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Audienz im Vatikan 15 ungewöhnliche Minuten mit Bruder Franziskus

 ·  Vor rund 6000 Journalisten hat Papst Franziskus im Vatikan erläutert, was er in seinem Pontifikat vor hat - und sich bei den Medienvertretern für ihre Arbeit bedankt. Die waren verblüfft. Es blieb nicht die einzige Überraschung an diesem Tag.

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 17.03.2013 23:23 Uhr

Chavez geht, ein andrer Lateinamerikaner will jetzt für die Armen sprechen

José Bergoglio, der Papa Franz, gefällt mir. Man könnte ihn als einen Vertreter der Vorwärtsbewegung von Lateinamerika zur kontinentalen Einheit und Unabhängigkeit sehen, für die die Namen Chavez, Evo Morales, Christina Fernandez, und natürlich Cuba stehen.

Mal sehen, ob er sich gegen die Kirchenbürokratie und seine Leibwächter behaupten kann. Ich wünsche es ihm.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 17.03.2013 11:16 Uhr

Menschenbild zum Fürchten

Ganz offensichtlich haben viele Forumsteilnehmer (und nicht nur die) katholische Frühlingsgefühle und lassen sich euphorisiert von der Armuts-Idealisierung des Herrn Bergoglio blenden.

Wer sich vom Bescheidenheitsmäntelchen dieses Herrn beeindrucken läßt, will nicht wahrhaben, welch unsägliches, skandalöses, religiös-extremistisches, spalterisches Menschenbild er vertritt, wenn er sich hinter Bloys Aussage "Wer nicht zum Herrn betet, betet den Teufel an." stellt.

Der Mensch erhält seinen Wert nicht durch Armut bzw. Armutslinderung in Verbindung mit religiöser Unterordnung, sondern durch seine diversifizierte Individualität.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.03.2013 00:12 Uhr
Johannes Wahl

Homo noumenon?

Der Mensch als vernunfttragendes Wesen kann sich von den Bedingtheiten, die nicht durch die Natur (≠ soziales Gefüge) hervorgerufen werden, frei machen. Freiheit von Armut ist nicht nötig, um den Menschen als vernunftbegabt auszuweisen.
.
Weil der Mensch als vernunfttragendes Wesen frei ist, kann er seine "Individualität diversifiziert" entwickeln. Nix mit materieller Unabhängigkeit. Wusste schon Kant, der auch nicht gerade der Kinogänger war ;)
.
Und wie gesagt: mit der Individuumskiste kreist der Mensch nur um sich selbst.

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 17.03.2013 23:31 Uhr

Diversifizierte Individualität setzt Freiheit von Armut voraus

Wer nicht ausreichend Nahrung hat, kein sauberes Trinkwasser, keine Kanalisation, keine angemessene Wohnung, keine medizinische Versorgung, kein Zugang zu Bildung, Kultur und Kunst, der kann keine "diversifizierte Individualität" entwickeln. Das gilt für die meisten Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien, als deren Vertreter der Papa Franz auftritt, und für sehr, sehr viele in den wenigen reichen kapitalistischen Ländern.

Wer in Deutschland mit Hartz4 abgespeist wird ("Schaffung eines Niedriglohnsektors" war das politische Ziel der Regierungen ab 1998), der kann nicht ins Kino gehen, nicht in Konzerte, nicht in die Oper.

Diversifizierung setzt Freiheit voraus, und das heißt primär Freiheit von materieller Not. Das grundlegende Menschenrecht ist das auf Leben und körperliche Unvesehrtheit, d.h. auf ausreichende Nahrung, Kleidung und Schutz vor den Unbill des Wetters, sowie Zugang zu medizinischer Versorgung ohne Ansehen der Person, und zu Bildung.

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Johannes Wahl

rele

zum Zitat von Herr Bloy:
Finde ich sehr harmlos. Es kommt darauf an in welchen Kontext er eingebaut ist. Und ob das jetzt ein äußerst fragwürdiger Mensch gesagt hat oder nicht, spielt da eigentlich keine Rolle.
.
Zu dem Mensch von seiner individuellen Vielfalt:
Das genau ist eines der tragischen Probleme der Nachkriegszeit. Der Mensch bleibt in sich. Mit Descartes' Cogito ergo sum wurde der Grundstein gelegt, dass nur der Mensch selbst etwas zählt. Damit schließt er sich selbst aus aus einem personalen Gebilde. Der Mensch ist somit allein. Er ist sich seiner Endlichkeit bewusst und bleibt darin. Er ist quasi gefesselt in der Isolation, denn er kann nicht mehr auf den anderen zugehen.
.
Liturgisch ist dieses der Karsamstag. Damit wird bezeichnet, dass der Mensch nicht zum eigentlichen Leben findet, sondern tot ist. Die Anzeichen für diese Beziehungslosigkeit - jene individuelle Vielfalt - sind heute mannigfach vorhanden.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 17.03.2013 15:37 Uhr

@Johannes Wahl: Identifikation mit einem polemischen Radikalkatholiken fragwürdig

Bedauerlicherweise haben Sie sich mit keinem einzigen Wort zu dem von Herrn Bergoglio zitierten und von mir kritisiertem Satz des Herrn Bloy geäußert. Sie ehrt es, dass Sie dazu lieber schweigen.

Dieser Mann war ein polemischer Radikalkatholik, der als warnender "Prophet" das Ende der Welt kommen sah und der so "schöne" Sätze wie diesen von sich gab:

"Ich lebe, oder besser gesagt: ich überlebe schmerzhaft und wie durch ein Wunder hier in Dänemark, ohne Möglichkeit zu flüchten, unter unheilbaren Protestanten, die kein Licht erreicht hat - und das seit dreihundert Jahren, nachdem sich ihre Nation wie ein Mann und ohne zu zögern auf die Stimme eines schmutzigen Mönchs (gemeint ist Luther) erhoben hat, um Jesus Christus zu verleugnen."(Wiki)

Solche Leute sollte man besser nicht zitieren oder man wird für so jemand gehalten.

Übrigens habe ich als einzige Aussage über den Menschen von seiner individuellen Vielfalt gesprochen, die ihren Wert hat. Was bitte soll daran fürchterlich sein?

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Johannes Wahl

Umgekehrt - Sie verkünden ein Menschenbild zum Fürchten

Das Menschenbild des Christentums ist in der Tat skandlös, weil es den Menschen radikal in den Blickpunkt nimmt. Es ist eben nicht wie im Kommunismus die schiere Masse des Proletariats und es ist auch nicht ein Volk ansich, was den Mensch ausmacht und es ist weder der Wert durch "Armuts(-linderung) in Verbindung mit religiöser Unterordnung" noch die "diversifizierte Individualität". Es schlicht und einfach: Der Mensch - als Abbild Gottes - ist allen anderen Geschöpfen übergeordnet (=Würde), weil er ganz Person ist. Das bedeutet, dass der einzelne Mensch von seinem Person sein her, sich selbst ganz in Beziehung zu seinen Mitmenschen setzt, ohne die er nicht Person sein kann.
Kurz: Der Mensch ist der Weg. Er selbst ist sich in gewisserweiser Herr und ist dennoch eingebunden in seine Beziehung zu den Mitmenschen. Er geht nicht als einzelner durch die Welt (das wäre das Individuum), sondern als Person in der Gesellschaft (also in der Masse).
.
Das ist das Menschenbild!

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Torsten Furrer
Torsten Furrer (Toasta) - 17.03.2013 10:03 Uhr

PR Beratung für die katholische Kirche

Hi, mach privat etwas Rapmusik und die Papstwahl hat mich Beeindruckt aus marektingtechnischen Gründen. Konnte es daher nicht lassen, dem neuen Papst ein paar Zeilen mit auf den Weg zu geben: Millionen sehen hin, Milllionen sond so blind, ich frag mich wirklich, bin ich auch Gottes Kind? Wo ich mir sicher bin, dass war ne tolle PR, und dieser weiße Rauch, der hat auch wirklich Fler! Oh,oh, Year, wir haben jetzt nen neuen Papst, der Alte hat seinen Job, halt nicht mehr ganz so cool gemacht. Keine Wissenschaft, dass hat ja auch bei Bond geklappt, so langsam schrumft euer Markt. Euer größter Feind, die Wissenschaft! Ja ich disse hart, gerne auch den Vatikan, den euer Marketing, ist auch wirklich abgefahren! Neuer Name, Neuer Papst, Argentinen - neuer Markt! Imageschaden weg gemacht! Das dumme Volk, hat mitgemacht! Ich habe gut gelacht, dass ist Entertainment...... usw.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.03.2013 13:15 Uhr
Kai-Uwe Lensky

Noch schlimmer tut dies der Dalai Lama.

Und Milliarden sind begeistert.

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Kai-Uwe Lensky

Wenn Sie wissen wolllen, ...

...was wirklich "hart dissen" heißt, dann lesen Sie Martin Luther. Dieser wollte übrigens eine Reform *innerhalb* der katholischen Kirche und keine Kirchenspaltung.

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Heiner Hedelfinger

Au weia ...

