08.12.2009 · Nach der Zusage der Bundesregierung,, Entschädigungen wegen des Nato-Luftangriffs bei Kundus zu zahlen, will sich deren Anwalt nicht „mit Kleinkram zufrieden“ geben. Verteidigungsminister zu Guttenberg verspricht, dafür Sorge tragen, dass kein Geld an Taliban fließt.
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Ich kann dazu nur folgendes sagen:
Die Bundeswehr sofort von allen Auslandseinsätzen aziehen. Sollen die Leute mit den Taliban doch selbst zurechtkommen. Erst werden Deutsche dort hingeschickt, und über dreißig bereits getötet, um zu helfen und jetzt sind wir die bösen Buben. Deutschland braucht kein Vietnam.
Die arrogante Dreistigkeit mit der Herr Kopal sich anmaßt, unbegründete Forderungen in einem unrealistischen Ausmaß zu stellen, sucht ihresgleichen. Der Herr Advokat sollte schleunigst in seine Heimat zurückkehren und dort die Taliban verklagen. Allein die unzähligen misshandelten afghanischen Frauen stellen eine immense Klientel dar.
Allerdings müsste er schnell zur Kenntmis nehmen, dass Rechtsstaatlichkeit in Afghanistan ein Fremdwort ist.
Der Luftangriff auf die gestohlenen Tankzüge war die einzig richtige entscheidung und absolut notwendig, um Schlimmeres zu berhindern. Dass dabei auch Zivilisten zu Schaden kommen konnten, mussten die Militärs einkalkulieren. Es ist absolut weltfremd und hirnrissig, wenn sich Zivilpersonen und dazu auch noch Kinder zu nächtlicher Stunde im Dunstkleis von Terroristen aufhalten. Wer sich so in einem Land, in dem kriegsähnliche zustände herrschen, verhält, darf sich nicht wundern, wenn er etwas auf die Mütze bekommt.
Die Diskussion um Entschädigungen shließlich setzt allem die Krone auf. Was ist mit unseren Städten, die von den Alliierten in Schutt und Asche gelegt wurden. Und das, obwohl sie wussten, dass sich dort übewiegend Zivilisten aufhalten?
Dresden und andere deutsche Städte
Mit wieviel sind eigentlich die Opfer und Hinterbliebenen der Bombardierung Dresdens von den Alliierten entschädigt worden?
Gester durften wir vernehmen: Bundeswehr:Neuer Zwischenfall in Afghanistan und nun diese Aussage ": „Die Deutschen müssen den Afghanen und auch der gesamten muslimischen Welt deutlich machen, dass Kundus ebenso wenig eine Metapher für das deutsche Handeln in der Welt ist, wie das Abu Ghoreib für das weltweite Handeln der USA war“,
Wir sollten schleunigst aus dem Land rausgehen , noch dazu wo dort das Gesetz der Blutrache herrscht. Empfehle auch die Informationen zu Afghanistan bei mindrouting zu lesen -so umfangreich informiert wird man selten und dies ist Angesichts der Informationspolitik ala " Luftangriff " bitter nötig.
Wozu sich schämen, wenn man es aus falschem Grund tut ?
Ist Ihnen klar, dass unser Handeln von Eigennutz und Eigeninteresse getragen ist (und sein muß) ? Wenn Sie schreiben, dass wir Soldaten nach Afgahnistan schicken, um sie "dort abschiessen zu lassen", dann haben Sie entweder ganz wensentliche Dinge nicht mal im Ansatz verstanden oder sie verzerren bewußt die Wahrheit.
Dass Sie jeden Stolz und Selbstbewußtsein bei unserem Land vermissen, ist allein Ihre verfehlte Wahrnehmung. Freunden Sie Sich doch mal mit der Wirklichkeit an- evtl. wird Ihnen dann klar, dass man nicht von Geldgier getrieben sein muß, um für die ungerechtfertigte Tötung eines Angehörigen Kompensation verlangen zu wollen. Und evtl. haben Sie dann soviel Anstand, diese Menschen dann nicht pauschal als Schmarotzer zu beschimpfen.
Aber dafür dürfen Sie sich dann doch zurecht schämen.
