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Verwirrung um Papst-Namen : Nur Franziskus!

Der neue Papst nennt sich Franziskus, nicht Franziskus I. Bild: dapd

Franziskus I. heiße der neue Papst, melden die Medien am Mittwochabend weltweit - auch FAZ.NET. Bis die Korrektur aus dem Vatikan kommt: nur Franziskus.

          Der Jubel war immens, als sich der Vorhang am Mittwochabend nach fast einer Stunde öffnete und Kardinalprotodiakon Jean-Luis Tauran verkündete: Habemus papam, wir haben einen neuen Papst. Als Jorge Bergoglio kurz darauf auf den Balkon trat, waren die Meldungen auf der ganzen Welt dieselben: Papst Franziskus I. ist der Nachfolger von Benedikt XVI.

          Oliver Georgi

          Redakteur in der Politik.

          Auch FAZ.NET bezeichnete den Papst am Abend in der Berichterstattung so - bis der Vatikan per Mitteilung korrigierte: Die Bezeichnung „der Erste“ ist nicht offizieller Teil des Namens, der Papst heißt einfach „Franziskus“. Erst, wenn sich ein zukünftiger Papst ebenfalls den Namen Franziskus gibt und damit zu „Franziskus II.“ wird, wird auch Jorge Bergoglio im Nachhinein zu „Franziskus I.“.

          Damit hält der neue Papst es anders als etwa Johannes Paul I., der auf den Zusatz „der Erste“ bestand, obwohl er der erste Papst der Geschichte war, der diesen Namen trug.

          Erster Papst mit neuem Namen seit Jahrhunderten

          Überhaupt geht Franziskus schon zu Beginn seines Pontifikats neue Wege: Er ist der erste Papst seit vielen Jahrhunderten, der sich nicht nach einem früheren Papst benennt, sondern sich einen neuen Namen gibt, der auch nicht aus bereits verwendeten kombiniert wird, wie es etwa Johannes Paul I. und Johannes Paul II. taten. Der letzte Papst, der sich einen völlig neuen Namen gab, war Lando im 10. Jahrhundert.

          Der häufigste Name, nach dem sich die bislang 266 Päpste benannten, ist Johannes (21), danach folgen Gregor (16), Benedikt (15), Clemens (14), Innozenz (13) und Leo (13). Die Besonderheit bei Benedikt wie auch bei vielen anderen Namen in der Papstgeschichte: Benedikt X. (1058 bis 1060) wird je nach Lesart nicht hinzugezählt, weil er im Nachhinein als Gegenpapst eingestuft wurde. In der offiziellen Zählung der Päpste blieb er jedoch bestehen, sodass auf Benedikt IX. Benedikt XI. folgte. Streng genommen ist Franziskus’ Vorgänger, Benedikt XVI., damit nicht der sechzehnte, sondern erst der fünfzehnte Papst mit diesem Namen.

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