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Die Fondslösung Amerikas Paket

10.10.2008 ·  Das Rettungspaket der amerikanischen Regierung besteht im Kern aus einem Fonds von 700 Milliarden Dollar. Damit soll das Finanzministerium notleidenden Banken „faule“ Kredite und Wertpapiere abkaufen. Im Gegenzug wird der Staat an den geretteten Banken beteiligt.

Von Claus Tigges, Washington
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Das sogenannte Rettungspaket der amerikanischen Regierung besteht im Kern aus einem Fonds von 700 Milliarden Dollar, aus dem das Finanzministerium schöpfen kann. Das Geld, das über die Ausgabe neuer amerikanischer Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt aufgebracht werden soll, wird dem Ministerium schrittweise zur Verfügung stehen. Damit die Staatsanleihen am Markt plaziert werden können, wird die Höchstgrenze der amerikanischen Staatsverschuldung von 10,6 auf 11,3 Billionen Dollar heraufgesetzt.

Die „faulen“ Kredite und Wertpapiere, deretwegen der Fonds ins Leben gerufen wird, sollen den notleidenden Banken vom Finanzministerium so billig wie möglich abgekauft werden. Das soll wahrscheinlich in Form von „umgekehrten Auktionen“ geschehen, in der nicht der Käufer, sondern der Verkäufer steigert: Banken und andere Finanzinstitute können Gebote für ihre Wertpapiere abgeben. Den Zuschlag erhalten jene, die der Regierung den niedrigsten Preis bieten. Das Finanzministerium wird sich dabei auf den Kauf der einfachsten Wertpapiere konzentrieren, die mit Forderungen aus Hypothekenanleihen besichert sind.

Staatliche Beteiligung an den Banken

Die Regierung solle im Gegenzug zur Finanzhilfe an den geretteten Banken beteiligt werden. Dies wird in Form von stimmrechtslosen Aktien geschehen.

Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass spätere Gewinne über die Dividenden an das Ministerium und damit an die Steuerzahler zurückfließen. Von den geretteten Banken soll außerdem nach fünf Jahren eine angemessene Entschädigung verlangt werden, sollten bis dahin über den Verkauf der Wertpapiere und Kredite an private Investoren die ursprünglichen Ausgaben von 700 Milliarden Dollar nicht hereingeholt worden sein. Der Fonds soll außerdem den Hausbesitzern zugutekommen, denen eine Zwangsversteigerung droht, weil sie ihre Hypotheken nicht mehr bedienen können.

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