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Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Zwischen 1914 und 1918 versank Europa in Trümmern – und die Welt in Chaos. 20 Millionen Menschen fielen dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Unendliches Leid traumatisierte ganze Nationen. Die Folgen prägen uns bis heute.

Ermordung der Herrscherfamilie : Heiliger Zar

Vergangenheit, die nicht vergehen will – auch in Russland. Vor 100 Jahren wurde die Zarenfamilie ermordet. Um sie hat sich ein gespenstischer Kult entwickelt, der bis heute die Politik beeinflusst.

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  • Die französische Armee mobilisierte die letzten Reserven - Pariser Taxis fuhren die Soldaten an die Front

    100 Jahre Marne-Schlacht : Verloren im Nebel des Krieges

    Wenige Wochen nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam der Vormarsch der deutschen Armeen in Frankreich an der Marne zum Stillstand. Doch selbst bei einem Erfolg in der Marne-Schlacht wäre ein Zweifrontenkrieg nicht mehr zu vermeiden gewesen.
  • Erster Weltkrieg : 100 Jahre Tränengas

    Der Erste Weltkrieg hat zweifellos tödlichere Innovationen hervorgebracht als den Einsatz von „Xylylbromid“ oder „Bromessigsäureethylester“, aber trotzdem stehen diese chemischen Verbindungen symbolisch für die Zeitenwende, die sich vor 100 Jahren vollzog.
  • Erster Weltkrieg : Die Schlacht bei Tannenberg

    Während das Deutsche Reich im Westen die Entscheidung sucht, wird Ostpreußen von nur einer Armee verteidigt. Im August 1914 droht die russische Armee die deutschen Truppen einzukesseln. Die setzt bei Tannenberg am 26. August alles auf eine Karte.
  • Die pseudoreligiöse Aufladung des Soldatentodes – hier ein Gedenkblatt von 1915 – trieb der Erste Weltkrieg ins Extrem. Auch darauf konnte Hitler 1939 zurückgreifen, als er die weltgeschichtliche Mission der Deutschen im neuen Völkerkampf beschwor

    1914 und 1939 : Die Kontinuität der Kriegspartei

    Was 1914 gesät wurde, ging 1939 auf: Über den Zusammenhang der deutschen Politik bei den Weltkriegsausbrüchen und über das historiographische Interesse, ihn zu verschleiern.
  • In der 1914 zerstörten Stadt Hohenstein

    Der Erste Weltkrieg : Der fremde Krieg

    Im Gedenken an den Ersten Weltkrieg kommt Osteuropa kaum vor, dabei waren seine Folgen dort einschneidender als im Westen: Er verwüstete riesige Gebiete und veränderte die politische Landkarte von Grund auf. Doch selbst in der Erinnerung der Völker, auf deren Gebiet diese Schlachten ausgetragen wurden, kommen sie nicht vor.
  • Seekrieg 1914-1918 : Der Kerkermeister der deutschen Flotte

    Angesichts der Stacheldrahtwüsten der Westfront wird die maritime Seite des Ersten Weltkrieges meist vergessen. Hier führte die Kaiserliche Marine, eingesperrt in die Nordsee, einen merkwürdigen Krieg.
  • Zumindest in den Großstädten, wie hier in Berlin, war am 01. August auch Begeisterung bei den Menschen zu beobachten

    Erster Weltkrieg : Sekt und Tränen

    Vor hundert Jahren erklärte das Kaiserreich dem Zarenreich den Krieg. Die Reaktionen darauf waren sowohl in der Bevölkerung als auch in der politischen Führung ganz unterschiedlich.

Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg 1914-1918

Als Erster Weltkrieg werden die kriegerischen Auseinandersetzungen vom 28. Juli 1914 bis zum 11. November 1918 bezeichnet. Da die europäischen Großmächte zu dieser Zeit noch Kolonien in aller Welt besaßen und mit unabhängigen Ländern Abkommen geschlossen hatten, wurden Nationen von Nicaragua bis Südafrika und von Neuseeland bis Kuba in den Konflikt hineingezogen.


Das Attentat von Sarajevo


Zur Jahrhundertwende lieferten sich die europäischen Mächte ein Wettrennen um die globale Dominanz. Der Imperialismus war auf seinem Höhepunkt. Großbritannien, Frankreich und Russland schlossen sich zu einem Bündnis (Triple Entente) auf der einen Seite zusammen, das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Italien zum Dreibund auf der anderen Seite.

Als Auslöser des Ersten Weltkriegs wird das Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand betrachtet. Den Habsburgern waren die Unabhängigkeitsbestrebungen Serbiens ein Dorn im Auge und das Land sollte nach dem Attentat bestraft werden. Serbien bat seinen Verbündeten Russland um Hilfe, der wiederum seine Bündnispartner mobilisierte. Auf der anderen Seite traten Deutschland und Italien nun – nicht zuletzt aufgrund des bestehenden Bundes mit Österreich-Ungarn – ebenfalls in den schwelenden Konflikt ein.


Der erste moderne Krieg


In nur fünf Jahren forderte der Erste Weltkrieg weltweit rund 17 Millionen Todesopfer und über 20 Millionen Verwundete. Ganze Landstriche wurden verwüstet, alte Großmächte, wie das Kaiserreich Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich zerfielen. Der Erste Weltkrieg gilt häufig als erster moderner Krieg, in dem Kriegswaffen wie Panzer und U-Boote zum Einsatz kamen.