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Bertie Ahern Impuls unserer Entwicklung

01.03.2007 ·  Der 50. Jahrestag der Römischen Verträge ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Europäischen Union. Wir erinnern wir uns mit Stolz der Erfolge, die wir erzielt haben, und unserer gemeinsamen Werte; wir erneuern unsere Entschlossenheit, in der Zukunft darauf aufzubauen.

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Der 50. Jahrestag der Römischen Verträge ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Europäischen Union. Wir erinnern wir uns mit Stolz der Erfolge, die wir erzielt haben, und unserer gemeinsamen Werte; wir erneuern unsere Entschlossenheit, in der Zukunft darauf aufzubauen.

Obwohl mein Land der EU erst 1973 beigetreten ist, leiteten die Römischen Verträge einen Prozess ein, der in großem Maße zu Irlands Entwicklung beigetragen hat. Seit unserem Beitritt haben wir als Nation beispiellose wirtschaftliche und soziale Fortschritte gemacht. Vielleicht war es für uns besonders wichtig, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein, wodurch uns neue Horizonte eröffnet wurden. Dies gab uns ein neues und aufregendes Gefühl für uns selbst als Europäer und bereicherte unsere nationale Identität.

Diese dramatische Änderung in Anschauung und Perspektive spiegelte sich in der Gemeinschaft insgesamt. Der Prozess des Aufbaus der Union veränderte alle europäischen Beziehungen. Der Gedanke an Krieg zwischen Mitgliedstaaten der EU wurde genauso unvorstellbar, wie er vor nicht allzu langer Zeit unvermeidbar gewesen war.

Für den größten Zeitraum unserer Mitgliedschaft waren wir ein Land von Emigranten. Aber in den vergangenen Jahren sind wir zu einem Einwanderungsland geworden. Zehn Prozent der Einwohner Irlands wurden nicht in Irland geboren, und unter diesen befinden sich viele Bürger aus den neuen und alten Mitgliedstaaten. Dieser Zustrom von Bürgern verstärkt die Bindungen zwischen uns und stärkt Europa als Ganzes.

Heute wird das Umfeld eines Staates durch Kräfte von außen geformt. Irland hat die Chance bereitwillig angenommen, mit seinen Nachbarn und Partnern dieses äußere Umfeld zu gestalten. Irland ist entschlossen, in der EU für eine bessere Welt auf der Grundlage europäischer Werte zu arbeiten.

Unter der Leitung von Bundeskanzlerin Merkel hat die EU in diesem Monat die lebenswichtige Chance genutzt, zu versuchen, eine bessere Welt in Bezug auf den Klimawandel zu schaffen. Dieser Schritt findet in Irland starke öffentliche Unterstützung. Die Herausforderungen und Chancen, denen wir gegenüberstehen, haben sich geändert, die Notwendigkeit für uns Europäer, zusammenzuarbeiten, ist gewachsen. Der Verfassungsvertrag, der 2004 unter der irischen Präsidentschaft beschlossen wurde, befähigt die EU, diesen Herausforderungen mit Zuversicht entgegenzutreten.

Es ist sehr passend, dass das im Herzen Europas gelegene Deutschland, das über viele Jahrzehnte eine Führungsrolle gespielt hat, jetzt die Präsidentschaft innehat. Irland unterstützt Deutschland in dem Bemühen, sicherzustellen, dass Europa seine angemessene Rolle in der Gestaltung des globalen Umfelds über die nächsten 50 Jahre spielen kann.

Ministerpräsident (Taoiseach) von Irland

Quelle: F.A.Z., 23.03.2007, Nr. 70 / Seite E4
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