"Euer größter Feind, die Wissenschaft!"

Der Spruch würde beim Volkswagen-Doppelpaß in Sport1 am Sonntag-Morgen drei Euro kosten. An Plattheit nicht zu überbieten.

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Cornelia  Holtmann

Ich kann Sie beruhigen, Herr Furrer,

Sie "dissen" nicht hart. Gegen solch trivialen Angriffe muss sich die Kirche noch nicht einmal wehren. Wenn Sie die großen Wissenschaftlern in der Kirche auf "Augenhöhe" angreifen wollen, rate ich Ihnen zu einem Studium, z. B. der Mathematik, der Astronomie, der Philosophie oder der Theologie.

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Juergen Gerhardt

Chance

Auch ich bin Protestant, aber diesen Papst finde ich gut. Er strahlt Freude und Hoffnung aus. Man sollte ihm eine Chance geben. Er wird die Kirche gut führen.

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Friedhelm van Aal

Dies hier, meine lieben Freunde, ist der "Himmel"!

Besser wird es nur, wenn wir alle selber mit "anpacken". Jeder an seinem Platze, um die wichtigsten Probleme unseres Lebensraumes zu lösen.

Kulturelle Vielfalt ist wünschenswert. Die Kirchen gehören dazu.

Papst Franziskus geht hier einen richtigen Weg.

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horst lien

Jorge schon, was nun Franziskus

Als argentinischen Jesuit Jorge Mario Bergoglio tat er dies, und dafür Achtung.
Nun habe ich die Hoffnung, er wird nun weniger päpstlicher als der übliche Papst, Franzikus halt.
Wäre er der Erste, welcher die graue Kutte mit weißer vertauscht und der Gleiche bleibt.
Das er ein Jesuit war (ist), gibt Hoffnung.
Wie er als Papst mit "discretio" umgehen wird, schön wäre es, falls Weiß das neue Grau wird.
Ich gebe Ihnen recht, soweit sogut.

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peter hagedorn

Genau das

Genau so, genau das habe ich mir immer von einen Papst gewünscht. Ich bin begeistert als Protestant.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.03.2013 08:26 Uhr
Andreas Heinz
Andreas Heinz (AHeinz) - 17.03.2013 08:26 Uhr

Dem kann ich...

... ebenfalls als Protestant nichts hinzufügen.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 16.03.2013 20:41 Uhr

Das macht Lust auf mehr

"Papst Franziskus möchte eine „arme Kirche für die Armen“ und für den Frieden."(FAZnet)

Das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Der nächste Kirchenführer kann ja dann eine offene Kirche für die Frauen, für die Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Beziehungsvorstellungen, für die sexuell Selbstbestimmten, für die ehelich Gescheiterten und die ungewollt Schwangeren proklamieren.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 16.03.2013 19:49 Uhr

Unkatholische Tendenzen

"Papst Franziskus möchte eine „arme Kirche für die Armen“ und für den Frieden.(FAZnet)

Wenn der Mann nicht so einen Hang zur Maria hätte und nicht so viel vom Teufel sprechen würde, könnte man meinen, er wäre gar nicht katholisch.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.03.2013 10:27 Uhr
Peter Müller

Woher wissen Sie so genau...

was katholisch? Und was ist an Franziskus' Äußerungen eigentlich genau unkatholisch?

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Michael Hochmuth

Ich bin als "nichtgläubiger"

der das ganze jetzt etwas verfolgt hat begeistert. Warum? Einfach weil ich sehe das ist ein Mensch und keine Figur. Freu mich für die RKK das diese Wahl getroffen wurde. Und als Nachtrag: So einen herzlichen und lachenden Papst hab ich in meinen 59 Lebensjahren noch nie gesehen. Ich wünsche Ihm die Kraft weiter so zu sein. MH

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.03.2013 09:05 Uhr
Cornelia  Holtmann

Ich freue mich darüber, Herr Hochmuth,

dass der neue Papst Ihnen gefällt. Mir gefällt er nicht nur, er war - ungelogen - neben Claudio Hummes mein Wunschkandidat. (Ich war nur auf die Medienberichte hereingefallen, die uns ständig eingeredet haben, es werde wohl ein jüngerer Kardinal gewählt. Man sieht, was von Medienberichten zu halten ist.)

Aber sagen Sie mir doch einmal, welcher Papst für Sie kein "Mensch" war. Jeder einzelne natürlich auf seine eigene Weise: Johannes XXIII. kennzeichnete der Humor. Paul VI., den ich besonders verehre, war ein hochgebildeter und durch und durch gütiger Mann, der unter seinem Amt sehr gelitten hat. Johannes Paul I. ist als der lächelnde Papst in die Geschichte eingegangen. Johannes Paul II. war der kraftvolle, der Öffentlichkeit zugewandte Kämpfer. Und Benedikt XVI. erinnert mich sehr an Paul VI.: hochgebildet, gütig und bescheiden.

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horst lien

Nachfolger Jesu

Jesus, das Vorbild des Papstes doch wohl, war doch gerade der Reformer, welcher dem Reichen empfahl, seine Besitztümer abzugeben, um somit durchs Nadelöhr des Neuen Jerusalem zu gelangen.
Das Herz schlägt wohl am rechten Fleck.
Falls er nun auch der Politik abschwört und sich nur auf Geistiges and Bibelbasierendes beruft, darf er gerne sich als einen Nachfolger Jesu betiteln.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.03.2013 20:04 Uhr
wolf haupricht

Wieso soll er der Politik abschwören...?

Hat er nicht in seiner Kurzpredigt ausgeführt und in seinem bisherigen Leben bewiesen, dass er eben nicht politisch tätig sein will?

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Otto Meier

Wann wird in Deutschland die Kirchensteuer abgeschafft?

An dem Tag werde ich in Erwägung ziehen, mich nochmals mit der Römisch-Katholischen-Kirche zu beschäftigen.

Mal sehen, ob der Papst seinen Worten Taten folgen läßt.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.03.2013 13:10 Uhr
Otto Meier

Ach so!?

Frau Kukla, der Papst ist, wenn ich ihn richtig verstehe, sicherlich ein Gegner von Zwangsbeiträgen. Er setzt wohl eher auf die inneren Werte der Menschen und auf ihre Bereitschaft zu praktizierter Nächstenliebe. Ein Wink aus Rom würde vermutlich ausreichen, die Kirchensteuer in Deutschland abzuschaffen. Und ja, einen solchen Wink erwarte ich.

Herr Roland, welchen Inhalt hat denn eine Kirchensteuer? Verkörpert sie den Glauben? Ohne Kirchensteuer würde sich schnell zeigen, wer christliche Werte aus Überzeugung vertritt. Aber die katholische Kirche in Deutschland stellt da einen ganz anderen Zusammenhang her: Wer nicht zahlt wird aus dem Taufregister gestrichen, exkommuniziert. Katholik sein in Deutschland gibt es nur gegen Geld.

Was Christus wohl dazu sagen würde?!

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Markus Roland

Das können Sie doch selbst!

Um die Kirchensteuer abzuschaffen, da brauchen Sie keinen Papst zu! Treten Sie einfach aus (was Sie vermutlich schon getan haben) - und schon sind Sie sie los.
Die Kirchensteuer ist keine Steuer, obwohl man sie so nennt. Sie ist ein Mitgliedsbeitrag. Was ist dagegen zu sagen? Man muss ja nicht Mitglied sein. Alle möglichen Vereine und Vereinigungen erhaben Mitgliedsbeiträge - stört Sie das auch? Vermutlich nicht. Warum auch??
Dass der Staat den Beitrag einzieht ist allerdings eine Besonderheit. Aber nur eine logistische, ein Service, den der Staat sich teuer bezahlen lässt.
Auf andere Weise ginge es auch und wäre vielleicht auch klarer und einfacher. Würden Sie sich auch gegen Bankeinzug oder Lastschriftverfahren wenden?
Falls nein, dann ist es unterm Strich doch nur das Verfahren, dass Sie stört - aber was sagt das denn über die Glaubwürdigkeit des Papstes oder seiner Kirche? So gut wie nichts. Da geht es um ganz anderes -um Inhalte!

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Emilia Kukla
Emilia Kukla (cq80) - 16.03.2013 20:33 Uhr

Das ist nicht die Sache des Papstes.

Schon Papst Benedikt regte an, in Deutschland die italienische Lösung einzuführen. Ein bestimmter Betrag wird fällig und der Zahler kann entscheiden ob es eine beliebige gemeinnützige Organisation oder aber die katholische Kirche bekommen soll.

Das war nur den deutschen Bischöfen nicht recht, denn die bekommen das Geld aus dem schönen Sammeltöpfchen, nicht etwa der Vatikan oder gar der Papst, damit werden die vielen netten Spielereien in Deutschland bezahlt.

