14.07.2011 · Jürgen Trittin ist der Tonio Kröger der Berliner Republik: Ein bürgerlicher Anti-Bürger. Für ihn gibt es „nur noch bürgerliche Politik, Wähler und Parteien“. Heute soll bürgerlich sein, was früher anti-bürgerlich war. Der Unterschied ist: Die Spinner sind jetzt rechts, die Spießer links.
Von Jasper von AltenbockumRichtlinien für Lesermeinungen
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@ Paul Rabe Die 68er üben das Image des Bürgerschrecks loszuwerden
und es will einfach nicht gelingen.
„..Zustimmung der Jungwählern zu den Grünen..“
Die gehen den Bequemweg ohne sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Wie in der Schule, man plappert das nach, was der Lehrer gerne hören möchte und bekommt eine gute Note.
„Die Atomkraft wird abgeschafft..“
Auch dies, ohne die Folgen zu überdenken und planlos in die Zukunft durch Ideologie.
„...hat klein-bürgerliche Moral ersetzt,...“
und wird durch massenhaften Zuzug derer kompensiert, die noch enger gefaßte Moralvorstellungen mitbringen.
„.."Nation" oder "Vaterlandsliebe"..“
s.o. das Meer der roten Türkenflaggen zu verschiedenen Gelegenheiten in D spricht Bände. Auch hier erfolgt der Ersatz durch Zuwanderer und wird von Grün hofiert, weil das Deutsche dadurch vernichtet wird. Wie nennt man solche Leute?
„'Political Correctness' hat die Moralvorschriften..“
Keineswegs, sie ist Synonym für die Feigheit derer Probleme beim Namen zu nennen und zu beseitigen. Wer ständig vor Problemen davonläuft wird keine Gesellschaft in die Zukunft führen, sondern mit ihr untergehen. Trittin und Co. sind die Vertreter dieses Untergangs, die Totengräber dieses Landes und Sie feiern ihn und dessen Spießbürgerlichkeit.
Sie unterstellen dem Bildungsbürgertum "Arroganz und Überheblichkeit".
Dann zählen Sie Trittin, Künast, Joschka Fischer und andere Grüne wohl ebenfalls zu diesem "Bildungsbürgertum"? Denn deren geballte Arroganz und Überheblichkeit ist doch nicht mehr zu überbieten - auch wenn sie dauernd Kreide fressen, um endlich an die Macht zu kommen.
@ Paul Rabe „..die 68er Generation hatte alle Mühe die Gespenster dieser Zeit zu
vertreiben...“
sie haben sie durch andere ersetzt und im Sinne der alliierten Nachkriegspropaganda zur Geschichtslosigkeit der folgenden Generationen beigetragen. Breche ein Volk indem du ihm seine Geschichte nimmst und ersetze diese durch eine Heilsdoktrin. Durch die 68er wurde ein Sozialismus durch den anderen Sozialismus ersetzt. Beide Sozialisten bewohnen das gleiche rote Haus, benutzen nur andere Eingänge. Trittin, Kretschmann, Roth, Özdemir usw. benutzen die linke rote Tür.
Und noch eines, mit Preußen und dem preußischen Geist haben die Nazis nichts am Hut gehabt. Falls Sie sich daran erinnern, zu den zahlreichen Auflösungen, die nach dem 31. Jan. 1933 anstanden, gehörte auch die Auflösung des preußischen Landtages, die preußischen Tugenden wurden durch nationalsozialistische Doktrinen ersetzt.
Trittin und Co. bekämpfen die Brüder im Geiste, genauso, wie in den 1920er Jahren Kommunisten und Nazis auch.
Bürgerliches Denken hat sich überholt.
Langsam dämmert es auch dem Bildungsbürgertum, dass die Welt sich auch ohne ihre Arroganz und Überheblichkeit dreht, und ihr Einfluß schwindet. Vor allem die Tatsache, dass aus ihrer Schicht immer mehr Trickser und Täuscher von der Öffenlichkeit enttarnt werden, schwächt ihre Vormachtstellung, über die sie immer noch verfügen. Das schlimmste für sie ist: Trittin und die Grünen nehmen langsam ihren PLatz ein und nehmen ihnen ihre Identität. Die vielen Vereinsvorsitzenden, Pfarrer und Gemeindehonorationen sind keine beispielhaften Lebensläufe für heranwwqachsende Generationen. Das Fundament der CDU/CSU und FDP bröckelt und löst sich auf. Die Wähler entscheiden nach Interessenlage und da CDU/CSU und die FDP die Interessen der Massen noch nie vertreten haben, sinkt ihr Anteil in der Bevölkerung, die sie wählen. So einfach ist das.
@ Hans-Jörg Rechtsteiner (hhrr)
schön geschrieben!
(Ärgern Sie sich nicht über die rote Wertung - nicht jeder erkennt Ironie, wenn sie/er sie liest).
