Home
http://www.faz.net/-gpf-77mxi
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Konklave in Rom Ein neuer Papst ist gewählt

Nach dem fünften Wahlgang des Konklave steigt um 19.07 Uhr weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle auf. Um 20.12 Uhr wird der Argentinier Jorge Mario Bergoglio als neuer Papst bekanntgegeben. Erstmals kommt das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht aus Europa.

© AP/dpa In Rom steigt weißer Rauch auf - um 19.07 Uhr ist der neue Papst gewählt

Die katholische Weltkirche hat einen neuen Papst. Bereits am zweiten Konklave-Tag wählten die 115 Kardinäle am Mittwoch in Rom mit der notwendigen Zweidrittel-Mehrheit einen Nachfolger des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI..

Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle, dem von der Öffentlichkeit abgeschotteten Wahlort, stieg nach dem fünften Wahlgang um 19.07 Uhr weißer Rauch auf - das Zeichen der erfolgten Wahl. Auf dem Petersplatz brandete unter tausenden versammelten Menschen großer Jubel auf. Die Glocken des Petersdoms begannen zu läuten.

Mehr zum Thema

Der Name des neuen Oberhirten von 1,2 Milliarden Katholiken wurde in der nächsten Stunde auf dem Balkon des Petersdoms vom Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran der Öffentlichkeit mit den Worten „Habemus Papam“ mitgeteilt.

Es ist der 76 Jahre alte Jorge Mario Bergoglio, der sich Franziskus I. nennt. Wenig später wird der Papst sich selber den Menschen auf dem Petersplatz und der Weltöffentlichkeit auf dem Balkon des Petersdoms vorstellen und den Apostolischen Segen Urbi et Orbi, der Stadt und dem Weltkreis, spenden. Erstmals kommt das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht aus Europa.

Jubel auf dem Petersplatz, die Glocken läuten Eine Leserin auf dem Petersplatz liest am Abend die Sonderausgabe der Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“. © AP/dpa Bilderstrecke 

Das Konklave gehörte zu den kürzesten in der Kirchengeschichte. Erst am späten Dienstagnachmittag waren die Kardinäle zum Konklave in die Sixtina gezogen. Schwarzer Rauch stieg nach dem ersten Wahlgang noch am Dienstagabend und am Mittwochmittag nach zwei weiteren Wahlgängen über dem Vatikan auf.

Damit wurde signalisiert, dass diese Abstimmungen erfolglos waren. Der deutsche Papst Benedikt war als erstes Kirchenoberhaupt der Neuzeit am 28. Februar zurückgetreten. Der 85 Jahre alte Joseph Ratzinger hatte seinen historischen Schritt mit nachlassenden Kräften begründet.

© REUTERS, reuters Rom: Habemus Papam

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Franziskus Papst: Trennung von Eheleuten manchmal unvermeidbar

Nach katholischem Verständnis ist eine Auflösung des Ehesakraments unmöglich. Bei einer Generalaudienz hat Papst Franziskus nun Verständnis für eine Trennung geäußert - unter bestimmten Umständen. Mehr

24.06.2015, 16:45 Uhr | Politik
Jorge Bergoglio Wer ist Papst Franziskus?

Wer ist Papst Franziskus? Jorge Mario Bergoglio ist 76, Argentinier mit italienischen Wurzeln, Jesuit - und in Buenos Aires als Kardinal der Armen beliebt. Der erste Papst aus Amerika spricht Deutsch, er hat in Deutschland studiert. Der bisherige Erzbischof der argentinischen Hauptstadt gilt als gemäßigter Konservativer und Gegner der Homo-Ehe. Umstritten ist unter anderem sein Verhalten während der Militärdiktatur in Argentinien. Mehr

13.03.2015, 10:52 Uhr | Gesellschaft
EKD und Bischofskonferenz Annäherung auf sensiblem Boden

Trotz aller Gegensätze: Die Evangelische Kirche in Deutschland und die katholische Bischofskonferenz wollen den 500. Jahrestag der Reformation im Jahr 2017 gemeinsam begehen. In einem historischen Gottesdienst zur Versöhnung sollen sich die Gläubigen gegenseitig um Vergebung bitten für frühere Greueltaten. Mehr Von Reinhard Bingener, Hannover und Daniel Deckers, Frankfurt

28.06.2015, 15:49 Uhr | Politik
Philippinen Hunderttausende bejubeln Papst Franziskus

Am zweiten Tag seiner einwöchigen Reise gibt sich das Oberhaupt der katholischen Kirche volksnah und humorvoll. Mehr

17.01.2015, 10:01 Uhr | Politik
Amerika und Kuba Befreiung von der Vergangenheit

Mit der Wiedereröffnung der amerikanischen Botschaft in Havanna normalisieren sich die diplomatischen Beziehungen der ehemaligen Feinde. Heftige Kritik kommt von den Republikanern. Sie werfen Obama Vermächtnis-Shopping vor. Mehr Von Andreas Ross, Washington

01.07.2015, 18:37 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 13.03.2013, 19:09 Uhr