Mit vollem Beutel ist gut Rom-kritisch sein ;)

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 16.03.2013 18:29 Uhr

Hört sich auf jedenfall Sympatisch an

Über den Glauben kann man Denken was man will aber die Beschreibung des ersten Eindruckes hört sich Sympatisch an. Wohl wissend, dass Bruder Franziskus einer der mächtigsten Männer der Welt ist möchte ich auch als Ungläubiger meine Sympatien dafür aussprechen, dass dieser Papst sich nicht selbst überhöht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.03.2013 19:54 Uhr
Björn Palazzo

@Erik Staack, der Mann hat das gelernt

und zwar von der Pike auf; der war Priester, Jesuitengeneral, Bischof, Erzbischhof, Kardinal. Die haben das alle drauf und zwar aus dem ff.

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wolf haupricht

Große Gestalten schaffen es....

mit wenigen Worten mehr zu sagen und zu erreichen als andere mit Büchern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.03.2013 09:32 Uhr
Cornelia  Holtmann

Ich muss widersprechen, Herr Haupricht.

Das Charisma hat natürlich in einer Zeit eine besondere Bedeutung, in der Fernsehbilder um die Welt gehen. Die Kirche verkündet aber eine Botschaft, und diese Botschaft bedarf der Worte und der theologischen Begründung (die natürlich in Worten ausgedrückt werden muss). Aus diesem Grund hat Papst Benedikt den Jubel um seine Person immer schnell unterbrochen und zu den Menschen gesprochen. - Wir werden auch von Franziskus noch viele Worte hören, wie sonst könnte er seine Anliegen vortragen?

Aber missverstehen Sie mich nicht: Auch ich bin von Papst Franziskus begeistert, so wie ich auch von Benedikt begeistert bin. Aus anderen Gründen eben.

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Karl Hammer

Eine gute Gelegenheit mit der Staatskirche in Deutschland Schluß zu machen...

und mit dem Staatsrundfunk gleich mit.
Sowohl die Kirche als auch der Journalismus muß sich den Menschen stellen und sich aus deren Interesse finanzieren.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.03.2013 08:16 Uhr
Cornelia  Holtmann

Sie kennen die Gründe für die "Staatsfinanzierung" der Kirchen, Herr Hammer?

Sie sind Entschädigungszahlungen für die Enteignungen im Zuge der Säkularisierung. Und - wie ein Kommentator schon an anderer Stelle geschrieben hat - "damit kommt der Staat noch ganz gut weg".

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Björn Palazzo

Ich habe Ihre Logik zwar nicht verstanden @Karl Hammer

bin aber trozdem dafür...

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Marcus Fronto

Lost in translation? Das italienische "Voi" ist kein deutsches "ihr/euch"

Nichts gegen den neuen Papst, aber man muss ihn nicht franziskanischer machen, als er tatsächlich auftritt: wenn er die Journalisten in der 2. Person Plural anspricht, ist das noch keine Anmutung von Verbrüderung, wie es im Deutschen wäre, denn es handelt sich um die inzwischen gebräuchliche 'höfliche' Anrede, auch wenn es (wie im Deutschen) auch die 3. Person Plural dafür gibt.

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Gregor Breuer
Gregor Breuer (GrBr) - 16.03.2013 17:42 Uhr

Journalisten sei Dank!

Franziskus hat Recht: religiöse und kirchliche Themen sind nicht so einfach einem auf politisch/gesellschafliche Themen fixierten Publikum zu vermitteln. Ich meine auch, dass es tatsächlich dem einen oder anderen Journalisten in den letzten Tagen gelungen ist, diesen schwierigen Part richtig anzusprechen. Religiöse Themen sind möglicherweise komplexer, man muss sich darauf einlassen, dann werden sie richtig interessant und eröffnen neue Perspektiven.

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Closed via SSO

Ein großartiger Mann, der alle Chancen hat, die Kirche menschlich zu machen und in die Gegenwart

zu führen, ohne dabei den Pfad Gottes zu verlassen.

Ich werde mir immer sicherer, dass er die pädo- und homophilen Exzesse der Kurie und anderer Geistlicher gnadenlos verfolgen wird. Wer so ist, wie Herr Bremer sicherlich zurecht beschreibt, wird sich die Exzesse nicht lange mit ansehen.

Schön auch, dass er den Medien - wiederum anders als Ratzinger - (welt)offen, herzlich und ohne Herablassung begegnet ist.

Die Kirche bewegt sich.

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Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 16.03.2013 17:00 Uhr

Papst Franciscus

wird, das in seinem Pontifikat machen, was er am besten kann: Mensch sein und für andere Menschen da sein - nicht nur für Katholiken!
Die Aussichten, daß er die katholische Kirche massiv beeinflussen wird, sind groß. Die für eine solche Änderung notwendige, durchgreifende Reform der Kurie darf man ihm zutrauen.

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16.03.2013, 16:00 Uhr

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