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Bioenergiedorf Jühnde „Das ist der GAU für die Energiewende“

 ·  Das Bioenergiedorf Jühnde ist Vorreiter und Profiteur der Energiewende. Doch der jüngste Reformvorschlag des Umweltministers bringt Unruhe in die Ökogemeinde: Stockt jetzt die Wende?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (49)
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Michael Drese
Michael Drese (Nico58) - 10.02.2013 21:04 Uhr

Verklärende Begriffsdeutung

Laut homepage Jühnde beträgt der Verbrauch der Biogasanlagen ca. 33To/Tag., der aus ca. 300Ha Anbaufläche gedeckt wird inkl. Gülle. Das produzierte Gas kann einen Pufferspeicher von 3-5 Stunden erbringen, mehr nicht. Hochgerechnet auf Hannover bspw. sind das 300Ha. x ca. 600, sprich 180.000Ha. oder 1800Km², die man bräuchte, zusätzlich Fläche für Industrie, Gewerbe, Gemeinschaftsanlagen ist das ein Beschaffungs- und Logistik-Wahnsinn. Schnüffeln die da Biogas zum Frühstück? Die Jühnder gehen auch wohl um 21.00 mit der Kerze zu Bett, das spart. Hieran wird wieder deutlich, dass die nicht vorhandenen Speicher der Schwachpunkt des gesamten EEG sind. Es reicht offenbar schon, produziert man mehr subventionierten Strom als man verbraucht, um der geglückten Energiewende das Wort zu reden. Aber genau diese Konzeptlosigkeit macht sie zum Unglück wie die Atommüllfässer die Atomkraft.

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Klaus Letis

Profiteur? Wohl ehr 'Rosinenpickerei' auf Kosten der Gemeinschaft

Die fehlende Energie müssen dann die anderen Leifern.
Die überschüssige Energie müssen dann die Bürger bezahlen.
Auch wenn Sie dann für Lau nach Niederlande Exportiert wird.

Das ganze System ist völlig absurd. Es dient dazu, dass sich einige Hausbesitzer zu Ruhe setzten können (oder Demostrieren können)

und dass die Volkswirtschaft auf der Basis eine Idee der Träumerei zu Grunde geht.

Die Basis dieser religiösen Verirrung: Der mentale Hang der Deutschen für "Gründlichkeit"
Reinhetsgebote für Bier, Feinstabttheater, Sauerer Regen Illusion, etc, etc

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Klaus Müller

entscheidende Frage

Die einen sagen: "Natürlich müssen die Strompreise steigen, ist doch klar, der Strom ist doch viel zu billig".
Die anderen sagen: "Selbstverständlich müssen die Strompreise konstant bleiben und möglichst sinken".

Eines dürfte klar sein: Schneller Umstieg auf EE geht nur mit weiter steigenden Strompreisen.

Lasst uns abstimmen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2013 17:16 Uhr
Bernd Klehn

Stromkosten

Der Strompreis muss nicht weiter steigen. Für 6cent auf 20Jahre lassen sich an der Westküste im dünnbesiedelten Niedersachen und Schleswig-Holstein noch reichlich Windgeneratoren erichten. Die 25cent für Biogasanlagen betreiben.

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Sebastian Moogk

Gipfel der Unverschämtheit

Zitat Heiko Lohrengel: „Nur wenn der Strompreis hoch ist, gibt es einen Anreiz zum Stromsparen und Klimaschutz.“
Jetzt wird schon Stromsparen zur moralischen Pflicht, entstanden durch die neue Religion Klimaschutz mit dem Klimawandel als Offenbarung. Sind diese Öko-Puritaner eigentlich noch zu retten?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.02.2013 13:56 Uhr
Johann Graf
Johann Graf (hagra) - 12.02.2013 13:56 Uhr

Herr Diesing...

„Nur wenn der Strompreis hoch ist, gibt es einen Anreiz zum Stromsparen und Klimaschutz.“ Der Satz stammt von jenen, die sichs in der Subventionshängematte gemütlich gemacht haben, bzw von jenen, die diese aufgespannt haben und als Gegenleistung erwarten, auch in Zukunft als Politiker gewählt und so ebenfalls üppig alimentiert zu werden.

