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Spanien : Das katalanische Problem

Zu den erstaunlichsten Phänomenen der jüngeren Geschichte Spaniens zählt die Entstehung des katalanischen Nationalismus. Vor gut hundert Jahren war er eine Reaktion auf die Identitätskrise Spaniens. Heute hat er das Potential, die Einheit des Landes zu zerstören.

Russlands Schicksalsjahr 1937 : Stimmzettel gegen Volksfeinde

Das Muster aller Wahlen im Ostblock war keine Farce, sondern die Einübung in einen Akt der Unterwerfung: Wie die Massenmobilisierung vor der Wahl des Obersten Sowjets am 12. Dezember 1937 und der Massenmord des Großen Terrors zusammenhängen.

Griechenland-Kommentar : Wozu die EU in der Lage ist

Ein europäisches Krisenkapitel ist nach neun langen Jahren (fürs Erste) abgeschlossen worden. Weil alle Beteiligten am Ende doch an einem Strang zogen. Die Parallelen zur Flüchtlingskrise sind offenkundig.

100 Tage Ministerpräsident : Söders Tanz auf der Rasierklinge

Volldampf, Beißen, Nicht-Weichen: Wie ein Kampfstier auf dem Höhepunkt seiner Kraft ist Söder in die bayerische Staatskanzlei gesprescht. Sein Vorgehen ist riskant. Das zeigt nicht nur der Asylstreit. Ein Kommentar.

Asylstreit-Kommentar : Wege gegen den Andrang

Ankerzentren könnten für die gesamte EU Vorbild sein. Und zeigen, dass schnelle Verfahren, konsequente Rückführung und Abkommen mit den nordafrikanischen Staaten Wege sind, um den Andrang zu kanalisieren.

Flüchtlingspolitik-Kommentar : Die zentrale Frage

Die SPD kann einem leid tun – in der Flüchtlingsfrage findet sie keine Position und wird kaum gehört. Zugleich aber hat sie unter Merkel zahlreiche ihrer Projekte verwirklicht.

Rechtspopulismus-Kommentar : Kein Zaubermittel in Sicht?

Ausgrenzung, Auseinandersetzung, Annäherung, Tolerierung, schließlich die Zusammenarbeit: Die Parteien im Norden Europas haben viele Strategien verfolgt, um mit den Rechtspopulisten umzugehen. Kann das ein Vorbild sein?

EU-Kommentar : Die Grenzen Merkels und Macrons

Nach langem Herausreden hat Berlin endlich eine Antwort auf die Pariser Vorschläge gegeben. Aber der Ertrag ist mager. Und wird sofort unter innenpolitisches Feuer genommen.

Flüchtlings-Kommentar : Wenn Europa nicht handelt

Bayern und Österreich zeigen, wie Grenzsicherung funktionieren kann. Aber bei aller Linzer Liebe: Markus Söder ist Regierungschef eines deutschen Bundeslandes. Außenpolitik ist nicht seine Aufgabe.

Kommentar zum Reformationstag : Luther feiern

Auch wenn viele meinen, Luther solle nicht gefeiert werden: Er war groß. Gemessen daran, wer und was heute als wichtig gilt, einer der größten Deutschen. Grund genug für einen Feiertag.

EU-Kommentar : Der europäische Knoten

Deutschland und Frankreich finden in Meseberg einen vernünftigen Kompromiss. Doch ob der etwas wert ist, ist mehr als ungewiss.

Asylstreit-Kommentar : Kurz vor dem Zusammenstoß

CDU und CSU haben die Kollision noch einmal vermeiden können. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Die Aussichten, dass Merkel Seehofers Forderungen erfüllen kann, sind nicht besonders groß.

Bundeswehr : Du sollst nicht morden

Als Berufsarmee des seit 1990 vereinten Deutschlands braucht die Bundeswehr nicht nur einen neuen Traditionserlass. Unabdingbar ist auch ein Ethik-Kodex. Ein „Staat im Staat“ wäre nicht hinnehmbar. Es gilt nicht nur der Primat der Politik und des Zivilen, sondern auch des Zivilisatorischen, also des Humanum.

Vereinigte Staaten : Die Revolution findet nicht statt

1917 führte Präsident Woodrow Wilson die Vereinigten Staaten in die Weltpolitik. Hundert Jahre später versprach Donald Trump einen radikalen Wandel. Das fällt ihm schwerer als von manchen erhofft und von vielen befürchtet.

Fraktur : Willig

Vom Willigen über den Willfährigen bis zum Willenlosen ist der Weg weit weniger weit als derzeit zum Beispiel von Angela Merkel zu Horst Seehofer.

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  • Parteiensystem : Der Niedergang der Volksparteien

    Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Blütezeit der Volksparteien. Seither trocknen die Individualisierung der Gesellschaft, die Fragmentierung ihrer Öffentlichkeit und die Diversifizierung von Arbeitsmarkt und Anstellungsverhältnissen den gesellschaftlichen Nährboden aller Großverbände aus.
  • AfD : Kultur statt Ökonomie

    Anders als vor vier Jahren entspricht das Wählerprofil der AfD ziemlich eindeutig dem anderer rechtspopulistischer Parteien in Europa. Warum es so kam, wie es kommen musste, und warum es wohl auch so bleiben wird.
  • Gründer der RAF : Radikal, terroristisch – und hochbegabt?

