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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Euro-Krise Nicht noch einmal

 ·  Eine europapolitische Glaubensblase ist geplatzt. Doch schon gibt es ein neues Dogma: Den Europäern bleibe nur die Wahl, sich in die Politische Union zu flüchten.

Artikel Lesermeinungen (134)

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Thomas Roeb
Thomas Roeb (drtrma) - 09.08.2012 22:00 Uhr

verblüffend luzid!

Dieser Kommentar bringt die gesamt Problematik derartig präzise auf den Punkt, wie ich es bisher noch von niemand sonst gelesen habe. Genau das sind die Probleme, insbesondere die fundamentale gesellschaftspolitische Unfähigkeit der Nehmerländer, die Ursachen ihrer Probleme im eigenen Fehlverhalten zu erkennen und zu beseitigen. Es fehlt nur eines: die zwingend wachsende Unzufriedenheit der Geberländer mit der drohenden Dauersubvention UND den überdies zu erwartenden dauerhaften Beschimpfungen als Lohn für die (immer unzureichenden) Versuche, die Nehmerländer doch zur Disziplin zu zwingen. Letztlich wird DAS den Euro sprengen: der Hass der Nehmer auf die Geber, die sie zu schmerzhaften Reformen zwingen (wollen) und die Empörung der Geber über die Reformunfähigkeit der Nehmer. Monti hat Recht. Der Euro wird Europa sprengen, je länger er anhält, umso nachhaltiger

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 09.08.2012 15:57 Uhr

Zutreffende Analyse, guter Artikel!

Die Vorstellung, das EU-Parlament überprüft künftig den deutschen Haushalt und dekretiert, dass weniger Geld für Kita-Plätze, mehr Geld für Windräder in Portugal oder mehr Geld für deutsche Rentner (zur Stärkung der "Binnennachfrage" in D.) auszugeben sei, kann nur den EU-Apparat und Brüsseler Immobilienbesitzer erfreuen; sie ist lebensfremd. Kein vernünftiger Mensch will eine solche "Politische Union".

Ich habe auch keine Ambitionen, den Franzosen indirekt über EU-Richtlinien vorzuschreiben, wann sie in Rente gehen sollen. Sie können auch mit 50 in Rente gehen, wenn sie es denn selbst bezahlen ...

Nur weil andere Leute übermäßig Schulden gemacht haben und machen, sollte man seine Freiheit nicht aufgeben.

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Gabi Heintz

Wie ist das eigentlich ...? was ist aus der Forderung der EZB-Banker geworden, ihre Pensionen ...

... gegen Inflation zu versichern...?

Ist das inzwischen durch?

Nicht, daß da was passiert. Wäre ja nicht auszudenken.

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Gabi Heintz

der "Finanzausgleich", der auf dem Rücken ohnehin hochverschuldeter Länder stattfindet

... kann nur weitere Schulden anhäufen.

Die einzigen, die ein Interesse daran haben, daß Länder (weitere) Schulden machen, sind die Banken.

Sie leihen uns weiteres Geld zu hohen Zinsen, damit wir die Zinsen und Zinseszinsen für unsere Schulden bei Ihnen bezahlen können.

Ferner leihen sie uns gerne noch mehr Geld, damit wir auch die Schulden anderer Länder bei ihnen - oder zumindest die Zinsen und Zinseszinsen - bei ihnen bezahlen können...

Wenn ich mir die Initiatoren des Euro anschaue und deren erklärte Absicht, die Banker in eine obskure, von niemandem gewählte und daher auch nicht abwählbare "Weltregierung" einzubeziehen, dann scheint der einzige Sinn und Zweck des ganzen Unternehmens "Euro" zu sein, die Länder in eine Art "Schuldknechtschaft" zu überführen.

Gewählte Regierungen können nicht mehr wagen, Gesetze zu machen, die die Finanzhaie zähmen könnten, weil diese mit der einfachen Drohung, die "Wechsel platzen" zu lassen, alle zu Wohlverhalten zwingen können.

