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SPD-Sonderparteitag in Berlin : Schulz mit Rekordergebnis zum SPD-Parteichef gewählt

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Der neue SPD-Parteichef Martin Schulz wird von der SPD in Berlin gefeiert. Bild: AFP

Die Sozialdemokraten haben Martin Schulz mit 100 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Auch zum Kanzlerkandidaten wurde er gekürt. Zuvor hatte Schulz in seiner Rede dem Populismus den Kampf angesagt.

          Martin Schulz ist neuer SPD-Vorsitzender. Der 61 Jahre alte Politiker wurde am Sonntag bei einem Sonderparteitag in Berlin mit 100 Prozent der gültigen Stimmen zum Nachfolger von Sigmar Gabriel gewählt. Schulz erzielte damit das beste Wahlergebnis eines SPD-Chefs in der Nachkriegszeit. Schulz nahm die Wahl an, „als Auftrag zur Eroberung des Kanzleramtes“, wie er sagte.

          Auf Schulz entfielen 605 Stimmen von 605 abgegebenen gültigen Stimmen. Anschließend wurde Schulz einstimmig in einer offenen Abstimmung per Handzeichen auch zum Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl am 24. September erklärt. „Ich glaube, dass dieses Ergebnis der Auftakt zur Eroberung des Bundeskanzleramtes ist“, zeigte sich Schulz kämpferisch.

          Den Nachkriegsrekord bei der Wahl eines SPD-Vorsitzenden hält Kurt Schumacher. Er bekam 1948 in Düsseldorf 99,71 Prozent. In jedem Fall wird Schulz’ Ergebnis besser ausfallen als das seines Vorgängers Sigmar Gabriel 2015: Dieser erreichte nur 74,27 Prozent, das zweitschlechteste Ergebnis in der SPD-Geschichte.

          Kanzlerkandidatenwahl : Schulz holt 100 Prozent der Stimmen

          In seiner Parteitagsrede hatte Schulz Populismus und Europafeindlichkeit kritisiert und besonders die AfD scharf angegriffen, die keine Alternative für Deutschland sei: „Nein, das ist eine Schande für die Bundesrepublik“, sagte Schulz. Damit spielte er auf eine Äußerung des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke an, der die Berliner Holocaust-Gedenkstätte als „Mahnmal der Schande“ bezeichnet hatte. „So ein Antidemokrat wird bei der AfD nicht rausgeschmissen, weil sie ihn brauchen, um den rechten Rand in ihrer Partei zu bedienen.“

          Quelle: alri./dpa/Reuters

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