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Eta-Terror Mörderische Feier

30.07.2009 ·  Dass Eta jetzt zuschlagen würde, war zu erwarten. Wie sonst beginge eine Terrorbande ihren fünfzigsten Geburtstag? Zu verhandeln ist mit den Mördern nicht. Es gibt keinen anderen Weg als den der Repression.

Von Andreas Ross
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Dass Eta jetzt zuschlagen würde, war zu erwarten. Wie sonst beginge eine Terrorbande ihren fünfzigsten Geburtstag? Noch während an den Kiosken allenthalben das Bild der am Mittwoch von einer 200-Kilo-Bombe verwüsteten Kaserne in Burgos auslag, tötete Eta am Donnerstag auf Mallorca zwei Polizisten.

Der Öffentlichkeit, die sich an die monströsen Taten und Pläne islamistischer Terroristen gewöhnt hat, mag der Eta-Terror als vergleichsweise harmloser Anachronismus der europäischen Geschichte erscheinen. Doch in Burgos hätte Eta beinah ganze Familien ausgelöscht. Sogar im Baskenland nimmt den selbsternannten „Freiheitskämpfern“ kaum noch jemand ab, dass das Spanien des Jahres 2009 so repressiv sei wie 1959 die Franco-Diktatur.

Zu verhandeln ist mit den Mördern im fortgeschrittenen Stadium der Realitätsverweigerung nicht. Es gibt keinen anderen Weg als den der Repression, und wenn dafür in der Urlaubshochsaison der Flughafen von Palma geschlossen werden muss. Dass die Fahndungserfolge noch nicht ausreichen, alle Bluttaten zu verhindern, gehört nach 50 Jahren Eta zur bitteren Wahrheit.

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Jahrgang 1975, Redakteur in der Politik.

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