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Peter Blickensdörfer

"Politische Union" - "tatsächliche Union" = "vage Beschreibungen" = beliebiges Verstehen

Und gerade deshalb lässt es sich dazu trefflich streiten. Und gerade deshalb wird damit davon abgelenkt, was hier Holger Steltzner in seinem Kommentar "Euro-Sozialismus" gefolgert hat: "Schuldensozialismus oder andere Finanzkniffe den Euro nicht „retten“ werden, solange die Wettbewerbsfähigkeit der realen Wirtschaft in Nord- und Südeuropa auseinanderläuft."
Also nicht "Europa" scheitert, wenn der Euro scheitert, sondern die Idee von einem "Europa" scheitert und mit ihm der Euro, wenn seine reale Wirtschaft nicht wettbewerbsfähig ist. Trifft das nicht auch zu für "Klein-Europa" Deutschland? Ist es oder wird es mit seinen Ländern eine "tatsächliche Union" eine "Stabilitätsunion"? Wird die "Wettbewerbsfähigkeit der realen Wirtschaft" aller seiner Länder erreicht, damit "Am Ende . . . überall ausgeglichene Haushalte stehen" und dann ab 2019 kein Finanzausgleich mehr erforderlich sein wird? Eine überzeugende Antwort "Deutschlands" auf diese Fragen ist Voraussetzung, "Union" zu verstehen.

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 09.08.2012 01:15 Uhr

Schön, dass die FAZ mehr und mehr ...

... die Glacéhandschuhe auszieht, wenn es um den Gesamtkomplex EU-Euro geht. Meines Wissens ist es das erste Mal in der FAZ, der bedeutendsten deutschen Zeitung, dass ein Satz wie dieser offen ausgesprochen wird: "Es wird mittlerweile kaum noch ernsthaft bestritten, dass es ein Fehler war, eine Währungsunion zu gründen." Damit hat Berthold Kohler sich selbst und der FAZ bleibende Verdienste erworben. Vielen Dank dafür!
Natürlich darf es nicht nur bei dieser lapidaren Feststellung bleiben. Alle, die in diesem Lande noch ihre politischen fünf Sinne beieinander haben, müssen weiterhin unermüdlich daran mitwirken, dass der Euro-Rettungswahnsinn gestoppt wird. Das kann letztlich nicht anders gehen als dadurch, dass die gegenwärtige Euro-Währungsunion wieder aufgelöst und die EU in ihrem wuchernden Allmachtsstreben rigoros zurechtgestutzt, wenn nicht sogar ganz abgeschafft wird. Alle Macht den Völkern!

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alois schneider
alois schneider (formal) - 09.08.2012 00:46 Uhr

es wird nur eine Schein-Union geben

ein paar komplizierte undurchschaubare neue Institutionen, die den Anschein von Kontrolle und Koordination geben.
Mehr Zugeständnisse wird man den deutschen Europa-Lyrikern nicht machen.
Übrigens, selbst eine echte politische Union wäre für D. nicht erstrebenswert, wenn es dabei ausgeplündert wird.

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Gabi Heintz

@Joachim Burkart - Die Politideologen interessiert unser Geld nicht...? Es gibt offenbar nichts, ..

... was sie noch mehr interessieren würde!

Den Euro verdanken wir den "Bilderbergern", einer Gruppe aus Adligen, Großindustriellen, Bankern und - zwecks Einflußnahme sporadisch hinzugebetenen - Politikern.

Nicht nur war der Euro ein "Versailles ohne Krieg" (Mitterand im Figaro 1992), sondern Draghi und Monti sind ebenso wie zuvor Prodi mit Goldman-Sachs verbandelt, die damals dafür gesorgt haben, daß Griechenland den Euro bekam. G. Schröder, damals Bundeskanzler, half dabei. Er war zuvor bei den B.-bergern eingeladen gewesen (und jetzt Merkel).

Auch hat Schröder, der zuvor vom "Banken-Enteignen" gesprochen hatte, nachdem er B.-berger-"Gast" und Kanzler war, an der Entfesselung der Finanzmärkte mitgewirkt.

Rockefeller sprach 1991 in Baden-Baden vom Plan einer "supranationalen Weltregierung" durch Banker u. eine " intellekt. Elite" und dankte den Zetungsvertretern, daß sie über 40 (!) Jahre hinweg, die "versprochene Diskretion" gewahrt haben.