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Hans-Ulrich Pietz

Aber: Immer mehr Stromerzeuger mit Eispeisegarantie und doppelten Strom-Netze, dann wird es richtig

teuer, wenn immer weniger Strom verbraucht wird, da sich immer weniger Bürger den Strom noch bezahlen können. Die Preisentwicklung wird dann eine Funktion zweiter Ordnung.

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Bernd Klehn

Biogasanlagen reiner Wahnsinn


Ja, das EEG setzt komplette Fehlanreize, dieses ist einer Lobby geschuldet, die mit den sehr sehr komplizierten Regelungen des EEG reichlich Geld verdient und wir müssen die Quittungen bezahlen. Biogasanlagen 25Cent auf 20Jahre, Solaranlagen 13 bis 19cent. Dabei ließe sich für 6cent per Windgeneratoren an der dünnbesiedelten Westküste in Niedersachen und Schleswig-Holstein noch genügend Strom erzeugen. Erst wenn dieses Potenial ausgeschöpft ist, sollte man sich über Offshorewind, Biogas und Solar hermachen. Also per EEG nur 6cent per Kiolawattstunde auf 20 Jahre garantieren. Ende der Vorstellung. Alles andere ist Lobbysiten geschuldet und Quatsch, besonders die Biogasanlagen.

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 10.02.2013 11:33 Uhr

An alle Foristen, die ihre Häme nicht unterdrücken können.

Schon vergessen? Der Atomstrom wurde jahrelang mit Milliardenbeträgen gefördert und subventioniert, ohne diese Gelder hätte es keine AKWs gegeben. Addiert man diese Monsterbeträge und legt sie auf den Strompreis um, dann ist der von AKWs produzierte Strom der teuerste, den wir jemals hatten. Und auch die Autoindustrie wurde mit Milliardenbeträgen subventioniert (bis in die Gegenwart hinein >Abwrackprämie), sonst hätte sich dieses Vehikel kaum so schnell, wenn überhaupt durchgesetzt. Jühnde kann man auch als Prototyp betrachten dafür, daß eine Energiewende möglich ist. Natürlich ist es damit den ewig Gestrigen, die im Grunde keine Veränderung wollen, ein Dorn im Auge. Ich finde dieses Experiment gut und es ist seinen Preis wert, Verbesserungen sind jederzeit möglich und willkommen. Mich ärgert allerdings dieses Hüh/Hott unserer Regierung, die offensichtlich keinerlei Planung hatte für eine Energiewende und nun hilflos herumtrudelt - zum Schaden aller.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.02.2013 14:06 Uhr
Johann Graf
Johann Graf (hagra) - 12.02.2013 14:06 Uhr

wirklich?

das hieße ja dann, dass wir in 10 Jahren, wenn so weitergeht mit EEG, genauso viel in die Sackgasse "Öko"-Energie gesteckt haben, wie in die Kernenergie in 30-40 Jahren...

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Andreas Pätzold

"Nur was sich am freien Markt bewährt ist sinnvoll"



Zustimmung Herr Mähler, aber unter gleichen Bedingungen. Den freien Markt hatten wir aber bisher nicht. Der wird hierzulande und in abgewandelter Form mittels EEG geschaffen. Zu Ludwig Erhardt:
Soziale Marktwirtschaft
"Mit diesem Leitbild wird versucht, Ziele und Lösungsvorschläge des Liberalismus, der christlichen Soziallehre und des freiheitlichen Sozialismus miteinander zu verbinden. Sie ist kein streng in sich geschlossenes Konzept, wodurch der Gestaltungsauftrag an die Träger der Wirtschaftspolitik umfassender und elastischer als beim Ordoliberalismus ist...Die Soziale Marktwirtschaft ist eher eine Ordnungsidee, die offen ist auch für soziale und auch ökologische Erweiterungen bzw. Spezifizierungen." Quelle webseite Gablers Wirtschaftslexikon

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Rolf-Dirk Maehler

@Karin Jürgens (Bashi49) - Sehr geehrte Frau Jürgens, kennen Sie den Spruch<. unter ...

