Home
http://www.faz.net/-h00-73mfl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Ökostrom EEG-Umlage steigt auf 5,3 Cent

Wie erwartet steigt die EEG-Umlage vom kommenden Jahr an auf rund 5,3 Cent je Kilowattstunde. Bisher waren es rund 3,6 Cent. Ein durchschnittlicher Haushalt muss daher etwa mit 60 Euro Mehrkosten im Jahr rechnen.

© dapd Vergrößern Die EEG-Umlage wird vom kommenden Jahr an rund 5,3 Cent betragen

Die Verbraucher müssen im kommenden Jahr mit satten Strompreiserhöhungen rechnen. Die auf den Strompreis aufgeschlagene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt um 47 Prozent auf 5,277 Cent je Kilowattstunde, wie die vier für die Verwaltung der Förderzahlungen zuständigen Übertragungsnetzbetreiber am Montag bestätigten.

Dies würde für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeuten, dass allein diese Zusatzkosten beim Strompreis von 125 auf knapp 185 Euro steigen - ohne Mehrwertsteuer. Ein Grund ist der Boom bei der Solarenergie. Zusammen mit höheren Netzentgelten und weiteren durch die Energiewende bedingten Kosten drohen Strompreiserhöhungen um bis zu zehn Prozent, schätzen Versorger.

Mehr zum Thema

Die vier Betreiber von Höchstspannungsleitungen in Deutschland berechnen den erzeugten Ökostrom und sind daher auch für die Zahlung der Vergütungen an Betreiber von Solaranlagen, Windrädern und Biogasanlagen verantwortlich. Diese erhalten auf 20 Jahre garantierte Vergütungen für jede Kilowattstunde Strom. Die Fördersätze werden regelmäßig gesenkt, in einigen Jahren soll die Förderung auslaufen.

Die Zahl gilt als Politikum, weil sie schon nach dem vorzeitigen Durchsickern seit Mitte vergangener Woche eine Debatte ausgelöst hat, ob ein Ausufern der Kosten bei der Energiewende droht. Dabei dient nur ein Teil der Umlage der Förderung von Ökostrom. Besonders umstritten ist, dass in die Umlage der Verbraucher auch immer mehr Rabatte für Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch eingepreist werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Leitungsbau Noch 50 Milliarden Euro für das Stromnetz?

Der Bundeswirtschaftsminister hat rechnen lassen. Die Zahlen haben es in sich: Auf die Verbraucher kommen für den Leitungsbau Preisaufschläge von bis zu zwanzig Prozent zu. Mehr Von Andreas Mihm, Berlin/Stendal

23.09.2014, 06:59 Uhr | Wirtschaft
Bund und EU legen Ökostrom-Streit bei

Das Bundeskabinett verabschiedete unter anderem die Reform des Ökostrom-Gesetzes EEG, die Einschnitte bei der Förderung des Ökostroms vorsieht. Verbraucherschützer kritisieren, dass Unternehmen weniger eingeschränkt werden, als ursprünglich geplant war. Mehr

08.04.2014, 17:20 Uhr | Politik
Standardbrief Deutsche Post erhöht Briefporto auf 62 Cent

Wegen gestiegener Personalkosten erhöht die Deutsche Post das Porto für einen Standardbrief im kommenden Jahr um zwei Cent. Der Preis war erst in diesem Jahr von 58 auf 60 Cent gestiegen. Mehr

01.10.2014, 09:40 Uhr | Wirtschaft
Opferzahl am Ontake steigt weiter

Rettungskräfte des Militärs bargen am Mittwoch mindestens zehn weitere Körper rund um den Gipfel des am vergangenen Samstag ausgebrochenen Vulkans. Die Zahl der Todesopfer könnte damit auf bis zu 46 steigen. Mehr

01.10.2014, 16:20 Uhr | Gesellschaft
Fehlende Vertragsklausel BGH prüft Gaspreiserhöhung

Wenn Energiepreise steigen, berufen sich die Versorger auf entsprechende Klauseln in den Verträgen. Doch was ist, wenn dieser Abschnitt im Vertrag aus Versehen fehlt? Das muss der BGH klären. Mehr

24.09.2014, 15:44 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 15.10.2012, 10:11 Uhr

Peking hat Angst

Von Petra Kolonko, Hongkong

Aller Zensur zum Trotz verbreitet sich die Kunde von der Demokratiebewegung in Hongkong auch im chinesischen Binnenland. Doch Peking hat größere Sorgen als ein Übergreifen der Proteste – und Präsident Xi Jinping größere Pläne. Mehr 18 17

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden