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„Bezahlbarkeit oberste Priorität“ Auch Rösler hat Zweifel am Zeitplan der Energiewende

 ·  Angesichts zahlreicher Probleme bei der Umsetzung der Energiewende hält Wirtschaftsminister Rösler eine Streckung des Zeitplans für möglich. Der FDP-Vorsitzende sagte, der Umbau der Energieversorgung müsse „mit Augenmaß“ geschehen.

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© dpa Der Offshore-Windpark „Alpha Ventus“ fünfundvierzig Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum

Nach Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) Zweifel am Zeitplan für die Energiewende geäußert. „Die Zeitachse und die Ziele für die Energiewende stehen“, sagte Rösler der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Es müsse aber nachgesteuert werden, „wenn Jobs und unsere Wettbewerbsfähigkeit bedroht sein sollten“.

Der Umbau der Energieversorgung müsse mit Augenmaß geschehen. Rösler sagte, die Bezahlbarkeit von Strom für Verbraucher und Unternehmen habe für ihn „oberste Priorität“. Altmaier hatte am Wochenende das Erreichen zentraler Ziele bei der Energiewende in Zweifel gezogen. Er stellte insbesondere die geplante Senkung des Stromverbrauchs um zehn Prozent bis zum Jahr 2020 und die Zielvorgaben bei der Elektromobilität in Frage. Die Bundesregierung hatte im Sommer 2011 in Folge der Atomkatastrophe von Fukushima die Energiewende beschlossen, die unter anderem den Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 vorsieht.

In Berlin setzen am Dienstag Umweltminister aus mehr als 30 Staaten die dritte Runde des Petersberger Klimadialogs fort. Zum Auftakt der zweitägigen Konferenz hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag für neues allgemein verbindliches Klimaschutzabkommen geworben. Das von der Bundesregierung ins Leben gerufene Forum hat sich zum Ziel gesetzt, die nächste UN-Klimakonferenz vorzubereiten. Diese findet im November in Qatar statt.

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