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Camerons Europa : Davoser geht’s nicht

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft den britischen Premierminister David Cameron in Davos: Signale des Entgegenkommens Bild: REUTERS

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ist Cameron nicht wie ein Aussätziger behandelt worden. Nach der ersten Erregungswelle werden Gefahren und Chancen seines europapolitischen Vorstoßes klarer.

          Am Tag danach ist die erste Erregungswelle abgeebbt - gut so. Vielleicht sieht man nun klarer, welche Gefahren der europapolitische Vorstoß des britischen Premierministers birgt und wie groß die inhaltlichen Schnittmengen mit den Partnern sind.

          Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Bundeskanzlerin Merkel am Donnerstag das: Wettbewerbsfähigkeit ist das zentrale Thema der Zukunft - Wettbewerbsfähigkeit ist auch das erste Prinzip, mit dem Cameron sein „Europa“ bauen will. Es gibt also Übereinstimmungen, und die sind, selbst wenn sie sich überwiegend auf Wirtschaft und Handel beziehen, nicht nachrangig.

          Und natürlich wollen Merkel, Kenny, Rutte und wie sie alle heißen Großbritannien in der EU halten. Von ihnen ist Cameron in Davos nicht wie ein Aussätziger behandelt worden. Das heißt nicht, dass seine Partner einfach abhaken werden, was er verlangt.

          Das werden sie nicht und das sollen sie nicht. Aber über dessen Gravamina reden können sie schon. Bei einigen (vielen?) Punkten wird man nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, bei einigen (vielen?) aber schon.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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          Quelle: F.A.Z.

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