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Spanien : Das katalanische Problem

Zu den erstaunlichsten Phänomenen der jüngeren Geschichte Spaniens zählt die Entstehung des katalanischen Nationalismus. Vor gut hundert Jahren war er eine Reaktion auf die Identitätskrise Spaniens. Heute hat er das Potential, die Einheit des Landes zu zerstören.

Russlands Schicksalsjahr 1937 : Stimmzettel gegen Volksfeinde

Das Muster aller Wahlen im Ostblock war keine Farce, sondern die Einübung in einen Akt der Unterwerfung: Wie die Massenmobilisierung vor der Wahl des Obersten Sowjets am 12. Dezember 1937 und der Massenmord des Großen Terrors zusammenhängen.

Kolumbien-Kommentar : Krieg und Frieden

Die Bürger in Venezuelas Nachbarstaat Kolumbien haben die Wahl – im eigentlichen Sinn der Wortes. Die Präsidentschaftskandidaten decken ein weites politisches Spektrum ab. Eine Garantie für Frieden ist das aber nicht.

Abtreibungsverbot in Irland : Ein Triumph, aber noch kein Sieg

Die große Mehrheit für die Abschaffung des Abtreibungsverbots in Irland ist ein Triumph für die Freunde der offenen liberalen Gesellschaft. Ein Wendepunkt für Europa ist das aber noch nicht.

Merkel in Peking : In Chinas Arme

Im neuen großen Spiel der Mächte steht Europa ungewohnt einsam da. Gewicht bekommt seine Außenpolitik nur durch Einigkeit.

Reaktion auf Bamf-Skandal : Seehofers Brandschneise

Der Bundesinnenminister setzt ein Zeichen, um vom Bamf-Skandal nicht erfasst zu werden. Doch nicht nur im Willkommensmilieu Bremens ist die konsequente Abschiebung eher die Ausnahme als die Regel.

Italien-Kommentar : Riskantes Experiment

Vielleicht bleibt das Unheil ja aus. Doch wer sich an die Krise erinnert, in die Griechenland die EU stürzte, den kann es nicht kalt lassen, dass Italien eine Politik der Verantwortungslosigkeit und der Illusion betreibt.

Kommentar : Über Jahre weggeschaut

Die Verfehlungen im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mindern das Vertrauen in die Politik weiter. Jahrelang scheinen die Verantwortlichen Probleme ignoriert zu haben – sind die kriminellen Manipulationen nur die Spitze des Eisbergs?

AfD : Alice Weidel und das Lachen im Halse

Die Reden der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel sind entweder hämisch oder zornig. Das Gift ihres „Kopftuch-Mädchen“-Satzes hat vor Jahren jedoch ein anderer in die Debatte geträufelt. Ein Kommentar.

Kommentar : Der wahre Meister

In der Niederlage zeigt sich Größe. Das gilt nicht nur für millionenschwere Fußballer, sondern auch für Investmentbanker, Vorstandsvorsitzende oder Politiker.

Bundeswehr : Du sollst nicht morden

Als Berufsarmee des seit 1990 vereinten Deutschlands braucht die Bundeswehr nicht nur einen neuen Traditionserlass. Unabdingbar ist auch ein Ethik-Kodex. Ein „Staat im Staat“ wäre nicht hinnehmbar. Es gilt nicht nur der Primat der Politik und des Zivilen, sondern auch des Zivilisatorischen, also des Humanum.

Vereinigte Staaten : Die Revolution findet nicht statt

1917 führte Präsident Woodrow Wilson die Vereinigten Staaten in die Weltpolitik. Hundert Jahre später versprach Donald Trump einen radikalen Wandel. Das fällt ihm schwerer als von manchen erhofft und von vielen befürchtet.

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  • Sterbehilfe : Selbstbestimmt sterben - aber wie selbstbestimmt?

    Ein genereller Anspruch auf ärztliche Suizidhilfe setzt wichtige Grundsätze des ärztlichen Ethos außer Kraft. Das gilt aber auch für das Verbot einer gewissenhaften Abwägung, die sich aus der Teilnahme an der Lebensgeschichte eines Patienten und aus dem intensiven Gespräch mit ihm ergibt.
  • Flüchtlingskrise : Welt aus den Fugen

    Angesichts der geopolitischen Umwälzungen ist Deutschland heute deutlich offener und risikobereiter als viele andere Staaten. Doch ohne Grenzen und Begrenzbarkeit entfällt eine zentrale Voraussetzung des offenen Verfassungsstaates. Ein Gastbeitrag.
  • Demokratie : Erwartungen, Enttäuschungen

    Die repräsentativ verfasste Demokratie ist wie keine andere politische Ordnung darauf angewiesen, dass alle Beteiligten jedenfalls im Kern verstehen, was sie ist und was sie ihnen abverlangt.
  • Staat und Religion : Der Protestantismus in der deutschen Demokratie

    Anders als etwa in den Vereinigten Staaten oder in Skandinavien hatte sich der Protestantismus in Deutschland mit der Demokratie als Staatsform ungleich schwerer getan. Manches Ressentiment ist noch heute zu spüren.
  • Recht und Moral : Konfuzius, der Koran und die Gerechtigkeit

    Warum die Behauptung falsch ist, die Einforderung von Menschenrechten überall in der Welt sei westlicher Kulturimperialismus - und warum es eine alle großen Kulturen einschließende Grundlage für ein Weltrecht gibt.
  • Deutschland : Unter Druck

    Der deutsche Sozialstaat ist ohne Blaupause entstanden - und scheint noch heute nicht daran interessiert, ein angemessenes Bild seiner selbst zu gewinnen.
  • Energiewende : Deutschland, gutes Klimaland?

