25.04.2008 · Fünf Monate vor der Landtagswahl in Bayern muss die CSU um ihre absolute Mehrheit bangen. Einer aktuellen Umfrage zufolge liegt sie bei nur noch 44 Prozent - fast 17 Prozent weniger als 2003. Damit könnte die Ära des Alleinregierens zuende gehen.
Fünf Monate vor der Landtagswahl in Bayern muss die CSU darum bangen, alleinige Regierungspartei zu bleiben. In einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Instituts für Marktforschung für den Sender „Antenne Bayern“ kommen die Christsozialen auf 44 Prozent.
Wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre, würde die Partei nach mehr als 40 Jahren ihre absolute Mehrheit im Parlament verlieren. Bei der Wahl 2003 hatten die Christsozialen 60,7 Prozent eingefahren.
Angewiesen auf Koalitionspartner
Der Umfrage zufolge würde die CSU ihre absolute Mehrheit verlieren und für eine Regierungsbildung auf einen Koalitionspartner angewiesen sein. In der Erhebung liegt die SPD bei 20 Prozent, unverändert zum Februar, die Grünen bei elf. FDP und Freie Wähler kommen jeweils auf neun Prozent. Beide würden ins Maximilianeum einziehen. Die bei vergangenen Landtagswahlen erfolgreiche Linkspartei würde mit drei Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Für die am Freitag veröffentlichte Umfrage hatte das Münchner Institut für Marktforschung mifm im Auftrag von Antenne Bayern von Montag bis Mittwoch rund 1000 Menschen befragt.
In einer Umfrage vor rund zwei Wochen, die der Sender ebenfalls am Freitag veröffentlichte, hatte die CSU in der Wählergunst sogar bei einem Wert von nur noch 40 Prozent gelegen. Dafür waren zwischen dem 4. und 14. April rund 1000 Menschen befragt worden - kurz nach dem endgültigen Aus für den Münchner Transrapid. In der Februar-Umfrage war die CSU noch auf 50 Prozent gekommen.