http://www.faz.net/-gpf-77mxi
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 13.03.2013, 19:09 Uhr

Konklave in Rom Ein neuer Papst ist gewählt

Nach dem fünften Wahlgang des Konklave steigt um 19.07 Uhr weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle auf. Um 20.12 Uhr wird der Argentinier Jorge Mario Bergoglio als neuer Papst bekanntgegeben. Erstmals kommt das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht aus Europa.

© AP/dpa In Rom steigt weißer Rauch auf - um 19.07 Uhr ist der neue Papst gewählt

Die katholische Weltkirche hat einen neuen Papst. Bereits am zweiten Konklave-Tag wählten die 115 Kardinäle am Mittwoch in Rom mit der notwendigen Zweidrittel-Mehrheit einen Nachfolger des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI..

Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle, dem von der Öffentlichkeit abgeschotteten Wahlort, stieg nach dem fünften Wahlgang um 19.07 Uhr weißer Rauch auf - das Zeichen der erfolgten Wahl. Auf dem Petersplatz brandete unter tausenden versammelten Menschen großer Jubel auf. Die Glocken des Petersdoms begannen zu läuten.

Mehr zum Thema

Der Name des neuen Oberhirten von 1,2 Milliarden Katholiken wurde in der nächsten Stunde auf dem Balkon des Petersdoms vom Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran der Öffentlichkeit mit den Worten „Habemus Papam“ mitgeteilt.

Es ist der 76 Jahre alte Jorge Mario Bergoglio, der sich Franziskus I. nennt. Wenig später wird der Papst sich selber den Menschen auf dem Petersplatz und der Weltöffentlichkeit auf dem Balkon des Petersdoms vorstellen und den Apostolischen Segen Urbi et Orbi, der Stadt und dem Weltkreis, spenden. Erstmals kommt das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht aus Europa.

Jubel auf dem Petersplatz, die Glocken läuten Eine Leserin auf dem Petersplatz liest am Abend die Sonderausgabe der Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“. © AP/dpa Bilderstrecke 

Das Konklave gehörte zu den kürzesten in der Kirchengeschichte. Erst am späten Dienstagnachmittag waren die Kardinäle zum Konklave in die Sixtina gezogen. Schwarzer Rauch stieg nach dem ersten Wahlgang noch am Dienstagabend und am Mittwochmittag nach zwei weiteren Wahlgängen über dem Vatikan auf.

Damit wurde signalisiert, dass diese Abstimmungen erfolglos waren. Der deutsche Papst Benedikt war als erstes Kirchenoberhaupt der Neuzeit am 28. Februar zurückgetreten. Der 85 Jahre alte Joseph Ratzinger hatte seinen historischen Schritt mit nachlassenden Kräften begründet.

© REUTERS, reuters Rom: Habemus Papam

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Benedikt XV. Der unauffällige Papst

Nicht nur Armenier sind ihm zu Dank verpflichtet: Jörg Ernesti erinnert an Papst Benedikt XV., der sich als Diplomat im Ersten Weltkrieg Verdienste erwarb. Doch er machte einen folgenreichen Fehler. Mehr Von Bernhard Lang

20.07.2016, 23:23 Uhr | Feuilleton
Brexit Papst fordert Kreativität und Erneuerung für EU

Papst Franziskus hat sich nach dem Brexit-Referendum in Großbritannien zum Zustand der Europäischen Union geäußert. Etwas funktioniere nicht, an der schwerfälligen Gemeinschaft, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf einem Flug nach Rom. Mehr

27.06.2016, 15:18 Uhr | Politik
Italien und seine Katholiken Zeugnis des Beichtvaters

Der emeritierte Ordinarius der Universität Turin Francesco Traniello spannt in seiner Aufsatzsammlung einen großen, immens kenntnisreichen Bogen von der nationalen Einheitsbewegung des Risorgimento bis hin zu Alcide De Gasperi, dem ersten Ministerpräsidenten des Nachkriegsitalien. Mehr Von Ignaz Miller

11.07.2016, 10:29 Uhr | Politik
Notlandung Maschine der Singapore Airlines gerät in Brand

Eine Maschine der Singapore Airlines ist in Brand geraten. Amateuraufnahmen zeigen Rauch und Flammen, die unter dem Rechten Flügel der Boeing 777 ausgebrochen sind. Mehr

27.06.2016, 08:56 Uhr | Gesellschaft
Der andere Kanon (2) Das geheime Lächeln der Königin

Dass er ein Meister der Fotografie ist, sieht man auch in dieser Aufnahme. Dennoch ist sein Porträt von Queen Elizabeth II. und Prince Philip das schlechte Bild eines guten Künstlers. Warum Thomas Struth daran gescheitert ist. Mehr Von Charlotte Klonk

12.07.2016, 21:04 Uhr | Feuilleton