Home
http://www.faz.net/-hep-70qmg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Ausstieg aus der Kernenergie Schwierige Wende

 ·  Fast drei Viertel der Deutschen halten den Ausstieg aus der Kernenergie für richtig. Höhere Strompreise wollen sie für den Ausbau erneuerbarer Energien aber nicht bezahlen.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (36)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Klaus Oertel
Klaus Oertel (K.Oertel) - 21.06.2012 16:49 Uhr

Energiewende geht auch einfach

Herr Altmeier hat vorgeschlagen, bei 3% Erhöhung des Strompreises einfach 3% weniger Strom zu verbrauchen. Dann können wir doch ein Atomkraftwerk nach dem anderen abschalten, ohne einen Finger krumm zu machen. Gute Idee, weiter so!

Empfehlen
Karl Dietrich Naumann

Meinungsumfrage !?

Bei Stuttgart21 haben die Grünen und deren Berufdemonstrante auch getönt
ganz Baden-Würtemberg sei dagegen. Hier ist es doch genau so. Um das grüne
Postulat zu retten wird die Antwort zweigeteilt. Die entscheidende Frage :
Wollt Ihr für die Abschaltung der Kernkraftwerke mehr für den Strom bezahlen
wird klar mit NEIN beantwortet, d.h. ja wohl, dass die KKW's weiterlaufen sollen !

Empfehlen
Lars Werner

Der Deutsche an sich ist im Grunde genommen ängstlich

Man darf schon bezweifeln, dass Dreiviertel der Deutschen für den Atomausstieg sind, d.h. Dreiviertel ticken anders als der Rest der Welt. Das ist einfach Unsinn.
Richtig ist, dass Dreiviertel einer rotgrünen Kampagne aufgesessen sind mit Weltuntergangsszenarien von weltweiter Verstrahlungen. Es gibt immer noch sehr viele, die daran glauben.
Fukushima beweist die Sicherheit von AKW´s, und zwar dass trotz eines verherrenden Erdbebens einer 10m Flutwelle bei diesem alten Kraftwerk kein Mensch an Strahlung gestorben ist.
Man muss aber wissen, warum die Kampange gegen die AKW´s von rotgrün gefahren wurden. Nicht für die Zukunft und nicht für die Menschen, die sind denen egal, sondern allein für die eigene Interessen. Wenn es um die Zukunft gegangen wäre, würde man zukünftige Generationen nicht belasten und wenn es um die Wahrheit gegangen wäre, würde man sie sagen. Nichts von dem geschieht.
Grüne Beamte und Angestellte zerstören die Infrastruktur dieses Landes, als ihre Lebensaufgabe.

Empfehlen
Hermann Rampf

als kleiner "niemand"..

warne ich trotzdem eindringlich davor, daß D hier alleingänge macht. So sieht es aus meiner Sicht aus.
Die deutsche Politik - und amit ihre Bürger - werden sich mittelfristig vorsehen müssen, daß sie nicht selbst in der ganzen Welt um Hilfe betteln müssen. Dieses "grüne" Verhalten kann nur global funktionieren. Hat schon mal jemand den Globus angeschaut, wie furchtbar klein D ist? vielleicht versuchen deutsche Weltretter mal von USA aus oder China aus die Welt zu retten?
Wer von diesen Weltrettern geht eigentlich täglich wirklicher Arbeit nach?

Empfehlen
Wolfgang Richter

Atomausstieg heißt nicht "Klimawende"

Wenn 3/4 angeblich den Atomausstieg wollen, heißt das noch nicht, daß sie auch die "Klimawende", also die Umstellung auf alternative Zufallsenergien wollen. Zumindest nicht, wenn sie die Kosten zu spüren bekommen.
Mit fossilen Kraftwerken kann man bei etwas mehr CO2-Ausstoß solide Griundlast erzeugen.
Das können die alternativen Energien mangels praktikabler Stromspeicher nicht.
Die Bevölkerung sollte die Kostenexplosion durch die alternativen Energien voll zu spüren bekommen und dann befragt werden, ob es nicht doch etwas fossile Energie sein darf.
Das dürfte Vernunft und Realismus stark fördern - zum Leidwesen der Röttgens und Trittins.

Empfehlen
Silvan Wittenberg
Silvan Wittenberg (se1f) - 20.06.2012 21:51 Uhr

Kosten

Ich lehne Atomkraft schon mal deshalb ab, weil sie einfach viel zu teuer ist. Kraftwerksbau, Unterhalt und vor allem "Endlagerung" (Wo eigentlich?) für zehntausende von Jahren summiert sich auf einen derart horrenden Betrag auf, dass Kernkraft in erster Linie mal eines ist: unwirtschaftlich.

Gas- und Kohlekraftwerke sind zwar richtige Dreckschleudern, dafür immerhin auf lange Sicht bezahlbar.

Selbst wenn die fossilen Brennstoffe noch für eine ganze Weile vorhanden sein sollten, kann ich ehrlich gesagt keinen Fehler darin sehen, neue Energiekonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Und zwar bevor der Preis massiv ansteigt und wir Probleme bekommen.

Dass der Preis steigt, kann wohl keiner anzweifeln. Man schaue sich mal Verlauf des Ölpreises der letzten 50 Jahre an. Wenn das so weiter geht, kann sich bald keiner mehr ein Auto leisten, und zwar nicht wegen der 5 cent mehr pro Kilowattstunde, die man für die Entwicklung der regenerativen Energien benötigt...

Empfehlen
Hans Meier
Hans Meier (guenti1) - 20.06.2012 20:56 Uhr

Das Wort Klima kommt nicht mehr vor

Schon aufgefallen: Das Wort Klima kommt nicht mehr vor.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 22:45 Uhr
Wolfgang Richter

Und das ist gut so

Wichtig sind kostengünstige, zuverlässige pragmatische Lösung und keine utopische Spinnerei.
Die Klima-Ideologen dürfen nicht ein ganzes Land als Geisel nehmen.

Empfehlen
Michael  Balser

Wenn die überwältigende Mehrheit den Eindruck hat , dass die Energiewende bisher nur langsam

vorankommt + in 1. Linie die Politik verantwortlich macht, dann hat sie nicht begriffen,
daß Politik besonders der Wende-Hälse keine neuen Energien machen kann, die noch nicht mal die EnergieWirtschaft machen kann.

Weil die erst mal von EnergieWissenschaftlern in der Natur gefunden oder erfunden
werden muss, damit ne neue EnergiePolitik drauf aufgebaut werden kann.

Bis dahin ist der Eindruck der überwältigenden Mehrheit aus EE-Mangel genau so kalter
Kaffee wie die Rohrkrepierer-Energie-Wende-Politik.

Wenn 79 Prozent der Anhänger der SPD, aber auch 64 Prozent der Anhänger der Unionsparteien den Ausstiegsbeschluss im Rückblick für richtig halten, dann gucken die
- statt nach vorn zu blicken - in die falsche Richtung.

Im Rückblick sieht die Mehrheit nur Vergangenheits-Nostalgie.

Wer nach vorn in die EEZukunft blickt, sieht ein schwarzes EnergieLoch, das das
Haushalts-Licht verschlingt.

Übrig bleiben explodierende Stromrechnungen, die keiner zahlen will.

Empfehlen
Josef Hauser

Die Energiewende muss kommen.

Die Öl-, Uran- und Kohlevorräte sind begrenzt. Bereits heute sind wir auf den Import angewiesen. Ob in 20 oder 40 Jahren, massive Preisanstiege bei den Energiepreisen sind aufgrund der Weltweit steigenden Nachfrage nicht zu vermeiden. Insofern muss die Energiewende kommen, allein schon um unsere Autarkie sicherzustellen.

Ob der überstürzte Atomausstieg von Schwarz-Gelb so richtig war, wage ich zu bezweifeln. Insofern müssen vielleicht die Zeiträume hier angepasst werden.

Es ist jedoch klar das sich ohne Subvention keine Energietechnik am Markt behaupten wird. Das war bei der heimischen Steinkohle so, bei der Kernenergie (die die Stromversorger zunächst gar nicht wollten!) und nun bei den erneuerbaren.

