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Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Zwischen 1914 und 1918 versank Europa in Trümmern – und die Welt in Chaos. 20 Millionen Menschen fielen dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Unendliches Leid traumatisierte ganze Nationen. Die Folgen prägen uns bis heute.

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  • Farage zum Ersten Weltkrieg : „Waffenstillstand war ein Fehler“

    Der Chef der britischen Ukip-Partei, Nigel Farage, bezeichnet den im November 1918 vereinbarten Waffenstillstand als „Fehler“: „Hätten wir die Deutschen zur bedingungslosen Kapitulation gezwungen, hätte Hitler seine politische Armee niemals in Bewegung setzen können.”
  • Erster Weltkrieg : Langemarck, der verschleierte Irrsinn

    Mit dem Deutschlandlied auf den Lippen opferten sich vor 100 Jahren heldenhaft deutsche Studenten und Schüler bei der Schlacht um ein Dorf in Flandern – dieser Mythos lebt bis heute. Ein großer Unsinn.
  • Erster Weltkrieg : Der Fall von Tsingtao

    Deutschlands chinesische Kolonialträume enden am 7. November 1914. Nach wochenlangen Kämpfen ergeben sich die Verteidiger Tsingtaos einer gewaltigen japanischen Übermacht. Von einem sinnlosen Ringen auf verlorenem Posten.
  • Das einzige Geschoss, das fliegt, ist ein Ball: Eine Erinnerung an den weihnachtlichen Waffenstillstand von 1914

    Fußball an Weihnachten 1914 : Kriegsspiel

    An Weihnachten vor hundert Jahren spielen deutsche und englische Soldaten an der Westfront miteinander Fußball. Ein bleibendes Symbol für den Sport als Gegenbild des Krieges.
  • Gedenken an Ersten Weltkrieg : Ein Mahnmal für alle Gefallenen

    Frankreich weiht eine Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs ein – ohne Unterschied zwischen Freund und Feind. Auch Ehrengäste aus Deutschland sind an der Seite von Frankreichs Präsident Hollande.
  • Die französische Armee mobilisierte die letzten Reserven - Pariser Taxis fuhren die Soldaten an die Front

    100 Jahre Marne-Schlacht : Verloren im Nebel des Krieges

    Wenige Wochen nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam der Vormarsch der deutschen Armeen in Frankreich an der Marne zum Stillstand. Doch selbst bei einem Erfolg in der Marne-Schlacht wäre ein Zweifrontenkrieg nicht mehr zu vermeiden gewesen.
  • Erster Weltkrieg : 100 Jahre Tränengas

    Der Erste Weltkrieg hat zweifellos tödlichere Innovationen hervorgebracht als den Einsatz von „Xylylbromid“ oder „Bromessigsäureethylester“, aber trotzdem stehen diese chemischen Verbindungen symbolisch für die Zeitenwende, die sich vor 100 Jahren vollzog.
  • Erster Weltkrieg : Die Schlacht bei Tannenberg

    Während das Deutsche Reich im Westen die Entscheidung sucht, wird Ostpreußen von nur einer Armee verteidigt. Im August 1914 droht die russische Armee die deutschen Truppen einzukesseln. Die setzt bei Tannenberg am 26. August alles auf eine Karte.
  • Die pseudoreligiöse Aufladung des Soldatentodes – hier ein Gedenkblatt von 1915 – trieb der Erste Weltkrieg ins Extrem. Auch darauf konnte Hitler 1939 zurückgreifen, als er die weltgeschichtliche Mission der Deutschen im neuen Völkerkampf beschwor

    1914 und 1939 : Die Kontinuität der Kriegspartei

    Was 1914 gesät wurde, ging 1939 auf: Über den Zusammenhang der deutschen Politik bei den Weltkriegsausbrüchen und über das historiographische Interesse, ihn zu verschleiern.
  • In der 1914 zerstörten Stadt Hohenstein

    Der Erste Weltkrieg : Der fremde Krieg

    Im Gedenken an den Ersten Weltkrieg kommt Osteuropa kaum vor, dabei waren seine Folgen dort einschneidender als im Westen: Er verwüstete riesige Gebiete und veränderte die politische Landkarte von Grund auf. Doch selbst in der Erinnerung der Völker, auf deren Gebiet diese Schlachten ausgetragen wurden, kommen sie nicht vor.

Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg 1914-1918

Als Erster Weltkrieg werden die kriegerischen Auseinandersetzungen vom 28. Juli 1914 bis zum 11. November 1918 bezeichnet. Da die europäischen Großmächte zu dieser Zeit noch Kolonien in aller Welt besaßen und mit unabhängigen Ländern Abkommen geschlossen hatten, wurden Nationen von Nicaragua bis Südafrika und von Neuseeland bis Kuba in den Konflikt hineingezogen.


Das Attentat von Sarajevo


Zur Jahrhundertwende lieferten sich die europäischen Mächte ein Wettrennen um die globale Dominanz. Der Imperialismus war auf seinem Höhepunkt. Großbritannien, Frankreich und Russland schlossen sich zu einem Bündnis (Triple Entente) auf der einen Seite zusammen, das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Italien zum Dreibund auf der anderen Seite.

Als Auslöser des Ersten Weltkriegs wird das Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand betrachtet. Den Habsburgern waren die Unabhängigkeitsbestrebungen Serbiens ein Dorn im Auge und das Land sollte nach dem Attentat bestraft werden. Serbien bat seinen Verbündeten Russland um Hilfe, der wiederum seine Bündnispartner mobilisierte. Auf der anderen Seite traten Deutschland und Italien nun – nicht zuletzt aufgrund des bestehenden Bundes mit Österreich-Ungarn – ebenfalls in den schwelenden Konflikt ein.


Der erste moderne Krieg


In nur fünf Jahren forderte der Erste Weltkrieg weltweit rund 17 Millionen Todesopfer und über 20 Millionen Verwundete. Ganze Landstriche wurden verwüstet, alte Großmächte, wie das Kaiserreich Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich zerfielen. Der Erste Weltkrieg gilt häufig als erster moderner Krieg, in dem Kriegswaffen wie Panzer und U-Boote zum Einsatz kamen.