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CDU und Konservatismus Kalt erwischt

 ·  Wer ist konservativ? Der CDU fällt die Antwort leicht: sie nicht. Sie will eine Partei der Mitte sein, und ihre Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, öffnet sie nach allen Seiten, nur nicht nach rechts. Dabei wäre es an ihr, den Begriff konservativ neu zu definieren - und dann für ihn zu kämpfen.

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Neutrino (Neutrino) - 19.01.2010 02:25 Uhr

@Rabe

Meine Güte, das haben Sie nun von Ihren (früheren) penetranten Kommentaren. Da sagen Sie hier wirklich viel gutes und viel wahres - ganz ohne Ironie, was ich grade so gelesen habe, gebe ich Ihnen durchweg recht. Aber irgendwie haben Sie es wohl hinbekommen, dass eine kritische Masse FAZ.net Leser Ihre Kommentare geradezu reflexartig rot-bewertet. Hey, da issa wieder: der Quoten-Sozi. Liebe Leute, der Herr Rabe hat recht, wenn er von einer zunehmend unkonservativeren Gesellschaft schreibt, und wenn er festhält, dass Teile unseres Sozialstaates von den Konservativen erschaffen wurden. Am Ende hilft es doch sogar, zu verstehen, woher der Wind weht. Die CDU ist paralisiert, geradezu gefangen in den Widersprüchlichkeiten unserer Gesellschaft: Konservative, die den Sozialstaat geschaffen haben, Sozialdemokraten, die ihn abgeschafft haben, Linksextremisten, die für den Kampf gegen Rechts mit den schlimmsten Faschisten unserer Zeit kollaborieren, Grüne, die lieber unseren Planeten und die Zukunft unserer Kinder opfern, als ihre über Jahrzehnte gezüchteten Ideologien, Zeitungen, die über Nacht von rechts nach links wandern, und tagsüber wieder zurück... wer rafft denn noch den ganzen Schwachsinn? Wer gewählt wird, hat recht. Viel Glück.

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Ralf Schneider
Ralf Schneider (ralf61) - 18.01.2010 18:56 Uhr

als Dregger CDU....

... würde die CDU nicht bei 35 % sondern bei 25 oder 20 % liegen.

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Gerhard Dünnhaupt

Die Kanzlerin zwischen den Parteien

Vor der Wahl befand sich Frau Merkel am rechten Flügel der Koalition mit der SPD, aber seit der Wahl sieht sie sich plötzlich am linken Flügel der neuen Koalition. Offenbar sieht sie sich unerschütterlicher Fels in der Mitte, doch böse Zungen könnten dies möglicherweise anders interpretieren.

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jan henkel
jan henkel (imernst) - 18.01.2010 18:07 Uhr

CDU zu sozialistisch!

Stimmt - mittlerweile kann man die CDU ja kaum noch von den Linken unterscheiden. Nur gut, dass es noch so konservative Felsen in der Brandung wie den lieben Herrn Koch gibt. Und gut, dass Herr Koch bei der nächsten Wahl nicht mehr Ministerpräsident wird. Dann kann er nämlich Kanzlerkandidat werden! Mit ihm wird die CDU dann mit Sicherheit ein atemberaubendes Wahlergebnis einfahren. Fragt sich nur in welcher Hinsicht.

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Thomas Seifert

Gemeinsamer Nenner? Wie wär's mit Paranoia?

Der politische Konservativismus leidet an seinem inhärenten Widerspruch: Gegebene Strukturen ebenso erhalten zu wollen wie überkommene Werte. Das Drama ist freilich nur: Die gesellschaftliche Struktur, in der wir leben, ist die "innovativste", ja revolutionärste der Geschichte, wie übrigens schon Marx neidlos anerkennen musste. Es ist der Kapitalismus selbst, der überkommene Werte revolutioniert, indem er immer mehr gesellschaftliche Bereiche den Verwertungsgesetzen des Markttauschs unterwirft: Familie, Privatheit, Kindheit, Bildung etc.
Solange Konservative glauben, Strukturen wie Werte gleichermaßen "konservieren" zu müssen, ist nur ein Ausweg in Sicht: Die Paranoia. Die Schuld am Verfall der Werte wird den Machenschaften irgendwelcher "Linken", "Sozialisten", "Schreiberlinge" o.ä. zugeschoben. Drollig, wenn's nicht so traurig wäre...

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Paul Rabe

@joachim bovier CDU war "antisozialistisch" ?

Herr Bovier, die CDU war schon immer "antisozialistisch" ?
fast alle der heutigen Sozialausgaben des Staates (Rente, Gesundheit, Sozialhilfe etc.) wurden unter CDU Regierungen, insbesondere Adenauer, beschlossen !

