02.03.2013 · Angelo Sodano ist als Dekan der mächtigste unter den mehr als 200 Kardinälen. Papst wird er aber wohl nicht werden. Selbst für manchen Kardinal ist Sodanos Gesicht auch die Fratze des Bösen.
Von Daniel DeckersRichtlinien für Lesermeinungen
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Wie? Womit? Wovor? Vor wem? Zu wessen Gunsten? Welche Belege?
Solange diese Fragen von Ihnen nicht beantwortet sind, Herr Deckers,
bleibt die Metapher "schützende Hand halten.." eine reine
Unterstellung, die verbreitete Vorurteile bedient, wie das Forum zeigt.
Ich erlaube mir, darauf hinzuweisen, daß das "Gesicht der
Kirche" auch meines und Ihres ist, solange die Gläubigen die
Kirche sind und Sie und ich ihr angehören.
..und dieser Entlarvung Sodanos und Ratzingers: Wie kann man noch Vertrauen in dieses System haben? Wie gelingt es einem die Kirche noch zu unterstützen? Ich bitte um ehrliche und aufschlussreiche Antworten!...
Unglaublich ist diese Überschrift und noch dazu die Tatsache, dass
die FAZ eine solche abdruckt. Ihre Aussage „Fratze des
Bösen“ ist sensationsheischend und plump. Sie passt nicht zu
einer FAZ wie ich sie kenne, sondern eher zur BILD-Zeitung oder zu einem
Parteiorgan. Wer sind die die Kardinäle, die solche Aussagen
angeblich tätigen? Es ist durchsichtig, dass Sie Herr Deckers sie
nicht beim Namen bennen.
Wie durch Zufall befindet sich auf der gleichen Seite der FAZ
(Printausgabe) ein Beitrag von Reiner Burger „Gib mir ein
„C“ „. Hier wird der nordrhein-westfälische
CDU-Vorsitzende Armin Laschet zitiert, dass es das Bestreben
„mancher Medien“ sei, mit „Häme und
Fundamentalkritik vor allem an der katholischen Kirche …. auch
die Volkspartei CDU zu schwächen.“ Will die FAZ sich mit den
Worten „Fratze des Bösen“ in solche Gesellschaft begeben?
die Worte der FAZ „die Fratze des Bösen“ empfinde ich als schwerste Kränkung
Der Beitrag stellt m.E. eine Entgleisung 1. Klasse dar, völlig
außerhalb journalistischer Fairness, völlig ungewohnt in der
FAZ - durch die Worte „die Fratze des Bösen“ in
Verbindung mit dem Titel des Beitrags „Gesicht der Kirche“
und dem Porträt des Dekans des Kardinalkollegiums Angelo Sodano.
Als Katholik empfinde ich die Worte als schwerste Kränkung. Bei
einem zu lebenslanger Haft, rechtskräftig verurteilten Verbrecher
kann solche Wertung passen. Aber was hat den Verfasser des Beitrags,
Daniel Deckers, „geritten“, diese Wertung auf den Dekan des
Kardinalkollegiums anzuwenden? Mag er aus seiner Sicht Kardinal Sodano
dies u. jenes ankreiden, so empfinde ich diese Wertung doch als einen
absoluten sprachlichen Missgriff, der der Korrektur bedarf.
Solche Wertung passt in keine Zeitung und schon gar nicht in die FAZ!
Würden solche Worte über einen Muslim oder über wen auch
immer gebraucht werden, würde weltweiter Aufschrei erfolgen. Gelten
solche Regeln ggü. der katholischen Kirche nicht?
