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Extremismus in Deutschland : Ich hasse, also bin ich

Während Rechtsextremisten ihren Hass aus rassistischen beziehungsweise biologistischen Gründen auf die Mitglieder bestimmter ethnischer Gruppen richten, begründen Linksextremisten ihren Hass mit sozialen Argumenten, praktizieren mithin einen „sozialen Rassismus“. Rechts- und Linksextreme neigen also beide zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, haben aber jeweils andere Zielgruppen im Blick.

30-jähriger Krieg : Tränen des Vaterlandes

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges begründete der Westfälische Frieden eine politische Ordnung, in der entweder Krieg oder Frieden herrschte; ein Drittes war völkerrechtlich ausgeschlossen. Heute stehen Cyberwar, Terrorismus und Drohnenstrategie für dieses Dritte. Die klare Ordnung ist verlorengegangen, und es ist nicht absehbar, wie sie wieder- hergestellt werden soll.

Blog | F.A.Z. Essay Podcast : Der katalanische Nationalismus

Zuhören mit Niveau: Jeden Montag gibt der Podcast F.A.Z. Essay politischen und gesellschaftlichen Ereignissen Tiefe und Substanz. Die zweite Folge widmet sich einem der erstaunlichsten Phänomene der jüngeren Geschichte Spaniens – dem katalanischen Nationalismus.

Politik und Populismus : Verteidigung der Politik

Den diskursiven, von Kompromissen gekennzeichneten Modus der Politik zu verteidigen heißt nicht, ihm alles zuzutrauen. Mit Wertkonflikten tut er sich schwer, mit Identitätskonflikten noch schwerer. Ohne sich wirklich Rechenschaft darüber abgelegt zu haben, was es tat, hat sich Deutschland durch die Migrationspolitik beträchtliche Risiken aufgeladen. Sie geben dem Thema „Verteidigung der Politik“ eine ganz neue Dimension.

Krise der SPD : Was tun gegen Sozialchauvinismus?

Einst war es das Ziel linker Parteien, vor allem der Sozialdemokratie, über die Veränderung der sozialen Verhältnisse auch autoritäre Einstellungsmuster einzuhegen. Diese Idee gilt es wiederzubeleben, will man einen weiteren Vormarsch rechtspopulistischer Parteien in Europa verhindern.

F.A.Z. Essay Podcast

Blogs | F.A.Z. Essay Podcast : Die Zukunft beginnt jeden Augenblick

Seitenfüllend, gelehrt, zeitraubend – die Texte auf der Seite „Die Gegenwart“ scheinen auf den ersten Blick nicht zu einer Nachrichtenseite wie FAZ.NET zu passen. Warum es sich trotzdem lohnt, sie zu lesen und ausgewählte Beiträge auch anzuhören, erklärt F.A.Z.-Redakteur Daniel Deckers.

Spanien : Das katalanische Problem

Zu den erstaunlichsten Phänomenen der jüngeren Geschichte Spaniens zählt die Entstehung des katalanischen Nationalismus. Vor gut hundert Jahren war er eine Reaktion auf die Identitätskrise Spaniens. Heute hat er das Potential, die Einheit des Landes zu zerstören.

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  • Vor 70 Jahren : Eine schändliche Operation

    Stalin wollte Rache - und Churchill wollte das Einvernehmen mit ihm nicht gefährden: Wie die britische Armee in den Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Kosaken, Kaukasier, Slowenen und Kroaten aus Österreich an die Sowjetunion und an Titos kommunistische Partisanen auslieferte. Die Geschichte einer Völkerwanderung, die im GULag und in jugoslawischen Massengräbern endete.
  • Russland : Gegen die westliche Gefahr

    In Russland ist derzeit viel von „Eurasien“ die Rede - auch Präsident Putin beruft sich darauf. Woher kommt der Begriff, und welche politischen Vorstellungen sind damit verbunden? Eine ideengeschichtliche Suche, die zu russischen Exilanten Anfang des 20. Jahrhunderts und in das rechtsextreme Milieu der ersten nachsowjetischen Jahre führt.
  • Franz Müntefering und Gerhard Schröder waren die Architekten des Endes von Rot-Grün. Ins Vertrauen zogen sie fast niemanden.

    Das Ende von Rot-Grün : Schröders Neuwahl-Coup

    Am Nachmittag des 22. Mai 2005 war die SPD-Niederlage in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen sicher. Noch am Abend verkündete Kanzler Schröder seine Neuwahlpläne. Es war das Ende von Rot-Grün - eine szenische Rekonstruktion.
  • 70 Jahre Kriegsende : Bonn und der 8. Mai

    Im Mai 1985 glänzte Richard von Weizsäcker mit einer großen Rede aus Anlass des Kriegsendes. Durch die damals als sensationell empfundene gesamtdeutsche Konsensformel „Tag der Befreiung“ gerieten Ansprachen anderer Politiker wie Theodor Heuss, Willy Brandt, Walter Scheel und Helmut Kohl in Vergessenheit. Eine Spurensuche.
  • Ein Mädchen steht in Moskau vor einem Denkmal zu Ehren des Sieges im Zweiten Weltkrieg.