Die Gier der Banker macht uns arm.

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i. burkart

Sehr guter Artikel -

aber die deutschen und Brüsseler Politideologen interessiert das alles nicht, Ihnen sind die Völker egal - und auch deren geld. warum? Es ist ja nicht ihr eigenes.

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Gerhard Hermanns
Gerhard Hermanns (Seoman) - 08.08.2012 21:29 Uhr

Der lange Rückweg ...

Ich muss bei diesem Thema immer an ein schönes Zitat denken, das mir mal untergekommen ist:
"Und wenn wir auch nicht weit genug kommen, um etwas auszurichten, so werden wir doch weit genug kommen, um eine Ewigkeit für den Rückweg zu brauchen ..." (unbekannter Verfasser).

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hans HUEBER
hans HUEBER (HUEBER1) - 08.08.2012 16:13 Uhr

nicht noch einmal

nicht noch einmal? das wäre schön, aber es wird immer so weiter gehen, bis man endlich den traumtänzern den nackten boden unter den füssen wegzieht ; sprich: einen (test-)rausschmiss aus der geldabzocke praktiziert und demonstriert.
dann wird sich zeigen, wem an der erhaltung des EURO liegt und die karten werden sich auf wundersame weise neu ordnen lassen. die fachleute gibt es doch.
m.e. darf auch einmal daran erinnert werden, an den, dessen name im artikel noch in klammer steht: KOHL. er war so naiv, durch das prinzip der einstimmigkeit 80mio Deutsche zum tanzbären für Zyprer, Malteser u.a. zu machen. die (armen!) Griechen .klammere ich aus höflichkeit aus

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Christian Fischer

FAZ in der Pflicht

Zu einer "objektiven" Berichterstattung einer Zeitung zählt sicherlich, jeweils auch die andere (Meinungs)Seite wahrzunehmen und vielfältige Themen anzusprechen. Ganz sicherlich gehört aber auch dazu, Wesentliches von nur Wichtigem zu scheiden. In Anbetracht der Finanz- und EURO-Krise und der daraus resultierenden Herausforderungen für die Staatlichkeit, sogar die Demokratie und das Volksvermögen unseres Landes scheint mir in der FAZ noch viel Spielraum für eine Intensivierung der Berichterstattung über Legitimationsfragen der EU, den ESM und vor allem auch über EURO-kritische Organisationen usw. gegeben. Immerhin handelt es sich um politische Vorgänge (in unserem Land!) von solcher Tragweite, über die man sonst nur in Geschichtsabhandlungen zu lesen gewohnt war.

Mit besten Grüßen

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Max Schmid
Max Schmid (CH-Gast) - 08.08.2012 12:59 Uhr

Keine Aufregung

Es fällt auf, dass weder der Autor noch die Kommentatoren sich einen normalen, leistungsfähigen, souveränen Nationalstaat für D wünschen. So oder so schimmern div. EU/ supranatinalen Lösungen durch. Wozu diese Utopien führen, ob mit oder ohne polit. Union, ist nun bekannt.
D.h. das gefährliche Träumen geht weiter, das Säbelrässeln in der "friedlichen" EU (siehe D/I) wird sich verstärken.
Gnade uns Gott in der Schweiz.

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Stefan Gruner

Karl Jaspers 1966-1967

Vielleicht wird es nun Zeit, zwei staubige alte Schriften von Karl Jaspers wieder aus dem Antiquariat hervorzukramen:
"Wohin treibt die Bundesrepublik?" (1966), und
"Antwort: Zur Kritik meiner Schrift Wohin treibt die Bundesrepublik?" (1967).
Diese Schriften handeln von der Gefahr des Obrigkeitsstaates, sowie Gegenmittel gegen obrigkeitsstaatliche Tendenzen. Auch die "Parteienoligarchie" wird thematisiert.