    Wenn schon „Dekarbonisierung“ der Weltwirtschaft, dann richtig: Solang erneuerbare Energien nicht dazu genutzt werden, die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen zu verringern, ist die Atomkraft die „Brückentechnologie“ der Wahl.
  • Deutschland : TTIP: Von Gewinnern und Verlierern

    Über kaum ein politisches Projekt wird diesseits und Jenseits des Atlantiks so viel gestritten wie über das geplante Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen TTIP. Worum geht es - und warum?
  • Griechische Schuldenkrise : Gut genährt dank Rousfetia

    In nahezu allen Ländern hat der EU-Beitritt dazu beigetragen, Staat und Wirtschaft zu modernisieren. In Griechenland dagegen hat er einem tief in der Geschichte wurzelnden System des Klientelismus neue Kraft gegeben. Eine Chronik des Desasters.
  • Atomverhandlungen mit Iran : Iran und die Bombe

    Als vor zwölf Jahren die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm begannen, hatten die Europäer noch die Hoffnung, Teheran von der militärischen Nutzung der Kernenergie abhalten und ein atomares Wettrüsten im Nahen und Mittleren Osten verhindern zu können. Was ist daraus geworden?
  • Krieg gegen Napoleon : Waterloo – ein europäischer Sieg?

    Deutsche und Engländer haben lange darüber gestritten, wem der Erfolg in der entscheidenden Schlacht gegen Napoleon am 18. Juni 1815 zu verdanken sei – den preußischen oder den britischen Truppen? Die Streitkräfte waren so bunt zusammengewürfelt, dass sie eine kleine europäische Koalition bildeten.
  • Vor 70 Jahren : Eine schändliche Operation

    Stalin wollte Rache - und Churchill wollte das Einvernehmen mit ihm nicht gefährden: Wie die britische Armee in den Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Kosaken, Kaukasier, Slowenen und Kroaten aus Österreich an die Sowjetunion und an Titos kommunistische Partisanen auslieferte. Die Geschichte einer Völkerwanderung, die im GULag und in jugoslawischen Massengräbern endete.
  • Russland : Gegen die westliche Gefahr

    In Russland ist derzeit viel von „Eurasien“ die Rede - auch Präsident Putin beruft sich darauf. Woher kommt der Begriff, und welche politischen Vorstellungen sind damit verbunden? Eine ideengeschichtliche Suche, die zu russischen Exilanten Anfang des 20. Jahrhunderts und in das rechtsextreme Milieu der ersten nachsowjetischen Jahre führt.
  • Franz Müntefering und Gerhard Schröder waren die Architekten des Endes von Rot-Grün. Ins Vertrauen zogen sie fast niemanden.

    Das Ende von Rot-Grün : Schröders Neuwahl-Coup

    Am Nachmittag des 22. Mai 2005 war die SPD-Niederlage in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen sicher. Noch am Abend verkündete Kanzler Schröder seine Neuwahlpläne. Es war das Ende von Rot-Grün - eine szenische Rekonstruktion.
  • 70 Jahre Kriegsende : Bonn und der 8. Mai

    Im Mai 1985 glänzte Richard von Weizsäcker mit einer großen Rede aus Anlass des Kriegsendes. Durch die damals als sensationell empfundene gesamtdeutsche Konsensformel „Tag der Befreiung“ gerieten Ansprachen anderer Politiker wie Theodor Heuss, Willy Brandt, Walter Scheel und Helmut Kohl in Vergessenheit. Eine Spurensuche.
  • Ein Mädchen steht in Moskau vor einem Denkmal zu Ehren des Sieges im Zweiten Weltkrieg.

    70 Jahre Kriegsende : Das zerklüftete Gedenken

    Kein anderes Datum eint die Russen so sehr wie der am 9. Mai begangene „Tag des Sieges“ im Zweiten Weltkrieg: Der Schmerz über die Millionen Toten des deutschen Vernichtungskriegs und der Stolz über die Heldentaten der Vorväter und den eigenen Sieg gingen eine unlösbare Verbindung ein.
  • Deutschland : Die tief zerklüftete Republik

    War die Armut in Deutschland wirklich noch nie so ausgeprägt wie derzeit? Und die regionale Zerrissenheit noch nie so groß? Warum irreführende Armutspolemik niemanden weiterbringt.