@Trummler die 68er waren die Reaktion auf den deutschen "Nero"
Lieber Herr Trummler, sie scheinen da etwas zu verwechseln, der deutsche "Nero" kommt nicht nach den 68ern sondern es gab ihn VOR(!) den 68ern.
Der von ihnen beschriebene wilhelminisch-preussische Geist hat sich in Deutschland ja mit bekannt zerstörerischen Folgen "ausgetobt" und die 68er Generation hatte alle Mühe die Gespenster dieser Zeit zu vertreiben...
Leute wie Trittin sind dadurch an die Macht gekommen, weil eben der "preußische Geist" in solch einer gigantischen Katasprophe endete.
Unser Volk laesst sich von solchen Wuehlmaeusen an der Nase herrumfuehren.
an Jürgen Koll (werther12) Bitte belegen!
Ich kann mir gerne vorstellen, daß grüne Politiker so denken. Aber haben sie dies auch wirklich geäußert?
Mir wäre aber lieber, daß Sie, Hr. Koll, diese Aussage auch mit einer Quelle belegen, als sie immer wieder hier im Forum zu wiederholen. Dadurch wird sie nicht wahrer!
eine heimelige Homestory in der Regenbogenpresse und der Mann erscheint tatsächlich als Demokrat. Aber langsam: Weder der in der Wolle gefärbte Altkommunist Trittin, noch der Dampfplauderer Gabriel haben das Zeug, ihre Existenz als Zivilversager zu verleugnen oder gar zu überwinden. Ihnen fehlt in ihrer gegenwärtigen Verkleidung nämlich die Souveränität eines preußischen Königs, bei dem jeder nach seiner Facon seelig werden sollte. Aber es ist auch richtig, was ein anderer Forist hier schrieb: Es fehlt eine Antwort auf die Spinnereien eines Trittin und die muss zunächst einmal jeder für sich selbst finden, bevor ein Chor daraus wird, der diesen Spinner frei nach Goethe wieder in den Sumpf zurückschickt, aus dem er gekommen ist.
Bueger Trittin ist vor allem ein ganz normaler Mensch!
Man muss ihn erst kennenlernen und wissen, dass er aus der an sich typischen Perspektive der FAZ sehr viel mehr ist nur als ein Berufspolitiker. Das ist er naemlich genau nicht!
Krieg ist Frieden – Freiheit ist Sklaverei
Krieg ist Frieden – Freiheit ist Sklaverei
Newspeak in Orwellschen Dimensionen oder einfach nur der grüne Chauvinismus?
Wie vor kurzer Zeit doziert wurde, sind jene, welche nicht Gutmenschen sind, Bösmenschen. Somit wird in Zukunft unterteilt in Gutbürger und Bösbürger. Wer eigenverantwortlich handelt, Steuern produziert, seinen familiären Verpflichtungen nachkommt; wer in dieser Gesellschaft lebt ohne Aufgabe seiner Individualität wird zur letztgenannten Kategorie gehören.
Die Gutbürger, welche Steuern konsumieren, die Einheitsschule fordern (trotz oder gerade weil keine eigenen Kinder zu beschulen sind), Etatismus predigen und Kollektivismus lieben und jeden, welcher mehr Vermögen hat als sie selbst als Reichen direkt oder indirekt enteignen wollen, werden allerdings bald in der Überzahl sein.
Da bleibt nur noch: Mehr Mittel im Kampf gegen rechts!
Seine Mimik verrät was er denkt
Wer Trittin wirklich kennenlernen will, der achte mal auf seine Mimik bei Disskussionen und speziell bei Talkshows. Es gibt wenig Politiker denen man so gut ansieht wie geringschätzig sie die politische Meinung ihrer Gegner einschätzen. Trittin zeigt zumeist ein süffisantes, permanentes Grinsen und das verziehen des Gesichtes und der Mundwinkel wenn jemand etwas sagt mit dem er nicht konform geht. Seine Fähigkeit offen zuzuhören und das Gesagte auch zu reflektieren und sinnvolles zu übernehmen, ist bei ihm extrem begrenzt. Er hat ein fest strukturiertes Weltbild, aus der er seine Argumentation schöpft. Er wird nie zugeben, wenn er sich mal verrannt hat, denn er betrachtet sowas als politische Niederlage und Demütigung. Für einen Politiker ist das hoch gefährlich denn es fehlt im die Fähigkeit für eine Kurskorrektur, die ein ganzes Land ins Unglück stürzen könnte. Für eine Kanzlerschaft ist er daher völlig ungeeignet.
Aus welchen Gründen auch immer lassen sind menschliche Zivilisationen nicht dauerhaft. Die aktuelle Zivilisation hierzulande beruht auf dem preussischen Gedankengut wie Fleiss, Ordnung, Bescheidenheit, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und dem kriegerischem Geist. Allerdings lässt sich dies nicht ewig auf folgende Generationen vererben. Analog industrieller Dynastien wo die Erben der Krupp Dynastie zum Schluss mehr Interesse an Champagnerbädern hatten, als am Sauerstofffrischen von Stahl, gehen auch ganze Gesellschaften nieder.
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Im Extrem zündete dann ein Kaiser Nero die eigene Stadt an. In Deutschland werden ehemalige KBW Aktivisten wie Trittin und Kretschmann in politische Aemter gewählt. Eine CDU Amokregierung sucht die Gentechnik und die Kerntechnik gänzlich auszulöschen, Fr. V.d. Leyen verfolgt die letzten Familien mit ihrem Hass.
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Vandale
jetzt weis ich warum ich in damals "grün" gewählt habe und heute nicht mehr ... ich bin, wie damals, eigentlich so mit mir "zufrieden" ... und hoffe in dem Sinne: "Immer wenn denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo eine wirklich neue Denkrichtung her".
Die 68er haben gewonnen.
Die Kriegsgeneration ist zusammen mit den von dieser Generation noch vertretenden Moralvorstellungen abgetreten, die folgenden Generationen haben die gesellschaftspolitischen Vorstellungen der 68er übernommen, man sieht es z.B. bei der Zustimmung der Jungwählern zu den Grünen oder auch der aktuellen Politik der Kanzlerin.
Die Atomkraft wird abgeschafft, urbane Freizügigkeit (grade auch im sexuellen Bereich) hat klein-bürgerliche Moral ersetzt, "Nation" oder "Vaterlandsliebe" werden heute nur mit großer Relativierung noch öffentlich betont, das "Militärische" steht unter permanentem Rechtfertigungsdruck, 'Political Correctness' hat die Moralvorschriften der großen Kirchen ersetzt.
Es ist ein vollständiger Sieg und Trittin ist dessen Vertreter. Außer in anonymen Internetforen traut sich keiner noch diesen Sieg irgendwie in Frage zu stellen, wer es dennoch tut der wird öffentlich abgestraft.
Die 68er waren einfach besser als ihre Gegner, sie haben verdient gewonnen.
Ihrem Philosophieren, was bürgerlich ist und was nicht, kann ich beim besten Willen nichts abgewinnen. Und vollends unverständlich ist mir, wie Sie in diese Überlegungen den Altkommunisten Trittin einbinden können. Der kann sich gut verkaufen, mehr aber auch nicht. Sein sozialistisches Gedankengut hat er bis heute nicht abgelegt, kann es aber gut verschleiern. Mit Bürgerlichkeit hat das nicht im Geringsten zu tun.
Ein vorzügliches Politiker-Portrait!
Es zeigt einen der kraftvollsten Hoffnungsträger unter den gegenwärtigen Politikern, dessen Befähigung und Verdienste für das öffentliche Wohl zurecht in aller Munde sind, die Bürgerlichen nicht ausgenommen. Ich bin mir sicher: auch die derzeitige Finanz- und Staatsschuldenkrise, die Herr Trittin stets mit aller Macht zu verhindern bestrebt war, würde sich in seinen geschickten Händen rasch in Luft auflösen, säße er auf der Regierungsbank.
@Dirk Resühr (resus42) Dosenpfand
Das Dosenpfand hat eine Gewisse Umweltministerin Angela Merkel eingeführt, als Sie den Grünen Punkt eingeführt hat. In dem Gesetz stand das ein Einwegpfand eingeführt werden muss falls in einem gewissen Zeitraum die Mehrwegquote nicht steigt.
Der Trittin hat es dann nur umgesetzt.
Im übrigen ist das Einwegpfand nicht so erfolglos. Zwar kaufen wir alle bequem einwegflaschen, statt diese schweren bloden Mehrwegflaschen die man nur in ein paar duzend Geschäften zurückbringen kann, wir lassen sie aber nicht mehr im Wald liegen. Und das ist gut. Da ist dann auch der Unterschied zwischen Wasserflaschen und Joghurtbechern, letzteres isst man in der Regel zuhause.
Eine Entdeckung: Ich bin ein nicht-bürgerlicher Spinner im Sinne von Trittin. Und ich bin so stolz drauf ;-)
Bei aller Abneigung gegenüber Trittin:
Psychologisch strategisch ist der Mann hervorragend.
Nicht zuletzt seiner Strategie der salamischeibenartig das gesamte Spektrum nach links zu verschieben um es dann mit "mittig" zu ettikettieren gebührt - rein als Leistung - Anerkennung. -
Leider wird diese meiner Meinung nach bedenkliche Entwicklung von politisch Andersdenkern immer noch bagatellisiert.
Ihr rein garnichts entgegen gesetzt.
Längst wäre es Zeit gewesen den vielfältigen Begriffsverwirrungen, Bedeutungsverschiebungen mit denen er und Seinesgleichen gearbeitet haben, etwas entgegen zu setzen.