Peinlich Popal : „Mit Kleinkram werden wir uns nicht zufrieden geben.“
Mit Verbalentgleisungen dieser Art verstärkt der ( exilafghanische ?) Anwalt, der offensichtlich systematisch seine Klientel vor Ort mit irgendwelchen wolkigen Versprechungen geködert und akquiriert hat, den Verdacht, dass es für ihn primär um eine zusätzliche und ausbaufähige Einnahmequelle in harter Währung geht . Vergleichbare Fälle in Afghanistan wurden bislang in komplexen, langwierigen und ritualisierten Verhandlungen zwischen Militärvertretern und Hinterbliebenen bzw. deren Stammes- oder Clanrepräsentanten abgehandelt. An diese Praxis der traditionellen Verhandlungen sollte sich Deutschland orientieren - und nicht auf die Tricks eines Provisionsjägers hereinfallen.
Talibanboy postum wegen eines oder zwei Tankwagen. Die Bomben kommen doch von US Maschinen und nicht von Deutschen! Ok der Befehl kam vom Deutschen aber dieser ist im Auftrag von ISAF. Die Nato hat aber ISAF in die Welt gesetzt, die Solaten sind aber als Söldner an die Nato weiterverkauft für Wasserlöscher suchen und stehen nur als Deutsche in Deutschen Anzügen rum. Was hat dann da Herr zu Gutenberg zutun. Ist er jetzt der Goldesel für die Ultimotaliban da?
Was ist an den Taliban so schlecht?
Wenn mir jemand ein einziges stichhaltiges Argument dafuer nennen koennte, warum es ok ist, Taliban zu toeten, waere ich sehr dankbar. Besser als die Northern Alliance sind sie allemal. Und ich kann absolut nicht einsehen, warum wir mit einigem Aufwand die einen gegen die anderen unterstuetzen. Das ganze Unternehmen ist doch von vorne bis hinten vollkommen verlogen. Jeder weiss es, keiner tut was. Und nun noch dieser Mensch aus der Heerstrasse...
Antwort bzgl. @ Herrn Christian Schmidt (Chris2612)
Sie schreiben:
"Frau Guttenberg, wo haben Sie denn das gelesen, 170 tote Zivilisten?"
Am vergangenen Sonntag in der ARD ("Bericht aus Berlin" + die Sendung "Anne Will").
Herr Schmidt, die Anwälte der afgh. Familien der Opfer haben durch intensive Zeugenbefragungen in Kundus Afghanistan festgestellt, daß es insgesamt ca. 179 Opfer gibt. Es sind 20 Verletzte, 22 Verschollene, d. h. vermutlich sind es 159 Todesopfer in der Zivilbevölkerung. Diese Menschen fehlen jetzt in den Dörfern und den Familien. Den Anwälten liegen entsprechende Beweismittel vor.
Die o. g. informativen Sendungen der ARD können Sie über das Internet jederzeit einsehen.
Nun, Herr zu Guttenberg hat da wirklich ein großes Problem!
Die ganze Welt redet über "Taliban". Aber, was bedeutet/beinhaltet diese Begrifflichkeit denn tatsächlich?
Es existiert kein Markenzeichen, keine Uniform, kein Ausweis und auch keine Erkennungsmarke, welche den Inhaber von einem Zivilisten in Afghanistan unterscheiden könnte. Das tragen von Waffen ist in Afghanistan, insbesondere in den dörflichen Bereichen, durchaus üblich.
Wer tatsächlich den "Taliban" zugehörig ist, kann insofern nur durch eigenes Bekenntnis bzw. durch eine Art Bestätigung der Taiban-Führung bestimmt werden.
Ansonsten gilt für die afghanischen Bürger die Unschuldsvermutung.
Da sich keine Widerstandgruppe zur Entführung der Tankwagen bekannt hat, kann diese Enbtführung auch nicht den "Taliban" zugerechnet werden.
Die Begrifflichkeit "Taliban" wird im Regelfall nur zu propagandistischen Zwecken missbraucht.
HERR GUTTENBERG MOECHTE ALSO EINEN NACHTRAEGLICHEN 'GESINNUNGSTEST'!
UND ZWAR FUER GETOETETE ZIVILISTEN, POSTUM?
MACHT DAS WIRKLICH SINN?
FUER DIE BETROFFENEN ZIVILISTEN IN KUNDUS/AFG. GELTEN DIE MENSCHENRECHTE. UND DAZU GEHOERT AUCH DIE UNSCHULDSVERMUTUNG.
DIESE INITIATIVE DES ANWALTES DER GESCHAEDIGTEN AFGHANISCHEN FAMILIEN IST ZU BEGRUESSEN:
Manchmal schäme ich mich Deutscher zu sein!