Ein Papst, 200 Kardinäle, 13.000 Bischöfe...
an SODANO sieht man vielleicht an deutlichsten, welche Größe und Macht dieser Katolische Multi-Multi-Konzern hat. Er war unter JP II. locker in der Lage, sich mit den verknöcherten Führern der UdSSR anzulegen...und hatte nicht mal Panzerdivisionen (Stalin). Wenn in der Welt irgendwo etwas passiert, die unzähligen Priester berichten es zuerst...nach Rom. Bevor die Geheimdienste der Staaten es merken. Lieblingsdienst war Woytiwa die CIA. Der hat mit denen kräftig am Lebensbaum der Moskowiter gesägt. Mit Erfolg. Die wussten, dass es mit der sowj. Gesellschaft rapide bergab ging -- und Breschenjew in der Superkorruption gerade- zu ertrank. In der BRD wussten man, vergleichsweise, nichts. Wer Macht körperlich erleben will, geht ins Vatikanische Museeum, wenn es mal nicht zu voll ist. Man bekommt dort eine ungefähre Ahnung, wie Macht zum Überleben über 2.000 Jahre hinweg real eingesetzt wird.
Kardinal Sodano die "Fratze des Bösen" zu nennen, ist
unfassbar dreist und skandalös!
Das sind wohl eher die Massenmörder der Geschichte: Hitler, Mao,
Stalin... von denen sich auch einige heutige Politiker noch nicht
losgesagt haben. Die würden ich allerdings gerichtlich gegen eine
solche Beschimpfung iuristisch wehre.
Als kath. Theologe sollte Herr Deckers eigentlich auch wissen, dass
Maria zu keiner Zeit, nicht heute noch in Zukunft , wie kürzlich
wieder von ihm behauptet angebetet wurde, wird, werden wird. Das nenne
ich böswillige Verleumdung. Oder weiß er es nicht besser?
Dann hat er nicht gut studiert und religiös verbindlich praktiziert
@Josef Pieper: "Sage mir, wen du verteidigst, und ich sage dir, wer du bist"
Der eigentliche Skandal ist die zweifache Kinderschänderdeckung an
höchster Stelle im Vatikan durch Sodano und Ratzinger.
Und: Was böse ist, sollte auch böse genannt werden
dürfen. Wenn es Ihnen besser gefällt, dann handelte es sich in
Kirchensprech um schwerste, ungesühnte und nicht bereute,
konsequenzenlose "Sünden" der beiden Herren
Kinderschänderschützer bzw. des Kinderschänders selbst.
In Bezug auf Ihre Marien-Ereiferung sei festgestellt, man kann getrost
davon ausgehen, dass die Mehrheit der ungebildeten Katholiken in der
Welt Maria anbeten. Bei Ihrem Einwand handelt es sich lediglich um eine
semantische Sophisterei, wenn sie meinen, ein Gläubiger würde
genauestens und damit wirklichkeitfremd zwischen anbeten, bitten und
verehren unterscheiden.
Die RKK hat übrigens mit ihren unsäglichen Mariendogmen (Maria
als Gottesgebärerin, als allzeitige Jungfrau, Empfängnis ohne
Erbsünde, Aufnahme in den Himmel mit Leib und Seele) ihre
"Vergöttlichung" gewollt und stets weter forciert.
Das Gesicht der Kirche ist auch meines,
denn die Kirche sind bekanntlich alle Gläubigen;deshalb bitte ich Sie dringend, Herr Deckers, Roß und Reiter zu nennen und Ihre Vorwürfe zu belegen oder sie mit dem Ausdruck des Bedauerns zurückzunehmen.
Alte Kamellen, neu aufgewärmt mit viel Luft.
Und Herr Deckers, für welchen Kardinal ist Sodana "Die Fratze des Bösen"? Namen bitte.
"Vielmehr sehen selbst Kardinäle im Gesicht eines der Ihren
auch die Fratze des Bösen."(FAZnet)
Da muß der Herr Sodano ja wohl aufpassen, dass er nicht in die
Nähe des Chefexorzisten Amorth gerät. Dann wäre es
womöglich um das Böse in ihm geschehen.
Die Nächstenliebe scheint im Hause des Herrn wohl an ihre Grenzen
zu stoßen. Von dem Gebot der Feindesliebe sollte man dort
vorsorglich einmal ganz absehen.
Sodano ist, wie Mixa und Meisner, kein Freund Israels.
Daniel Deckers Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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