Home
http://www.faz.net/-gq4-6ytbl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bundestagsdebatte zum Fiskalpakt Ignoranz, Dyskalkulie und andere Risiken

 ·  Die Regierung nahm die erste Lesung des Gesetzes über den Fiskalpakt wichtig. Dass sie damit die Vereinigten Staaten von Europa gründe, erfuhr sie aber erst von Gregor Gysi.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (64)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Tomasz Czekala

Gysi- das Gleiche irgendwie anders

Ich war ehrlich gesagt bisschen verwirrt, als ich Gregor Gysi zuhörte. Meistens interessiert keinen, was DIE LINKE zu sagen hat, diesmal blieben alle auf ihren Sitzen. Grund? Gysi hat den Finger in die Wunde gelegt. Durch den Fiskalpakt wird die europäische Föderation gegründet- ist es nur linke Parole oder bald Realität?

Kann das Bundesverfassungsgericht die Ratifizierung des Fiskalpakts stoppen?

Empfehlen
Karl S. Walter

Bemerkenswert, M. Woller - 30.03.2012 17:09 Uhr

Sie haben nicht das geringste Faktum vorgetragen, das meine Feststellungen zu Gysi widerlegt. NIX!

Warum nun aber SIE Gysis SED wie Helmut Schmidt der NSDAP gleichsetzen, erschließt sich mir nicht. Ebensowenig Ihre Aufforderung, Gysi ein Verbechen nachzuweisen. Gehen Sie davon aus, dass es da etwas nachzuweisen gibt?

Schön indes, dass Sie anerkennen, dass wir "wir immer noch zumindest Gerichte haben, die sich an Werte und Gesetz halten". In dem Teil Deutschlands, den Gysis SED 40 Jahre unterdrückt hielt, war das völlig anders. Wie selbst Ihnen bekannt sein dürfte, M. Woller.

N. b.: Dass ich "einen Wikipediaartikel und darüber hinaus eben nichts" läse? Bewusst falsch behauptet. Habe den Wikipedia-Artikel als schnelle Information für Menschen empfohlen (sic!), die kurz zu Gysi was lesen wollen (soo wischtisch isser ja nu ooch net). Kann doch nicht Jede(r) in Ihrem Elvis-Fan-Club sein und jedes Detail wissen wollen. HALT! FALSCH! Statt Elvis lies Gysi. Claro

Empfehlen
Karl Schade
Karl Schade (J.K.S) - 30.03.2012 21:43 Uhr

Jeder Polit-Thriller-Autor...

...würde von seinem Lektor einen so unwahrscheinlichen Plot um die Ohren gehauen bekommen: Ein postkommunistischer Abgeordneter verteidigt vor Bundestag und Verfassungsgericht Deutschlands Souveränität gegen Koalition und Opposition. Solche Geschichten kann nur die Wirklichkeit schreiben.

Es ist absurd, wie weit sich die Abgeordneten von angeblich konservativen und liberalen Parteien von Auftrag und Idealen ihrer Wähler entfernt haben. Wenn seit der Jahrtausendwende Sozis liberale Ordnungspolitik (Agenda 2010, Hartz IV) betreiben, Konservative die deutsche Nationalstaatlichkeit und Liberale Demokratie und Marktwirtschaft abschaffen, kann man bald nur noch Piraten wählen. Die behaupten wenigstens nicht, dass sie für bestimmte inhaltliche Positionen stehen. Wenn sie ihre Liquid Democracy mit Internetvolksabstimmungen über alle relevanten Fragen technisch umsetzen können, gehört ihnen die Zukunft, sonst den Technokraten.

Empfehlen
M. Woller

Gysis Beiträge haben immer diese Qualität

Es verwundert mich, allerdings im positiven Sinne, dass zumindest einmal die FAZ (wenn auch nicht allen großen Zeitungen) so offen darauf hinweist.

Empfehlen
Karl S. Walter

You asked for it, @KAROLA SCHRAMM - 30.03.2012 00:15 Uhr

Sie schrieben: »Es ist unredlich, so zu argumentieren ...« DAS ist unredlich. Denn ich stelle lediglich fest: »Gysi ist Fraktionsvorsitzender der ehemaligen SED« und das ist die Wahrheit. In diesem Moment interessiert ihr Ablenkungsmanöver nicht, wo welche Nazis untergekrochen sind. In diesem Moment interessiert es, dass Gregor Gysi seit 1967 Mitglied der SED der DDR, der SED-PDS als Vorsitzender, der PDS als Vorsitzender bzw. Vorstand bis 1997, der Linkspartei.PDS und der Linkspartei Die Linke bis heute in diversen Ämtern, Funktionen und Mandaten war und ist.

Gysi ist somit nahtlos seit 45 Jahren und bereits im zweiten deutschen Staat Mitglied der SED bzw. ihrer Nachfolgeparteien. Zu Verantworten durch die SED sind Morde an den Grenzen der DDR, Schwerverbrechen an sowie die totale Unterdrückung der Bevölkerung über vier Jahrzehnte.

Daran ändert nichts die Tatsache, dass Gysi in diesem Fall recht hat und ein packender Redner ist. Empfehle den Artikel "Gregor Gysi" bei Wikipedia.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 00:20 Uhr
M. Woller

Mit diese Logik

Hätten uns die Allierten komplett schleifen müssen.

Wäre ein Schindler und ein Rabe einfach nur verdammungswürdige Nazis, weil sie NSDAP Mitglieder gewesen sind.

Weisen Sie Gysi doch ein Verbrechen nach, das sollte wirklich mehr als einfach sein, der Mann wird durchleuchtet wie kein andere und keine einzige staatliche Instanz nimmt ihn in irgend einer Weise unter Schutz, wie man es ihm in der DDR vll hätte vorwerfen können.

Ihr gesamtes Problem haben Sie im letzten Satz genannt, Sie lesen einen Wikipediaartikel und darüber hinaus eben nichts.

Zumal bereits in diesem Artikel drin steht, wie vehemen man gegen Gysi vorging und immer wieder scheiterte, weil wir immer noch zumindest Gerichte haben, die sich an Werte und Gesetz halten.

Empfehlen
Romina Klippert

selbstverschuldete Unmündigkeit

Ich habe den Eindruck, CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP wünschen sich einen Kaiser, der ihnen das Regieren abnimmt.

Empfehlen
Hans-Jörg Rechtsteiner

ESM – die süßeste Verführung, ..

seit es gierige Banker, zudringliche Lobbyisten, willfährige Regierungen und verantwortungslose Parlamente gibt.

Empfehlen
bernd ullrich

Gysi irrt. Merkel will allein ihre Machtposition retten.

Merkel will eine Fiskalunion, damit sie die Euroländer an die Leine nehmen kann. Unter ihrer Führung natürlich. Ich glaube deshalb nicht, dass sie die vereinigten Staaten von Europa wirklich will. Wenn das so wäre, hätten wir schon lange Eurobonds und mehr Ruhe an den Finanzmärkten und die südeuropäischen Euroländer weniger Schulden und Deutschland weniger Bürgschaften schultern müssen und das andauernde Drama der Rettungsschirme hätte ein Ende. Merkel hat Deutschland tief ins Minus gedrückt. Sie hat dieses Thema politisch für ihre Zwecke benutzt und heute appelliert sie an die Opposition, das Thema tauge nicht dazu, es politisch auszuschlachten. Merkel hat schon viel gesagt, aber wenig umgesetzt. Den politischen Gegnern warf sie öfters vor: Versprochen, gebrochen. Ihre Bilanz ist Verlust. Aber es ist ja nicht ihr Geld, was sie verplempert.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2012 11:37 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 30.03.2012 11:37 Uhr

Ein großer Schwindel

Sie irren was Gysi angeht, dass Merkel ihre Macht vergrößern will stimmt. Wie sie das macht, liegen Sie, finde ich, falsch. Eurobonds etc. hätte GR geholfen auf die Beine zu kommen und alle anderen auch und uns nicht so viel an Bürgschaft auf den Rücken geladen. Aber das alles ist gar nicht gewollt. Durch den Zustand GR haben viele, viel Geld verdient, das Land mit den Menschen sind ruiniert und DASS ist der Sinn der neoliberalen Merkel-Politik und der EU, EZB und IWF. Wenn alle Länder unten sind, können sie gut beherrscht werden - die Finanzdiktatur steht bereit um in die "Vereinigten Staaten von Europa" einzuziehen. Alle Berater um Merkel kommen aus dem amerikanischen Bankenraum und die wollen nur das Eine: Macht und die "Vereinigten Staaten von Europa" als dann großer, williger Bruder der USA. Gemeinsam Ländern seinen Willen diktieren geht dann wohl besser.

Empfehlen
Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 30.03.2012 09:20 Uhr

Populistische Extremisten

„Mit diesem Vertrag beginnen Sie die Gründung einer europäischen Föderation, der Vereinigten Staaten von Europa, und zwar über eine Fiskalunion. Das aber lässt das Grundgesetz so nicht zu, wie man im Lissabon-Urteil des Bundesverfassungsgerichts nachlesen kann“

Wer hätte gedacht, daß Frank Schäfflers neue politische Heimat am ehesten bei der Linken zu finden sei? Mancher Mitforist schimpft Gysi einen Extremisten - wieso eigentlich?
Offensichtlich soll das Grundgesetz in Zeiten der "marktkonformen Demokratie" zu einem Bollwerk populistischer Extremisten umgedeutet werden.

Wenn man bedenkt, wie viele Urteile des BVG in den letzten paar Jahren verletzt worden sind - man denke nur an das Wahlgesetz, die Vorratsdatenspeicherung oder das Luftsicherheitsgesetz: kümmert sich bis auf die Einzelkämpferin im Justizministerium kein Politiker mehr, dann ist unser Grundgesetz das Papier nicht mehr wert, auf das es gedruckt worden ist. Wann schreitet eigentlich das BVG mal ein?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2012 18:04 Uhr
M. Woller

Aus der Sicht des Extremisten

Ist nunmal bereits die Mitte extremistisch.

Wir sind keine Gesellschaft der Mitte, sondern tiefgläubige Fanastisten, die eine radikale Ideologie anbeten - die für uns jedoch natürlich die Norm darstellt. Und wie es bei fanatischer Anbetung einer Ideologie nunmal der Fall ist, wird gegen alle gekeilt, was sich dagegen ausspricht, selbst wenn es noch so begründet ist.

Empfehlen
thomas schulz

Im Haushaltsausschuss wurde schon alles entschieden

Leider sind dessen Sitzungsprotokolle meines Wissens nichtöffentlich, aber die Ausführungen seines Vorsitzenden Barthle gesten morgen lassen keinen anderen Schluss zu. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit werde ich mir dann wohl die Showveranstaltung fürs Stimmvieh sparen können und mir hier das Ergebniss und die Kommentare zu Gemüte führen.

Empfehlen
Klaus D. Wolf
Klaus D. Wolf (LaoK) - 30.03.2012 07:29 Uhr

Verfassungsbrecher

Ich frage mich, was unsere Juristen im Bundestag wirklich studiert haben. Von Lehrern, Soziologen, Psychologen, Physikern und Ungelernten erwarte ich nicht, dass sie sich im Vertragswesen u. -recht auskennen. Aber von Absolventen der Jurisprudenz schon. Aber gerade die brechen permanent Verträge und treten das Gesetz mit Füßen. Gysi hat es klar gesagt: Die Unterzeichnung dieses Vertrages ist verfassungswidrig. Schlimm ist auch, dass die Bundesregierung diesen Vertrag mit den gefährlichen Klauseln lange Zeit "geheim" gehalten hat, wie so vieles andere auch. Und genau so schlimm ist, dass die Opposition diesen Kurs mitträgt, statt die Regierung zu überwachen u. in ihre Schranken zu weisen. Auf diese Weise wird Deutschland wahrlich abgeschafft und "alternativlos" verkauft. Ich danke den Blockparteien CDU/CSU, FDP, SPD u. Grüne/B90 dafür! Wer bei der kommenden Wahl meine Stimme bekommt, steht jetzt fest.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2012 11:52 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 30.03.2012 11:52 Uhr

Frosch auf dem Teller und die Demokratie "geht baden"

Von Sören Kierkegaard gibt es einen Spruch oder besser eine Frage: "Was ist der Unterschied zwischen Dummheit und Unwissenheit?" Anwort:" Die Dummen sagen, sie wissen schon alles und der Unwissende ist offen und hört zu."

Es ist egal, wie die berufliche Situation ist. Der Bundestag hat auch eine Rechtsabteilung, die schon darauf hingewiesen hat - es geht im Bundestag schon lange nicht mehr um Freiheit, Recht und Einigkeit, sondern um Machterhalt mit dem Willen, die Demokratie auf Schleichwegen zu stürzen.

Denken Sie an das Beispiel mit dem Frosch, welches Rössler so gerne benutzt, der langsam von kaltem zu heißem Wasser desensibiliert wird und wenn er es merkt - ist es zu spät - dann landet der Frosch auf dem Teller und die Demokratie in den Geschichtsbüchern.

Empfehlen
Gerhard Storm

Mit Schirm, Charme und Billione

Da ist sie wieder. Die traute Einheit von schwacher Regierung u. ebenso schwacher Opposition. Da es den Parteien weiterhin an Einsicht und Durchblick - geschweige denn Weitblick - mangelt, ist die sog. Debatte eher eine Charmeoffensive als ein Gedankenaustausch.

Denn Gedanken kommt von Denken, was ist das? Kein Abgeordneter hat versucht, des Pudels Kern der anstehenden Gesetze zu erforschen, um die drastische Erhöhung der Schuldenmesslatte zu begründen.

Deshalb bleiben wir Euro-Bürger so unwissend wie die Politiker.

Da ist sie wieder. Die Schäubelsche Sturheit bei der Verfolgung seiner Art Eurorettung. Ihm fällt wie bisher in der Euro-GR-Schuldenkrise nichts Besseres ein - u. damit überzeugt er auch sein Jasagerkartell im Bundestag - als immer mehr Milliarden zu riskieren.

Die Bio ist schon in Sichtweite des Schirms. Diese Weitsicht brauchen die Euro-Bürger nicht. Denn auch die Bio wird im Brandfall hinweggefegt.

Falsche Sicherheit, und teuer für uns Dummies!

Empfehlen
Ole Maidag
Ole Maidag (Maidag) - 30.03.2012 01:29 Uhr

Für mehr Europa?

Also, ich bin nicht dafür, absolut nicht, das bisherige langt oder ist längst zuviel des guten. Ich bin auch nicht bereit, via Transfer meines Steuergeldes den Mitgliedern anderer Nationen ein angenehmereres Leben zu finanzieren. Aus meiner Sicht sollte der Euro abgeschafft werden, ganz einfach, weil er für einen Bundesstaat konzipiert ist und nicht für einen Bund von unabhängigen, wenn auch freundschaftlich verbundenen, Staaten. Diesen Bund gefährdet er, weil er mit seinen Problemen die Solidarität dieser Staaten untereinander untergräbt.

Empfehlen
Ronny Schaffer

Abstrus

Das ausgerechnet ein bei vielen verhasster Linker vor der europäisch-kommunistischen Enteignung deutschen Vermögens und der Vernichtung der Zukunft vieler Länder warnt, und dass die Schafe (Beispiel Mitschwimmer Westerwelle) es noch immer nicht verstehen wollen, zeigt, wie ernst die Lage ist.
Was in Deutschland passiert, erinnert an das Ausbrennen von Firmen durch große Investoren (jüngstes Beispiel Karstadt, deren "Retter" ein aalglatter Raubkapitalist ist, recherchieren sie mal). Letztlich haben wir die Sache so weit gebracht, dass die Staatsstruktur unseres Landes, aber auch die anderer Länder labil wird und damit eine friedliches Nebeneinander auf diesem Kontigent gefährdet ist.
Wir demonstrieren gegen Stuttgart 21, werfen Staatsdiener aus dem Amt, wenn wir sie nicht mehr wollen, und regen uns über vieles gerne auf. Dass aber Kübelweise echte Werte aus dem Land getragen werden, nur um dann gegen die Finanzblasen moderner Bankensysteme zu verglühen, sollte uns wirklich aufregen.