Des Weiteren muss einfach festgestellt werden, dass es kein Menschenrecht auf billige Energie gibt. Es ist industriepolitisch sinnvoll, das Aluhütten und die Chemieindustrie billigen Strom bekommt, aber die Verbraucher können ruhig etwas mehr bezahlen.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 23:25 Uhr
Hermann Rampf

Josef,


Es reicht nicht aus, ideologisch recht zu haben, es gibt kein Bier dafür, sowieso keinen Arbetsplatz.
Die Energiewende wird schon kommen, bloß nicht so, wie von irgendjemandem geplant.
Wir sind in D - gezwungenermsasen - durch Beschlüsse und Handlungen der derzeitigen Regierung als jeder einzelne Mensch und Bürger sehr gefordert.
Sie, und alle anderen Wahlberechtigten dieser schönen zugrundegehenden Republik können dies gerne nach der nachsten Wahl noch intensivieren, indem sie ihre Stimme entsprechend abgeben.

Empfehlen
Wolfgang Richter

Die Kohlevorräte sind überhaupt nicht knapp.

Die Kohlevorräte sind überhaupt nicht knapp. Dies wird nur von interessierter Seite behauptet, um uns die Öko-Kröte schlucken zu lassen.

Empfehlen
Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 20.06.2012 20:05 Uhr

Uran

Es gibt genug Uran, um die ganze Menschheit auf Tausende von Jahren zu versorgen, von Thorium ganz zu schweigen. Warum muß diese Falschinformation immer wiederholt werden?

Empfehlen
Hans Wurst

...und wenn sie nicht wollen...

...dann muss es ihnen eingeredet werden. Immer und immer wieder.

Ich weiß das es kein Menschenrecht auf "billige" Energie gibt, würde aber trotzdem gerne sowenig wie möglich dafür bezahlen. Wenn das BMWi schreibt: "Steinkohle ist der Energierohstoff mit den weltweit größten Lagerstättenpotentialen und Vorratsmengen,
die noch für viele Jahrhunderte die Versorgung sicherstellen können[...]Braunkohle ist ebenso wie die Steinkohle für viele Jahrhunderte verfügbar." sehe ich noch keine Notwendigkeit, auf Basis meines beschränkten Wissens die Endlösung der Energiefrage herbei zu führen.

Einfach mal googeln: " Verfügbarkeit und Versorgung mit Energierohstoffen "

Empfehlen
Uwe Pilgram

Wasch mir den Pelz ...

Die Vorstellung, dass ein Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergieerzeugung die Risiken eines Atomunfalls senkt, ist völlig unbegründet:
1. Atomunfälle haben weiträumige Wirkung. Schweden hatte nach Tschernobyl massive Probleme mit radioaktivem Regen. Die Folgen sind bis heute messbar. Mein Geigerzähler ist noch OK.
2. Das Unfallrisiko in deutschen AKWs steigt derzeit deutlich an, weil qualifizierte Mitarbeiter so rasch wie möglich weggehen. Und der Rest ist auch nicht gerade motiviert sein.

Und es wird teuer werden. Die Kosten der Energiewende werden in den nächsten 10 Jahren so um die 500 MRD€ betragen (Wetten?). Da die Staatsverschuldung bereits "ausgelastet" ist, bleibt nur der Strompreis oder Steuererhöhungen (Vermögenssteuer auf Geldvermögen, dass schon weg ist.). Mit dem Geld hätten wir die AKW-Technologie auf völlig neue Füße stellen und die AKWs bei uns und als begehrter Lieferant weltweit wirklich sicher machen können. So rennen wir hinter Windmühlenflügeln her.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 23:42 Uhr
Hermann Rampf

ja, und bei anderen Energiearten..

..wird uns ebenfalls- höchst erfolgreich über öffentlich(zwwangs-) finanzierte Medien - eisuggeriert, daß bei sinkenden Weltmarktpreisen die Verbraucherpreise trotzdem steigen müssen.
Für mich unverständlich, daß in D noch niemand wegen des realen Kaufkraftverlustes von 20 % noch keiner auf der Strasse war.
Stattdessendemonstriert das Volk äusserst erfolgreich gegen dringend notwendige Infrastrukurmassnahmen .

Fazit: Die Politik erzieht uns zu Idiotie,

Empfehlen
Wolfgang Graf von Ballestrem

Wenn Stimmungsmache Vorrang vor Information hat...

