20.02.2012 · Es ist erstaunlich, dass Walter Scheel jetzt Wulff den Verzicht auf Ehrensold nahelegt, um „verlorenes Vertrauen“ zurückzugewinnen. Zur Würde eines ehemaligen Präsidenten hätte es besser gepasst zu schweigen.
Von Rainer BlasiusSeit fast 33 Jahren erhält Walter Scheel Ehrensold - so die elegante Bezeichnung für jene derzeit 199.000 Euro, die frühere Bundespräsidenten pro Jahr als Ruhebezüge erhalten. Alles Peanuts im Vergleich zu Abfindungen gescheiterter Banker und Wirtschaftsbosse, die Einmalzahlungen in Höhe des Fünfzigfachen und mehr bekommen.
Ehrensold steht auch einem Staatsoberhaupt zu, das vorzeitig „aus politischen oder gesundheitlichen Gründen“ ausscheidet. Nun ließ der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages schon vor Wulffs Entscheidung verlauten, dass ein Rücktritt aus „persönlichen Gründen“ nicht zum Ehrensold berechtige. Aber was ist persönlich? Vielleicht wenn es zu einer rechtskräftigen Verurteilung Wulffs wegen Bestechlichkeit käme?
Das muss man abwarten - und auch darüber wird es dann unterschiedliche Juristenmeinungen geben. Umso erstaunlicher ist es, dass Scheel jetzt Wulff den Verzicht auf Ehrensold nahelegt, um "verlorenes Vertrauen" zurückzugewinnen. Zur Würde eines ehemaligen Präsidenten hätte es besser gepasst zu schweigen, anstatt dem Boulevard eine Schlagzeile zu verschaffen.
Was sind wir doch alle für dumme Menschen...
Astrid Erbenschneider (AESCH)
- 22.02.2012, 16:41 Uhr
Ein Stueck aus dem Tollhaus waere es,
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 20.02.2012, 21:04 Uhr
Ich muss gestehen,....
Ullrich Schnappe (JohnBrown)
- 20.02.2012, 18:23 Uhr
Vertrauen?
Gerhard Rinker (GerdR)
- 20.02.2012, 16:31 Uhr
Das kommt heraus, wenn Berufspolitiker darüber entscheiden sollen, ob
Alvin Vogler (AlvinderVogler)
- 20.02.2012, 16:25 Uhr
Rainer Blasius Jahrgang 1952, Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.
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