Wir investieren Geld in den Aufbau fremder Länder, wir schicken Soldaten dorthin und lassen sie abschießen, wir veranstalten eine juristisches Kasperletheater für jeden von uns abgegebenen Schuß, bis wir uns endlich selbst schuldig gesprochen haben, und wir erlauben diesem afghanischen "Mitbürger" Popal uns Forderungen zu stellen.
Ich verstehe alle,die an uns finanzielle Forderungen aus Geldgier stellen, denn wir sind dämlich und jederzeit bereit zu zahlen.
Armes Deutschland, wann entwickelst Du endlich etwas Stolz und Selbstbewustsein gegenüber diesen Schmarotzern? Ich würde mich dann etwas weniger schämen!
Das geht eigentlich nur, wenn das Geld in AFG, hier Kundus, durch die dort vorh. Verwaltung ausgezahlt wird. Auch ließe sich vor Ort die Berechtigten leichter und richtig ermitteln. Ein Fonds der von einem Anwalt in DE verwaltet wird, macht nur diesen reich und ist keine Gewähr, dass kein Schwund entsteht. Ggf sollten auch Sachleistungen, Arbeitsplätze ect. angeboten werden.
Ist ja Klasse für die Taliban!
Diese treiben in ihrer bekannten, menschenverachtenden und zynischen Art ihre Leute mit Provokationen in die Schusslinie der BW.
Anschliessend wird bei den Verletzten und Hinterbliebenen abkassiert.
Es ist nicht zum glauben! Sind die alle verrückt geworden? Das ist ja wie im Tollhaus.
Detlef Stark
Frau Guttenberg, wo haben Sie denn das gelesen, 170 tote Zivilisten? Ich kann Ihren Kommentar nicht nachvollziehen. Deutschland ist wieder mal schuldig und holt die Börse raus....
eigentlich hatte ich einen US Anwalt erwartet aber scheinbar schwimmen nun auch schon deutsche Anwaelte auf der Welle der Entschaedigungen. Natuerlich völlig uneigennuetzig und nur zugunsten der Opfer bzw. deren Angehörigen. Wie will denn der nette Herr und die Behörden absichern dass kein Geld in Talibanhaende faellt? Oder soll das vielleicht unter Oberaufsicht der afghanischen Regierung passieren? Da ist ja erst der Buergermeister von Kabul wegen Veruntreuung von 12000 Euro verurteilt wurden, Euros die sicher nicht in Kabul gepraegt wurden sonder aus der EU gekommen sind. So traurig das alles fuer die Angehörigen sein mag, es kann aber nicht sein dass daraus jetzt Profit gemacht wird mit Menschen die einfach auch nur ein bischen Treibstoff stehlen wollten. Das Land dort ist im Krieg und es kann nicht angehen dass sich ein deutscher Anwalt jetzt dazu hergibt solche unsinnigen Forderungen durchzusetzen. Dann muesste man ja auf der anderen Seite Afghanistan dafuer verantwortlich machen, fuer jeden getöteten NATO Soldaten durch Taliban, eine Entschaedigung an die betroffenen Angehörigen zu zahlen. Man kann weitergehen und A. dafuer zu verurteilen dass sie der grösste Opiumproduzent sind und viele Menschen in die Sucht treiben.....
Der Fond könnte mit Gelder die der Taliban für unschuldige Zivilistenmorde bei Bombenanschlägen bezahlt hat Dollar für Dollar subventioniert werden.
Fiat Justitia!
Damit kann das durch deutsche Soldaten verübte offensichtliche Unrecht zumindest teilweise gelindert werden.
Wenn wir die gängige Propaganda beiseite lassen, dann müssen wir feststellen, daß durch die Bundewehr in Kundus/Afghanistan bis zu 170 Zivilisten getötet worden sind. Höchst wahrscheinlich waren es ausschließlich Zivilisten.
Dies gilt jedenfalls bis zum Beweis des Gegenteils.
Entschädigungsfonds für Taliban
"Allerdings sei er sich mit der Bundesregierung einig darüber, dass es keine Entschädigungszahlungen für Taliban geben dürfe."
Ach was, das freut mich aber zu hören. Gut, dass Sie es erwähnen, denn bei unserer Bundesregierung weiß man ja nie. Mal ganz ehrlich: Gibt es auf der ganzen Welt noch ein weiteres Land, das sich ständig auf ähnliche Weise entblödet? Am besten, wir ziehen sämtliche Truppen ab und pumpen von nun an nur finanzielle Mittel in Richtung Kundus. Dann muss jedenfalls kein deutscher Soldat mehr bei dem "Friedenseinsatz" sein Leben lassen.