05.03.2012 · Niedersachsen setzt ganz auf Windenergie. Ministerpräsident McAllister (CDU) fordert jetzt vom Bund einen „Masterplan Offshore Windenergie“. Nur so würden die Ziele der Energiewende erreicht.
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Das Land hat keinen Masterplan. Das Land hat überhaupt keinen Plan,
der diesen Namen verdient hätte.
Da werden überall Ökostromerzeuger in die Landschaft gestellt,
ohne daß der Zufallsstrom jederzeit sinnvoll zu den Abnehmern
gebracht werden kann. Die gebräuchlichen Nebelkerzen heißen
in diesem Zusammenhang Netzausbau, Speicherbau, Windgas, Smart Grid und
nun Masterplan Offshore.
Das Energiekonzept der Landesregierung versucht, den Schwindel durch
schmückende Adjektive zu vertuschen. Rechnerisch sollen 90 Prozent
des Strombedarfs gedeckt werden. Bilanziell wird mehr Strom aus
erneuerbaren Energien erzeugt, als im Land verbraucht werden kann. Rein
mengenmäßig kann damit die Kernenergie in Niedersachsen bis
Ende 2022 ersetzt werden.
Tatsächlich handelt es sich um eine große, teure
Mogelpackung. Auch mit Masterplan.
Wir, damit meint Mc Allister wohl die großen Stromkonzerne
Der Ausbau der Offshore Windenergie sichert den gro0en Stromkonzernen,
nur diese können die enormen Kosten stemmen, zukünftig ihre
Marktposition. Ob das für den Verbraucher wünschenswert ist?
Wohl eher nicht. Wen meint Mc Allister dann mit seinem "Wir".
Was wir tatsächlich benötigen ist ein "Masterplan
dezentrale Stromversorgung".
Nichts gegen die Offshore Windenergie.
Sie ist immer noch besser als die Land-Windenergie, mit welcher uns
reihenweise Naherholungsgebiete verschandelt werden.
Noch besser wäre aber, wenn die Solarstromgewinnung auf den
Hausdächern besser statt schlechter gefördert würde, denn
dieses verschandelt weniger.
Noch besser wäre, wenn dieser bemerkenswerte Herr Rösler von
seinem Wirtschaftsministerium endlich die schon lange beantragte
Erlaubnis für das Einführen von preiswertem norwegischem Strom
aus Wasserkraft ausstellen lassen würde.
Der Off-shore-Wind weht zwar schon wesentlich beständiger als der Wind an Land: Immerhin kann er zu einer maximalen Auslastung von 37% führen. Aber dann fehlen immer noch 63% für eine bedarfsgerechte Stromversorgung. Leider lässt sich Strom nicht speichern, auch wenn Ihnen das immer wieder einige Profiteure der Erneuerbaren weis machen wollen. Es geht halt um viel Geld, allein 17,5 Milliarden im letzten Jahr, die die Voltaik- und Windanlagenbesitzer natürlich gerne ausbauen wollen. Und Politiker, die sich für alternative Energien einsetzen, werden gerne gewählt. Bringt denen also auch was. In die Röhre gucken wir Stromverbraucher, denn bezahlen tun wir den Windstrom durch die EEG-Umlage. Er nützt nur nichts, da er meistens zur falschen Zeit anfällt und dann im besten Fall verschenkt werden muss. Immerhin gut für unsere Import-/Exportstatistik, für mehr aber auch nicht!
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.03.2012 19:37 Uhr1:0 für Sie!
Das sehe ich auch so, dass dieselben Bedingungen für alle gelten sollten!
Nur, was meinen Sie, was passiert, wenn Windstrom mit Erzeugungskosten
von 9 ct/kWh mit Braunkohle für 2,5 ct oder Kernenergie für
3,5 ct an der Börse konkurrieren würde? Deswegen gibt es doch
gerade das EEG mit für 20 Jahre garantierten
Vergütungssätzen, da die erneuerbaren Energien eben nicht
konkurrenzfähig und nicht marktfähig sind! Wind- und
Sonnenstrom kann von deren Betreibern ja nur deshalb günstig an der
Strombörse angeboten werden, weil sie ihren Gewinn von uns
Stromkunden schon eingezogen haben.
Sie haben Recht, ein effizientes System ist nicht gewollt. Da stehen der
Bundesverband der Solarwirtschaft, der Bundesverband Windenergie und der
BDEW davor. Und die politischen Profiteure der Energiewende.
Nun, das ist der Fehler!
Entweder alle Angebote müssen über die Strombörse angeboten werden, oder gar keine! Ausschließlich die EE über die Strombörse zu vermarkten, führt natürlich zu teilweise absurden Ergebnissen! Dieses könnte man aber ganz leicht ändern, wenn man nur wollte?! Zum Beispiel würde nichts dagegen sprechen, Windenergie als Grünstrom zu vermarkten, was aktuell nicht möglich ist! Stattdessen werden virtuelle Zertifikate aus Norwegen oder Österreich eingekauft, aber der in Deutschland erzeugte GRünstrom darf nicht angeboten werden?! Absurd! Man könnte auch alle Anbieter verpflichten, dass alle Kapazitäten über die Strombörse vermarktet werden müssen. Das würde die Liquidität und die Effizienz des Handels deutlich verbessern, aber auch das ist anscheinend nicht gewollt?!
