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Umweltminister Altmaier „Energiewende könnte bis zu einer Billion Euro kosten“

 ·  Erstmals spricht Umweltminister Peter Altmaier öffentlich über die Gesamtkosten der Energiewende: 1000 Milliarden Euro. Grund genug für den CDU-Politiker, die „Strompreisbremse“ zu ziehen.

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Oli Bar
Oli Bar (rabilo) - 25.02.2013 10:19 Uhr

Dem geneigten Leser und Befürworter...

....der Rechenkünste unseres "Umweltministers" empfehle ich zwecks objektiver Meinungsbildung mal bei umweltinstitut.org nach Strompreis zu suchen.
Viel Spass beim Lesen

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Joachim Richard

Argumente passen nicht zu Zahlen, Zahlen gehen nicht auf

Altmaier redet von möglichen Pachteinsparungen von 20.000 Euro pro Jahr für Windkraftanlagen. Das ergäbe aber bei kleineren Anlagen an mäßigen Standorten lediglich 0,5 Cent weniger Einsepeisevergütung (bei 2 MW, 2000 Vollaststunden), bei Anlagen mit höherem Ertrag z.B. die Hälfte davon. Kein Platz für effektiv angekündigte 20% Kürzung plus weitere Schäden durch allgemeine Verunsicherung.
Wie er die nach Kürzung vorgeblich bleibenden 0,8 Mrd. Kostensteigerungen pro Jahr (im zweiten Jahr 1,6 Mrd im dritte 2,4 Mrd usw.) mit der Strompreisbremse (2,5% Anstieg) vereinbaren will, sagt er auch nicht. Ach ja, das soll ja nach der Wahl alles schon wieder geändert werden. Aber warum sollte es dann überhaupt ein Gesetz geben, das der Formulierung nach für mehrere Jahre angelegt wäre?

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Joachim Richard

Altmaier erwartet Ende der Inflation - 27 Jahre lang keine Steigerung des Börsenstrompreises ?

Den Berechnung von Min. Altmaier liegt die Annahme eines bis Ende 2039 konsant bleibenden Börsenstrompreises zu Grunde. Selbst wenn man ein völliges Versagen beim Emissionshandel unterstellt, wäre es doch höchst überraschend, wenn die allgemine Preisinflation nicht den kleinsten Anstieg dieses Werts zur Folge hätte.
Dass all die Jahre überhaupt keine Anpassung des EEG vorgenommen wird, schlagen ja übrigens nicht einmal seine stärksten Verfechter vor. Scho deshalb, weil die festgeschriebene Degression der Preise bei Fehlen jede Anpassung dazu führen würde, dass über kurz oder lang keine neuen Stromerzeugungskapazitäten gebaut würden (weder fossil noch erneuerbar).

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Klaus Müller

Thomas Junggeburt (Thommy65): Das Angebot aus regenerativen Energien wirkt verbilligend.

Das stimmt eben volkswirtschaftlich gesehen nicht: Die Kosten für eine PV-kWh setzen sich aus Kapitalkosten und Betriebskosten zusammen. Auch wenn die Kostenströme durch die Existenz der Börse (dort kommen nur die Betriebskosten auf den Tisch) getrennt werden, bleiben sie doch real. Und wenn PV - wie es der Fall ist - fluktuierend einspeist, fallen eben für ein kW gesicherte Leistung AUSSERDEM noch die Kapital- und fixen Betriebskosten der herkömmlichen Anlagen an, die sich durch die geringerern Laufzeiten spezifisch erhöhen.

Der Zubau regenerativer Energien wirkt so lange verteuernd, bis diese eine gesicherte Versorgung für Kosten unterhalb von 3 ct/kWh ermöglichen (Vollkosten!!)

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Thomas Heinzow

"Es wird interessanter, Strom zum Eigenverbrauch zu produzieren, direkt zu vermarkten oder

Speicher zu bauen."
Dieser Satz entlarvt den Minister Altmaier:
Der Mann ist nicht nur in physikalisch-technischen Fragen gewissermaßen unendlich ungebildet oder dumm, sondern auch in ökonomischen, denn
überteuerten Strom auch noch über einen Speicher zu leiten, bedeutet neben den Kapitalkosten für den Speicher auch noch Kosten durch die jeweiligen Umwandlungskosten, also eine "Herstellungskostensteigerung".

Naja, bei seiner Kostenberechnung hat er auch noch absichtsvoll die Zinsen auf die zu thesaurierenden Verluste der Volkswirtschaft und der Bürger "vergessen".

Grauenhaft, was dieser Volljurist außerhalb seines Fachgebietes von sich gibt. Was haben wir denn: Physikerin als Kanzlerin, Arzt als Wirtschaftsminister und Jurist als Umweltminister.

Alle nicht vom Fach! Da kann nichts Vernünftiges bei herauskommen. Im Bundestag sieht es auch nicht besser aus.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.02.2013 19:29 Uhr

Es ist eine Rechenaufgabe und das Ergebnis muss man bewerten.

Welchen Schluss man zieht ist eine andere Sache.

Peter Altmaier hat die Rechnung wie sie sich nach dem EEG stellt nun angesprochen.

Jeder kann exakt die Fehler benennen so er welche feststellt. Nur Milchmädchen oder ähnlich witzige Bemerkungen ist sicher zu billig.

Meint ihr nicht auch, dass man etwas mehr erklären sollte als billige Witze, Polemik.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 07:47 Uhr
Oli Bar
Oli Bar (rabilo) - 22.02.2013 07:47 Uhr

Versuch einer Erklärung

" Frage:
Und ein niedriger Börsenpreis führt bei feststehender Einspeisevergütung zu einer höheren Umlage.

Antwort:
Genau. Das alles kann dazu führen, dass sich die Kosten der Energiewende und des Umbaus unserer Energieversorgung bis Ende der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts auf rund eine Billion Euro summieren könnten."

Genau hier liegt das Problem! Strom aus regenerativen Quellen sorgt für einen Verfall der Preise an der Strombörse, herkömmliche Energieträger (Kohle, Gas, Atom) werden nicht mehr nachgefragt, die Anlagen werden unrentabel, die Betreiber schreiben Verluste. Das Gesetz schreibt aber vor, dass sich bei billiger werdendem Strom die Umlage erhöht. Marktwirtschaft adé,.

Vielleicht sollte man ganz einfach diese Regelung ändern und dafür sorgen, dass Strompreissenkungen an die Endverbraucher weitergegeben werden.

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Thomas Heinzow

Ach Frau Gruber, die Milchmädchen konnten besser Rechnen als Minister Altmaier

"Jeder kann exakt die Fehler benennen so er welche feststellt."

Die Mehrheit der Bundesbürger kann es nicht, ebenso wie Dr. Rexrodt und andere "hochkarätige" Politiker nicht wußten, wieviele Nullen eine Billion hat.

"Peter Altmaier hat die Rechnung wie sie sich nach dem EEG stellt nun angesprochen."

Und liegt meilenweit daneben, denn er hat vergessen die Zinsen zu berücksichtigen, die wegen der zu thesaurierenden Verluste anfallen.

Allrdings verständlich, denn der Mann ist nur Volljurist ...

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Hans Meier

Milchmädchenpeter

Selten so eine dämliche Rechnung gelesen. Jedes Energiesystem der Welt kostet irgendwann eine Billion Euro. Inhaltsleerer kann man einen Wahlkampf nicht führen. Soll er doch gleich sagen, dass er zurück zu Atom und Kohle will und sich nicht auch noch als Retter der Energiewende gerieren.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 14:05 Uhr
Oli Bar
Oli Bar (rabilo) - 22.02.2013 14:05 Uhr

Es ist eben gerade nicht dumm

die GESAMTE Problematik zu durchleuchten!
Es dürfte wohl unstrittig sein, dass sich Preise für Kohle und Gas (wie auch Erdöl) in den vergangenen Jahren zum teil erheblich gestiegen sind und dass diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren nicht reversibel ist. Eine solche Entwicklung außer Betracht zu lassen und nur mit dem Finger auf die erneuerbaren Energieträger zeigen, ist Augenwischerei.
Warum glauben eigentlich immer alle, dass wir neue Investitionen immer gleich kostenlos bekommen. Niemand käme auf die Idee, im Autohaus zu verlangen, dass der neue Wagen gefälligst kostenlos zu überlassen ist, wenn es der alte nicht mehr tut. Warum also sollten Investitionen in neue, auf Dauer kostengünstigere und dazu noch umweltverträglichere Stromerzeugungsmethoden kostenlos sein? Aufgewacht, wir leben in einer Welt, in der wir heute investieren müssen, um morgen Geld zu sparen!

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.02.2013 18:55 Uhr

Selten so dumm hier wieder das Thema auf eine andere Energie abzulenken.

Wenn sie zu faul sind selbst einmal das Thema nämlich die Kosten der Förderung völlig los gelöst von der Stromproduktion und der Kosten zu bedenken dann ist es Ihre Art Milchmädchen ohne zu rechnen.

Nein wer wirklich kritisch rechnet, kann die Rechnung sehr genau eventuell mit kleinen Unterschieden nachvollziehen.

Alle Politiker formulieren eher nebensächlich, keiner aber widerspricht konkret.

Warum. weil alle wissen dass das EEG nicht weiter handhabbar ist.

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Oli Bar
Oli Bar (rabilo) - 21.02.2013 16:33 Uhr

Peinlich

Also, ich finde, dass man sich diesen Beitrag mal genau durchlesen sollte, für alle, dies des Rechnens nicht fähig sind, im Supermarkt um die Ecke gibt es gerade preiswerte Taschenrechner!

Zitat:
" jedes Jahr für neue Anlagen zusätzlich 1,8 Milliarden Euro Vergütung gezahlt werden müssten, kämen rein rechnerisch weitere 360 Milliarden Euro hinzu. "

Zitat:
"Ich habe zusammen mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vorgeschlagen, dass wir die Einspeisevergütung für neue Anlagen von jährlich 1,8 Milliarden Euro um eine Milliarde Euro senken. Das würde bedeuten, dass wir binnen 20 Jahren 200 Milliarden Euro bei der Einspeisevergütung sparen würden. Ich gehe aber davon aus, dass die Einsparungen höher ausfallen werden."

Klar, dass unser Strom teurer wird, bei solchen Rechenstümpern wie dem Herrn Altmeier wundert mich nichts!

Das Ganze ist eigentlich viel zu peinlich, um darüber noch zu diskutieren.
Wen es dennoch interessiert, dem empfehle ich Frank Farenski, Leben mit der Energie"

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 07:38 Uhr
Oli Bar
Oli Bar (rabilo) - 22.02.2013 07:38 Uhr

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Zitat:
"Ich habe zusammen mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vorgeschlagen, dass wir die Einspeisevergütung für neue Anlagen von jährlich 1,8 Milliarden Euro um eine Milliarde Euro senken. Das würde bedeuten, dass wir binnen 20 Jahren 200 Milliarden Euro bei der Einspeisevergütung sparen würden. Ich gehe aber davon aus, dass die Einsparungen höher ausfallen werden."

Sie werfen Unkenntnis vor! Es geht in diesem Zitat um neue Anlagen, also Anlagen, die noch nicht am Netz sind. Selbst mit gutem Willen kann ich hier nicht erkennen, dass die bereits ausgegebenen Mittel (so sie denn stimmen) hier impliziert sind. Selbst wenn! Erklären sie mir bitte, wie bereits ausgegebenes Geld gespart werden kann.

