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Dossier Weltwirtschaftsgipfel in Genua

19.07.2001 ·  Vom 20. bis 22. Juli treffen sich die Staats- und Regierungschef der sieben führenden Industrienationen und Russlands in Genua. Konfliktstoff gibt es genug. Das FAZ.NET-Dossier.

Von Natascha Lenz
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In diesem Sommer zieht es nicht nur Urlauber nach Italien. Vom 20. bis 22. Juli trafen sich die Staats- und Regierungschef der sieben führenden Industrienationen und Russlands in Genua, um über die Probleme der Weltwirtschaft zu diskutieren.

Klimaschutz und Raketenabwehr waren die politischen Reizthemen beim G8-Gipfel. Für den amerikanischen Präsidenten Bush wurde sein erster Weltwirtschaftsgipfel zum Härtetest. In Italien musste der immer noch skeptisch beäugte Republikaner beweisen, ob er die weltpolitische Tagesordnung dauerhaft bestimmen kann. Bei der parallel laufenden Weltklimakonferenz in Bonn wollten die amerikanischen Unterhändler keinesfalls Kompromisse eingehen.

Vieles hat sich geändert seit dem ersten Gipfeltreffen 1975. Im vergangenen Jahr machten vor allem die Kosten Schlagzeilen. Als „Schaulaufen“ wird der Gipfel inzwischen bezeichnet. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, forderte zu Beginn des Gipfels eine Beschränkung der Teilnehmerzahl. Unzufriedenheit herrscht auch über die Umsetzung der Beschlüsse. Und wer kann sich an die Themenvielfalt von Denver oder Birmingham erinnern?

Ungeachtet aller Kritik verwandelte sich die ligurische Hauptstadt in eine verbarrikadierte Stadt. Die Globalisierungsgegner spielten die Hauptrolle beim Gipfel in Genua. Konfliktstoff genug boten schon die Themen, die die G8-Teilnehmer aus den USA, Kanada, Italien, Frankreich, Großbritannien, Japan und Russland im Gepäck hatten - allem voran die lahmende Weltkonjunktur. Doch die Wachstumsaussichten seien günstig, hieß es im Abschlusskommuniqué.

In unserem Dossier haben wir für Sie die Berichterstattung zum G8-Gipfel zusammengefasst und ziehen eine Bilanz von Genua. Dazu lesen Sie Hintergründe zu den Teilnehmern und zur Geschichte des Gipfels sowie Analysen.

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