Windstromkosten
Der Windstrom muss aus mehreren Gründen verschenkt werden:
1. wird nur ein geringer Teil des Strombedarfs an der Strombörse
abgewickelt und nur dort greift das Merit-Order-Prinzip. Die Grundlast
kann nun mal nicht durch unzuverlässigen Windstrom gedeckt werden
und wird daher von den Übertragungsnetzbetreibern vertraglich mit
konventionellen Kraftwerksbetreibern geregelt.
2. Selbst wenn die Netzbetreiber versuchen würden, den Windstrom
sonntags früh von der Nordsee nach Bayern zu bekommen, fehlen
dafür die Netze. Es müssen erst noch über 4000 km Netze
gebaut werden, nur um den 15 ct teuren Off-shore-Windstrom nach
Süddeutschland zu transportieren, damit er den günstigen
konventionellen Strom verdrängen kann.
Zu den Kosten: Die von Ihnen genannten 9 ct/kWh gelten für Wind an
Land. Off-Shore ist wesentlich teurer, nämlich 15 ct/kWh.
Braunkohle 2,5 Kernkraft 3,5 Fotovoltaik 35 ct. Je mehr Voltaikstrom
durch das EEG aufgezwungen wird, desto höher wird natürlich
der Strompreis.
Wie kommen Sie darauf, dass der Windstrom "zur falschen Zeit anfällt"?
In der Spitze lag die Produktion noch nie über 25 GW, der
Stromverbrauch noch nie unter 35 GW! Wenn Strom verschenkt werden
mußte, dann nur, weil die Betreiber der konventionellen Kraftwerke
ihre Anlagen nicht drosseln konnten oder wollten, obwohl sie in der
Merit-Order den Verbrauchern höhere Kosten verursachten! Absurd!
Im Übrigen ist Windstrom nur noch unwesentlich teurer (ca. 9 Cent/
kWh) als die den Stromverbrauchern in Rechnung gestellten Kosten
für Stromproduktion und -vertrieb (ca. 8,5 Cent/ kWh)!
Föderalistische Sicherungstendenzen auf Kosten der Gemeinschaft
Die Gesellschaft ist inzwischen derartig Hysterisiert, dass selbst
schwarze Länderfürsten für ihr Land das beste
herrauszupokern bereit sind.
Schuld sind aber die Öko-Aktivisten, die mit ihrem Glaubenskrieg
die Öffentlichkeit und parteiischen Medien von ARD und co
völlig vereinahmt haben.
Letztens ist noch Frau Lieberknecht für Ihre (unsinnig hohen)
Solarsubventionen in den Medien fast zur Grünen Partei übergetreten.
Jetzt kommt noch Herr McAllister und spricht sich für mehr
Förderung der Windkraft an der Nordsee aus.
Natürlich hat Windenergie, besonders am Meer, ein weitaus
größeres Potential, als die Sonnenenergie, die mit ihren
hohen Kosten und geringen Nutzen den deutschen Verbracher durch
gesetzliche Garatien noch lange Zeit auf der Tasche liegen wird.
Aber dazu fehlen Rahmenbedingungen, wie ein neues Planungsrecht. Sonst
scheitern neue Leitungstrassen und Speicher an den Grünen
Ortsverbänden. Dort werden dann auch wirtschaftliches Potential in
Wählerstimmen verwande
Schildbürgerstreich erster Güte!
Erst die Solarindustrie radikal auf Effzienz trimmen, und dann, in dem
Moment, in dem diese den Strom günstiger produzieren könnten
als die geplanten Offshore-Anlagen, werden sie quasi gedeckelt! Damit
die teureren Offshore-Anlagen zum Zuge kommen können. So einen
wirtschaftspolitischen Unfug muss man sich erst einmal einfallen lassen!
Aber darin ist diese Bundesregierung wirklich ein Meister par excellence!
Leitungstrassen und Speicher scheitern eher an den Schwarzen
Ortsverbänden, deren Mitglieder Angst um ihre Grundstückswerte haben!
Vor allem brauchen wir einen Goldesel
Denn die laufende Instanthaltung der Off-Shore Windanlagen kostet viel
Geld. Die Briten kommen da schon drauf: Der Finanzminister rät
davon ab, weitere Anlagen zu bauen. Grund: Durch die Windlasten und
zusätzlich den Wellengang lockern sich bei etlichen Anlagen die
Fundamente (u.a. Off-Shore Park in Nord-Norfolk), die Türme neigen
sich und es kommt zu Ausfällen an Lagern und anderen Teilen.
Reparaturen und Wartung sind schwierig und teuer! Jeder Freizeit-Skipper
mit Nordsee-Erfahrung kann einige Liedchen singen, von den Stürmen,
von der Wirkung des Salzwassers aufs Boot.
Warum müssen unsere politischen und ökologischen "Fach-
und Führungskräfte" denn unbedingt gleich alles auf
einmal vermasseln! Sie können es doch zunächst mit der
€uro-Rettung versuchen. Wenn der final "gerettet" ist,
können wir ja mal sehen, ob noch Geld für die
"Energiewende" übrig bleibt.
Oder geht es bereits darum Vestas und Co. die Ausfälle in GB (und
andernorts?) abzufedern?
"Erneuerbare": Ein schöner Traum!
Wir brauchen auch einen Masterplan Photovoltaik!
Immerhin würde uns die Photovoltaik deutlich günstiger kommen
als die Offshore-Windenergie! Der Unterschied ist nur, bei Offshore
werden die großen Energiekonzerne profitieren, bei der
Photovoltaik wären es "nur" die vielen Kleininvestoren
und Handwerksbetriebe!
Aber das zählt in diesem Land offenbar nicht mehr viel?!