Home
http://www.faz.net/-h00-73mfl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Ökostrom EEG-Umlage steigt auf 5,3 Cent

 ·  Wie erwartet steigt die EEG-Umlage vom kommenden Jahr an auf rund 5,3 Cent je Kilowattstunde. Bisher waren es rund 3,6 Cent. Ein durchschnittlicher Haushalt muss daher etwa mit 60 Euro Mehrkosten im Jahr rechnen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (61)
© dapd Vergrößern Die EEG-Umlage wird vom kommenden Jahr an rund 5,3 Cent betragen

Die Verbraucher müssen im kommenden Jahr mit satten Strompreiserhöhungen rechnen. Die auf den Strompreis aufgeschlagene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt um 47 Prozent auf 5,277 Cent je Kilowattstunde, wie die vier für die Verwaltung der Förderzahlungen zuständigen Übertragungsnetzbetreiber am Montag bestätigten.

Dies würde für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeuten, dass allein diese Zusatzkosten beim Strompreis von 125 auf knapp 185 Euro steigen - ohne Mehrwertsteuer. Ein Grund ist der Boom bei der Solarenergie. Zusammen mit höheren Netzentgelten und weiteren durch die Energiewende bedingten Kosten drohen Strompreiserhöhungen um bis zu zehn Prozent, schätzen Versorger.

Die vier Betreiber von Höchstspannungsleitungen in Deutschland berechnen den erzeugten Ökostrom und sind daher auch für die Zahlung der Vergütungen an Betreiber von Solaranlagen, Windrädern und Biogasanlagen verantwortlich. Diese erhalten auf 20 Jahre garantierte Vergütungen für jede Kilowattstunde Strom. Die Fördersätze werden regelmäßig gesenkt, in einigen Jahren soll die Förderung auslaufen.

Die Zahl gilt als Politikum, weil sie schon nach dem vorzeitigen Durchsickern seit Mitte vergangener Woche eine Debatte ausgelöst hat, ob ein Ausufern der Kosten bei der Energiewende droht. Dabei dient nur ein Teil der Umlage der Förderung von Ökostrom. Besonders umstritten ist, dass in die Umlage der Verbraucher auch immer mehr Rabatte für Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch eingepreist werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren (5) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Druck auf Gabriel wächst Industrie warnt vor zu teurer  EEG-Umlage

Vor dem Beschluss der Ökosteuerreform im Kabinett wächst der Druck auf Wirtschaftsminister Gabriel. „Die Sache ist extrem gefährlich“, warnt nicht nur Unionsfraktionsvize Fuchs. Mehr

06.04.2014, 20:07 Uhr | Wirtschaft
Ökostrom-Reform beschlossen Einigung über Industrie-Rabatte

Einigung auf den letzten Drücker: Zwar beschliesst das Bundeskabinett die Reform der Ökostrom-Förderung noch ohne eine Regelung zu den Industrie-Rabatten. Aber in der Nacht gab es nach heftigem Ringen eine Verständigung mit der EU-Kommission hierzu. Mehr

08.04.2014, 09:57 Uhr | Wirtschaft
Ökostrom EEG-Konstruktionsfehler

Der Bund hat mit den Ländern ein Reförmchen des EEG ausgehandelt. Das Kernproblem des Gesetzes bleibt: Je mehr Ökostrom, desto teurer die Umlage. Das ginge auch anders. Mehr

07.04.2014, 08:35 Uhr | Wirtschaft

15.10.2012, 10:11 Uhr

Weitersagen
 

Algerischer Verdruss

Von Christoph Ehrhardt

Die Hoffnung auf Reformen in Algerien ist nach dem abermaligen Wahlsieg Bouteflikas zerronnen. Bald dürften wieder Machtkämpfe in der Führung ausbrechen, um einen Nachfolger für den gebrechlichen Präsidenten zu bestimmen. Mehr 3 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden