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Ende der U-Haft Früherer Waffenlobbyist Schreiber wieder frei

26.05.2007 ·  Der als zentrale Figur der CDU-Parteispendenaffäre geltende Geschäftsmann Karlheinz Schreiber ist anscheinend aus der Untersuchungshaft in Kanada entlassen worden. Er möchte nach Möglichkeit seine Auslieferung nach Deutschland verhindern. Schreiber behauptet, hierzulande erwarte ihn kein fairer Prozess.

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Der als Schlüsselfigur der CDU-Parteispendenaffäre gesuchte Geschäftsmann Karlheinz Schreiber wird nach Angaben seiner Anwältin wieder aus der Untersuchungshaft in Kanada entlassen.

Ein Berufungsgericht in Toronto entschied am Freitag zu Gunsten des früheren Waffenlobbyisten, sagte Vanessa Christie vom Anwaltsbüro Greenspan der Deutschen Presse-Agentur dpa. Demnach sollte der 72-jährige Schreiber noch am Freitag (Ortszeit) wieder auf freiem Fuß sein.

Schreiber will einer Auslieferung entgehen

Der deutsch-kanadische Geschäftsmann hatte sich am 10. Mai freiwillig in Untersuchungshaft begeben, um bei einer Anhörung Einspruch gegen seine drohende Auslieferung zu erheben. Inzwischen rief Schreiber nach Angaben seiner Anwältin den kanadischen Supreme Court an, um gegen das Urteil des Berufungsgerichts in Toronto anzugehen.

Als Begründung führt er an, dass ihn in Augsburg keine faire Verhandlung erwartet. Er fürchte nach entsprechenden Bemerkungen der deutschen Justiz, vor dem Prozess über Jahre in Untersuchungshaft schmoren zu müssen.

Schreiber gilt in Deutschland als Drahtzieher eines umfangreichen Bestechungssystems. Er kämpft seit sieben Jahren mit allen juristischen Mitteln gegen seine Auslieferung an die Bundesrepublik. In Augsburg liegt eine Anklage wegen Bestechung, Beihilfe zum Betrug und Steuerhinterziehung gegen ihn vor. Er soll dem deutschen Fiskus rund zehn Millionen Euro vorenthalten haben.

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