20.06.2012 · Fast drei Viertel der Deutschen halten den Ausstieg aus der Kernenergie für richtig. Höhere Strompreise wollen sie für den Ausbau erneuerbarer Energien aber nicht bezahlen.
Von Professor Renate KöcherRichtlinien für Lesermeinungen
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Energiewende geht auch einfach
Herr Altmeier hat vorgeschlagen, bei 3% Erhöhung des Strompreises einfach 3% weniger Strom zu verbrauchen. Dann können wir doch ein Atomkraftwerk nach dem anderen abschalten, ohne einen Finger krumm zu machen. Gute Idee, weiter so!
Bei Stuttgart21 haben die Grünen und deren Berufdemonstrante auch getönt
ganz Baden-Würtemberg sei dagegen. Hier ist es doch genau so. Um
das grüne
Postulat zu retten wird die Antwort zweigeteilt. Die entscheidende Frage :
Wollt Ihr für die Abschaltung der Kernkraftwerke mehr für den
Strom bezahlen
wird klar mit NEIN beantwortet, d.h. ja wohl, dass die KKW's
weiterlaufen sollen !
Der Deutsche an sich ist im Grunde genommen ängstlich
Man darf schon bezweifeln, dass Dreiviertel der Deutschen für den
Atomausstieg sind, d.h. Dreiviertel ticken anders als der Rest der Welt.
Das ist einfach Unsinn.
Richtig ist, dass Dreiviertel einer rotgrünen Kampagne aufgesessen
sind mit Weltuntergangsszenarien von weltweiter Verstrahlungen. Es gibt
immer noch sehr viele, die daran glauben.
Fukushima beweist die Sicherheit von AKW´s, und zwar dass trotz
eines verherrenden Erdbebens einer 10m Flutwelle bei diesem alten
Kraftwerk kein Mensch an Strahlung gestorben ist.
Man muss aber wissen, warum die Kampange gegen die AKW´s von
rotgrün gefahren wurden. Nicht für die Zukunft und nicht
für die Menschen, die sind denen egal, sondern allein für die
eigene Interessen. Wenn es um die Zukunft gegangen wäre, würde
man zukünftige Generationen nicht belasten und wenn es um die
Wahrheit gegangen wäre, würde man sie sagen. Nichts von dem
geschieht.
Grüne Beamte und Angestellte zerstören die Infrastruktur
dieses Landes, als ihre Lebensaufgabe.
warne ich trotzdem eindringlich davor, daß D hier alleingänge
macht. So sieht es aus meiner Sicht aus.
Die deutsche Politik - und amit ihre Bürger - werden sich
mittelfristig vorsehen müssen, daß sie nicht selbst in der
ganzen Welt um Hilfe betteln müssen. Dieses "grüne"
Verhalten kann nur global funktionieren. Hat schon mal jemand den Globus
angeschaut, wie furchtbar klein D ist? vielleicht versuchen deutsche
Weltretter mal von USA aus oder China aus die Welt zu retten?
Wer von diesen Weltrettern geht eigentlich täglich wirklicher
Arbeit nach?
Atomausstieg heißt nicht "Klimawende"
Wenn 3/4 angeblich den Atomausstieg wollen, heißt das noch nicht,
daß sie auch die "Klimawende", also die Umstellung auf
alternative Zufallsenergien wollen. Zumindest nicht, wenn sie die Kosten
zu spüren bekommen.
Mit fossilen Kraftwerken kann man bei etwas mehr CO2-Ausstoß
solide Griundlast erzeugen.
Das können die alternativen Energien mangels praktikabler
Stromspeicher nicht.
Die Bevölkerung sollte die Kostenexplosion durch die alternativen
Energien voll zu spüren bekommen und dann befragt werden, ob es
nicht doch etwas fossile Energie sein darf.
Das dürfte Vernunft und Realismus stark fördern - zum
Leidwesen der Röttgens und Trittins.
Ich lehne Atomkraft schon mal deshalb ab, weil sie einfach viel zu teuer
ist. Kraftwerksbau, Unterhalt und vor allem "Endlagerung" (Wo
eigentlich?) für zehntausende von Jahren summiert sich auf einen
derart horrenden Betrag auf, dass Kernkraft in erster Linie mal eines
ist: unwirtschaftlich.
Gas- und Kohlekraftwerke sind zwar richtige Dreckschleudern, dafür
immerhin auf lange Sicht bezahlbar.
Selbst wenn die fossilen Brennstoffe noch für eine ganze Weile
vorhanden sein sollten, kann ich ehrlich gesagt keinen Fehler darin
sehen, neue Energiekonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Und zwar
bevor der Preis massiv ansteigt und wir Probleme bekommen.
Dass der Preis steigt, kann wohl keiner anzweifeln. Man schaue sich mal
Verlauf des Ölpreises der letzten 50 Jahre an. Wenn das so weiter
geht, kann sich bald keiner mehr ein Auto leisten, und zwar nicht wegen
der 5 cent mehr pro Kilowattstunde, die man für die Entwicklung der
regenerativen Energien benötigt...
Das Wort Klima kommt nicht mehr vor
Schon aufgefallen: Das Wort Klima kommt nicht mehr vor.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 22:45 UhrUnd das ist gut so
Wichtig sind kostengünstige, zuverlässige pragmatische
Lösung und keine utopische Spinnerei.
Die Klima-Ideologen dürfen nicht ein ganzes Land als Geisel nehmen.
Wenn die überwältigende Mehrheit den Eindruck hat , dass die Energiewende bisher nur langsam
vorankommt + in 1. Linie die Politik verantwortlich macht, dann hat sie
nicht begriffen,
daß Politik besonders der Wende-Hälse keine neuen Energien
machen kann, die noch nicht mal die EnergieWirtschaft machen kann.
Weil die erst mal von EnergieWissenschaftlern in der Natur gefunden oder
erfunden
werden muss, damit ne neue EnergiePolitik drauf aufgebaut werden kann.
Bis dahin ist der Eindruck der überwältigenden Mehrheit aus
EE-Mangel genau so kalter
Kaffee wie die Rohrkrepierer-Energie-Wende-Politik.
Wenn 79 Prozent der Anhänger der SPD, aber auch 64 Prozent der
Anhänger der Unionsparteien den Ausstiegsbeschluss im
Rückblick für richtig halten, dann gucken die
- statt nach vorn zu blicken - in die falsche Richtung.
Im Rückblick sieht die Mehrheit nur Vergangenheits-Nostalgie.
Wer nach vorn in die EEZukunft blickt, sieht ein schwarzes EnergieLoch,
das das
Haushalts-Licht verschlingt.
Übrig bleiben explodierende Stromrechnungen, die keiner zahlen
will.
Die Öl-, Uran- und Kohlevorräte sind begrenzt. Bereits heute
sind wir auf den Import angewiesen. Ob in 20 oder 40 Jahren, massive
Preisanstiege bei den Energiepreisen sind aufgrund der Weltweit
steigenden Nachfrage nicht zu vermeiden. Insofern muss die Energiewende
kommen, allein schon um unsere Autarkie sicherzustellen.
Ob der überstürzte Atomausstieg von Schwarz-Gelb so richtig
war, wage ich zu bezweifeln. Insofern müssen vielleicht die
Zeiträume hier angepasst werden.
Es ist jedoch klar das sich ohne Subvention keine Energietechnik am
Markt behaupten wird. Das war bei der heimischen Steinkohle so, bei der
Kernenergie (die die Stromversorger zunächst gar nicht wollten!)
und nun bei den erneuerbaren.
Des Weiteren muss einfach festgestellt werden, dass es kein
Menschenrecht auf billige Energie gibt. Es ist industriepolitisch
sinnvoll, das Aluhütten und die Chemieindustrie billigen Strom
bekommt, aber die Verbraucher können ruhig etwas mehr bezahlen.
