Die Bundesregierung hat einen Kurzfilm der Bundeswehr von ihrem Youtube-Kanal im Internet genommen, nachdem er von SPD und Grünen als gewaltverherrlichend kritisiert worden war. In dem Film sind Aufnahmen des Wachbataillons mit Szenen von Soldaten, Panzern, Schiffen, Flugzeugen und Hubschraubern im Einsatz zusammengeschnitten, unterlegt mit Hardrockmusik und der Nationalhymne. Auch eine Explosion und der Abschuss von Waffen werden gezeigt.
Die Grünen-Politikerin Agnieszka Malczak sagte: „Bilder und Musik gleichen teilweise einem Ego-Shooter und entwerfen so ein Zerrbild des Dienstes bei der Bundeswehr.“ Kritik übte auch der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Arnold: „Es wird eine Klientel angesprochen, die anfällig für Gewaltbereitschaft ist und sich nicht um die besondere Bedeutung der Bundeswehr in der Gesellschaft kümmert.“ Der stellvertretende Regierungssprecher Krieger sagte, der Film sei nicht aus inhaltlichen, sondern aus formalen Gründen von der Regierungsplattform genommen worden. Dort sehe das Konzept Beiträge in Wort und Bild vor, es fehle hier aber das Wort. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wies die Kritik von SPD und Grünen zurück; man stehe zu dem Film. Auf der Internetseite der Bundeswehr solle er aber nicht eingestellt werden.
Dumpfe Engstirnigkeit
Closed via SSO (ud-la)
- 19.11.2011, 13:56 Uhr
Gutmenschliche Aufregung
Wolfgang Richter (langweiler2)
- 18.11.2011, 22:44 Uhr
Gewalt? Zerrbild?
Niklas Netter (niknett)
- 18.11.2011, 21:43 Uhr
Blümchenpflücker für die Bundeswehr?
Reinhold Schmittke (2Espressi)
- 18.11.2011, 20:47 Uhr
Ist doch ganz einfach
Arwed Schmidt (SDT)
- 18.11.2011, 20:36 Uhr