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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Besuch in Berlin Ayrault beschwichtigt deutsche Sorge um Frankreich

 ·  Bei seinem Zusammentreffen mit Bundeskanzlerin Merkel versucht der französische Premierminister, Bedenken hinsichtlich Frankreichs Reformfähigkeit zu zerstreuen.

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Britta Litterscheidt

Monsieur Ayrault: die Zeit für Reformen wird knapp - und EU-Komm, IWF und EZB blicken auf F!

Frankreich scheint empört über d. aktuellen Artikel im Economist, welcher F als Zeitbombe im Herzen Europas bezeichnet u. d. Reformen in F als halbherzig kritisiert. Eigentlich nichts Neues, denn u.a. z.B. auch wirtschaftswoche hat bereits v. Wochen auf die tickende Zeitbombe F hingewiesen.

"Gut- Wettertouren" nach Berlin reichen nicht!
Aktuell kritisieren insb. IWF, EU- Kommission u. EZB, dass erforderliche Reformen angegangen werden müssen - insb. mit Blick auf F.
Aktuell warnt Draghi: die EZB könne nur Zeit verschaffen,- nicht unbegrenzt.
Das Zeitfenster, was D für Reformen hatte, bleibt Ihnen allerdings bei weitem nicht und Halbherzigkeit reicht nicht.
Die Schwächen F´s hat zuletzt die Eurokrise "gnadenlos" offengelegt...
und (selbst) die Bild Zeitung hat sie nochmals aktuell aufgelistet.

Time is running out...

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 16.11.2012 12:11 Uhr

Der Wille mag da sein aber es fehlt der Mut

Die Erwartungen die Hollande bei seinen sozialistisch gesinnten Wähler erweckte, traut er sich (noch) nicht zu enttäuschen. Deswegen verbleibt er in der Schockstarre und sendet uns einen Deutsch sprechenden Mister Nobody mit guten Manieren und viel Sprechblasen im Gepäck. Frankreich Industrieanteil beim BIP ist in den letzten 10 Jahren von 17% auf 12% abgestürzt, also auf Briten-Niveau. Es ist weiterhin im freien Fall. Zur Erinnerung, unser Indistrieanteil liegt bei 27%. Die Franz. Regierung sieht das wohl, fürchtet aber ihre Bevölkerung und die aggressiven Gewerkschaften und traut sich nicht die Operation am offenen Herzen endlich einzuleiten, wenn der Patient langfristig überleben soll. Es tut noch nicht weh genug aber die Krankheit schreitet unaufhaltsam voran.

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Christian Meyleran

"Frankreich sei nicht bereit, die gemeinsame Agrarpolitik aufzugeben"

Das soll wohl heißen, Frankreich besteht auf weitere Mega-Subventionierung seiner unwirtschaftlich arbeitenden Bauern. Leider sieht es tatsächlich so aus, als ob dem Land außer Landwirtschaft und Tourismus nicht mehr viel bleiben wird. Aber die Überbeanspruchung von dem was Frankreich "Solidarität" nennt, wird die EU nicht mehr viel länger verkraften.
So ist es besonders die Agrarpolitik, die die Briten aus der EU treibt und die Briten werden den Bruch in den nächsten Jahren auch vollziehen. Andere Länder werden folgen.
Es ist auch der Widerspruch zwischen dem Größenwahnsinn der EU-Erweiterungen und dem egomanen Verhalten Frankreichs, an welchem die EU letztlich scheitern wird.

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 16.11.2012 07:37 Uhr

Was wollte der französche Aussenminster letztendlich?

Ausser schwammigen Politparolen war leider nichts zu erfahren. Sozialismus, Kapitalismus, Staatskapitalismus, verkappter Sozialimus, was soll es nun werden in Europa?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.11.2012 11:47 Uhr
Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 16.11.2012 11:47 Uhr

Ayrault ist Premierminister

...