Josef,
Es reicht nicht aus, ideologisch recht zu haben, es gibt kein Bier
dafür, sowieso keinen Arbetsplatz.
Die Energiewende wird schon kommen, bloß nicht so, wie von
irgendjemandem geplant.
Wir sind in D - gezwungenermsasen - durch Beschlüsse und Handlungen
der derzeitigen Regierung als jeder einzelne Mensch und Bürger sehr gefordert.
Sie, und alle anderen Wahlberechtigten dieser schönen
zugrundegehenden Republik können dies gerne nach der nachsten Wahl
noch intensivieren, indem sie ihre Stimme entsprechend abgeben.
Die Kohlevorräte sind überhaupt nicht knapp.
Die Kohlevorräte sind überhaupt nicht knapp. Dies wird nur von interessierter Seite behauptet, um uns die Öko-Kröte schlucken zu lassen.
Uran
Es gibt genug Uran, um die ganze Menschheit auf Tausende von Jahren zu versorgen, von Thorium ganz zu schweigen. Warum muß diese Falschinformation immer wiederholt werden?
...und wenn sie nicht wollen...
...dann muss es ihnen eingeredet werden. Immer und immer wieder.
Ich weiß das es kein Menschenrecht auf "billige" Energie
gibt, würde aber trotzdem gerne sowenig wie möglich dafür
bezahlen. Wenn das BMWi schreibt: "Steinkohle ist der
Energierohstoff mit den weltweit größten
Lagerstättenpotentialen und Vorratsmengen,
die noch für viele Jahrhunderte die Versorgung sicherstellen
können[...]Braunkohle ist ebenso wie die Steinkohle für viele
Jahrhunderte verfügbar." sehe ich noch keine Notwendigkeit,
auf Basis meines beschränkten Wissens die Endlösung der
Energiefrage herbei zu führen.
Einfach mal googeln: " Verfügbarkeit und Versorgung mit
Energierohstoffen "
Die Vorstellung, dass ein Ausstieg Deutschlands aus der
Atomenergieerzeugung die Risiken eines Atomunfalls senkt, ist
völlig unbegründet:
1. Atomunfälle haben weiträumige Wirkung. Schweden hatte nach
Tschernobyl massive Probleme mit radioaktivem Regen. Die Folgen sind bis
heute messbar. Mein Geigerzähler ist noch OK.
2. Das Unfallrisiko in deutschen AKWs steigt derzeit deutlich an, weil
qualifizierte Mitarbeiter so rasch wie möglich weggehen. Und der
Rest ist auch nicht gerade motiviert sein.
Und es wird teuer werden. Die Kosten der Energiewende werden in den
nächsten 10 Jahren so um die 500 MRD€ betragen (Wetten?). Da
die Staatsverschuldung bereits "ausgelastet" ist, bleibt nur
der Strompreis oder Steuererhöhungen (Vermögenssteuer auf
Geldvermögen, dass schon weg ist.). Mit dem Geld hätten wir
die AKW-Technologie auf völlig neue Füße stellen und die
AKWs bei uns und als begehrter Lieferant weltweit wirklich sicher machen
können. So rennen wir hinter Windmühlenflügeln her.
ja, und bei anderen Energiearten..
..wird uns ebenfalls- höchst erfolgreich über
öffentlich(zwwangs-) finanzierte Medien - eisuggeriert, daß
bei sinkenden Weltmarktpreisen die Verbraucherpreise trotzdem steigen müssen.
Für mich unverständlich, daß in D noch niemand wegen des
realen Kaufkraftverlustes von 20 % noch keiner auf der Strasse war.
Stattdessendemonstriert das Volk äusserst erfolgreich gegen
dringend notwendige Infrastrukurmassnahmen .
Fazit: Die Politik erzieht uns zu Idiotie,
Wenn Stimmungsmache Vorrang vor Information hat...
So merkwürdig und tw. widersprüchlich die Antworten hier
klingen, so richtig ist, dass - im Gegensatz zum wissenschaftlichen
Glauben an die "Kollektive Intelligenz" - Manipulation sowie
Versprechungen bzw. Angstmacherei gepaart mit Halb- und Unwissen,
sonderbare Vorstellungen erzeugen.
Die Schweiz hat traditionell ein ganz anderes Informationssystem
gegenüber ihren Bürgern - selbst bei Wahlen: In
"Handbüchern" erhält der Bürger vor der Wahl
mitgeteilt, wie die Parteienprogramme aussehen oder was genau zur
Entscheidung ansteht. I.d.R. kommt es dann zu ganz ausgewogenen Entscheidungen.
Bei uns wird auf objektive oder vollständige Information gar kein
Wert gelegt. Pauschal- oder tendenziöse Behauptungen,
Teilwahrheiten und unvollständige Informationen bzw. das
Verschweigen von Nebenwirkungen und Konsequenzen, schaffen Stimmungen,
bieten aber keine Orientierungen.
Dies genau wissend konnte Frau Merkel ihre spontane 180° Wende in
der Energiepolitik widerstandslos durchziehen.
O.K., drei Viertel der Bundesbürger sind Kernkraftgegner.
Alles schön und gut. Dass diese Einstellung auf falschen
Prämissen, Vorurteilen und einem populistischen Medienhype beruht,
mal außen vor. (Anzumerken bleibt, dass der einzige Todesfall in
den Kraftwerken von Fukushima nicht durch Strahlung, sondern durch einen
umstürzenden Kran verursacht wurde. Und dass Ehec-kontaminiertes
Bio-Gemüse aus Niedersachsen 53 Todesfälle und mindestens zwei
Dutzend lebenslang chronisch Kranke auf dem Gewissen hat. In Deutschland.)
Zurück zu den drei Vierteln: Ebenfalls drei Viertel der Bürger
der Bundesrepublik sind vehement gegen Schuldenunion, ESM, Bruch der
EU-Bailout-Klauseln, Durchfütterung überschuldeter Staaten.
— Dies aber interessiert die Regierung nicht die Bohne; sie
verschuldet die Deutschen zwecks Rettung einer Missgeburt namens Euro
bis hin zu ganzen Generationen ungeborener Nachfahren.
Bieder, wie ich bin, tät' ich sagen: Wenn Populismus, dann bitte
auf allen Spielfeldern der vox populi.
Das ist so der beste Kommentar...
den ich zur Problematik den ich zu aktuellen "Aufregern" im
allgemeinen und zur Kernenergie
im besonderen gelesen hab. Zeichnet ein sehr zynisches aber
nichtsdestotrotz sehr reales Bild der
deutschen Oeffentlichkeit und Politik.
Mit einem Wort: verlogen bis dorthinaus.
klasse formuliert
die vox populi wurde auch über drei jahrzehnte aufgehetzt.
three-mile-island wurde als katastrophe schon gehypt. typisches hetzwort super-größtmöglicherunfall.
Und das Totschlagargument sichere Endlagerung auf eine million jahre!
auch um dieses argument zu bewahren mußte kalkar ganz schnell schließen.
100% der Raucher wollen keinen Lungenkrebs
99,99 % der von mir befragten sind gegen russiche Waffenlieferungen an
Syrien gleichzeitig ist ??% der Kernergieskeptiker die Abhängigkeit
von russischem Erdgas egal. Mir gehen Statistiken auf die Nerven, sie
belegen i.d.R die Meinung des Auftraggebers.
Wollen sie von Putin abhängig sein?
Unterstützen sie Putins Syrienpolitik?
Begrüßen sie das russische Veto bei UN-Entscheidungen?
Wollen sie Putin mit Hilfe von Gaslieferverträgen untertützen?
