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Entführung im Irak Ein neues Ultimatum?

11.09.2007 ·  Das nun entdeckte Video mit einem Ultimatum der Entführer des Deutschen Sinan Krause steht womöglich schon länger im Internet. Das Auswärtige Amt verwies darauf, dass die Aufnahme „offensichtlich älteren Datums“ sei.

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Bei dem nun im Internet entdeckten Video der Entführer des im Irak seit sieben Monaten verschleppten Deutschen Sinan Krause handelt es sich möglicherweise doch nicht wie zunächst angenommen um ein neues Ultimatum der Geiselnehmer. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte am Dienstagmorgen: „Die Aufnahme des im Irak entführten Deutschen ist offensichtlich älteren Datums und war möglicherweise schon länger auf einer einschlägigen Website eingestellt.“ Der Krisenstab bemühe sich weiter um die Freilassung des Entführten.

Nach Angaben verschiedener Fernsehsender war das Video in der Nacht zum Dienstag im Internet gefunden worden. Die Entführer forderten darin abermals den Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan innerhalb von zehn Tagen. Andernfalls werde Sinan Krause getötet.

Schon zwei Ultimaten verstrichen

Krause und seine mit einem Iraker verheiratete Mutter Hannelore waren am 6. Februar aus ihrem Haus in Bagdad von einer Gruppe mit dem Namen „Pfeile der Rechtschaffenheit“ entführt worden. Hannelore Krause wurde am 10. Juli von den Entführern freigelassen. Die Gruppe hat bereits zwei Ultimaten mit der Forderung nach Abzug der Bundeswehrsoldaten verstreichen lassen.

Die nun bekanntgewordene Aufnahme zeigt Sinan Krause anscheinend kurz vor seinem Abschied von seiner Mutter, die im Juli von den Entführern freigelassen worden war. Eine Stimme sagt, die Frau sei freigekommen, weil sie zum Islam übergetreten sei. Danach fordert die Stimme, Deutschland müsse seine Truppen innerhalb von zehn Tagen aus Afghanistan abziehen oder man werde Sinan Krause töten. Das Video ist auf einer Internetseite erschienen, die in der Vergangenheit schon mehrfach von Islamisten genutzt wurde.

Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung zweifelt an einem „neuen“ Ultimatum der Entführer und fügt zu den Forderungen nach einem Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan hinzu: „Wir sind nicht erpressbar“. (Siehe auch: Video: „Wir sind nicht erpressbar“)

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