So merkwürdig und tw. widersprüchlich die Antworten hier klingen, so richtig ist, dass - im Gegensatz zum wissenschaftlichen Glauben an die "Kollektive Intelligenz" - Manipulation sowie Versprechungen bzw. Angstmacherei gepaart mit Halb- und Unwissen, sonderbare Vorstellungen erzeugen.
Die Schweiz hat traditionell ein ganz anderes Informationssystem gegenüber ihren Bürgern - selbst bei Wahlen: In "Handbüchern" erhält der Bürger vor der Wahl mitgeteilt, wie die Parteienprogramme aussehen oder was genau zur Entscheidung ansteht. I.d.R. kommt es dann zu ganz ausgewogenen Entscheidungen.
Bei uns wird auf objektive oder vollständige Information gar kein Wert gelegt. Pauschal- oder tendenziöse Behauptungen, Teilwahrheiten und unvollständige Informationen bzw. das Verschweigen von Nebenwirkungen und Konsequenzen, schaffen Stimmungen, bieten aber keine Orientierungen.
Dies genau wissend konnte Frau Merkel ihre spontane 180° Wende in der Energiepolitik widerstandslos durchziehen.

Empfehlen
Peter Zentner

O.K., drei Viertel der Bundesbürger sind Kernkraftgegner.

Alles schön und gut. Dass diese Einstellung auf falschen Prämissen, Vorurteilen und einem populistischen Medienhype beruht, mal außen vor. (Anzumerken bleibt, dass der einzige Todesfall in den Kraftwerken von Fukushima nicht durch Strahlung, sondern durch einen umstürzenden Kran verursacht wurde. Und dass Ehec-kontaminiertes Bio-Gemüse aus Niedersachsen 53 Todesfälle und mindestens zwei Dutzend lebenslang chronisch Kranke auf dem Gewissen hat. In Deutschland.)

Zurück zu den drei Vierteln: Ebenfalls drei Viertel der Bürger der Bundesrepublik sind vehement gegen Schuldenunion, ESM, Bruch der EU-Bailout-Klauseln, Durchfütterung überschuldeter Staaten. — Dies aber interessiert die Regierung nicht die Bohne; sie verschuldet die Deutschen zwecks Rettung einer Missgeburt namens Euro bis hin zu ganzen Generationen ungeborener Nachfahren.

Bieder, wie ich bin, tät' ich sagen: Wenn Populismus, dann bitte auf allen Spielfeldern der vox populi.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 19:38 Uhr
Hannes Ehrmann

Das ist so der beste Kommentar...

den ich zur Problematik den ich zu aktuellen "Aufregern" im allgemeinen und zur Kernenergie
im besonderen gelesen hab. Zeichnet ein sehr zynisches aber nichtsdestotrotz sehr reales Bild der
deutschen Oeffentlichkeit und Politik.
Mit einem Wort: verlogen bis dorthinaus.

Empfehlen
Michael Radloff

klasse formuliert

die vox populi wurde auch über drei jahrzehnte aufgehetzt. three-mile-island wurde als katastrophe schon gehypt. typisches hetzwort super-größtmöglicherunfall.
Und das Totschlagargument sichere Endlagerung auf eine million jahre! auch um dieses argument zu bewahren mußte kalkar ganz schnell schließen.

Empfehlen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 20.06.2012 18:16 Uhr

100% der Raucher wollen keinen Lungenkrebs

99,99 % der von mir befragten sind gegen russiche Waffenlieferungen an Syrien gleichzeitig ist ??% der Kernergieskeptiker die Abhängigkeit von russischem Erdgas egal. Mir gehen Statistiken auf die Nerven, sie belegen i.d.R die Meinung des Auftraggebers.
Wollen sie von Putin abhängig sein?
Unterstützen sie Putins Syrienpolitik?
Begrüßen sie das russische Veto bei UN-Entscheidungen?
Wollen sie Putin mit Hilfe von Gaslieferverträgen untertützen?
Ist ihnen bekannt das K+S die Langzeitsichere Lagerung von giftigen Abfällen seit Jahren anbietet?
Wissen sie warum im gleichen Salzstock keine Abfälle aus Kernkraftwerken gelagert werden darf?
Wssen sie warum kein Jornalist K+S gefragt hat?

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 20:27 Uhr
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 20.06.2012 20:27 Uhr

Uran beziehen wir idR aus Australien oder Kanada und ich besitze kein Auto!

Mein Stromverbrach 2011 ca 700KW/h, mein Kühlschrank ist seit 2 Jahren idR ausgeschaltet da ich keine Nahrungsmittel kaufe die ich kühlen muß wenn doch verbrauche ich sie am gleichen Tag, spätestens einen Tag später. Ich habe noch nie ein Flugzeug benutzt um in den Urlaub zu fliegen.Wenn alle so leben wie ich bricht unser Wirtschaftsystem zusammen und wir sterben aus weil ich keine Kinder habe.

Sie können Krebserzeugende Stoffe in jedem Supermarkt an der Kasse kaufen und inhalieren.
2011 Starben in Deutschland lt Dlf Bericht 14.000Frauen an Lungenkrebs durch das Rauchen, es wurde zur Nachricht weil sich die Frauen in diesem Punkt den Männern annähern.

PS1Ich habe keine Kernkraftphobie und versuche die Wirklichkeit zu betrachten.
PS2 Ich wurde in den letzten 50Jahren noch nie von einer öffentlichen Institution gefragt was ich von der Kernenergie halte. Die Mehrzahl der Leser dieser Zeitung auch nicht!
PS3Ich schreinbe anderen Leuten ungern vor wie sie leben sollen.

Empfehlen
Christian Wrobel

Ist Ihnen bekannt, von wem wir die Kernbrennstoffe beziehen?

Und wo das Uran hierfür herkommt und unter welchen Bedingungen es abgebaut wird?
Wieviel made in germany ist in ihrem Mercedes?

Es gibt kein schwarz oder weiss! Das heißt aber nicht, dass man nicht unterschiedliche Prioritäten setzen kann.

Empfehlen
Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 20.06.2012 18:14 Uhr

Strom aus Gänseblümchen

Natürlich wäre ein vollständiger Verzicht auf Kernkraft wünschenswert. Die Risiken, die Kernkraft mit sich bringt sind hinlänglich bekannt. Auf der anderen Seite: Wer will neben einem Kohlekraftwerk oder einem Windpark wohnen. Die Begeisterung über neue Stromtrassen quer durch Deutschland dürfte sich auch in Grenzen halten. Aber den Strom aus Gänseblümchen gibt es noch nicht, also muss man abwägen.

Deutschland ist ein Wirtschaftsstandort. Und ich für meinen Teil will meinen Arbeitsplatz behalten. Ich möchte nicht, dass immer mehr Industrie ins Ausland abwandert, weil hier durch eine nicht durchdachte Energiewende, die im Schweinsgalopp umgesetzt sein muss, der Strom noch teurer wird als er jetzt schon ist. Bereits jetzt ist der Strom hierzulande teurer als im benachbarten Ausland. Und auch für die Bürger muss Strom bezahlbar bleiben. Es nützt zudem nichts, hier die Atomkraftwerke abzuschalten, während in den Nachbarländern zu den bereits bestehenden noch neue dazugebaut werden.

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 12:27 Uhr
Dietmar Blum

"Stromqualität"....

wird unterschieden in Güteklassen 1a...3b...?
Einziges Qualitätsmerkmal, das mich interessiert:
jederzeit verfügbar zu einem bezahlbaren, wettbewerbskonformen Preis!

Empfehlen
Hans Peter Markus

Die Industriestrompreise sind gesunken?

Das ist schlicht und ergreifend falsch; ihre Aussagen zum Strompreis als Kostenfaktor sind darüber hinaus nicht nur falsch, sondern abwegig. Und am Rande: es gibt neben Strompreisen auch eine Stromqualität.

Empfehlen
Christian Wrobel

Die Industriestrompreise sind in den letzten Jahren (im Vergleich zum Ausland)

sogar gesunken. Wenn die Industriestrompreise so einen großen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie haben, warum ist dann der prozentuale Anteil der Industrie an der Wertschöpfung in Deutschland doppelt so hoch wie in Frankreich? Antwort: Weil die Höhe der Strompreise für die allermeisten Branchen als Kostenfaktor nur eine untergeordnete Rolle spielt!

