Home
http://www.faz.net/-gpf-138ni
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bundeswehr Westerwelle gegen Wehrpflicht

26.07.2009 ·  Die FDP will sich bei möglichen Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl für eine Abschaffung der Wehrpflicht einsetzen

Artikel Lesermeinungen (0)

Die FDP will sich bei möglichen Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl für eine Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland einsetzen. Das versicherte der FDP-Vorsitzende Westerwelle in einem Gespräch mit der Zeitschrift „Der Spiegel“. Er verwies darauf, nur etwa 15 Prozent der Männer eines Jahrgangs würden eingezogen – „während viele andere an ihrer Karriere arbeiten können“.

Westerwelle sagte: „Wir finden die Wehrpflicht überflüssig und ungerecht und wollen sie aussetzen.“ Die jüngeren Politiker in CDU und CSU seien „da übrigens ganz unserer Meinung“. Westerwelle sagte, zwar habe die Wehrpflicht „ihre Verdienste gehabt“. Doch heute sei sie eine „Sache“ von gestern. Gegebenenfalls müsse dann anstelle des Zivildienstes „das freiwillige soziale Jahr“ gefördert werden. Die FDP wolle keine Berufsarmee, sondern eine Freiwilligenarmee, in der sich Soldaten auch für kurze Zeit verpflichten könnten. „Damit bliebe ein reger Austausch zwischen Gesellschaft und Bundeswehr erhalten.“

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Von dir die Fregatte, von mir die Drohne

Von Thomas Gutschker

Verteidigung ist eine nationale Angelegenheit? Die Wirklichkeit hat sich längst geändert. Die Armeen der Nato-Partner müssen zusammenarbeiten. Kein Land ist mehr autark. Mehr 3