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Robert Reiter

Strategie

Die Sache ist relativ einfach: Wenn man sich die Wahlergebnisse der rechten Parteien im Bund anschaut, ist für die Union in der Mitte einfach mehr zu holen, nachdem die SPD sich nach links bewegen muß, wenn sie einen Teil der an die Linken verlorenen Stimmen wieder einfangen will.
Zum echten Problem wird das Ganze erst, wenn ein Mann wie z.B. Sarrazin eine rechtskonservative, aber demokratische Partei gründen würde.
Die hätte sicher auf Anhieb einen Zulauf der dem der Linken entspricht und würde dadurch die Union ähnlich marginalisieren wie es momentan der SPD widerfährt.
Schlecht für's Land wärs wahrscheinlich nicht.

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joachim bovier
joachim bovier (jbovier) - 18.01.2010 14:31 Uhr

Zur sozialistischen Parei umgeformt

Die Versuche Roland Kochs über ein paar antisozialisische Worte zur Arbeitsmarktpolitik den Konservativen in der CDU ein paar warme Worte zu spenden bringen nichts, solange der hessische Ministerpräsident vor der linkslastigen Kanzlerin kuscht, statt den Konflikt, notfalls die innerparteiliche offene Feldschlacht über die inhaltliche Aussrichtung der CDU zu wagen. Die CDU war immer Anti-Sozialistisch! Sie jetzt zur sozialistischen Partei umzuformen heisst sie zerstören und eine neue Partei rechts von ihr zu provozieren.

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Oliver Wirthmann

Das ist bitter

Das ist bitter! In der Tat, auf alle Wähler bezogen, sind 19% der Wahlberechtigten, die für CDU/CSU votiert haben ein Fiasko. Nicht nur für die Union. Wie sieht dann die Zahl für die SPD aus?! Bitter ist jedoch noch mehr: Der gesellschaftliche Konsens zerbricht immer weiter. Die Politik der Volksparteien, eine große Zahl von Bürgern zu integrieren, scheitert immer mehr. Dies ist aber nicht alleine Verschulden der Parteien. Viele Bürger und Wähler wollen keine Kompromisse, sondern die "reine Lehre" aus ihrer Perspektive. Ist ein Wahlrecht wie in Großbritannien nicht vielleicht doch zukunftsfähiger? Aber sorry: Das ist ja im deutschen gesellschaftlichen Diskurs ein Tabu-Bruch: Mehrheitswahlrecht - Ach wie undemokratisch!

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Rüdiger Kalupner

KREATIVE contra MACHTKAMPF-Konservative

Es gibt zwei Ideal-Versionen des Konservativen: den machtstrukturellen und den KREATIVEN Typ.
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Erster verteidigt und entwickelt mit allen Machtmitteln die gewachsenen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Privilegien und deren Macht- und Steuerungs-Strukturen. In diesem Sinne agierte bisher CSU und CDU - im Dienste des 2%-Wachstumszwang-Tyrannei der Kapitalstockmaximerer, die sich als Rumpelstilzchen etablieren konnte, d.h. als geheime Wissensherrschaft.
.
Der KREATIVE Konservatismus versucht den evolutionslogischen Wandel auf jene konkreten gesellschaftlichen Änderungen zu begrenzen, die für die Entwicklung der Menschen als wichtig-nachhaltig erkannt sind. Er ist ein gestaltender Konservatismus, der die KREATIVEN Fortschrittsoptionen zügig realisieren will. Er versteht sich als Ordnungsmacht des KREATIVEN Akzelerationsweg im Evolutionsprozess. Der deutsche ORDOliberalismus mit seiner Vorstellung von der 'Interdependenz der Ordnungen' und seinem Ziel 'Minimierung wirtschaftlicher Machtstrukturen' ist die historische Quelle des KREATIVEN K.
.
Die KREATIVEN Konservativen stehen natürlich in einem Sein-oder-Nichtsein-Konflikt mit den Machtkonservativen - wenn sie denn die Gestaltungsmacht innehaben, wie jetzt.

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Was mich brennend interessieren würde

wie denn die Kommentatoren Konservatismus heutzutage deuten würden....
Man könnte wetten..mehr als der kleinste gemeinsame Nenner würde nicht dabei herauskommen..
Genausowenig wie Sozialdemokraten den Sozialismus predigen,predigt die CDU den Konservatismus..im übrigen steht bei beidem das Gemeinwohl über dem Individuum.
Einzig die FDP mit dem Liberalismus ist da anders gestrickt..
Grundsätzlich kann keine Partei heutzutage noch richtig gestalten...zuviel Verstrickung durch internationale Verträge lassen wenig Handlungsspielraum.
Verwalten ist die Devise..und mehr macht die Politik nicht..was zu einer munteren Politikverdrossenheit führt und die Bürger kaum noch aus dem Keller lockt.
Das mal an der Ecke rumzupfen oder an der anderen ist Kleinkram...deswegen ist das mit den Unterschieden heutzutage so eine Sache.

