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