Home
http://www.faz.net/-hep-74sye
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Heizungen Stromkonzerne planen Comeback der Nachtspeicher

Eigentlich gelten Nachtspeicheröfen als enorme Stromfresser. RWE will die elektrischen Öfen nun aber offenbar wiederbeleben, weil sie als Energiespeicher für schwankende Strommengen aus Windkraftwerken genutzt werden könnten. Dazu soll das ab 2019 geplante Verbot wieder aufgehoben werden.

© Archiv / dpa Vergrößern Nachtspeicherheizung

Die als veraltete Stromfresser geltenden Speicherheizungen sollen nach den Vorstellungen großer Stromkonzerne künftig die Energiewende vorantreiben. Wie die „Financial Times Deutschland“ (Dienstagausgabe) berichtete, will der Energieversorger RWE die elektrischen Heizungen wiederbeleben. Sie sollen mit moderner Regeltechnik ausgestattet und als Energiespeicher für schwankende Strommengen aus Windkraftwerken genutzt werden. Auch der Versorger EnBW spiele ein solches Modell durch.

Der Technik-Chef der RWE-Effizienztochter, Norbert Verweyen, sagte der Zeitung, ein Praxistest mit 50 Wohnungen sei erfolgreich verlaufen, technisch funktioniere das System schon heute. „Wenn wir nachweisen können, dass es sich wirtschaftlich rechnet, wollen wir 2014 damit auf den Markt kommen.“ Dazu solle das ab 2019 geplante Verbot für den Verkauf von Speicherheizungen fallen.

Mehr zum Thema

Zwar sind die meisten Elektroheizungen längst aus den Wohnungen verschwunden, doch die 1,4 Millionen noch eingebauten Heizungen genügen laut RWE, um Pumpspeicher mit zehn Gigawatt Leistung zu ersetzen und damit den Versorgern Milliarden an Investitionen zu ersparen.

Quelle: AP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.12.2012, 18:53 Uhr

Putins gezinkte Karten

Von Berthold Kohler

Wenn es, wie Außenminister Steinmeier sagt, nur dann Sinn hat, mit Moskau zu sprechen, „wenn Russland mit offenen Karten spielt“, dann sind derzeit sogar Gespräche sinnlos. Denn inzwischen weiß alle Welt, wie es der Kreml mit der Wahrheit hält. Mehr 182

Moskauer Protektion

Von Christoph Ruhkamp

Staatschef Putin setzt abermals auf die Abwrackprämie. Geld bekommt, wer ein Auto kauft, das in Russland gebaut worden ist - zum Nachteil deutscher Premium-Hersteller. Mehr 3