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Türkisches Gericht entscheidet : Erdogans Präsidentenpalast ist ein Schwarzbau

  • Aktualisiert am

Der Palast des türkischen Präsidenten wurde im Oktober 2014 eröffnet. Bild: dpa

Vor nicht mal einem Jahr wurde der Palast des türkischen Präsidenten in Ankara eröffnet. Der Protzbau wird von der Opposition scharf kritisiert. Nun hat ein Gericht ihn offiziell zum Schwarzbau erklärt.

          Das oberste Verwaltungsgericht der Türkei hat den umstrittenen Palast von Präsident Recep Tayyip Erdogan offiziell zum Schwarzbau erklärt. Wie mehrere türkische Medien am Dienstag berichteten, verwarfen die Verwaltungsrichter einstimmig die grundsätzliche Baugenehmigung für den Palast. Die zuständige Denkmalschutzbehörde hatte den Bau des riesigen Komplexes mit seinen 1100 Zimmern auf einem geschützten Gelände in der Hauptstadt Ankara erlaubt.

          Im vergangenen Jahr hatte ein untergeordnetes Gericht in Ankara einen Baustopp des Palastes angeordnet. Die Denkmalschutzbehörde änderte daraufhin eine ursprüngliche Entscheidung zugunsten des Palastes so ab, dass der Bau trotz der Gerichtsentscheidung möglich wurde. Nun aber urteilte der Verwaltungsgerichtshof nach einer Klage der Architektenkammer Ankara, die Denkmalbehörde habe mit der Genehmigung gegen geltendes Recht verstoßen.

          Erdogans Palast ist unter anderem wegen seiner hohen Kosten umstritten. Der Bau des auf einer Fläche von mehr als 200.000 Quadratmetern errichteten Gebäudes kostete den türkischen Steuerzahler rund eine halbe Milliarde Euro. Kritiker werfen Erdogan deshalb Prunksucht vor. Der Präsident spricht dagegen von einem Amtssitz, der für ein bedeutendes Land wie die Türkei angemessen sei.

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