Sie und der Herr Altmeier scheinen auf der selben Schule gewesen zu sein...

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Thomas Heinzow

Frau Gruber, Sie haben die Zinsen vergessen, denn die "EEG"-Anlagen erwirtschaften nur Verluste

...

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Thomas Heinzow

Altmaier ist in die Kategorie Dr. Rexrodt oder Seehofer einzusortieren, wegen der Nullen

Man google Panorama, Rexrodt und Billionen. Da wird aufgezeigt, daß namhafte Politiker sogar mit Promotion nicht wissen, wieviele Nullen eine Billion hat.

Und wer sich für Seehofer interessiert, findet ein lustiges Video über seinen Versuch eine Millionensumme auf einem Scheck zu verbalisieren (man google Seehofer Millionen).

Das Interview mit Minister Altmaier gehört zweifelsfrei in die Kategorie des Nachweises seiner umweltökonomischen Inkompetenz.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.02.2013 19:10 Uhr

Dass Sie diese 1,8 Milliarden nur mit 20 Multiplizieren ist ihrer Unkenntnis geschulddet

Aus 2012 kennen wir die 20 Milliarden € diese 20 Mrd mal 20 Jahre weil der Betrag 20 Jahre weiter so gezahlt werden muss.

1,8 Milliarden in 2013 ist in 2014 3,6 Milliarden € also ist das schon im 2. Jahr Summe 3,6 + 1,8 = 5,4 plus 1,8 also im 3. Jahr 7,2 Mrd plus 1,8 = 9 Milliarden

Noch einmal

1,8
3,6
5,4
7,2
9,0
10,8
12,6
14,4
16,2
18 Also nur diese 10 Jahre ist das in Summe 99 Milliarden € plus der 200 Milliarden € aus den ersten 10 Jahren

Einfach die Reihe weiter rechnen und schon sind auch Sie im Klaren.

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Herbert Kühl
Herbert Kühl (Farvel) - 21.02.2013 14:45 Uhr

Energiewende

Kehren Sie zur Markwirtschaft zurück Herr Altmeier, wenn für den Strom nur der Preis gezahlt wird den er am Markt erzielt, haben wir keine Probleme!

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.02.2013 14:28 Uhr

Die Logik liegt darin, dass der Strom von Dächern, Windmühlen niemals gehandelt sondern

zufällig mit Vorrang ins Netz eingespeist wird. So völlig unkontrolliert ein Überangebot, zu, wenn man so will Null Komma Null Cent den Börsenpreis (Angebot und Nachfrage) drückt.

Dass irgend wann, nach Tagen oder Monaten der Preis auf dem Papier eingesetzt, wird der zuvor durch den unkontrollierten "elektrischen physikalischen Überdruck" im Netz entstand, hat nichts damit zu tun, dass die Einspeisungsvergütung immer exakt 20 Jahre lang festgeschrieben bleibt.

Wer nachträglich die zufällig erzielte Summe in € aus einer möglichen Bereithaltung oder auch nie gelieferten aber zur Berechnung herangezogenen Arbeit in kWh macht, macht den Fehler einer rein theoretische Ermittlung.

Die nie in einem Zusammenhang mit dem Verbrauch steht.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 11:10 Uhr
Edda Wiegand

Politische Hör-und Schriftwerker

" Ja das EEG ist nur noch als Rechenaufgabe zu definieren".
Ja jedoch nicht mit jener irreführenden Linguistik:
- Es gibt keine Energie-< wende, der physikalische Begriff ist im Ansatz ein anderer
- Es gibt keinen sauberen oder grünen Strom, der physikalische und chemische Begriff ist ein anderer
- Es gibt keinen grünen Kapitalmarkt. Der finanztechnische Begriff ist ein anderer
usw?
- Es gibt keine er-neu-er-baren oder re-gene-ra-tiven Energien. Im Gegenteil: Das ist pervers
usw?