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Wolfgang Richter

Der Inhalt zählt

Der Herr ist hochgebildet, sehr freundlich und kultiviert. Es ist sicher sehr angenehm, mit ihm geistreiche Gespräche zu führen.
Er dient loyal seinem Land und dessen Interessen, was seine Aufgabe ist. Er wird diese Aufgabe konsequent und gewissenhaft ausführen.
Unsere Politiker dienen loyal Europa oder der deutsch-französischen Freundschaft, was nicht ihre primäre Aufgabe ist.
Wenn beide aufeinandertreffen, wird sich ganz zufällig wieder einmal der französische Standpunkt zu 100% durchsetzen.
Das Ergebnis zählt, nicht das Blabla.
Wo können wir französische Politiker bekommen, die unsere Interessen wahrnehmen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.11.2012 13:31 Uhr
Michael  Laschewski

Geistreiche Politiker

Ihr Zitat "Der Herr ist hochgebildet, sehr freundlich und kultiviert. Es ist sicher sehr angenehm, mit ihm geistreiche Gespräche zu führen" ist sicherlich richtig. Alles ist relativ, und damit wenden wir uns "unseren" Politikern (in Anführungsstrichen, denn ich habe die nicht gewählt) zu. Wer von dem politischen Personal ist hochgebildet? Es muss ja nicht eine "Hochbildung" sein, die normale Bildung würde ja schon ausreichen. Also: Bildung bei Schäuble, Steinbrück, Trittin, Westerwelle? Wir warten drauf. Wer von unseren Politikern ist freundlich? Richtig, Angela Merkel. Sie labert überall herum, hat für alles Verständnis, lächelt zu all und jedem; lächelt auch noch, wenn Erdogan kommt oder die Griechen randaliern. Doch Vorsicht: im realen Leben ist "freundlich" die Schwester von "unfähig". Gibt es vielleicht noch kultivierte und geistreiche unter den deutschen Politikern? Vor schon längerer Zeit hat einmal einer formuliert: "Es fällt schwer, keine Satire zu schreiben".

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Thomas Wentingmann

Kann gut sein, dass Hollande wieder Tricksereien auf Kosten der Kanzlerin (und uns) macht.

Wie kann man nur einem frz. Premierminister die gleichen militärischen Ehrungen gewähren wie einem frz. Präsidenten ?! Das wäre in Bezug auf de Gaulle und Nachfolger nie passiert. -- S. auch den FAZ-Online Artikel "Hollande und das Ende der Normalität" v. 14.11.12.
.
Ayrault soll in nahezu perfektem Deutsch der Kanzlerin "Honig ums Maul schmieren" , die Kanzlerin macht daraufhin irgendwas, egal was, und wird dann von Hollande entweder eingefangen oder ausgetrickst, mit oder ohne die Mithilfe der SPD Troika, s. die unsäglichen Vorgänge vom Juni 2012.
.
Hollande merkt es jetzt: er steht auch gegenüber den Franzosen insgesamt viel zu schlecht da, er muss jetzt
a) alle politischen und ökonomischen Vorteile suchen und
b) die französische Gloire aufpolieren,
auch wenn es mit und ohne Tricks gegen die deutschen "Freunde" geht.
.
Ich befürchte die nächste negative Erfahrung der Bundeskanzlerin mit Hollande.
Das wird uns deutsche Steuerzahler wieder viel zusätzliche zig Milliarden kosten.

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Dietmar Blum

La France

ist halt, wie Griechenland, auf einem "Guten Weg"!

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Bernd Winkler

Geschwurbel zur Verschleierung...

Wenn man das Geschwurbel des Premierministers liest, ahnt man die Absicht. Von den Versprechungen zum franzoesischen Haushalt wird nichts eingehalten werden koennen. Fuer die Polit-Clowns voellig unerwartet, wird die Wirtschaft staerker schrumpfen als "geplant". So konnte die Haushaltskonsolidierung gar nicht stattfinden, wird es dann heissen. Ich wette: der EU Haushalt wird wachsen, Deutschland wird zahlen und die Franzosen werden sich auf ganzer Linie durchsetzen. Frau Merkel und Herr Schaeuble werden uns erklaeren, dass Deutschland sich seiner besonderen Verantwortung im Einsatz fuer die Integration bewusst sei und sie deshalb der Solidaritaet mit Frankreich und anderen europaeischen Laendern die hoechste Prioritaet einraeumten. Die SPD und die Gruenen werden jammern, dies sei nicht genug. Erst wenn Deutschland Eurobonds zustimme, die dann jeweils beidhaendig "verbrannt" werden, sei der Bund mit Euroeuropa unwiderbringlich geleistet und unumkehrbar. Das ist nachhaltige Politik!

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Jahrgang 1952, Leiter der politischen Redaktion in Berlin.

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