13.04.2005 · Der Beitrag zum sechzigsten Geburtstag von Eric Clapton "Der Gottgleiche" (F.A.Z.-Feuilleton vom 30. März) schockierte mich teilweise. Der erste Teil war exzellent, aber dann geriet er immer mehr unter die persönlichen Gefühle des Autors.
Der Beitrag zum sechzigsten Geburtstag von Eric Clapton "Der Gottgleiche" (F.A.Z.-Feuilleton vom 30. März) schockierte mich teilweise. Der erste Teil war exzellent, aber dann geriet er immer mehr unter die persönlichen Gefühle des Autors. Wie kann ein Journalist sagen, daß "Tears in Heaven" eine menschlich anrührende, aber musikalisch inferiore Trauerarbeit sei? Ich glaube, die persönliche Meinung des Autors über Clapton zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Text. Ich möchte keine Gottesverehrung betreiben, aber gerade in den Neunzigern hat er mehr junge Leute zum Musizieren angeregt als jeder andere. Dies kann er seinem "Unplugged"-Konzert verdanken. Angefangen bei den "Bluesbreakers" über "Cream" bis hin zum "Unplugged"-Album sieht man doch, wie er den Blues mitgeprägt hat. Seine Erfolge von seinen persönlichen Schicksalsschlägen abhängig zu machen, finde ich, ist ein groteskes Urteil, das sprachlos macht.
Michael Schmidt, Kassel