... den Blinden ist der Einäugige König? Und was lernt uns das? Auch der Unsinn ist eben relativ. Subventionen, welcher Art auch immer, sind der blanke Unsinn. Mit dieser Masche wird uns ganz normalen Bürgern nur das Geld aus der Tasche gezogen und es wird anderen in die Tasche gespült. Und man kann nun wirklich eine Subvention mit einer anderen rechtfertigen. Nur was sich am freien Markt bewähren kann ist sinnvoll. Aber was ganz sicher in der Zukunft noch zu beobachten sein wird ist folgendes: Die hochsubventionierte EEG-Fehlentwicklung wird in nicht allzu ferner Zukunft von den gleichen politischen Akteuren mit neuen Subventionen für etwas vermutlich schon mal da gewesenes wieder versucht gerade zu ziehen - und das alles nur, weil die Deutschen in ihrer großen Mehrheit den Märkten misstrauen, obwohl sie ihnen fast alles verdanken. Es fehlt eben wieder ein Ludwig Erhard.

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 10.02.2013 15:06 Uhr

Hallo, Herr Moogk, die Moral haben Sie in's Spiel gebracht.

Ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß für eine zweifelhafte Energie schon viel mehr Geld in den Sand gesetzt wurde, als bei den erneuerbaren bisher verbraten wurde. Ganz abgesehen von den Nebenwirkungen: auf der ganzen Welt nirgendwo ein Endlager für den Atommüll. Und ich habe vorgeschlagen, Jühnde als eine Art Experiment zu betrachten, an dem gelernt und verbessert werden kann - auch das kostet. Vor allem aber habe ich bedauert, daß die Frau an der Spitze unserer Republik den Ausstieg vom Wiedereinstieg offensichtlich aus Gründen des Machterhalts und völlig unüberlegt betrieben hat und nicht zum Wohle der Gesellschaft - und was glauben Sie, was uns das kosten wird? Ich denke, wir sind uns einig, daß in puncto zukünftige Energieversorgung etwas geschehen muß, denn Öl, Gas und Kohle sind endlich; und die ganze Republik mit Fracking umzubuddeln, ist auch keine Lösung. Warum also nicht kleine Gemeinden dabei unterstützen, autark zu werden und sehen, was dabei herauskommt?

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Sebastian Moogk

Danke für den Artikel aus sehr neutraler Quelle

Dass Greenpeace so richtig wirtschaftsliberal ist und Subventionen ablehnt, ist ja was ganz Neues. Und außerdem: Als die Kernkraft Einzug hielt, war der Strommarkt überhaupt nicht liberalisiert, auch nicht im Denken der Beteiligten. Man sollte auch das mitbedenken. Heute würde sich ein Kernkraftwerk sicherlich nicht mehr lohnen, trotz der Versorgungssicherheit, die es bietet. Außerdem wird bei der Diskussion immer die Kohlekraft vergessen. Viele Kraftwerke müssen ständig rauf- und runtergefahren werden, weil sie nach dem Windaufkommen zu fahren sind. Danach sind viele Komponenten in den Kraftwerken, vor allem die Öfen, nicht ausgelegt, und das macht den Kohlestrom in sinnloser Weise teurer. Deswegen werden in Deutschland auch keine neuen Kohlekraftwerke, die auch moderner geworden sind, mehr geplant. Die begonnenen Bauten werden nur noch fertiggestellt und - hoffentlich - ans Netz gebracht. Was ist mit Investitionen in diesem Bereich? Egal oder böse, weil moralisch schlechter?

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 10.02.2013 12:21 Uhr

Herr Moogk,

ich habe für Sie auf die Schnelle einen Artikel herausgesucht: "Atomstrom - mit 304 Milliarden Euro subventioniert" - den können Sie im Internet finden. Subventionen sind und bleiben Subventionen, auch wenn das Geld für unterschiedliche Zwecke eingesetzt wird (was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist).

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Sebastian Moogk

Wo wurde die Einspeisung von Atomstrom denn gezielt gesponsort?

Und die Nichteinspeisung finanziell entschädigt? Und die Forschung an der Kernkraft als Subvention zu sehen, lässt auf einen sehr undemokratischen Forschungsstandpunkt deuten. Bei erneuerbaren Energien wird auch kräftig an Unis und großen Forschungsinstituten geforscht. Ich käme aber nicht auf die Idee, diese Forschung, also Arbeit an zusätzlicher Erkenntnis, noch als zusätzliche Subvention zu sehen. Außerdem ist bei der Kernkraft aufgrund ihres Risikopotenzials Reaktorsicherheitsforschung vorgeschrieben, da gibt es also nicht nur Spaß-an-der-Freude-Forschung. Weiterhin wurde mit der Kernkraft angefangen, als es hinsichtlich der Energieversorgung noch ganz anders aussah als heute und das Land noch in einer anderen Wachstumsphase war. Heute ist die Stromversorgung tippitoppi und daher glauben manche, auf Basis dieser guten Versorgung ohne Kenntnis der Risiken ökologistische Experimente wagen zu können.

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Hans-Ulrich Pietz

Vergleich der Jährlichen durchschnittl. Ausnutzung der 9 KKW: Arbeitsausnutzung 88,4%,

Arbeitsverfügbarkeit 89,89%
Zeitverfügberkeit 90,39%
Das Jahr für Jahr.
Nun fehlt der Vergleich mit Wind und Sonnenstrom.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.02.2013 14:08 Uhr
Johann Graf
Johann Graf (hagra) - 12.02.2013 14:08 Uhr

Äpfel und Birnen....

Da bin ich mal auf den Tsunami in Gundremmingen gespannt!

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Harro Bessau
Harro Bessau (Monsun43) - 10.02.2013 10:48 Uhr

35.000.0........

Nein !

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Sebastian Moogk

Wieviel Industrie versorgt denn Jühnde?

Es ist der GAU für die Energiewende? Na hoffentlich. Diese Leute glauben den ewig gleichen linken Mumpitz, der ganze Wohlstand sei wie selbstverständlich existent und müsse nur anders oder "besser" verteilt werden. Sie sollen mal einen ordentlichen Plan vorlegen, wie man derart einen Industriepark mit energieintensiven Branchen zu marktgerechten Preisen versorgt. Diese Menschen glauben, ihr Geld kommt wie selbstverständlich jeden Monat rein. Auf die Art kann man sich auch vom Industrieland wegbewegen. Aber diese Menschen denken, dass das keine Rolle spielt, denn sie halten diesen Wohlstand mittlerweile für selbstverständlich, den behalten wir auch scheinbar, wenn wir nur Energie erzeugen und sonst nix mehr realisieren.

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Ernst-Markfried Kraatz

Recht geschieht ihnen,

wenn sie pleite gehen, diese törichten Öko-Fuzzis! Wenn auch spät, Altmeier ist Erfolg zu wünschen, damit der Subventions-Irrsinn wenigstens etwas gestoppt wird.

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Oliver Schulte

35.000.000.000 kWh

den größten Verdienst haben die Energieversorger,bekommen sie doch jedes Jahr 35.000.000.000 kWh Strom aus Windkraft und Solar in ihre Netze eingespeist und bezahlen dafür keinen Cent.

Der eingespeiste Strom ist zuvor via EEG bezahlt worden, wird aber dann von den Energieversorgern nochmal an die Verbraucher verkauft.

Die Verbraucher zahlen also doppelt für diese 35.000.000.000 kWh.

Die Bundeskasse kassiert noch MwSt und Stromsteuer.

Bemerkt das niemand???

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.02.2013 02:52 Uhr
Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 11.02.2013 02:52 Uhr

herr Schulte, sie glauben den unfug wirklich, den sie hier raus posaunen ??

schon mal überlegt, woher die vielen gutmenschen, die sich insbesondere die gelddruckanlagen der photovoltaik auf ihre dächer geschraubt haben, ihr cash generieren.

das bekommen sie vom lieben EEGgott ?? oder vielleicht doch von den pöööhhsen energieversorgern, denen sie ihren zufallsstrom "vor die füße werfen" mit der rotzfrechen aufforderung, so lieber energieversorger, nun schau mal zu, dass du mein "geniales produkt" an den mann bringst - und vor allem: ich will monatlich von dir mein cash auf meinem konto haben. und was beinhaltet dieses cash >> na klar den subventionsbetrag vom EEGott.

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Michael Drese
Michael Drese (Nico58) - 10.02.2013 21:14 Uhr

noch viel mehr, Hr. Schulte, denn

Sie vergessen die Windkraft oder umgekehrt. Zusammen sind mit PV und Wind 65GW an Leistung insatlliert, so daß vom ca. 1000fachen an Wh/Jahr ausgehen kann, sprich 65.000.000.000KWh. Oder 65TWh! Der Verbrauch lag allerdings 2012 schon bei knapp 600TWh. Tendenz steigend. Gruß M. D.

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Ulrich Schweizer

bedenkliche Entwicklung

Was auffällt auf diesem Bild ist das Fehlen jeglicher Parabolantennen. Da hat man sicher mal ein Verbot gesprochen mit Rücksicht auf den historischen Charakter der Bauten. Und heute verschandelt man diese mit hösslichen Photovoltaikflächen. Wieviel wertvolles Kulturland ging in dieser Gemeinde dem Nahrungsmittelanbau verloren für die Energiegewinnung ?

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Jürgen Schöttle

Endlich kommt Vernunft in die Energiewende

Energie ist für die Gesellschaft und die Volkswirtschaft existentiell,
die Energiewende läuft völlig ungeplant und viel zu schnell, Europa ist nicht
eingebunden, die Transport- und Verteilernetze sind nicht
umgebaut, die ersten Forschungsaufträge für Speichertechnologien sind
gerademal platziert. Es gibt überhaupt keine Vorstellungen von den Effekten von
Smart Grid, E-Mobilität, Kurz- und Langzeitspeicher. Wir brauchen
Speichertechnologien in den nächsten 3-4 Jahren so ab 40 % EE, „Power to Gas,
Gas to Power“ hat mal gerade 30 % Wirkungsgrad und mit dem Prozess kostet die
wiedereingespeiste KWh über einem Euro, das ist volkswirtschaftlich nicht
machbar. Schon heute sind ca. 600.000 Haushalte von der Stromversorgung
abgeklemmt, da sie den Strom nicht bezahlen können. Die EEG verursachen eine
ungeheuere Umverteilung von unten nach oben. Endlich begreifen einige Politiker die Grenzen des weiteren Ausbaues der EE, hoffentlich werden jetzt erstmals die Voraussetzungen geklärt.

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Harald Heitmann

"Energiewende"

Es kann doch wohl nicht sein, daß sich hier Privatpersonen, Kommunen oder Firmen etc., goldene Nasen verdienen (Subventionen), und der Rest der Bevölkerung kann seine Stromkosten nicht mehr bezahlen! Auf diese Art von "Energiewende" kann man getrost verzichten. Eingebrockt hat uns das alles Rot/Grün. Und Schwarz/Gelb mußte dann leider wohl notgedrungen nachziehen.

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Thomas Philippi
Thomas Philippi (mot2) - 09.02.2013 23:19 Uhr

Stellen Sie die Wende auf den Kopf und es regnet

Sternthaler. Die Jünger der Wende, egal welche, haben nur ein Interesse, Flocken, die Flocken ihrer Anvertrauten, nicht ihren warmen Fuss, oder ihre klare Sicht in der Dunkelheit. Auch die Industrie sollte wissen, mit derartigen Bundesgenossen ist schlecht Kirschen essen, sie sollte sich auf ihre eigene Sensorik verlassen.

Die reale Wende, ein Paradigmawechsel hin zu individuellen Wünschen, lässt erahnen wohin die industrielle Reise geht, das Zeitalter der Dinosaurier geht unweigerlich zu Ende. Das wird auch in der Struktur der Energieversorgung gravierende Veränderungen bringen, ganze Prozessstrecken müssen geändert werden.