Ist ihnen bekannt das K+S die Langzeitsichere Lagerung von giftigen
Abfällen seit Jahren anbietet?
Wissen sie warum im gleichen Salzstock keine Abfälle aus
Kernkraftwerken gelagert werden darf?
Wssen sie warum kein Jornalist K+S gefragt hat?
Uran beziehen wir idR aus Australien oder Kanada und ich besitze kein Auto!
Mein Stromverbrach 2011 ca 700KW/h, mein Kühlschrank ist seit 2
Jahren idR ausgeschaltet da ich keine Nahrungsmittel kaufe die ich
kühlen muß wenn doch verbrauche ich sie am gleichen Tag,
spätestens einen Tag später. Ich habe noch nie ein Flugzeug
benutzt um in den Urlaub zu fliegen.Wenn alle so leben wie ich bricht
unser Wirtschaftsystem zusammen und wir sterben aus weil ich keine
Kinder habe.
Sie können Krebserzeugende Stoffe in jedem Supermarkt an der Kasse
kaufen und inhalieren.
2011 Starben in Deutschland lt Dlf Bericht 14.000Frauen an Lungenkrebs
durch das Rauchen, es wurde zur Nachricht weil sich die Frauen in diesem
Punkt den Männern annähern.
PS1Ich habe keine Kernkraftphobie und versuche die Wirklichkeit zu betrachten.
PS2 Ich wurde in den letzten 50Jahren noch nie von einer
öffentlichen Institution gefragt was ich von der Kernenergie halte.
Die Mehrzahl der Leser dieser Zeitung auch nicht!
PS3Ich schreinbe anderen Leuten ungern vor wie sie leben sollen.
Ist Ihnen bekannt, von wem wir die Kernbrennstoffe beziehen?
Und wo das Uran hierfür herkommt und unter welchen Bedingungen es
abgebaut wird?
Wieviel made in germany ist in ihrem Mercedes?
Es gibt kein schwarz oder weiss! Das heißt aber nicht, dass man
nicht unterschiedliche Prioritäten setzen kann.
Natürlich wäre ein vollständiger Verzicht auf Kernkraft
wünschenswert. Die Risiken, die Kernkraft mit sich bringt sind
hinlänglich bekannt. Auf der anderen Seite: Wer will neben einem
Kohlekraftwerk oder einem Windpark wohnen. Die Begeisterung über
neue Stromtrassen quer durch Deutschland dürfte sich auch in
Grenzen halten. Aber den Strom aus Gänseblümchen gibt es noch
nicht, also muss man abwägen.
Deutschland ist ein Wirtschaftsstandort. Und ich für meinen Teil
will meinen Arbeitsplatz behalten. Ich möchte nicht, dass immer
mehr Industrie ins Ausland abwandert, weil hier durch eine nicht
durchdachte Energiewende, die im Schweinsgalopp umgesetzt sein muss, der
Strom noch teurer wird als er jetzt schon ist. Bereits jetzt ist der
Strom hierzulande teurer als im benachbarten Ausland. Und auch für
die Bürger muss Strom bezahlbar bleiben. Es nützt zudem
nichts, hier die Atomkraftwerke abzuschalten, während in den
Nachbarländern zu den bereits bestehenden noch neue dazugebaut werden.
"Stromqualität"....
wird unterschieden in Güteklassen 1a...3b...?
Einziges Qualitätsmerkmal, das mich interessiert:
jederzeit verfügbar zu einem bezahlbaren, wettbewerbskonformen Preis!
Die Industriestrompreise sind gesunken?
Das ist schlicht und ergreifend falsch; ihre Aussagen zum Strompreis als Kostenfaktor sind darüber hinaus nicht nur falsch, sondern abwegig. Und am Rande: es gibt neben Strompreisen auch eine Stromqualität.
