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Bundeswehr Das Rückkehr-Trauma

03.02.2009 ·  Die Erkenntnis, dass auch körperlich unversehrte Soldaten seelisch verwundet aus dem Einsatz zurückkehren können, hat sich in der Bundeswehr erst allmählich durchgesetzt. Dass die Zahlen darüber nicht mehr als Geheimsache behandelt werden, ist ein Lichtblick.

Von Stephan Löwenstein
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Die Bundeswehr hat einen manchmal mühseligen Lern- und Anpassungsprozess bewältigen müssen, seit sie vor fünfzehn Jahren erstmals in Auslandseinsätze geschickt wurde. Und sie steht, trotz aller Fortschritte, noch mittendrin in diesem Prozess. Das betrifft Struktur und Ausrüstung, aber auch den Umgang mit Tod und Verwundung.

Die Erkenntnis, dass auch körperlich unversehrte Soldaten seelisch verwundet aus dem Einsatz zurückkehren können, hat sich erst allmählich in der Truppe durchgesetzt. Das ist kein „Waschlappen-Syndrom“, sondern eine Erkrankung, die behandelt werden kann und muss. Lernen muss aber vor allem die Politik, sich mehr um die Einsatzbedingungen der von ihr Entsandten zu kümmern.

Dass Zahlen über das sogenannte Rückkehr-Trauma oder Selbsttötungen im Einsatz nicht mehr als Geheimsache behandelt, sondern mitgeteilt werden, ist ein Lichtblick. Lernen muss schließlich auch die allzuoft freundlich-desinteressierte Öffentlichkeit. Der Heimkehrerfilm, der jetzt im Ersten ausgestrahlt wurde, war, wiewohl etwas plakativ, dabei sicher hilfreich.

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Jahrgang 1968, politischer Korrespondent in Berlin.

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