Empfehlen
Ole Maidag
Ole Maidag (Maidag) - 30.03.2012 00:30 Uhr

Dieser ganze Quatsch bringt nichts mehr, deshalb sollte man....

...eine Stichtag, meinetwegen den 01.03.1995 festlegen und die EU auf diesen Tag zurückschrauben, so ähnlich, wie man auch beim 30 jährigen Krieg verfahren ist, und dann einen neuen Anfang machen. Der sähe wahrscheinlich ohnehin völlig anders aus, wenn ich das richtig sehe.

Empfehlen
Ulla Nachtmann

Kalter Staatsstreich durch die CDU/CSU-FDP Regierung plus "Opposition"

"„Ein Kündigungsrecht ist im Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion nicht vorgesehen.“
Zudem seien nach Auffassung der Bundesregierung auch die im „Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge“ festgelegten Voraussetzungen zur Kündigung von Verträgen nicht erfüllt."
.
Aha! Merkel/Schäuble planen ERNEUTEN Vertragsbruch!!
Herrn Gysi muss man hier wirklich loben, auch wenn man die Ideen seiner Altkommunisten Truppe nicht goutiert.
Die FDP versagt WIEDER 100%, wohl wissend, dass sie von vielen Wählern als quasi "liberale Bremse" mit mehr als 15% gewählt wurde. Das ist Betrug.
Höchste Zeit, Westerwelle mit Ehemann nach Mallorca in die euro 1,9 Mio Finca verschwinden zu lassen.
Nur die bekannten 4 Abgeordneten scheinen gegen den Putsch anzukämpfen, Schäffler, Bosbach etc.
Der Rest schläft wie üblich. WOZU haben wir diese offensichtlichen Selbstversorger nur gewählt?
Wollen wir weiter zusehen wie sie gemeinsam die Demokratie abschaffen?

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 17:08 Uhr
Ulla Nachtmann

Aber frau Zießler!

Wie käme ich dazu Gysi und seine lustige Altkommunisten Truppe zu wählen!?
Ich habe noch in allzu guter Erinnerung wie wir unsere Tante in Ostberlin früher besuchten, wie mein Mann mit ihr (ich musste wie der Hund draußen warten) jenen Sonderladen mit den schönen Westprodukten gg Westmark besuchte, wie mies wir im Restaurant behandelt wurden und überhaut die gräßliche und beklemmende S-Bahn Fahrt über die Grenze in Berlin. BEKLEMMEND war immer der ganze Aufenthalt! Gysi und Anhang waren wichtige Akteure in diesem teuflischen und kriminellen Unterdrückungsstaat.
Daß Menschen ein System hinter sich lassen, jedoch das System offensichtlich nicht die Menschen, denke ich immer öfter, wenn ich Merkel höre und sehe.
Trotzdem, hier hatte Gysi recht.
Übrigens, für alle, die morgens nicht mithören konnten - man kann seine BT Rede bei Youtube aufrufen.

Empfehlen
Helga Zießler

Nun, ich hoffe, liebe Frau Nachtmann,

dass wenigstens Sie nicht auf den Einfall kommen, Herrn Gysis Worte für bare Münze zu nehmen und seine linke Truppe zu wählen, wie das hier anscheinend viele vorhaben, allen voran Frau Schramm. Denn was Gysi, dieser schlaue Fuchs, in wohlgesetzter Rede von sich gibt, ist Populismus in Reinkultur. Der pokert mit solchen Aussagen - wohl wissend, dass mancher darauf hereinfallen wird. Es ist ja auch leicht, wunderbare Dinge zu versprechen, wenn man weit entfernt davon ist, die Regierungsverantwortung übernehmen zu müssen.
Sitzt man aber erst mal da oben, hat man das alles vergessen. So war es immer, bei allen, und so wird es weiter sein. Nur die Macht ist es, die diese Leute anstreben. Haben sie die, spucken sie die Kreide aus, die sie vorher gefressen hatten und reden mit rauher Zunge.
Die Narren sind die, die darauf hereinfallen.

Empfehlen
Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 30.03.2012 00:21 Uhr

Ein Trost:

irgendwann wird sich das Volk gegen dieses Europa der Gesetzlosigkeit wenden und dann werden all diese rechtswidrigen Gesetze, Abmachungen und Verträge wieder als alternativlos gebrochen.

Empfehlen
Karl S. Walter

German Grusel.

Habe mir Teile der Debatte angesehen. Hatte ich die Anmutung eines Zombie-Treffens. Das Parlament als tote Hülse einer alternativlos in die Agonie gequälten Demokratie.

RednerInnen die mit wenigen Ausnahmen günstigstenfalls nur halbentseelt sprachen. Alle klar integre Volksvertreter, deren Bestellquote für teure Montblanc-Schreibgeräte kurz vorm Abschied aus dem Bundestag ruckartig stark ansteigt. Peanuts? Klar. Beschreibt indes treffend die Einstellung zum Eigentum Anderer.

Jetzt vernaddeln diese braven Zombies auf Anordnung ihrer Fraktionsobersatane achthundert Milliarden Euro und so nebenbei das Grundgesetz. Beides gehört ihnen auch nicht. Wie ihr "unabhängiges" Mandat.

Gysi ist Fraktionsvorsitzender der ehemaligen SED. Von diesem Menschen muss sich fast das gesamte Parlament darauf hinweisen lassen, dass es gegen das Grundgesetz verstößt. Man schämt sich fremd, weils stimmt.

Die Piraten kommen ja nicht aus dem Nichts. Unsere Demokratie schreit nach ihnen um ihr Leben.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 00:26 Uhr
M. Woller

Den Leuten bleibt nichts anderes übrigt

Es ist eine übliche Taktik, wenn man sonst keinerlei Gegenargument hat, gegen die Person an sich zu argumentieren, egal wie weit hergeholt es ist.

Der Hinweise auf die SED zeigt nur jedes Mal erneut den verzweifelten Kampf um die weitere Verschleierung der Fakten, denn auch wenn Gysi lange in der SED war (was 2 Millionen Menschen waren und für sich gesehen keinerlei Verbrechen darstellt, auch nach BRD Recht nicht), so ändert das doch rein gar nichts an den Fakten, die ja allesamt für sich stehen, egal wer sie nennt.

Empfehlen
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 30.03.2012 12:30 Uhr

Unsere Demokratie kann nur von den Wählern gerettet werden

Schöner Kommentar bis auf Gysi und die SED. Das stimmt nicht. Ehemalige SEDler sind, ungefähr 27 in der CDU einige in der FDP und 17 bei den Linken.

Es ist unredlich, so zu argumentieren, auch, wenn ich bedenke, wieviele Altnazis in die SED gegangen sind und mit der Wende als CDUler Karriere gemacht haben oder wollten. Bei Tante Coogel können Sie sich aufklären lassen.

Die Piraten werden es auch nicht retten können. Retten können nur wir alle die Demokratie indem wir uns von diesen undemokratischen Zombies, wie Sie schreiben, die da im Bundestag herum lungern, trennen, dh. sie nicht mehr wählen.

Aber dazu ist die Mehrheit zu feige, weil sie sich immer noch irre machen lässt von dem Märchen der "bösen Kummunisten, die auch kleine Kinder essen."

Empfehlen
Wolfgang Richter

Gysi tut, was die Schwarzen müßten

Der alte Mythos der Union besagte, nur die Schwarzen verstünden etwas von Wirtschaft und soliden Finanzen.
Nun muß ausgerechnet der Linkspartei-Chef Gysi daran erinnern, daß Deutschlands Unabhängigkeit und Souveränität zu Grabe getragen werden soll. Und er hat Recht.
Welcher denkende Mensch würde den Brüsseler Bürokraten einen Blankoscheck ausstellen oder mit ihnen einen Ewigkeitsvertrag ohne Kündigungsrecht unterschreiben?
Gerade das will Merkels CDU tun. Wo ist der Common Sense (gesunde Menschenverstand) der Union geblieben?
Gerade sie müßte als erste gegen ein solches im günstigsten Fall verbrecherisch naives und unverantwortliches Tun opponieren. Stattdessen treibt sie es voran.
Und macht damit Millionen (auch wirtschaftlich, aber nicht nur) denkende Menschen politisch heimatlos. Die meisten davon sind ihre ehemaligen Stammwähler.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2012 12:39 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 30.03.2012 12:39 Uhr

Neoliberal ist CDU Ideal

Sorry, wenn ich was dazu sage. Die CDU ist nicht mehr die CDU von früher, als sie noch was von der Wirtschaft verstand, wie Sie sagen.

Diese CDU ist seit langem auf den Dampfer des Neoliberalismus umgestiegen und das heisst, dass nicht mehr die CDU der Kapitän ist, sondern die Wirtschaft.

Die Wirtschaft, wie Sie wissen, will Freiheit für das Wirtschaften. Einen Gleichklang zwischen Wirtschaft und Gesellschaft, wo die CDU, als Kapitän, noch aufgepasst hatte, den gibt es nicht mehr.

Neoliberal ist nun das Ideal. Da braucht es keine wirtschaftlichen Könner mehr sondern Ja-Sager ohne Verstand aber mit Sinn für Machterhalt.

Empfehlen
Thomas Rodemann
Thomas Rodemann (LemmyC) - 29.03.2012 22:56 Uhr

Und soll ich jetzt vieleicht auch noch links wählen?

Obwohl konservativ und liberal gesinnt muss ich doch zugeben, dass die Linken in dieser ganzen Euro-PIGS-Schuldenkrise als einzige Partei, die Dinge beim Namen genannt haben. Beispiele?
"Es wird nicht Griechenland gerettet und schon gar nicht die Griechen, sondern französische und deutsche Banken."
"Es hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun, wenn der Steuerzahler für Risiken haften muss, die Finanzinvestoren eingegangen sind."
Und jetzt eben die Tatsache, dass alle Parteien außer den Linken, den kollektiven Verfassungsbruch vorbereiten. Wahnsinn. Verkehrte Welt.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2012 12:57 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 30.03.2012 12:57 Uhr

Neue Zeiten erfordern neue Entscheidungen

Gute Frage. Als ich merkte, wohin die Hasen rennen, stand ich auch vor dieser Frage und habe mich gefragt, in was für einer Gesellschaft ich leben möchte. Eine demokratisch, freundlich, friedliche, ohne Krieg, Misstrauen, Sündenböcke und Chancengleichheit für alle, war das Ergebnis.

Dann habe ich mich klug gelesen über Neoliberalismus, Neokonservativismus, Kommunismus (nicht den sowj.Kommunismus), Sozialimus (nicht den DDR Sozialismus) und über die Ursachen von Gewalt, Hass, Krieg, usw.

Fast alle Autoren schreiben, dass neoliberal-neokonservativ den Boden bereitet für all die gesellschaftlichen Belange, die ich nicht will.

Kommunismus und Sozialismus wird zugesprochen, weil in diesen Tendezen vorhanden sind, die das gesellschaftliche Klima gerechter und humaner gestalten können, auch, indem die Demokratie z.B. durch Volksbefragungen etc. gestärkt werden soll und originär gesellschaftliche Aufgaben in die Hände des Staates gehören.
Wie etwa in D zwischen 1965 und Mitte 1980.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1952, Leiter der politischen Redaktion in Berlin.

Jüngste Beiträge

Hollandes Hand

Von Günther Nonnenmacher

Die Bundesregierung sollte sich klar darüber sein, was genau es bedeutet, wenn sie zur Krisenbewältigung „mehr Europa“ fordert. Mehr 31 32