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Monika Lorenz

Die hier versammelten Aufrechten

wittern Morgenluft und schmieden ihre Pläne der splendid isolation. Hoffentlich ist am 12. September Schluss mit der Wunschträumerei der hier versammelten Totengräber von Euro und EU. Man kann ja dann in Marktredwitz einen Gedenkstein enthüllen zu Ehren des tapferen Widerstands.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 03:43 Uhr
Wolfgang G. Runte

Hahaha, am 9/12 (nine/twelth) also dem 12.09. geht es erst richtig los!

Ich erinnere mich noch sehr gut an das Siechtum und die Kämpfe und Krämpfe der letzten 12 Jahre des Systems von Bretton Woods und die Abkoppelung des Dollars vom Goldstandard.

Naja, so in etwa wird es auch dem Euro ergehen. Von den 12 Jahren sind jetzt erst gute 2 vorbei. Also werden Sie noch viel Zeit und Muße haben Ihre Kommentare zu schreiben. Nur am Ende sind auch Sie pleite, denn da steht eine Währungsreform ins Haus, wie 1923 und 1948. Verkauft wird das von der Politik als soziale Groß- und Wohltat. Denn die Armen verlieren ja nicht viel und die Reichen haben es sowieso und es erspart die Wiedereinführung der Vermögens- und sonstiger "Reichen-"steuern.

Nur leider ist es für die meisten Menschen nicht so und deshalb nehme ich meine Schadenfreude zurück. Es könnte nämlich tatsächlich zu neuen bürgerkriegsähnlichen Aufständen kommen, wie zB am 17. Juni 1953 im real existierenden roten Sozialismus.

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Gerold Keefer

Das einzige, was einen Gedenkstein braucht, ist der Euro!

Wer's bis jetzt noch nocht mitbekommen hat: Brüssel pfeift aus dem letzten Loch. Die wirtschaftlichen Realitäten lassen sich absehbar weder mit der Dicken Berta noch mit den anderen Taschenspielertricks zudecken.

Ein Staatenbund mit gemeinsamer Marktordnung ist alles, was wir in Europa brauchen.

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Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 08.08.2012 11:43 Uhr

12.Sept.

Selbstverständlich wird das Urteil so ausfallen wie Sie es sich wünschen. Nur wird dass Sichtum dadurch bestenfalls verlängert bzw. wird das Urteil über ein einen Gesetzesentwurf gefällt, dessen Ziele bereits von der EZB überrollt wurden.

Und wenn die Briten mit ihrer Meinung zur EU/€ doch recht hätten?

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Günter Fischer
Günter Fischer (Terenz) - 08.08.2012 11:08 Uhr

Beispielhafte journalistische Leistung

Sehr geehrter Herr Kohler,
die Treffsicherheit Ihrer Analyse ist überragend. Ich verzichte daher auf jedes weitere Wort und beschränke mich darauf, Ihnen für diese intellektuelle Bereicherung zu danken.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 13:05 Uhr
Willi Jansen

Dem kann man nur zustimmen

Ich schließe mich dieser Einschätzung an

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gisbert heimes

Krieg war vor nicht allzu langer Zeit die Lösung

Die gegenwärtige Krise, initialisiert durch die Deregulierung des angloamerikanischen Finanzsektors in den 70er Jahren ff, ist Ausdruck einer der periodischen Krisen des globalen ökonomischen Systems. Seit geraumer Zeit fokussieren die 'Märkte' sich dabei auf den 'Euro' (dessen Konstruktion zweifellos unzulänglich, aber nicht ursächlich für die Krise ist). Die europäische Politik hat keine Wahl, sie muß sich mit Lösungsmöglichkeiten befassen. Die früher bevorzugte Lösungsoption, nämlich Krieg, ist in Europa Gott sei Dank aus verschiedenen Gründen keine mehr. Das macht das Krisenmanagement auf der anderen Seite so zäh, wie es sich derzeit darstellt. Seien wir geduldig und froh darüber.

