28.07.2009 · Amerika und China reden miteinander. Dabei fällt oft das Wort „Partner“. China ist freilich, da sollte sich niemand etwas vormachen, vor allem ein Wettbewerber.
Von Peter SturmAmerika und China reden miteinander. Dabei fällt oft das Wort „Partner“. China ist freilich, da sollte sich niemand etwas vormachen, vor allem ein Wettbewerber.
Am deutlichsten wird das beim Thema Rohstoffe, an dem eine wachstumsstarke Volkswirtschaft wie die chinesische natürlich besonderes Interesse hat. Aber auch politisch verfolgt Peking eine Strategie, die über die Zwischenstationen Mitsprache und Teilhabe in Richtung Kontrolle und Dominanz zielt. Allein aus diesem Grund wäre es verfehlt, wenn die Amerikaner eine machtpolitische Zweisamkeit mit China zum Zukunftsmodell erhöben.
Nicht alle Nachbarstaaten sind von der Aussicht begeistert, dass China stetig mächtiger wird. Dazu gehören Verbündete der Vereinigten Staaten. Auch wenn Großmächte im Zweifelsfall die Interessen ihrer kleinen Verbündeten zu opfern pflegen, sollte Washington bedenken, dass es dereinst jeden Freund brauchen könnte, den es bekommen kann.
Und China sollte von Verantwortung nicht nur reden, sondern diese wahrnehmen, zum Beispiel im Falle Nordkorea, zum Beispiel im Falle Iran.