Am Tag danach ist die erste Erregungswelle abgeebbt - gut so. Vielleicht sieht man nun klarer, welche Gefahren der europapolitische Vorstoß des britischen Premierministers birgt und wie groß die inhaltlichen Schnittmengen mit den Partnern sind.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Bundeskanzlerin Merkel am Donnerstag das: Wettbewerbsfähigkeit ist das zentrale Thema der Zukunft - Wettbewerbsfähigkeit ist auch das erste Prinzip, mit dem Cameron sein „Europa“ bauen will. Es gibt also Übereinstimmungen, und die sind, selbst wenn sie sich überwiegend auf Wirtschaft und Handel beziehen, nicht nachrangig.
Und natürlich wollen Merkel, Kenny, Rutte und wie sie alle heißen Großbritannien in der EU halten. Von ihnen ist Cameron in Davos nicht wie ein Aussätziger behandelt worden. Das heißt nicht, dass seine Partner einfach abhaken werden, was er verlangt.
Das werden sie nicht und das sollen sie nicht. Aber über dessen Gravamina reden können sie schon. Bei einigen (vielen?) Punkten wird man nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, bei einigen (vielen?) aber schon.
Cameron tickt anders...
Carsten Berg (Carberg)
- 25.01.2013, 12:07 Uhr
Was will der Cameron denn so schreckliches von der EU? Weniger
Dilletantismus z.B. ...
Nadine Hoffmann (Raffz)
- 25.01.2013, 10:21 Uhr
Die Scheidung der Geister
Franz Siebrech (rosi110)
- 25.01.2013, 10:06 Uhr
Herr Cameron ist Realist, Frau Merkel halluziniert
Joachim Solcher (Old_Europe)
- 25.01.2013, 09:54 Uhr
Verschlankung:
Horst Ziegler (pacificatore)
- 25.01.2013, 08:59 Uhr