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Wahlprogramm der Union Szenen eines Kuschelwahlkampfs

 ·  Kein Wunder, dass die SPD den Tränen nahe ist: Bei der Union ersetzt die Kanzlerin das Programm.

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Szenen einer Ehe - wie bei der Konkurrenz - sind im Unionslager kaum zu erwarten. Den Mann der Kanzlerin scheint die abermalige Kandidatur seiner Frau nicht sonderlich zu stören. Und Horst Seehofer, der politisch mit ihr verheiratet ist, wird einen Teufel tun und die CDU-Vorsitzende für ihren Ehrgeiz schelten: Angela Merkel dient auch der CSU im Wahlkampf als Zugpferd. Die Zufriedenheit der Deutschen mit ihr (Ausnahme: Helmut Schmidt) wollen die Unionsparteien keinesfalls gefährden, schon gar nicht mit so altmodischen Dingen wie einem zugespitzten politischen Programm. Deshalb kommt alles irgendwie weichgespült daher, selbst noch der Katalog der Versprechungen.

Ausweislich der Meinungsumfragen scheint der Wählerschaft dieser Kuschelwahlkampf zu gefallen. Die Kanzlerin trifft offenbar sogar noch dann den richtigen Ton, wenn sie nichts sagt. Im Grunde könnte sie das „Regierungsprogramm“, das jetzt verschickt wurde, auch nur bei einem Notar hinterlegen, für die Historiker. Denn das eigentliche Programm ist die Kanzlerin selbst. Kein Wunder, dass die SPD den Tränen nahe ist.

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17.06.2013, 18:30 Uhr

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