Ich kenne nur ein (!) Atomkraftwerk, was derzeit in einem Nachbarland (Frankreich) gebaut wird! Das nenne ich "sehr übersichtlich". Und ein Atomausstieg, der über mehr als 20 Jahre gestreckt wird, kann man wohl kaum als "Schweisgalopp" bezeichen. Allerdings war die alte Ausstiegsvereinbarung von 2000 wesentlich klüger und durchdachter, als das, was jetzt diese Bundesregierung hektisch beschlossen hat. In diesem Punkt sind wir uns einig.

Empfehlen
ulrich merkle

Für die Atomkraft gabs einmal unendlich viel Geld vom Staat

Bei der ganzen Diskussion sollte man nicht vergessen, wieviel Staats = Volksvermögen einmal in die Atomkraft gepumpt wurde, wobei sich Regierung und Stromindustrie immer einig waren, dass sich unter Nichtbeachtung der Langzeitfolgen und -kosten und -gefahren, die man kommenden Generationen deswegen zurücklässt, so schön billig und gewinnbringend Strom erzeugen ließ.

Doch jetzt, wenn man endlich soweit ist, für die Energiefragen bessere, nämlich nachhaltige, Lösungen in die Tat umsetzen zu wollen, ist halt kein Geld mehr da. Schade.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.06.2012 13:29 Uhr
Gerhard Katz

@ U. Merkle

Für das "unendlich viele Geld" wrde aber etwas Effektives und Funktionierendes auf die Beine gestellt.

Und jetzt wird "unendlich viel Geld" in Windrädchen und Solarspielereien gesteckt, das meiste aus den Taschen der kleinen Leute.

Empfehlen
thomas schulz

Billiger Strom war damals kein Thema

Es ging vielmehr darum, bei der Energieversorgung die rasant steigende Abhängigkeit von billiger Importkohle zu stoppen, da die Subventionierung der heimischen Steinkohle nur als Übergangslösung akzeptiert wurde. Das Konzept sah auch den Betrieb von schnellen Brütern und einer gemäß dem damaligen Atomgesetz für die Betriebserlaubniss obgligatorische Wiederaufbereitungsanlage vor, die den Bedarf an importiertem Uran minimiert hätte. Erst als die KKW abgeschrieben waren, war und ist dessen Stromerzeugung konkurrenzlos billig, egal wieviele fiktive Subventionen die KKW-Gegner aufführen. Viele der jüngeren KKW-Gegner wissen nicht, daß die Protestbewegung schon 1980 gezielt damit begann, die Teile des Gesamtkonzepts zu blockieren, die das Volumen des anfallenden radioaktiven Abfalls drastisch reduziert hätte. Deshalb gibt es auch bis heute kein einziges Endlager, das von den KKW-Betreibern finanziert werden müßte.

Empfehlen
Hartmut Jacques

Ach Frau Merkle,

wie leicht man doch auf Politiker-Phrasen hereinfällt.
Das Karftwerk Kalkarm bekannt als "der schnelle Brüter", wurde mit 16 Einzelgenehmigungen fertig gebaut. Die letzte Genehmigung wurde dann nicht mehr erteilt. Sie wäre erforderlich gewesen für die nukleare Inbetriebnahme. Alle Genehmigungen wuden von SPD-Regierungen in NRW erteilt. Letztlich wurden 7 Milliarden DM buchgstäblich in den Sand gesetzt. Ca. 3 bis 4 Milliarden gehen allein auf das Konto der Demos.
Bei anderen sah es nicht anders aus. Meinen Sie diese Gelder, die da in die Atomkraft "gepumpt" wurde?
Aber da es ja auch Professoren gibt, die sogar Physik lernen, das aber zugunsten von Etatmitteln partiell vergessen, die keinen Schimmer von den Risiken und den Vorteilen solcher Kraftwerke haben, kann man das bei Ihnen auch nicht voraussetzen. Träumen Sie weiter.

Empfehlen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 20.06.2012 18:49 Uhr

Der Staat war die Stromindustrie wenn ich mich richtig erinnere

RWE-Hauptaktionär waren(sind) Städte und Gemeinden.Die Stadtwerke Münschen hält zB einen Anteil am KKW Isar2 wenn ich mich nicht irre. Das Unternehmen E.on entstand aus der Fusion von VEBA und VIAG mit den Stromproduzenten Preußen Elektra und Bayernwerk.
Die VEBA Aktie war eine der ersten Volksaktien mit dessen Hilfe der Staat sein Eigentum verkaufte.

Die Bundesrepublik besteht ohnehin nur aus dem Staatsgebiet und dem Staatsvolk. Ich frage mich hin und wieder wer den dieser Staat seine soll der für alles und nichts verantwortlich gemacht wird? Wir! Sind das Volk hieß es vor dem Mauerfall. Wir! Sind der Staat, möchte ich hinzufügen und wir haben uns Strukturen geschaffen um das zusammenleben zu organisieren damit es nicht ständig heißt: Wir!Sind der Mob. Da gibt es kein außen. Das Denken nur die Griechen könnte man böswillig denken.

Empfehlen
Elisabeth Müller

Die Mehrheit der Bundesbürger

.. hat nicht den blassesten Schimmer von Energieerzeugung und -versorgung.
Diese Umfragen belegen, daß bei der Mehrheit der Deutschen ein extremer Nachholbedarf in naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen besteht.
Nur so ist zu erklären, daß eine große Mehrheit der Vison grüner Spinner und Sozialwissenschaftler folgen kann und diesen Blödsinn (innerhalb) von 10 Jahren für machbar hält.

Das böse Erwachen aus diesem grün-rosa Wolkenkuckucksheim wird noch folgen.

Wenn ein ehemaliger grün-kommunistischer Bundesumweltminister in der FAZ seine Visionen vom Abschied der "Idee der Grundlastversorgung" absondern darf, braucht man sich allerdings über nichts mehr zu wundern.

Über technische Details wie Grundlastversorgung, Redundanzen, Unterschied zwischen installierter Leistung und abgerufener elektrischer Energie, Energiedichte, Wirkungsgraden, bedarfsgerechter Versorgung, Regelung eines komplexen Stromnetzes, Windganglinien etc. kann man mit solchen Narren nicht diskutieren ..

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 19:40 Uhr
Hartmut Jacques

Genau so ist es,

der Gang durch die Institution wurde erfolgreich absolviert, das Bildungsniveau liegt nahe Null, was soll man da noch erwarten? Wenn Westerwelle einmal etwas Wahres gesagt hat, dann war das die Bemerkung zur "spätrömischen Dekadenz". Das traf, vermutlich war er sich dessen nicht einmal bewusst, den Kern. Das Colosseum wurde aus diesem Grund gebaut, wohlgemerkt, es hatte schon nichts mehr mit Rom im klassischen Sinne zu tun, um das Prekariat der damaligen Zeit bei Laune zu halten. Auch das war gelungen. Allgemeine Verblödung trat ein, das dumpfe Mittelalter begann. Auf diesem Weg befinden wir uns unzweifelhaft wieder.

Empfehlen
Michael Scheffler

Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die Ergebnisse suggestiven Fragestellungen zu verdanken

Dass Ostdeutsche mehr auf die Kernkraft setzen ist kein Wunder, da hier seit jeher mehr auf Naturwissenschaften gesetzt wird. Das ließ sich auch durch 20 Jahre postwendale Erziehung nicht nicht änedrn.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 18:04 Uhr
Christian Wrobel

Ja, auf Kernkraft setzen kann man sehr gut, wenn man keine hat?!

So wie in Ostdeutschland! Aber fragen Sie mal die Leute in der Lausitz nach der Braunkohle oder in Teilen Thüringens und Sachsens nach dem Uranbergbau?!

Empfehlen
Weitersagen

Gestutzte Flügel

Von Günther Nonnenmacher

Bisher ist kein in der Sache triftiger Grund zu sehen, warum die Union de Maizière fallen lassen sollte. Angesichts eigener Mitwirkung am Drohnenprojekt kann ihm auch die SPD keinen Fallstrick drehen. Mehr 7 13