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Bis zu 68.000 Euro : Peking belohnt Bürger für Enttarnung ausländischer Spione

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Augen auf! Diese Unterhalter im Shijingshan Amusement Park in Peking verfügen über die perfekte Tarnung, um ausländische Besucher genau zu beobachten. Bild: dpa

Um die Interessen der Volksrepublik zu wahren, setzt Chinas Behörde für Staatssicherheit bei Pekings Bürgern auf ungewöhnliche kapitalistische Reize.

          Bürger Pekings, die bei der Enttarnung von ausländischen Spione helfen, sollen dafür künftig großzügig entlohnt werden. Wie die Tageszeitung „China Daily“ unter Berufung auf die „Bejing Morning Post“ am Dienstag berichtete, kann die Behörde für Staatssicherheit nach einer neuen Regel seit dieser Woche Beträge zwischen 10.000 und 500.000 Yuan (etwa 68 000 Euro) für nützliche Hinweise auszahlen.

          Informationen könnten demnach über eine speziell eingerichtete Hotline, Briefe oder bei einem persönlichen Besuch bei der Behörde gegeben werden. So sich die Hinweise als richtig herausstellen, soll der Informant das Geld innerhalb von 90 Tagen erhalten. Das Verffahren  Die Staatssicherheit stellte in einer Mitteilung fest, dass die Zahl der Menschen, die jedes Jahr nach China ein- oder ausreisen, stetig zunehme. „Inzwischen haben auch ausländische Spionagedienste und andere feindliche Kräfte ihre störenden Aktivitäten in China intensiviert“, weshalb neue Maßnahmen im Kampf gegen Spionage notwendig seien.

          Auch würden einige chinesische Staatsbürger „ihre Nation verraten“ und mit ausländischen Diensten zusammenarbeiten. Peking sei als Hauptstadt der primäre Standort für solche Aktivitäten. Trotz in Aussicht gestellter Belohnung warnte die Behörde zugleich: Informanten, die bewusst andere verleumden oder falsche Informationen verbreiten, müssten mit Strafen rechnen.

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