31.10.2008 · Frankreichs Außenminister Kouchner fordert eine europäische Militäraktion, um die als „barbarisch“ bezeichneten Zustände im Kongo zu bekämpfen. Doch nur die Afrikaner selbst können diesem Grauen Einhalt gebieten.
Von Günther NonnenmacherVor zwei Jahren hat die EU mit ihrer Militärmission (Eufor) geholfen, bei den Wahlen in Kongo einen großen Ausbruch von Gewalt zu verhindern. Dass die Probleme des Landes - in Wirklichkeit der Region, denn die Konflikte überschreiten Grenzen - damit nicht gelöst sein würden, war jedermann klar.
Nun wird neuerlich eine europäische Militäraktion gefordert, um die vom französischen Außenminister Kouchner als „barbarisch“ bezeichneten Zustände im Osten des Landes zu bekämpfen. Man wird jedoch fragen müssen, ob das an dem schon Jahre währenden Elend der Bevölkerung etwas ändern würde. Eine UN-Truppe (Monuc) steht in Kongo mit immerhin 15 000 Mann, etwa ein Drittel davon in der umkämpften Region. Man mag sie der Unfähigkeit zeihen; doch sicher ist, dass eine europäische Nothilfeaktion mit tausend Mann die untragbaren Verhältnisse in dem Land auch nicht richten würde.
Das Morden geht von Afrikanern aus - gleichgültig ob es um Bodenschätze geht oder ob ethnische Konflikte ausgekämpft werden. Nur die Afrikaner selbst können diesem Grauen Einhalt gebieten.
Abstrakt formuliert
Stefan Klein (sk003)
- 31.10.2008, 13:15 Uhr
Ich muss mich über die Vorredner doch sehr wundern
Torsten Klier (TorstenKlier)
- 31.10.2008, 18:05 Uhr
Deutsche Interessen
Herold Binsack (Devin08)
- 31.10.2008, 21:14 Uhr