Die Industriestrompreise sind in den letzten Jahren (im Vergleich zum Ausland)
sogar gesunken. Wenn die Industriestrompreise so einen großen
Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie haben, warum
ist dann der prozentuale Anteil der Industrie an der Wertschöpfung
in Deutschland doppelt so hoch wie in Frankreich? Antwort: Weil die
Höhe der Strompreise für die allermeisten Branchen als
Kostenfaktor nur eine untergeordnete Rolle spielt!
Ich kenne nur ein (!) Atomkraftwerk, was derzeit in einem Nachbarland
(Frankreich) gebaut wird! Das nenne ich "sehr
übersichtlich". Und ein Atomausstieg, der über mehr als
20 Jahre gestreckt wird, kann man wohl kaum als
"Schweisgalopp" bezeichen. Allerdings war die alte
Ausstiegsvereinbarung von 2000 wesentlich klüger und durchdachter,
als das, was jetzt diese Bundesregierung hektisch beschlossen hat. In
diesem Punkt sind wir uns einig.
Für die Atomkraft gabs einmal unendlich viel Geld vom Staat
Bei der ganzen Diskussion sollte man nicht vergessen, wieviel Staats =
Volksvermögen einmal in die Atomkraft gepumpt wurde, wobei sich
Regierung und Stromindustrie immer einig waren, dass sich unter
Nichtbeachtung der Langzeitfolgen und -kosten und -gefahren, die man
kommenden Generationen deswegen zurücklässt, so schön
billig und gewinnbringend Strom erzeugen ließ.
Doch jetzt, wenn man endlich soweit ist, für die Energiefragen
bessere, nämlich nachhaltige, Lösungen in die Tat umsetzen zu
wollen, ist halt kein Geld mehr da. Schade.
@ U. Merkle
Für das "unendlich viele Geld" wrde aber etwas Effektives
und Funktionierendes auf die Beine gestellt.
Und jetzt wird "unendlich viel Geld" in Windrädchen und
Solarspielereien gesteckt, das meiste aus den Taschen der kleinen Leute.
Billiger Strom war damals kein Thema
Es ging vielmehr darum, bei der Energieversorgung die rasant steigende Abhängigkeit von billiger Importkohle zu stoppen, da die Subventionierung der heimischen Steinkohle nur als Übergangslösung akzeptiert wurde. Das Konzept sah auch den Betrieb von schnellen Brütern und einer gemäß dem damaligen Atomgesetz für die Betriebserlaubniss obgligatorische Wiederaufbereitungsanlage vor, die den Bedarf an importiertem Uran minimiert hätte. Erst als die KKW abgeschrieben waren, war und ist dessen Stromerzeugung konkurrenzlos billig, egal wieviele fiktive Subventionen die KKW-Gegner aufführen. Viele der jüngeren KKW-Gegner wissen nicht, daß die Protestbewegung schon 1980 gezielt damit begann, die Teile des Gesamtkonzepts zu blockieren, die das Volumen des anfallenden radioaktiven Abfalls drastisch reduziert hätte. Deshalb gibt es auch bis heute kein einziges Endlager, das von den KKW-Betreibern finanziert werden müßte.
Ach Frau Merkle,
wie leicht man doch auf Politiker-Phrasen hereinfällt.
Das Karftwerk Kalkarm bekannt als "der schnelle Brüter",
wurde mit 16 Einzelgenehmigungen fertig gebaut. Die letzte Genehmigung
wurde dann nicht mehr erteilt. Sie wäre erforderlich gewesen
für die nukleare Inbetriebnahme. Alle Genehmigungen wuden von
SPD-Regierungen in NRW erteilt. Letztlich wurden 7 Milliarden DM
buchgstäblich in den Sand gesetzt. Ca. 3 bis 4 Milliarden gehen
allein auf das Konto der Demos.
Bei anderen sah es nicht anders aus. Meinen Sie diese Gelder, die da in
die Atomkraft "gepumpt" wurde?