Wenn A. die Kommunikation nicht ändert wird aus der Rechenaufgabe ein anachronisch Design für Puppenspieler.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.02.2013 19:20 Uhr

Ja das EEG ist nur noch als Rechenaufgabe zu definieren.

Nicht politisch oder ideologisch.

Eine exakte Rechenaufgabe die recht einfach zu lösen ist.

Man kann die Zuwachsraten von 2009 bis 2013 also 3 Milliarden € linear fort schreiben

Oder so vorsichtig wie Peter Altmaier nur 1,8 Milliarden einsetzen.

Das Ergebnis der Rechnung muss man bewerten und entscheiden.

Entweder man akzeptiert und kann das dem Volk zumuten oder eben nicht.

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Edda Wiegand

Poltisch durchsetzbar

Marie gruber, haben Sie heute die deutsche und internationale Presseschau gelesen; das Konzept, ausschließlich das EEG zu diskutieren ist gut zudem A. die "Abzinstabelle" der Rechenkünstler einfriert.
ABER: A. wird nun in alle möglichen Berechnungen der gesamten Umweltpolitik hineingezogen, einerlei der täglichen Gehirnwäsche in den kommunalen Medien,im Rundfunk, in der Schule, auf dem Papier, sogar die Kinder werden indoktriniert.
Es kommt also im Bundesrat darauf an, Umweltpolitik am Beispiel des EEG neu zu erklären. M.E. gibt es drei Möglichkeiten:
innenpoltisch
außenpolitisch
oder durch Tausch
Gibt es eine vierte durchsetzbare Möglichkeit?

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Peter Walch
Peter Walch (Walpete) - 21.02.2013 10:30 Uhr

Energiewende wird teurer, weil der Börsenpreis sinkt - ist doch logisch oder?

Durch den Zubau erneuerbarer Energien sinkt der Börsenstrompreis. Die Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energiequellen bleibt gleich. Dadurch erhöht sich die EEG-Umlage entsprechend. Das heißt, eine Teil der Stromrechnung verschiebt sich vom Börsenpreis auf die EEG-Umlage. Mehrkosten sind dies aber nicht.

Die Summe ist dieselbe - für die erneuerbaren Energien. Der große Teil unseres Stroms aus fossilen Quellen wird an der Börse billiger ohne dass dies durch die EEG-Umlage ausgeglichen wird. Bei Privathaushalten und Kleinunternehmen kommt der gesunkene Börsenpreis halt nicht an. Das hat aber mit der Energiewende wenig zu tun.

Man kann - je nach eigenem Interesse - bei der Berechnung der Gesamtkosten für alte und neue Energien auf die unterschiedlichsten Ergebnisse kommen. Aber wenn ausgerechnet der Umweltminister die Energiewende so teuer rechnet, dann frage ich mich schon: Wer schützt eigentlich die Umwelt vor diesem Minsiter?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 10:02 Uhr
Oli Bar
Oli Bar (rabilo) - 22.02.2013 10:02 Uhr

Kleiner Ausflug in die Betriebswirtschaft!

Wie berechnen sich der Verkaufspreis eines Produktes? Summe der Kosten der Rohstoffe + Fertigungskosten + Lohnkosten + direkte Gemeinkosten + Gemeinkostenzuschlag für indirekte Gemeinkosten = Selbstkosten, darauf wird die Marge gerechnet, es ergibt sich der Verkaufspreis. Mal ganz allgemein gesprochen. Beim Strom ist das nicht anders. Die Kosten für die Rohstoffe sind hier der Mix aus eingekauften Stromquellen wie Atom, Gas, Kohle, Sonne Wind. Weil Energieversorger gezwungen sind, regenerativen Strom zu kaufen, werden die Kosten zunächst höher ausfallen - vollkommen richtig. Aber: Die Menge an regenerativem Strom steigt bei gleichzeitig sinkender Vergütung - ergo sinken die Kosten für den zu kaufenden Strom. Kleines Beispiel: gestern 100 kWh zu 25 ct/kWh = 25,- Eur, heute kommen weitere 100 kWh zu 20 ct/kWh dazu, macht 20 Eur - Im Mittel ergeben sich 22,5 ct/kWh, Preissenkung um 2,5ct/kWh oder 10%!

