http://www.faz.net/-gpf-761k0
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 25.01.2013, 15:30 Uhr

Bundeswehr Drohnenkriege(r)

Kann uns die Lieblingswaffe eines Friedensnobelpreisträgers kriegslüstern machen? Mancher deutsche Politiker hält das für möglich.

von
© afp Kampfdrohnen: Luftangriff aus der Ferne

Man muss der harten Wahrheit ins Gesicht schauen: De Maizière ist eben nicht Obama. Während der Friedensnobelpreisträger ziemlich unbehelligt von öffentlicher Kritik mit seiner Drohnenflotte einen Terroristen nach dem anderen auslöscht (und ein paar Unbeteiligte dazu), reicht in Deutschland schon die Ankündigung, über die Anschaffung solchen Geräts nachdenken zu wollen, um die Wogen der Empörung hochschlagen zu lassen: Es könnte ja sein, dass wir noch lieber als bisher schon in den Krieg ziehen, wenn nicht mehr das Leben unserer Soldaten auf dem Spiel steht.

Berthold  Kohler Folgen:

Anhänger der Selbstabschreckung sollten dann aber auch konsequent die Abschaffung von Schützenpanzern und Stahlhelmen fordern. Ernsthafter auseinandersetzen muss man sich mit dem Argument, Europa solle es auch auf diesem sicherheitspolitischen Zukunftsfeld mit Zusammenarbeit versuchen.

Doch wie stellt man dann sicher, dass Deutschland nicht in die Drohnenkriege Großbritanniens oder Frankreichs hineingezogen wird? Dort sitzt in aller Regel kein Verfassungsrichter am Joystick, sondern eher ein Prinz Harry.

Mehr zum Thema

Symptom Duterte

Von Nikolas Busse

Ist der hemdsärmelige philippinische Präsident Duterte nur ein weiterer Macho-Politiker wie Trump oder Le Pen? Ganz so einfach liegt die Sache nicht. Mehr 14 16

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage