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David McAllister im F.A.Z.-Interview „Wir brauchen einen Masterplan Offshore-Windenergie“

 ·  Niedersachsen setzt ganz auf Windenergie. Ministerpräsident McAllister (CDU) fordert jetzt vom Bund einen „Masterplan Offshore Windenergie“. Nur so würden die Ziele der Energiewende erreicht.

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Helmut Erb
Helmut Erb (HelmutErb) - 07.03.2012 19:43 Uhr

Planlos und verantwortungslos

Das Land hat keinen Masterplan. Das Land hat überhaupt keinen Plan, der diesen Namen verdient hätte.

Da werden überall Ökostromerzeuger in die Landschaft gestellt, ohne daß der Zufallsstrom jederzeit sinnvoll zu den Abnehmern gebracht werden kann. Die gebräuchlichen Nebelkerzen heißen in diesem Zusammenhang Netzausbau, Speicherbau, Windgas, Smart Grid und nun Masterplan Offshore.

Das Energiekonzept der Landesregierung versucht, den Schwindel durch schmückende Adjektive zu vertuschen. Rechnerisch sollen 90 Prozent des Strombedarfs gedeckt werden. Bilanziell wird mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, als im Land verbraucht werden kann. Rein mengenmäßig kann damit die Kernenergie in Niedersachsen bis Ende 2022 ersetzt werden.

Tatsächlich handelt es sich um eine große, teure Mogelpackung. Auch mit Masterplan.

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Wolfgang Kaeflein
Wolfgang Kaeflein (Wokae) - 06.03.2012 07:09 Uhr

Wir, damit meint Mc Allister wohl die großen Stromkonzerne

Der Ausbau der Offshore Windenergie sichert den gro0en Stromkonzernen, nur diese können die enormen Kosten stemmen, zukünftig ihre Marktposition. Ob das für den Verbraucher wünschenswert ist? Wohl eher nicht. Wen meint Mc Allister dann mit seinem "Wir".
Was wir tatsächlich benötigen ist ein "Masterplan dezentrale Stromversorgung".

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 06.03.2012 01:33 Uhr

Nichts gegen die Offshore Windenergie.

Sie ist immer noch besser als die Land-Windenergie, mit welcher uns reihenweise Naherholungsgebiete verschandelt werden.
Noch besser wäre aber, wenn die Solarstromgewinnung auf den Hausdächern besser statt schlechter gefördert würde, denn dieses verschandelt weniger.
Noch besser wäre, wenn dieser bemerkenswerte Herr Rösler von seinem Wirtschaftsministerium endlich die schon lange beantragte Erlaubnis für das Einführen von preiswertem norwegischem Strom aus Wasserkraft ausstellen lassen würde.

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Oliver Zierke

Masterplan wider die Natur

Der Off-shore-Wind weht zwar schon wesentlich beständiger als der Wind an Land: Immerhin kann er zu einer maximalen Auslastung von 37% führen. Aber dann fehlen immer noch 63% für eine bedarfsgerechte Stromversorgung. Leider lässt sich Strom nicht speichern, auch wenn Ihnen das immer wieder einige Profiteure der Erneuerbaren weis machen wollen. Es geht halt um viel Geld, allein 17,5 Milliarden im letzten Jahr, die die Voltaik- und Windanlagenbesitzer natürlich gerne ausbauen wollen. Und Politiker, die sich für alternative Energien einsetzen, werden gerne gewählt. Bringt denen also auch was. In die Röhre gucken wir Stromverbraucher, denn bezahlen tun wir den Windstrom durch die EEG-Umlage. Er nützt nur nichts, da er meistens zur falschen Zeit anfällt und dann im besten Fall verschenkt werden muss. Immerhin gut für unsere Import-/Exportstatistik, für mehr aber auch nicht!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.03.2012 19:37 Uhr
Oliver Zierke

1:0 für Sie!

Das sehe ich auch so, dass dieselben Bedingungen für alle gelten sollten!
Nur, was meinen Sie, was passiert, wenn Windstrom mit Erzeugungskosten von 9 ct/kWh mit Braunkohle für 2,5 ct oder Kernenergie für 3,5 ct an der Börse konkurrieren würde? Deswegen gibt es doch gerade das EEG mit für 20 Jahre garantierten Vergütungssätzen, da die erneuerbaren Energien eben nicht konkurrenzfähig und nicht marktfähig sind! Wind- und Sonnenstrom kann von deren Betreibern ja nur deshalb günstig an der Strombörse angeboten werden, weil sie ihren Gewinn von uns Stromkunden schon eingezogen haben.
Sie haben Recht, ein effizientes System ist nicht gewollt. Da stehen der Bundesverband der Solarwirtschaft, der Bundesverband Windenergie und der BDEW davor. Und die politischen Profiteure der Energiewende.

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Christian Wrobel

Nun, das ist der Fehler!

Entweder alle Angebote müssen über die Strombörse angeboten werden, oder gar keine! Ausschließlich die EE über die Strombörse zu vermarkten, führt natürlich zu teilweise absurden Ergebnissen! Dieses könnte man aber ganz leicht ändern, wenn man nur wollte?! Zum Beispiel würde nichts dagegen sprechen, Windenergie als Grünstrom zu vermarkten, was aktuell nicht möglich ist! Stattdessen werden virtuelle Zertifikate aus Norwegen oder Österreich eingekauft, aber der in Deutschland erzeugte GRünstrom darf nicht angeboten werden?! Absurd! Man könnte auch alle Anbieter verpflichten, dass alle Kapazitäten über die Strombörse vermarktet werden müssen. Das würde die Liquidität und die Effizienz des Handels deutlich verbessern, aber auch das ist anscheinend nicht gewollt?!

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Oliver Zierke

Windstromkosten

Der Windstrom muss aus mehreren Gründen verschenkt werden:
1. wird nur ein geringer Teil des Strombedarfs an der Strombörse abgewickelt und nur dort greift das Merit-Order-Prinzip. Die Grundlast kann nun mal nicht durch unzuverlässigen Windstrom gedeckt werden und wird daher von den Übertragungsnetzbetreibern vertraglich mit konventionellen Kraftwerksbetreibern geregelt.
2. Selbst wenn die Netzbetreiber versuchen würden, den Windstrom sonntags früh von der Nordsee nach Bayern zu bekommen, fehlen dafür die Netze. Es müssen erst noch über 4000 km Netze gebaut werden, nur um den 15 ct teuren Off-shore-Windstrom nach Süddeutschland zu transportieren, damit er den günstigen konventionellen Strom verdrängen kann.

Zu den Kosten: Die von Ihnen genannten 9 ct/kWh gelten für Wind an Land. Off-Shore ist wesentlich teurer, nämlich 15 ct/kWh. Braunkohle 2,5 Kernkraft 3,5 Fotovoltaik 35 ct. Je mehr Voltaikstrom durch das EEG aufgezwungen wird, desto höher wird natürlich der Strompreis.

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Christian Wrobel

Wie kommen Sie darauf, dass der Windstrom "zur falschen Zeit anfällt"?

In der Spitze lag die Produktion noch nie über 25 GW, der Stromverbrauch noch nie unter 35 GW! Wenn Strom verschenkt werden mußte, dann nur, weil die Betreiber der konventionellen Kraftwerke ihre Anlagen nicht drosseln konnten oder wollten, obwohl sie in der Merit-Order den Verbrauchern höhere Kosten verursachten! Absurd!

Im Übrigen ist Windstrom nur noch unwesentlich teurer (ca. 9 Cent/ kWh) als die den Stromverbrauchern in Rechnung gestellten Kosten für Stromproduktion und -vertrieb (ca. 8,5 Cent/ kWh)!

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Klaus Letis

Föderalistische Sicherungstendenzen auf Kosten der Gemeinschaft

Die Gesellschaft ist inzwischen derartig Hysterisiert, dass selbst schwarze Länderfürsten für ihr Land das beste herrauszupokern bereit sind.
Schuld sind aber die Öko-Aktivisten, die mit ihrem Glaubenskrieg die Öffentlichkeit und parteiischen Medien von ARD und co völlig vereinahmt haben.

Letztens ist noch Frau Lieberknecht für Ihre (unsinnig hohen) Solarsubventionen in den Medien fast zur Grünen Partei übergetreten.

Jetzt kommt noch Herr McAllister und spricht sich für mehr Förderung der Windkraft an der Nordsee aus.

Natürlich hat Windenergie, besonders am Meer, ein weitaus größeres Potential, als die Sonnenenergie, die mit ihren hohen Kosten und geringen Nutzen den deutschen Verbracher durch gesetzliche Garatien noch lange Zeit auf der Tasche liegen wird.

Aber dazu fehlen Rahmenbedingungen, wie ein neues Planungsrecht. Sonst scheitern neue Leitungstrassen und Speicher an den Grünen Ortsverbänden. Dort werden dann auch wirtschaftliches Potential in Wählerstimmen verwande

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.03.2012 11:59 Uhr
Christian Wrobel

Schildbürgerstreich erster Güte!

Erst die Solarindustrie radikal auf Effzienz trimmen, und dann, in dem Moment, in dem diese den Strom günstiger produzieren könnten als die geplanten Offshore-Anlagen, werden sie quasi gedeckelt! Damit die teureren Offshore-Anlagen zum Zuge kommen können. So einen wirtschaftspolitischen Unfug muss man sich erst einmal einfallen lassen! Aber darin ist diese Bundesregierung wirklich ein Meister par excellence!

Leitungstrassen und Speicher scheitern eher an den Schwarzen Ortsverbänden, deren Mitglieder Angst um ihre Grundstückswerte haben!

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Thomas Ulherr

Vor allem brauchen wir einen Goldesel

Denn die laufende Instanthaltung der Off-Shore Windanlagen kostet viel Geld. Die Briten kommen da schon drauf: Der Finanzminister rät davon ab, weitere Anlagen zu bauen. Grund: Durch die Windlasten und zusätzlich den Wellengang lockern sich bei etlichen Anlagen die Fundamente (u.a. Off-Shore Park in Nord-Norfolk), die Türme neigen sich und es kommt zu Ausfällen an Lagern und anderen Teilen. Reparaturen und Wartung sind schwierig und teuer! Jeder Freizeit-Skipper mit Nordsee-Erfahrung kann einige Liedchen singen, von den Stürmen, von der Wirkung des Salzwassers aufs Boot.
Warum müssen unsere politischen und ökologischen "Fach- und Führungskräfte" denn unbedingt gleich alles auf einmal vermasseln! Sie können es doch zunächst mit der €uro-Rettung versuchen. Wenn der final "gerettet" ist, können wir ja mal sehen, ob noch Geld für die "Energiewende" übrig bleibt.
Oder geht es bereits darum Vestas und Co. die Ausfälle in GB (und andernorts?) abzufedern?
"Erneuerbare": Ein schöner Traum!

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Christian Wrobel

Wir brauchen auch einen Masterplan Photovoltaik!

Immerhin würde uns die Photovoltaik deutlich günstiger kommen als die Offshore-Windenergie! Der Unterschied ist nur, bei Offshore werden die großen Energiekonzerne profitieren, bei der Photovoltaik wären es "nur" die vielen Kleininvestoren und Handwerksbetriebe!

Aber das zählt in diesem Land offenbar nicht mehr viel?!

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