    Der „Tatort“ vom Sonntagabend hat ziemlichen Quatsch über die RAF verbreitet. Der genauen Blick in die Studienakten von Ensslin, Mahler und Meinhof jedoch fördert Interessantes zutage. Ein Gastbeitrag.
  • Teufelswerk? Die Reform des englischen Wahlrechts im Jahr 1831 im Spiegel einer zeitgenössischen Karikatur

    Parteienlandschaft : Auf der Zinne der Parthey

    Die Parteien stehen hierzulande nicht im besten Ruf. Doch neue Nachrichten aus dem politischen Archiv des Vormärz mehren die Zweifel am Mythos eines generellen deutschen Anti-Parteien-Affekts seit dem 19. Jahrhundert. Vor allem Heinrich Heine war ein kritischer Freund der Parteien.
  • Bundeswehr : Staatsbürger in Uniform

    Das Konzept der „Inneren Führung“ steht seit der Gründung der Bundeswehr im Zentrum des Selbstverständnisses der Armee der Bundesrepublik Deutschland. Statisch war es nie.
  • Bundeswehr : Über Kameradschaft in der Bundeswehr – und ihre Erosion

    Massenmedial aufbereitete Skandale stellen für Organisationen immer ein Problem dar, weil plötzlich die vielfältigen „brauchbaren Illegalitäten“ ausgeleuchtet werden. Doch nicht stupides Durchsetzen der von oben verordneten formalen Erwartungen ist Führungsstärke, sondern kluges – oder gar weises – Urteilen mit Blick auf die Frage, wo die Grenze zwischen brauchbaren und für die Armee schädlichen Informalitäten liegt.
  • Vor 150 Jahren : Die Weltzivilisation als Ordnung und System

    Mehr als 40 Teilnehmerländer, mehr als 50 000 Aussteller – die Pariser „Exposition Universelle“ des Jahres 1867 war Ordnung und Panorama der Welt zugleich. Der Glanz des utopischen Projektes währte nicht lange.
  • Migration : Anerkennung durch Differenz

    Migration nach und innerhalb von Europa hat einen wichtigen Anteil daran, dass sich in europäischen Gesellschaften eine neue Klassenstruktur herausgebildet hat. Gilt selbst dafür die neue Formel der postmigrantischen Gesellschaft?
  • DDR-Westgrenze : Ihr verdammten Schweine

    Über die Einführung und den Abbau der tödlichen Splitterminen an der innerdeutschen Grenze entschied DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker souverän. Franz Josef Strauß profitierte davon.
  • Willem Dafoe als Jesus mit Dornenkrone in Martin Scorseses Film „Die letzte Versuchung Christi“

    Blasphemie-Verbot : Eine Schere im Kopf?

    In Dänemark stehen die öffentliche Beleidigung von Religionen und die Schändung religiöser Symbole jetzt unter Strafe. Sollte uns das ein Beispiel sein? Oder haben wir nicht längst ein ungeschriebenes Blasphemie-Gesetz, das von islamistischen Terroristen diktiert wird?
  • Vor 100 Jahren : Erst siegen

    Im August 1917 wollte Papst Benedikt XV. die Oberhäupter der kriegführenden Staaten mit einer Friedensinitiative dazu bewegen, den Selbstmord Europas doch noch zu verhindern. Es kam anders.
  • Besuch aus Paris: Frankreichs Ministerpräsident Pierre Laval und Außenminister Aristide Briand grüßen im September 1931 vom Balkon des Hotels Adlon in Berlin eine schaulustige Menge.

    Weimarer Verhältnisse? (7) : Rätselhaftes Deutschland

    Kontinuität und Wiederkehr: Wie viel von der Weimarer Republik steckt in der heutigen Bundesrepublik? Und was ist von den alten Ängsten der Nachbarn vor den Deutschen geblieben? Welche erwachen wieder angesichts dessen, dass das Land auf der Landkarte des Rechtspopulismus kein weißer Fleck mehr ist? Ein Blick von außen.
  • Zeichnung einer Festungsanlage der Maginot-Linie aus dem Jahre 1940.

    Weimarer Verhältnisse? (6) : Ordnung ohne Hüter

    Die Rede von der „Wiederkehr des Kalten Krieges“ führt in die Irre. Richtig wäre ein Vergleich mit den Konstellationen der Zwischenkriegszeit. Die sind jedoch zu wenig geläufig. Ein Gastbeitrag.
  • „Real Nazis“ heißt das Kunstwerk von Piotr Uklanski, das in der Neuen Galerie in Kassel anlässlich der Weltkunstausstellung Documenta 14 gezeigt wird.

    Weimarer Verhältnisse? (5) : Wie viel NSDAP steckt in der AfD?

    1932 steigt die NSDAP in freien Wahlen von einer rechtsextremen Splitterpartei zur stärksten Kraft auf. Waren die Nationalsozialisten – was Mitglieder und Wähler betrifft – wirklich Ausdruck eines „Extremismus der Mitte“?
  • Populismus : Erst die Moral, dann das Fressen

    Was verbindet die europäischen Rechtspopulisten von Viktor Orbán über Geert Wilders bis zu Marine Le Pen? Die Sorge um das materielle Wohlergehen ist es nicht. Es dominieren kulturelle Motive und Identitätsvorstellungen.