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Chronik Der Fall Michael Jackson

31.01.2005 ·  Eine Fernsehdokumentation brachte den Fall ins Rollen: Hat sich Michael Jackson des Kindesmißbrauchs schuldig gemacht? Eine Chronik der bisherigen Geschehnisse.

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Der amerikanische Popstar Michael Jackson (46) ist wegen versuchter Entführung und unzüchtiger Handlungen mit einem krebskranken Minderjährigen angeklagt. Die Chronologie des Falles:

Februar 2003: In einer BBC-Dokumentation gibt Jackson zu, mit Kindern im selben Bett zu schlafen. Sexuelle Kontakte zu Kindern bestreitet er.

Juni 2003: Angeblich informiert ein Psychotherapeut die Polizei im kalifornischen Santa Barbara über Vorwürfe, die ein von ihm behandelter Junge gegen Jackson erhebt.

18. November 2003: Die Polizei durchsucht Jacksons Neverland-Ranch
bei Santa Barbara.

20. November 2003: Wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs wird
Jackson verhaftet. Gegen eine Kaution in Höhe von drei Millionen
Dollar kommt er wieder frei.

27. November 2003: Wie bekannt wird, soll der Junge, der Jackson beschuldigt hat, im Februar auf einer Tonaufnahme gesagt haben, der Sänger habe sich ihm gegenüber „nie ungehörig benommen“.

11. Dezember 2003: Nach Berichten des Fernsehsenders CNN sind die
Aussagen des 13-Jährigen zu Gunsten Jacksons durch Einschüchterungen
zu Stande gekommen.

19. Dezember 2003: Die Staatsanwaltschaft klagt Jackson wegen
Kindesmißbrauchs in mehreren Fällen an.

29. Dezember 2003: In einem Interview des amerikanischen Fernsehsenders CBS sagt Jackson, die Eltern des Jungen hätten das Kind aus Geldgier zum Lügen veranlaßt.

16. Januar 2004: Bei seinem ersten Auftritt vor Gericht beteuert Jackson seine Unschuld. Fans feiern den Popstar nach der Anhörung.

April 2004: Die Zeugen-Anhörungen vor einem Geschworenengremium laufen unter Ausschluß der Öffentlichkeit.

22. April 2004: Jackson wird laut US-Medienberichten von der
Geschworenen-Jury wegen Kindesmißbrauchs angeklagt.

27. April 2004: Jackson trennt sich von seinen Anwälten Mark Geragos und Benjamin Brafman und ersetzt sie durch Thomas Mesereau aus Los Angeles.

30. April 2004: Der Popstar wird offiziell in zehn Punkten angeklagt, darunter der versuchten Kindesentführung und obszöner Handlungen an einem Minderjährigen. Anwalt Mesereau plädiert auf „nicht schuldig“.

8. Juli 2004: Mesereau wirft Staatsanwalt Tom Sneddon Zeugeneinschüchterung vor und beantragt die Einstellung des Verfahrens.

28. Juli 2004: Der Beginn des Prozesses gegen Jackson wird auf den 31. Januar 2005 festgelegt.

4. September 2004: Jackson räumt erstmals öffentlich ein, daß er sich das Schweigen von denjenigen erkauft hat, die ihn des sexuellen Mißbrauchs von Kindern beschuldigen wollten.

4. November 2004: Der Popstar scheitert vor Gericht mit dem Antrag, Ankläger Sneddon von seinem Verfahren auszuschließen. Jacksons Anwälte hatten ihren Antrag damit begründet, der Staatsanwalt handele aus „persönlicher Feindseligkeit“.

30. November 2004: Das Gericht am Superior Court in Santa Maria lehnt ohne Angaben von Gründen den Antrag der Anwälte ab, den jugendlichen Kläger erneut psychologisch untersuchen zu lassen.

21. Dezember 2004: Richter Rodney Melville lehnt den Antrag von Jackson-Verteidiger Mesereau ab, den Prozess um drei Monate zu verschieben.

14. Januar 2005: Der wichtigste Zeuge der Anklage im Prozeß gegen den Popstar schildert bei einer gerichtlichen Anhörung detailliert sexuelle Handlungen Jacksons an ihm.

29. Januar 2005: Richter Rodney Melville lehnt die Forderung der Staatsanwaltschaft ab, den inzwischen 15 Jahre alten jugendlichen Kläger nur hinter verschlossenen Türen zu hören. Die Öffentlichkeit wird zugelassen, wenn der Junge seine Vorwürfe gegen Jackson erhebt.

30. Januar 2005: Wenige Stunden vor Prozeßbeginn beteuert Jackson auf seiner Webseite erneut seine Unschuld. In den vergangenen Wochen seien „boshafte Informationen“ über ihn in den Medien aufgetaucht, die „abscheulich und falsch“ seien. Der Popstar reagiert damit auf eine Veröffentlichung aus internen Gerichtsakten, in denen der betroffene Junge angeblich über sexuelle Handlungen Jacksons berichtet.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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