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.02.2013 10:59 Uhr

Doch :" Mehrkosten sind dies aber nicht. Weil dieser Zufallsstrom auch dann zu bezahlen ist

wenn er nicht einmal ins Netz eingespeist wird.

Wenn er ins Ausland abgeführt wird weil ihn hier niemand braucht.

Die Einspeisungsvergütung beträgt zur Zeit 17 Cent und wird 20 Jahre lang vergütet.

Ihre Rechnung hat den Fehler dass sie die Zwangsverechnung aus dem Topf einsetzen als handele es sich um eine Bezahlung an der Börse.

Nein der Strom modern erneuerbare Energie wird nicht im Strompreis sondern durch die EEG Umlage bezahlt.

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Otto Kaldrack

wahre mährchen

sind immer noch besser als von grün-rot erfundene wahrheiten, die in
wirklichkeit immer nur lügen sind.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 20.02.2013 21:18 Uhr

Nicht ablenken. Nein nur die klaren Fakten zur Kenntnis nehmen die aus dem EEG

zwingend abzuleiten sind.

20 Jahre lang verbindlich immer die exakt selbe Vergütung wie in der ersten Stunde.

Jeder kann jeden Betrag einfach mit 20 multiplizieren.

Jede neue Anlage kommen immer dazu und muss 20 Jahre lang in exakt der selben Höhe vergütet werden.

Das sind die Fakten u diese Summe egal was da zusammen kommt, wird aus einem Pool finanziert.

Da dieser Pool in 2012 nicht ausreichen viel € hatte, mussten wir Verbraucher 13 Millionen € Zinsen löhnen.

Jeder möge selbst rechnen. Jeder kommt zum selben Ergebnis.

Das kann Deutschland nicht leisten.

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Norbert Regin

Die teuerste und schlechteste Lösung, die man sich vorstellen kann.

Dafür aber die beste Lösung, wie man das Volk auf Jahrhunderte für Blindleistung abzocken kann.

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Christian Wrobel

Mal so nebenbei, Herr Umweltminister, warum wollen Sie eigentlich die Energiewende?!

Bis jetzt habe ich von Ihnen immer nur Nachteile gehört?! Können Sie nicht mal zur Abwechslung auch ein paar Vorteile nennen? Oder gibt es keine? Meinen Sie, so die Bevölkerung für ihre Politik gewinnen zu können, wenn Sie den Leuten erzählen, dass diese Politik nur Nachteile hat?!

Sie waren auch immer sehr kreativ darin, sich neue Hürden und und Blockaden für den weiteren Ausbau auszudenken?! Aber kein einziger Vorschlag, um die Energiewende zu befördern (naja, ausgenommen den Offshore-Ausbau vielleicht, der allerdings von allen der teuerste ist)?!

Auch eine interessante Art, Wahlkampf zu machen. Hey, es ist zwar alles Scheiße was wir machen, aber es ist trotzdem richtig (Neusprech "alternativlos")! Wählt uns!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 20:04 Uhr
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 20.02.2013 20:04 Uhr

Altmaier wurde von Frau Merkel mit der Aufgabe betraut und hat die Arbeit

des Bundesumweltministers gemäß Regierungsbeschluss und Auftrag der Regierungsparteien zu erledigen.

Altmaier hat einen Job zu machen und dazu gehört auch sauber zu informieren.

Auch die Chancen und Gefahren der Zukunft muss er rechtzeitig den Menschen erklären.

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Thomas Junggeburt

Die Gruber/Altmaier-Rechnung.