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Stephan Achner

Europa ohne "Glaubensblasen" ist möglich

Europa ist durch die Schuldenkrise einzelner EU-Staaten (sog.Suedlaender) zwischenzeitlich mehr eine Bedrohung als eine Verheißung geworden. Die jegliche Eigenverantwortung vermissenden Euro-Forderungen der Hauptschuldner (GR,I,E), wie Vergemeinschaftung der Schulden, EZB als Schuldenfinanzier, etc., zerstören den Frieden in der eigentlich friedensstiftenden EU. Was ist zu tun, ohne dass wieder eine "Glaubensblase" platzen muss? 1. Stärkung eines föderalen Europa und Abkehr vom undemokratischen Brüsseler Zentralismus. 2. Auf absehbare Zeit keine weitere Übertragung nationaler Souveränitätsrechte auf die EU. 3. Verkleinerter Euro-Raum (mindestens ohne GR) und abgestimmte Wirtschafts-und Finanzpolitik der verbleibenden Kernstaaten

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 08:31 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Stephan Achner, die ersten beiden Punkte stehen im Widerspruch zum

dritten. Denn Abstimmung verlangt das, was Sie als 'Zentralismus' denunzieren. Sie koennen aber nicht beides zugleich haben.

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Algis Klimaitis

Föderales stärken?

Was heisst "Stärkung eines föderalen Europas? Die Gründung der Vereinigten Staaten von Europa? Ob das die Mehrheit der EU-Europäer wünschen? Und ob das zur Minderung eines Zentralismus führt? Ich glaube das nicht!

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michael hergen

Gesitteter Rückzug

Die Einführung des Euro als wirtschaftspolitisch und ordnungspoltische Grundeinheit ging in der Tat nicht von Kohl sondern von Mitterand aus und war das deutsche Unterpfand für die Wiedervereinigung. Mitterand war sehr klar, dass es Deutschlands Pflicht auf Aufgabe sei, die Leistungsbilanzunterschiede finanziell auszugleichen. Genauso denkt Hollande und viele notleidende Südländer im disparaten Reigen der EU auch heute. Will man eine politische Union, wie von Herrn Köhler angeregt, erreichen, so geht das nur, wenn man die EU auflöst,- die Länder über ihre Ursprungswährung ( sprich Abwertung) ihre Schulden wieder in den Griff bekommen. Das jetzige Hantieren mit ESM und sonstigen Brandmauern sind obsolet geworden, und- nebenbei gesprochen- vor keinem Parlament der Welt zu rechtfertigen. Also bleibt nur ein gesitteter Rückzug und Neuanfang. Aber dann bitteschön mit einer harten politischen Grundordnung und unabhängien Kontrollaufsicht, wie sie Brüssel erst noch einüben müsste.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 08:55 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Rueckzug und Neuanfang?

Mit dem ersteren wuerde sich Europa selbst enthaupten, d. h. seine Idee aufgeben und seine Institutionen ent - legitimieren.
Deutsche Nationalisten (in der faz.net - Gemeinde) versuchen verbissen, das Bundesverfassungsgericht und die Bundesregierung unter Druck zu setzen und schliesslich zu zermuerben. Gelaenge dies, bliebe kein Raum mehr fuer 'Gesittetes'. Dem Neuanfang waere jede Grundlage entzogen.
Rechtstheoretisch koennte das Verfassungsgericht der Bundesregierung allerdings die Neufassung der fraglichen Vertraege aufgeben, unter Massgabe der Auffassung des Gerichts(dann waeren die Klagen gegenstandslos). Ob es diesen Weg sieht?

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Horst Ziegler

SPD auf Merkelkurs

Formal ist Gabriel beim Hollande (Schudenunion). Inhaltlich aber will er für eine Schuldenunion wie der Artikelschreiber auch folgende Bedingung: "Es wird mittlerweile kaum noch ernsthaft bestritten, dass es ein Fehler war, eine Währungsunion zu gründen, ohne zuvor das Fundament einer gemeinsamen Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik gelegt zu haben."

Da aber jeder kluge Mensch weis, dass er eine kurzfristig notwendige Schuldenübernahme von einem mittel- und langfristigen Strukturvorschlag abhängig macht, hätte er sich seinen Sommerloch-Vorschlag auch sparen können.

Er lässt den Draghi, den Monti und auch den Hollande im Regen stehen. Irgendwie toll oder?

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Jahrgang 1961, Herausgeber.

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