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EU-Gipfel Wieder Massendemonstration

 ·  Hunderte Demonstranten haben sich am Freitag zu Beginn des EU-Gipfels in Göteborg Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

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Auch am Freitag haben mehrere tausend Menschen am Rande des EU-Gipfels in Göteborg an Protestveranstaltungen teilgenommen. Hunderte Demonstranten lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei.

Die Protestierenden waren nach einer Kundgebung zum Konferenzzentrum marschiert, jedoch von Polizisten aufgehalten worden. Die Aktivisten warfen daraufhin mit Steinen und Stangen nach den Sicherheitskräften. Die Polizei drängte die Demonstranten zwar zurück auf einen nahe gelegenen Platz zurück, die Auseinandersetzungen gingen jedoch weiter.

Augenzeugen: Völliges Chaos

Wie die Nachrichtenagentur TT meldete, waren im Zentrum der westschwedischen Stadt zwei größere Explosionen zu hören. Zuvor hatten Angehörige militanter Gruppen die berittene Polizei außer mit Pflastersteinen auch mit Molotowcocktails und Feuerwerkskörpern angegriffen. Nach Augenzeugberichten herrscht völliges Chaos.

Mit der Forderung nach einem „alternativen Europa“ verlief zunächst eine Kundgebung am Morgen im Zentrum der westschwedischen Stadt friedlich. Gleichzeitig setzten sich die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und militanten Demonstranten fort. Knapp 50 von ihnen versuchten vergeblich, auf das hermetisch abgeriegelte Messegelände vorzudringen, auf dem das zweitägige Gipfeltreffen bis Samstag stattfindet

Mehr als 400 Festnahmen

Bis zum späten Vormittag bezifferte die Polizei die Zahl der vorübergehenden Festnahmen seit Donnerstag auf über 450. Das massive Vorgehen der Behörden nach Steinwürfen während des Besuchs von US- Präsident George W. Bush am Vortag wurde von Sprechern der Protestgruppen scharf als unangemessen kritisiert. Die Polizei habe ohne Not die vorab monatelang ausgehandelte „Dialoglinie“ für die erwarteten Massenproteste verlassen, hieß es auch bei der Kundgebung am Freitagmorgen.

Die Polizei begründete die nächtliche Räumung einer als Herberge für 400 Demonstranten dienenden Schule damit, dass dort Krawallausrüstung vermutet worden sei. An einer vor allem gegen Bush gerichteten, friedlich verlaufenen Kundgebung hatten sich etwa 10 000 Nordeuropäer beteiligt.

Quelle: @rba, mit Material von dpa und AP
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