Home
http://www.faz.net/-gpf-73mfl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 15.10.2012, 10:11 Uhr

Ökostrom EEG-Umlage steigt auf 5,3 Cent

Wie erwartet steigt die EEG-Umlage vom kommenden Jahr an auf rund 5,3 Cent je Kilowattstunde. Bisher waren es rund 3,6 Cent. Ein durchschnittlicher Haushalt muss daher etwa mit 60 Euro Mehrkosten im Jahr rechnen.

© dapd Die EEG-Umlage wird vom kommenden Jahr an rund 5,3 Cent betragen

Die Verbraucher müssen im kommenden Jahr mit satten Strompreiserhöhungen rechnen. Die auf den Strompreis aufgeschlagene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt um 47 Prozent auf 5,277 Cent je Kilowattstunde, wie die vier für die Verwaltung der Förderzahlungen zuständigen Übertragungsnetzbetreiber am Montag bestätigten.

Dies würde für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeuten, dass allein diese Zusatzkosten beim Strompreis von 125 auf knapp 185 Euro steigen - ohne Mehrwertsteuer. Ein Grund ist der Boom bei der Solarenergie. Zusammen mit höheren Netzentgelten und weiteren durch die Energiewende bedingten Kosten drohen Strompreiserhöhungen um bis zu zehn Prozent, schätzen Versorger.

Mehr zum Thema

Die vier Betreiber von Höchstspannungsleitungen in Deutschland berechnen den erzeugten Ökostrom und sind daher auch für die Zahlung der Vergütungen an Betreiber von Solaranlagen, Windrädern und Biogasanlagen verantwortlich. Diese erhalten auf 20 Jahre garantierte Vergütungen für jede Kilowattstunde Strom. Die Fördersätze werden regelmäßig gesenkt, in einigen Jahren soll die Förderung auslaufen.

Die Zahl gilt als Politikum, weil sie schon nach dem vorzeitigen Durchsickern seit Mitte vergangener Woche eine Debatte ausgelöst hat, ob ein Ausufern der Kosten bei der Energiewende droht. Dabei dient nur ein Teil der Umlage der Förderung von Ökostrom. Besonders umstritten ist, dass in die Umlage der Verbraucher auch immer mehr Rabatte für Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch eingepreist werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Energiewende Der Kampf um die Windmühlen

Die Bundesregierung bevorzuge in Sachen Windkraft die Investoren im Norden, sagt ein Vertreter der Kasseler Stadtwerke. Er kritisiert, dass dem Süden dadurch Zusatzkosten für Strom entstünden. Mehr Von Claus Peter Müller, Kassel

09.02.2016, 17:26 Uhr | Rhein-Main
Erstmals mit dabei In Australien steigt die Vorfreude auf den Eurovision Song Contest

Es ist ein Novum beim Eurovision Song Contest: Mit Australien nimmt zum ersten Mal ein Land aus Übersee an dem traditionellen Gesangswettbewerb teil. Zum 60. Geburtstag der Show, die sich seit mehr als 30 Jahren auch in Australien großer Beliebtheit erfreut, war das Land für Samstag Abend nach Wien eingeladen worden. Mehr

01.02.2016, 13:41 Uhr | Gesellschaft
Massentierhaltung Deutschlands Gülle-Problem

Umweltverbände fordern einen Gülle-Euro als Abgabe auf den Stickstoffüberschuss. Denn die Bauern spritzen zu viel Nitrat und Ammoniak auf ihre Felder. Mehr Von Jan Grossarth

09.02.2016, 13:39 Uhr | Politik
Flüchtlingskrise Zahl der rückkehrwilligen Flüchtlinge steigt

Bei vielen Menschen aus den Kriegs- und Krisengebieten des Nahen Ostens schwinden nach Wochen und Monaten in Notunterkünften und Flüchtlingsheimen die Hoffnungen auf ein besseres Leben in Europa. Mehr

28.01.2016, 16:52 Uhr | Politik
Industriepark Griesheim Trotz Aus für SGL-Fabrik guten Mutes

Bald dürfte der Industriepark Griesheim weniger als 600 Beschäftigte zählen – ein Tiefpunkt. Und doch blickt der Betreiber mit Zuversicht nach vorne, auch wegen der Energiewende. Mehr Von Thorsten Winter, Frankfurt

04.02.2016, 14:36 Uhr | Rhein-Main

Wird sie die gemeinsame Bedrohung einen?

Von Daniel Deckers

Das Treffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kirill ist historisch. Doch während Franziskus Gewalt in Syrien bedingungslos verurteilt, erteilt Kirill russischen Aggressionen den Segen. Können die beiden christlichen Kirchen dennoch zu gemeinsamen Taten finden? Mehr 13 7

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden