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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Das ist uns nicht wurst Nicht doch lieber Habsburg?

 ·  Warum nur, so fragt man sich in Brüssel immer wieder, ist die EU so unbeliebt? Das lässt sich nur mit einer Glosse beantworten.

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© dpa Streit um des Kaisers Wurst: Käsekrainer, bei den Wienern bekannt als „Eitrige“

Warum, so fragt man sich in Brüssel immer wieder, ist die EU nur so unbeliebt? Schließlich hat sie Europa von der Geißel der 60-Watt-Glühbirne befreit und ihm dafür das Gender-Mainstreaming geschenkt. Den Österreichern will die Kommission nun das Namensrecht an der Käsekrainer nehmen, der Wurst, die in Wien und in Wahrheit „Eitrige“ heißt, weil beim Hineinbeißen der Käse so schön gelb herausspritzt.

Hinter diesem Enteignungsversuch stecken allerdings die Slowenen, die sich das natürlich nur in einer EU herausnehmen können – beim alten Kaiser Franz Joseph, der der Krainer erst den Namen gegeben haben soll, hätten sie sich das nie getraut.

Da nicht einmal die Slowenen bestreiten, dass der Diesel Diesel heißen darf, andererseits aber auch die Deutschen beglückt werden sollen, um sie bei Nettozahlerlaune zu halten, zieht das EU-Parlament jetzt eine Erhöhung der Dieselsteuer in Erwägung. Spätestens hier muss sich wenigstens Dieselfahrern mit einer Schwäche für Würste der Gedanke aufdrängen, ob man es nicht lieber doch noch einmal mit dem Habsburgerreich versuchen sollte.

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Jahrgang 1961, Herausgeber.

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