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Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Zwischen 1914 und 1918 versank Europa in Trümmern – und die Welt in Chaos. 20 Millionen Menschen fielen dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Unendliches Leid traumatisierte ganze Nationen. Die Folgen prägen uns bis heute.

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Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg 1914-1918

Als Erster Weltkrieg werden die kriegerischen Auseinandersetzungen vom 28. Juli 1914 bis zum 11. November 1918 bezeichnet. Da die europäischen Großmächte zu dieser Zeit noch Kolonien in aller Welt besaßen und mit unabhängigen Ländern Abkommen geschlossen hatten, wurden Nationen von Nicaragua bis Südafrika und von Neuseeland bis Kuba in den Konflikt hineingezogen.


Das Attentat von Sarajevo


Zur Jahrhundertwende lieferten sich die europäischen Mächte ein Wettrennen um die globale Dominanz. Der Imperialismus war auf seinem Höhepunkt. Großbritannien, Frankreich und Russland schlossen sich zu einem Bündnis (Triple Entente) auf der einen Seite zusammen, das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Italien zum Dreibund auf der anderen Seite.

Als Auslöser des Ersten Weltkriegs wird das Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand betrachtet. Den Habsburgern waren die Unabhängigkeitsbestrebungen Serbiens ein Dorn im Auge und das Land sollte nach dem Attentat bestraft werden. Serbien bat seinen Verbündeten Russland um Hilfe, der wiederum seine Bündnispartner mobilisierte. Auf der anderen Seite traten Deutschland und Italien nun – nicht zuletzt aufgrund des bestehenden Bundes mit Österreich-Ungarn – ebenfalls in den schwelenden Konflikt ein.


Der erste moderne Krieg


In nur fünf Jahren forderte der Erste Weltkrieg weltweit rund 17 Millionen Todesopfer und über 20 Millionen Verwundete. Ganze Landstriche wurden verwüstet, alte Großmächte, wie das Kaiserreich Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich zerfielen. Der Erste Weltkrieg gilt häufig als erster moderner Krieg, in dem Kriegswaffen wie Panzer und U-Boote zum Einsatz kamen.