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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Deutschland und Japan Alte Freunde

 ·  Berlin und Tokio verbindet eine lange, gemeinsame Geschichte. Ihre Werte und Interessen ähneln sich. Aber es fehlt an einer politisch institutionalisierten Verbindung.

Artikel Lesermeinungen (4)

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Gerhard Rohlfs

@A. Rheinhardt: Der japanisch-deutschen Freundschaft steht nichts im Wege

Sicher hat Japan 1914 die Situation ausgenutzt - als Deutschland sich in Europa gegen England, Frankreich und Russland gleichzeitig zur Wehr setzen musste - und die dann schutzlosen deutschen Kolonien Karolinen, Palau, Marianen und Marschall-Inseln besetzt. Aber das sollte man nicht überbewerten, es war schliesslich nicht Japan, welches 1919 den Ungleichen Vertrag von Versailles aufgesetzt hat. Und heute befinden sich die ehemaligen deutschen Südseekolonien auch schon lange nicht mehr im Besitz Japans, sondern der USA, bzw. in deren Abhängigkeit. Die Perle der deutschen Kolonien, Samoa, hatte sich übrigens England über seine damalige Kolonie Neuseeland geschnappt – bis zu Samoas Unabhängigkeit 1962.
Der japanisch-deutschen Freundschaft steht somit nichts im Wege.
Ihrem letzten Satz stimme ich jedoch zu: EU, Euro und Transferunion sind Klötze am Bein der deutschen Volkswirtschaft, hoffen wir, dass wir sie bald abschütteln können.

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Peter Weißenborn
Peter Weißenborn (Agilo) - 27.04.2012 13:01 Uhr

Alte Freunde

Sehr geehrter Herr Frankenberger,
........wirtschaftliche Erfolgsgeschichte;(nur im Westen Deutschlands?)
Sie sollten bei aller Kompetenz in Sachen Außenpolitik nicht das Recherchieren vernachlässigen.
Sehen sie sich bitte dazu z.B. die Jahreszahlen zur Staatsverschuldung beider Deutscher Staaten, auch im letzten Jahr ihrer getrennten Existenz an. Sie sollten dazu auf die Angaben der Deutschen Bank zurückgreifen oder haben sie das etwa längst getan?

Mit freundlichen Grüßen!

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Gerhard Rohlfs

Deutschland und Japan: Die Deutschland plötzlich von außen auferlegte “Führungsrolle”

... besteht ledigl. darin, dass es sich an führender Stelle ausplündern lassen soll – und lässt!
Japan ist ebenso wie D ein US-Vasall, aber nicht wie dieses in ein ganzes Netz von zusätzlichen Abhängigkeiten eingebunden.
Dass Japan eine Plattform wie die EU fehlt, die, wie sich herausstellt, den o.g. Zweck lediglich organisatorisch umsetzt, von wertlosen Target-2-Konten bis hin zu unbeschränkten und unwiderruflichen Rettungsfonds, ist sein Glück.
Von einem 2. dt. Wirtschaftswunder zu reden ist ein Witz angesichts der Tatsache, dass D von seinen Überschüssen buchstäblich nichts behalten darf: Währungsreserven Japans über 1.000 Mrd. USD, Deutschlands, bei höheren(!) Überschüssen, nur ca. 200.
Der Niedergang des Westens betrifft zwar auch D und J, ermöglicht ihnen andererseits, Souveränität zurückgewinnen.
Japan könnte z.B. eine Allianz mit Russland ingehen, sobald dieses die Kurilen zurückgibt.
Richtig ist: D und J haben gemeinsame Interessen und sollten sie gemeinsam organisieren.

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Andreas Rheinhardt

150 Jahre Freundschaft?

"vielleicht sogar eingedenk der hundertfünfzigjährigen Freundschaft in einer gemeinsamen Anstrengung": Es gab keine 150 Jahre Freundschaft: Deutschland und Japan kämpften im 1. Weltkrieg auf verschiedenen Seiten. Und die wirtschaftliche Situation Deutschlands ist höchst fragil: Wenn die Transferunion kommt (und zur Zeit sieht es danach aus), gehen hier die Lichter aus, in Japan hingegen nicht.

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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