Die zunehmende Unsicherheit der fossilen Quellen, die Sicherheit und Kostenführerschaft des "shale gases" stellen die Basis, zumindest unsere, in Frage, das Zeitfenster ist klein, der Handlungsdruck wird grösser. Eine 1:1 Umstellung wird nicht gelingen, Pöstchenreiterei ebenso, der Besen muss her.

zum Grusse

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Karl Dietrich Naumann

Die Bauernschaft ist durch Subventionen seit Jahrzehnten versaut,

die haben ein Anrecht darauf , dass sich daran auch in hundert Jahren nichts ändert.
Dazu noch die grüne Mähr von der Zukunfts- und Hochtechnologie, aus Sicht der
Bauern mag das ja noch stimmen, aus Sicht der technischen Profi's ist das Schaum-
schlägerei für die Dummen! Eine Schande, dass sich deutsche Uni-Ingenieure mit
diesen Primitiv-Technologien beschäftigen müssen.

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ingolf hofmann

auf den kopf gestellt

Stoßweiser Wind- und Sonnenstrom führt zu einer paradoxen Situation: Erst jüngst zahlten große deutsche Stromerzeuger erhebliches Geld nach Österreich dafür, dass Windstrom überhaupt abfließen konnte, in die dortigen Pumpspeicherwerke. Rund zwei Tage lang gab es zu viel Wind.
Gleichzeitig produzert der größte europäische Wasserkrafterzeuger, die österreichische Verbund AG, zu teuer, weil andere Strom quasi verschenken müssen. Und dieser verschenkte Strom wird dann auch noch mit enormen Summen subentioniert...
Im Kontext dazu: Strom aus schmutziger Braunkohle ist derzeit preislich absolut der Renner, die Kraftwerke im deutschen Osten glühen förmlich.

Eine Korrektur ist absolut angebracht, sonst fliegt das gesamte Preisgefüge auseinander - und die Umwelt nimmt auch noch schaden.

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Wilhelm Stock

Autark?

Mich würde wundern, wenn dieses Wunderdorf ohne Netzanschluss auskommen würde...
So funktionierts: Überschuss-Solarstrom ins Netz, der Stromkunde zahlt...
In windstillen Nächten wird kräftig Kohle- und Atomstrom gebraucht..

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Wolfgang Richter

Überfällig

Reformen der sinnfreien und ideologisch aufgeladenen Energiewende aus dem Hause Trittin sind überfällig.
Und wer sich auf eine fröhliche Zukunft als Dauer-Subventions-Absahner eingerichtet hat, bekommt hoffentlich eine kalte Dusche.
Wie wäre es mit einer Netz-Stabilitätsabgabe für den, der völlig unregelmäßig und netzdestabilisierend alternative Energien liefert?

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Edda Kuhlmann

Planungssicherheit aufgrund von Vertraegen und Zusagen ist sooo von gestern

"wir haben doch all unsere Entscheidungen und Kreditvereinbarungen auf Grundlage einer staatlichen Zusage für 20 Jahre getroffen" - willkommen im neuen Deutschland wo es heute hueh und morgen hott und uebermorgen noch wieder anders ist, wo Vertraege und Abmachungen nicht mal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben sind. Dass es jetzt sogar das Haetschelkind der rotgruengelbschwarzen trifft zeigt wie weit sich Deutschland von einem Rechtsstaat entfernt hat. Verunsicherung allenthalben. Komisch, wenn irgendwann keiner mehr investieren will. Das gleiche laesst sich uebrigens auch ueber die EU sagen und aehnliches ist auch hier in den USA zu erkennen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 20:33 Uhr
Martin Hofmann-Apitius

In der Tat ....

... entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, von einer Regierung eine Nachhaltigkeit in grundlegenden Entscheidungen zu erwarten, die nur wenige Monate, nachdem sie die Laufzeit von AKWs in Deutschland verlängert hatte, die "Energiewende" mit dem vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie auf den Weg brachte.

System- und Richtungswechsel mit derartigen Ausschlägen nennt man gemeinhin "chaotisch", zumindest dann, wenn aus dem "Systemverhalten" kein Muster, keine Regel und kein Prinzip abzuleiten ist. Man bekommt eine Idee vom Ausmaß der Transformationen, die in der promovierten Physikerin Angela Merkel stattgefunden haben müssen, als die Politikerin Angela Merkel begann, ihre Entscheidungsmaximen nur noch an den Empörungs- und Angstwellen in der Gesellschaft zu orientieren.

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09.02.2013, 16:36 Uhr

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