Der Börstenstrompreis mit erneuerbaren Energien ist ja nicht der gleiche, wie ohne diese Energien.
Das Angebot aus regenerativen Energien wirkt verbilligend. Dieser Umstand wird nicht nur unterschlagen, sondern im Gegenteil als kostentreibend denunziert.

Und der Gegenwert ist ein Energiemix, der die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringert und CO2-Ausstoß sowie eine Reihe weiterer externer Effekte reduziert.

Die Auswirkung auf den Staatshaushalt wird in der "Gruber/Altmaier-Rechnung" genauso ignoriert wie die Stromproduktion der geförderten Anlagen jenseits des zwanzigsten Betriebsjahres.

Alles in allem wäre der Begriff "Milchmädchenrechnung" inakeptabel - für die Milchmädchen.

Darüber hinaus wird so getan, als ob die Börsenpreise weiter sinken. Naturgemäß ist das Gegenteil der Fall. Die aktuelle Situation ist eine Ausnahme, leider werden die erneuerbaren Energien diesen Effekt nicht beliebig oft wiederholen können.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 19:57 Uhr
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 20.02.2013 19:57 Uhr

Gerne die saubere Antwort.

Egal wie hoch der Börsenpreis oder wie niedrig.

Es ist der Preis der an der Börse gemacht wird. Klar ?

Was sie über ein Mix meinen ist unsinnig.

Der Strom aller Windmüller / Sonnendächer oder auch Bioproduktion wird zum Börsenpreis
zum Börsenpreis egal wo er auch immer gerade gefixt wird abgerechnet.

Keine andere Energie oder sonst etwas ist von dieser Verrechnung betroffen.

Der Staatshaushalt hat keine rechnerische oder wirtschaftliche Auswirkung von der Stromproduktion

Dass das alles nach 20 Jahren wirklich gut sein kann bestreitet niemand.
Nur mindestens bis 2028 gibt es keine Auswirkung.
Sie plappern über eine Zeit in ferner Zukunft u machen nicht einmal eine Milchmädchenrechnung. Geschenkt soviel Leichtfüßigkeit.

Die Kosten ja die Einspeisungsvergütung ist von Altmaier richtig u zutreffend genannt.

Was stört Sie eigentlich daran, dass Altmaier sagt, was durch das EEG in Zukunft an Last droht, die wir nun wirklich nicht schultern können?

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 20.02.2013 18:13 Uhr

Jetzt und hier geht es nur um morgen . Um das EEG was nun nicht mehr zu finanzieren ist.

Um die tatsächlich zu erwartenden Mehrkosten von bis zu einer Billion € für nichts.

Nicht um eine Vergütung für gelieferten Strom.

Nein um Prämien für Anlagenbesitzer ohne jeden Gegenwert denn der tatsächlich erzeugte Strom wird ja von den Netzbetreibern mit dem Börsenstrompreis vergütet.

Es geht also nur um das zu viel an Prämie für die Anlagen.

Um bis zu 1.000.000.000.000 € ohne jeden Gegenwert.

Obs euch passt oder nicht es ist so.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 19:23 Uhr
Tobias Linke

kein Gegenwert?!

Sehr geehrte Frau Gruber,

hören Sie doch bitte auf solche Ammenmärchen zu verbreiten.

1.) Deutschland hat aufgrund des aus durch das EEG-geförderten Anlagen erzeugten Stroms niedrigere Börsenstrompreise als die meisten seiner Nachbarn.
2.) Die Exportabhängigkeit von Rohstoffen für die Energieerzeugung ist merklich zurückgegangen. Dieser Fakt ist auch monetär meßbar und hat für ein ressourcenarmes Land wie Deutschland sehr wohl einen großen Wert, der allerdings schwerlich über das EEG verrechenbar ist.

Niemand behauptet, dass es nicht Probleme mit der Energiewende gibt, dass es zahlreiche ungeklärte Fragen gibt, wie die nach der Speicherung von Energie, der Optmimierung der Netze, der Abstimmung von EEG und Handel mit CO2-Emmisionsrechten. Aber mit Ihren Bemerkungen vergiften Sie nur die Diskussion und verhindern die Möglichkeit der konstruktiven Diskussion über Wege der Energiewende.