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Paul Rabe

Konservativ ? Pensionierte Studienräte vers. besserverdienende Jungmanager

Mit dem Ende des West-Ost Konfliktes ist der CDU die identitätsstiftende Kraft des "Anti-Sozialismus" abhanden gekommen. Jetzt brechen Konflikte innerhalb der CDU auf welche es schon immer gegeben hat, die man aber in der Vergangenheit mit Staatsschulden und einem gemeinsamen "Feind" übertünchen konnte. Nicht zufällig hat die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, die Mobilfunk-Nummer von Frau Merkel. Merkel weis, daß der größte Teil der CDU Wähler entweder jetzt oder recht bald in Rente sein wird.
Die werden vom VDK sehr genau darüber informiert wie die Regierung es mit staatlicher Rente, staatlicher Gesundheit, staatlicher Pflege, staatlicher Sozialhilfe etc. in Zukunft halten wird. Davon sind diese CDU Wähler nämlich abhängig.
Im diametralen Gegensatz dazu stehen die Interessen von jungen "Besserverdienern", welche die Ansprüche der CDU-Renter bedienen müssen. Einen Ausgleich zwischen diesen Gruppen zu finden ist nicht leicht und führt auf jeden Fall zu Konflikten, welche man nicht mehr hinter einem "wir sind alle Konservativ und haben einen gemeinsamen sozialistischenFeind" verbergen kann.

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Neutrino (Neutrino) - 18.01.2010 13:11 Uhr

Neues aus Absurdistan

Irrwitzigerweise meint die CDU, mit genau jenen Inhalten erfolgreich sein zu können, mit denen sich die SPD demontiert hat. Das ist schon von einer selten dämlichen Ignoranz vor dem Willen der Wähler. Grundlos allerdings ist es nicht. Nehmen wir die FAZ als Beispiel: Positionen, die noch vor nicht allzulanger Zeit links bis sehr links waren, trifft man hier neuerdings in jedem zweiten Wirtschaftskommentar. Und Positionen, die vor nicht allzulanger Zeit bügerlich oder konservativ waren, darf man hier bei manch einem Thema nicht mal als User im Forum vertreten. Die große Macht im Staate, das sind die Medien. Und dort weht in den Redaktionen unlängst ein linker Wind. Das Problem ist nur: die Medien sind nicht das Volk. Und wenn Frau Merkel meint, in dem linkslastigen Geschreibsel der Medien Volkes Meinung ablesen zu können, dann sei sie gewarnt; möge sie doch lieber mal einen Blick in die Foren werfen. Die Menschen sind nicht so doof, wie Politik und Medien sie gerne hätten. Dieser Schuss der CDU wird gewaltig nach hinten losgehen. Bleibt zu hoffen, dass nur die FDP davon profitiert, bevor noch eine rechtsextreme Partei das Vakuum auszufüllen versucht, was momentan im rechten Lager besteht.

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Erwin Steinhauer
Erwin Steinhauer (hauer2) - 18.01.2010 12:52 Uhr

es geht weniger um den Begriff "konservativ" als um die Personen

Frau Merkels Problem ist es nicht, einen Begriff neu definieren zu müssen. Sie selbst steht leider für - garnix.
Adenauer, Erhard und Kohl waren glaubwürdige konservative Politiker, Strauss stritt brilliant für konservative Werte (auch wenn er sie nicht immer lebte). Frau Merkel dagegen gibt den kleinsten gemeinsamen Nenner des Zeitgeistes. Nicht anecken mag eine Weile lang gutgehen - auf Dauer läßt sich fehlende Position und Werteverwurzelung jedoch nur schwer vermitteln.
Es mag sein, dass die Gesellschaft pluralistischer geworden ist, sie ist aber vor allem schnelllebiger und politikverdrossener geworden. Schon schießen immer mehr politische Gruppierungen aus dem Boden, die (scheinbar bürgernah) Klientelpolitik und Populismus vereinigen (siehe die schon wieder versunkene Schil-Partei oder die freien Wähler in BAyern); dazu noch die größte Partei von allen: die Nichtwähler.
Die SPD hats vorgemacht: wer nur dem Volk aufs MAul schaut und der Diversifizierung das Wort redet, kommt selbst darin um. Frau Merkel wandelt auf einem viel schmaleren Grad als sie meint: mit Politik a la von der Leyen und Schavan wird sie sich selbst bald überlebt haben.
Nicht umsonst ist der Charakterkopf Guttenberg schon an ihr vorbeigezogen

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Walter Schlichtenbrede

Ca. 19 % der Wahlberechtigten hatten im September noch CDU gewählt!

Das ist alles, was man wissen muss. Die CDU gleitet in die Beliebigkeit ab und wird mit diesem Personal, insbesondere die fiskalischen Probleme nicht wirklich lösen können.

Daraus folgt: Eine baldige "Ablösung"!

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Georg Kirchner

Verstehen muß man das aber nicht.

CDU und FDP haben eine regierungsfähige Mehrheit bekommen, weil der Wähler nach Jahren wieder den Wunsch nach einer bürgerlichen Regierung hatte. Warum eine er beiden Parteien jetzt meint, sich nach links bewegen zu müssen bleibt deren Geheimnis. Dass man vor der Wahl nicht immer ganz klar sagt, was man nach der Wahl vorhat mag nachvollziehbar sein. Sich dem Bürger aber als bürgerliche Partei zu verkaufen, um nach der Wahl eine sozialistische werden zu wollen stempelt jeden mündigen Bürger als dummes Stimmvieh ab! Westerwelle hat es am Wochenende doch auf den Punkt gebracht - CDU und FDP wurden gewählt, damit in diesm Land Kommunisten und Sozialisten nichts mehr zu sagen haben.

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Ralf Kowollik

"Antisozialistische Notgemeinschaft"

Zitat: "Ansonsten begann die CDU als lockeres Geflecht von Menschen völlig konträrer Vorstellungen - eine antisozialistische Notgemeinschaft."
Tatsächlich war es wohl vor allem diese antisozialistische Grundhaltung, die die CDU noch unter Helmut Kohl kennzeichnete, sie trotz konträrer Vorstellungen vereinte, und sie von den linken Parteien abgrenzte.
Heute jedoch wirbt Frau Merkel für die Finanztransaktionssteuer, hat sich mit der hohen Staatsquote längst abgefunden, setzt sich für Mindestlöhne ein und lehnt weitere Arbeitsmarktreformen strikt ab, während ihr treuer Paladin Wolfgang Schäuble kürzlich der "FAS" verriet, er zahle die hohen deutschen Steuern "gerne".
Nur FDP-Chef Westerwelle beschwor am Wochenende noch einmal die alte "antisozialistische Notgemeinschaft", indem er ausrief: "Liebe Freunde von der Union, euer Feind ist nicht die FDP. Euer Gegner, das sind SPD, Grüne und Linkspartei." Westerwelles Appell klang fast schon verzweifelt.
Führende Politiker der CDU indes wollen von einer "Gegenerschaft" zu SPD und Grüne nichts mehr wissen. Man versteht sich längst selbst als Teil der großen sozialdemokratischen Familie. So verschwimmen die Gegensätze zwischen links und rechts immer mehr.

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Klaus Lehmann

Eine neue Partei rechts der CDU? Wieso nicht?

Nachdem wir eh weg vom Zwei Volksparteien plus Mehrheitsbeschaffersystem sind und, wie ich vermute, bald auch drei-Parteien-Koalitionen im Bund normal sein werden, muss die Frage erlaubt sein, was an einer konservativen Partei rechts der CDU denn schlimm sein soll? Die NPD als Haufen von dummbraunen Proleten ist nicht rechts im Weimarer Sinne. Sie ist eine Partei die mit ihren Aussagen meist sozialistischer ist, als es sich die Linke traut. Warum also nicht eine Partei die Themen wie Föderalismus, Europa, Abtreibung, Ehe, Familie, Einsatz für Volk und Vaterland (die Idee der allgemeinen Dienstpflicht für Männer und Frauen zum Wohle des Gemeinwesens - Zivi/Bund/Katastrophenschutz für Alle! - ist originär aus diesem Spektrum zu befördern) oder auch Gentechnik, Landwirtschaft und Umgang mit Religionen im Alltag werden derzeit nur mangelhaft "bearbeitet". Eine Partei mit realistischen 7 % - 10 % könnte da entstehen, vorausgesetzt sie hätte einige Charakterköpfe zu bieten. Aber da bleiben noch Namen wie zum Beispiel Kirchhoff, Merz, Di Fabio, Roth, Gauweiler, Murswieck, Struck und Dohnanyi, die dafür interessant sein könnten.

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Volker Kulessa

Wer nach allen Seiten offen ist...

..kann nicht ganz dicht sein. (nicht von mir)

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Henry C. Brinker

Konservativ unter Liberalen

Nach 30 Jahren CDU bin ich als Konservativer zur FDP gewechselt. Dort bin ich zwar mit vier Kindern als Alleinverdiener und Katholik eine wohl etwas skurile, aber gleichwohl willkommene Facette im liberalen Spektrum der Möglichkeiten. Bei der CDU gehörte ich am Ende zu den störrischen Altchristen, die man auf dem Weg zu einer flexiblen, wandlungsfähigen Demoskopiepartei eigentlich hinter sich lassen will.

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