Aber da es ja auch Professoren gibt, die sogar Physik lernen, das aber
zugunsten von Etatmitteln partiell vergessen, die keinen Schimmer von
den Risiken und den Vorteilen solcher Kraftwerke haben, kann man das bei
Ihnen auch nicht voraussetzen. Träumen Sie weiter.
Der Staat war die Stromindustrie wenn ich mich richtig erinnere
RWE-Hauptaktionär waren(sind) Städte und Gemeinden.Die
Stadtwerke Münschen hält zB einen Anteil am KKW Isar2 wenn ich
mich nicht irre. Das Unternehmen E.on entstand aus der Fusion von VEBA
und VIAG mit den Stromproduzenten Preußen Elektra und Bayernwerk.
Die VEBA Aktie war eine der ersten Volksaktien mit dessen Hilfe der
Staat sein Eigentum verkaufte.
Die Bundesrepublik besteht ohnehin nur aus dem Staatsgebiet und dem
Staatsvolk. Ich frage mich hin und wieder wer den dieser Staat seine
soll der für alles und nichts verantwortlich gemacht wird? Wir!
Sind das Volk hieß es vor dem Mauerfall. Wir! Sind der Staat,
möchte ich hinzufügen und wir haben uns Strukturen geschaffen
um das zusammenleben zu organisieren damit es nicht ständig
heißt: Wir!Sind der Mob. Da gibt es kein außen. Das Denken
nur die Griechen könnte man böswillig denken.
.. hat nicht den blassesten Schimmer von Energieerzeugung und -versorgung.
Diese Umfragen belegen, daß bei der Mehrheit der Deutschen ein
extremer Nachholbedarf in naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen besteht.
Nur so ist zu erklären, daß eine große Mehrheit der
Vison grüner Spinner und Sozialwissenschaftler folgen kann und
diesen Blödsinn (innerhalb) von 10 Jahren für machbar hält.
Das böse Erwachen aus diesem grün-rosa Wolkenkuckucksheim wird
noch folgen.
Wenn ein ehemaliger grün-kommunistischer Bundesumweltminister in
der FAZ seine Visionen vom Abschied der "Idee der
Grundlastversorgung" absondern darf, braucht man sich allerdings
über nichts mehr zu wundern.
Über technische Details wie Grundlastversorgung, Redundanzen,
Unterschied zwischen installierter Leistung und abgerufener elektrischer
Energie, Energiedichte, Wirkungsgraden, bedarfsgerechter Versorgung,
Regelung eines komplexen Stromnetzes, Windganglinien etc. kann man mit
solchen Narren nicht diskutieren ..
Genau so ist es,
der Gang durch die Institution wurde erfolgreich absolviert, das Bildungsniveau liegt nahe Null, was soll man da noch erwarten? Wenn Westerwelle einmal etwas Wahres gesagt hat, dann war das die Bemerkung zur "spätrömischen Dekadenz". Das traf, vermutlich war er sich dessen nicht einmal bewusst, den Kern. Das Colosseum wurde aus diesem Grund gebaut, wohlgemerkt, es hatte schon nichts mehr mit Rom im klassischen Sinne zu tun, um das Prekariat der damaligen Zeit bei Laune zu halten. Auch das war gelungen. Allgemeine Verblödung trat ein, das dumpfe Mittelalter begann. Auf diesem Weg befinden wir uns unzweifelhaft wieder.
Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die Ergebnisse suggestiven Fragestellungen zu verdanken
Dass Ostdeutsche mehr auf die Kernkraft setzen ist kein Wunder, da hier seit jeher mehr auf Naturwissenschaften gesetzt wird. Das ließ sich auch durch 20 Jahre postwendale Erziehung nicht nicht änedrn.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 18:04 UhrJa, auf Kernkraft setzen kann man sehr gut, wenn man keine hat?!
So wie in Ostdeutschland! Aber fragen Sie mal die Leute in der Lausitz nach der Braunkohle oder in Teilen Thüringens und Sachsens nach dem Uranbergbau?!