    70 Jahre Kriegsende : Das zerklüftete Gedenken

    Kein anderes Datum eint die Russen so sehr wie der am 9. Mai begangene „Tag des Sieges“ im Zweiten Weltkrieg: Der Schmerz über die Millionen Toten des deutschen Vernichtungskriegs und der Stolz über die Heldentaten der Vorväter und den eigenen Sieg gingen eine unlösbare Verbindung ein.
  • Deutschland : Die tief zerklüftete Republik

    War die Armut in Deutschland wirklich noch nie so ausgeprägt wie derzeit? Und die regionale Zerrissenheit noch nie so groß? Warum irreführende Armutspolemik niemanden weiterbringt.
  • Gesellschaft : Fremd im eigenen Land?

    Das Problem, auf das Bewegungen wie Pegida oder neue Parteien wie die Piraten und die AfD reagieren und das ihren Nährboden bereitet, sind nicht die Flüchtlinge, die Ausländer oder die Muslime, selbst wenn deren Anhänger das glauben mögen und deren Organisatoren das geschickt vorgaukeln.
  • Gesellschaft : Die Kraft der Religion

    Die öffentliche Präsenz von Religion in Deutschland bewegt sich in diesen Tagen zwischen Trost und Terror. Soll sie deshalb Privatsache werden - oder ihr Wahrheitspotential offensiver zur Geltung bringen? Eines ist sicher: Mehr denn je brauchen wir in Deutschland wie in Europa Orte und Zeitpunkte der öffentlichen Auseinandersetzung mit Religion.
  • Fürst im Spiegel: Bismarck-Denkmal im Alten Elbepark,m Hamburg

    Wolfgang Schäuble : Politik ist die Lehre vom Möglichen

    Beschäftigt man sich mit Bismarcks Politik in seiner Zeit, dann wird man weiser für den Umgang mit unseren heutigen Problemen. Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen. Ein Gastbeitrag von Wolfgang Schäuble.
  • Russische Kampfflugzeuge über dem Roten Platz während der Siegesparade am 9. Mai 2010.

    Sicherheitspolitik : Das Prinzip Abschreckung

    Die russische Aggression in Osteuropa, aber auch die drohende Nuklearisierung des Nahen Ostens lassen dem Westen keine Wahl. Es ist höchste Zeit, die Lektionen der Vergangenheit zu lernen. Nur sollten es die richtigen sein.
  • Ukraine-Konflikt : Russlands neokoloniales Projekt

    Das russische Projekt, die Ukraine und die Europäische Union im Namen einer anderen Weltordnung zu zerstören, sollte weder schockieren noch verwirren. Immerhin beruht es auf einem zutreffenden Geschichtsverständnis. Ein Gastbeitrag.
  • Studie zum Linksextremismus : Gegen eine offene Gesellschaft

    Gegen „rechts“ zu sein ist Pflicht, „links“ zu sein oft mehr als eine harmlose Neigung. Linksradikale und linksextreme Einstellungsmuster sind in Deutschland weit verbreitet.
  • Kurienreform : Reform an Haupt und Gliedern

    Um die 15 „Kurienkrankheiten“ zu heilen, müsste Doktor Franziskus nur in die Geschichte der Kirche schauen: Gegen Gier nach Macht und kalten Bürokratismus helfen bewährte Modelle kollegialer Entscheidungsfindung wie das Konsistorium und die Kongregation für die außerordentlichen kirchlichen Angelegenheiten.
  • Facebook und Datenschutz : „Du hast es in der Hand“

    Vorratsdatenspeicherung, Echtzeit-Überwachung, Erstellung von Persönlichkeitsprofilen, Auswertung und Zusammenführung von Nutzerdaten: Politiker würden für entsprechende Gesetze geächtet,westlichen Geheimdiensten soll all das verboten sein. Die etwa 25 Millionen deutschen Facebook-Nutzer aber haben in diesen Tagen sehenden Auges in dieses und noch viel mehr eingewilligt. Wir dokumentieren die neue Datenrichtlinie in Auszügen.
  • Nach den Anschlägen von Paris versammeln sich tausende Menschen zu einer Mahnwache für ein „weltoffenes und tolerantes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit“ am Brandenburger Tor in Berlin.

    Zulässige Religionskritik : Ein Integrationshindernis ersten Ranges

    Die Handhabung des „Blasphemie“-Paragraphen 166 durch die Justiz ist völlig unbefriedigend. Diffamierung von Religion im Namen von Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit kennt in Deutschland praktisch keine Grenzen.
  • „Freund der letzten Minute, der nicht gewusst haben wird, was er tat“: Sieben Mönche des Klosters Notre-Dame de l’Atlas wurden 1996 von der islamistischen GIA entführt und ermordet; einer von ihnen verzieh den Mördern in seinem Testament.

    Islam und Gewalt : Die Linke im Muff von tausend Jahren

    Man konnte aus Algerien berichten, was man wollte, die kleine linke Dynastie im Frankfurter Nordend wollte von einem verknöcherten Islam nichts wissen. Sie sagte: Wer den Islam angreift, greift die Muslime an. Ein Weggefährte berichtet.
  • Diskussion über Burka-Verbot : Die Grenzen der Toleranz

    Soll es Frauen in Deutschland per Gesetz verboten sein, die Burka zu tragen? Die Parlamente in Frankreich und Belgien haben es so gewollt – mit zweifelhaften Begründungen und fragwürdigen Folgen.
  • Staat und Recht : „Wir hatten Gerechtigkeit erhofft ...

    ... doch bekommen haben wir den Rechtsstaat.“ Hat die DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley mit ihrer Klage wohl recht? Oder ist sie nicht vielmehr ungerecht gegenüber dem freiheitlichen Verfassungsstaat, der alleine vor allzu großen Irrtümern und Ungerechtigkeiten bewahren kann?