Beste Grüße, Tobias Linke

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Reinhold Wechsel

Herr Altmaier fängt nun langsam an

den Mantel des Schreckens ein wenig zu lüften. Es steht zu befürchten, dass sich darunter noch eine ganze Menge von Grausamkeiten verstecken, die uns die Energiewende eingebrockt hat. Interessant wäre u.a., wie sich Deutschland während des Winters, an dem kaum die Sonne schien und der Wind sich rar wie selten gemacht hat, sich mit Energie versorgt hat. Möchte nicht wissen, wieviel Energie von Dreckschleudern und Anteilen von Atomstrom aus dem Ausland teuer eingekauft wurde. Ich fürchte, wir werden es nie erfahren, weil es für die Solar-und Windparklobby kontraproduktiv wäre.

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Christian Wrobel

Auch nicht schlecht! Die Mitarbeiter seines eigenen Ministeriums rätseln darüber,

wie ihr Chef zu den Zahlen kommt?!

Kann man Ihnen nicht verdenken. Jeder Minister blamiert sich halt so gut er kann! Aber Fachleute stören bei so etwas unwichtigen wie der Energiewende sowieso nur!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 19:09 Uhr
Thomas Junggeburt

Frau Gruber, zusammenhangslos, lückenhaft, überheblich...

...vielleicht ncht nachahmenswert, aber was soll`s.

Aber müssen Sie jetzt auch noch vulgär werden?

Oder denken Sie bei "Pippi"-Rechnung an Pippi Langstrumpf?

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 20.02.2013 18:04 Uhr

Nicht solch unsinniges erzählen nur weil Sie überfordert sind die wirklich

sauber erklärte Entwicklung wie sie Peter Altmaier aufzeigte zu verstehen.

Christian Wrobel

Nicht Pippi Rechnung sondern die vorhandenen Zahlen der Jahre 2009 bis 2012 einfach linear weiter schreiben das wird ihnen doch gelingen oder.

Einfach weiter so nach EEG =

10 dann 13 dann 17 dann 20 dann 23 dann 26 dann 29 dann 32 und so weiter.

Also 2018 sind es schon 35 Milliarden € ohne den zusätzlichen Effekt dass der Strompreis an der Börse weiter fällt.

Das werden Sie doch wohl schaffen.

Die Politiker auch Herr Trittin schafft es jeden falls.

Wie wärs mit einem Abakus ?

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Ellen Heyne

... einige sind doch gleicher als die anderen - oder?

Für PV-Anlagen gibt es zwischenzeitlich nur noch rund 11 ct/ kWh und den Häuslebauern und Besitzern von älteren PV-Kleinanlagen werden diese auf 70% Leistung fest heruntergeregelt. Weil die paar kWh, die damit produziert werden, Herrn Altmeier und Cons. zu viel sind. Den mittlelständischen Windstromproduzenten an Land sollen auch noch nachträglich die Vergütungen gekürzt und die Investition unwirtschaftlich gemacht werden. Aber 19 ct / kWh für die den alten Oligopol-Versorgern gehörenden Offshore-Windanlagen ist ja gerade mal genug. Da soll man als eigentlich liberal-konservativer nicht erst rot und dann grün anlaufen? Schilda lassen grüßen....

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 00:22 Uhr
Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 21.02.2013 00:22 Uhr

frau Heyne, bitte nicht nur zahlen verbeiten, die Ihnen gefallen

die einspeisevergütung für pv-strom nach eeg beträgt für im jan.2013 "ans netz gegangene" anlagen zwischen 11,.. und 17,.. ct/kwh. letzterer betrag für die tausenden von kleinanlagen auf (wohn-)hausdächern.

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19.02.2013, 17:54 Uhr

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