http://www.faz.net/-gpf-7oqeg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 26.04.2014, 08:17 Uhr

Diplomaten warnen Syrien soll geheime Chemiewaffenbestände unterhalten

Wenn es stimmt, hat das Assad-Regime gelogen. Syrien soll weiter Chemiewaffen produzieren und geheime Bestände unterhalten, behaupten westliche Diplomaten. Der UN-Botschafter des Landes weist die Vorwürfe zurück.

Syrien kann nach Einschätzung westlicher Diplomaten weiterhin Chemiewaffen produzieren. „Wir sind davon überzeugt, und wir haben entsprechende Geheimdiensterkenntnisse, dass sie nicht alles offen gelegt haben“, sagte ein ranghoher Diplomat unter Berufung auf Informationen aus Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Es handle sich um erhebliche Bestände, sagte er, ohne weitere Details zu nennen. Der syrische UN-Botschafter Baschar Dscha’afari wies die Vorwürfe zurück. Ziel Frankreichs, Großbritanniens und Amerikas sei es vielmehr, ein Druckmittel gegen die Regierung in Damaskus zu behalten.

Im September hatte Syrien unter internationalem Druck eingewilligt, sein Chemiewaffenprogramm zu beenden. Vorausgegangen war ein Giftgasangriff im August in einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, bei dem Hunderte Menschen ums Leben kamen. Der Westen macht die syrische Regierung für den schwersten Giftgasangriff seit einem Viertel Jahrhundert verantwortlich. Die Regierung in Damaskus beschuldigt dagegen Rebellen, das Nervengas Sarin eingesetzt zu haben. Überwacht wird die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Inzwischen wurden mehr als 90 Prozent der deklarierten Bestände ins Ausland gebracht, um dort vernichtet zu werden.

Vermiedene Eskalation

Von Jochen Stahnke

Weder Israels Ministerpräsident noch der Palästinenserpräsident oder der jordanische König haben Interesse an einem Krieg. Doch alle drei stehen ihrem eigenen wütenden Volk gegenüber. Mehr 43

Quelle: wahlrecht.de
Alle Umfragen

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage